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71_II_185

BGE 71 II 185

Bundesgericht (BGE) · 1945-01-01 · Deutsch CH
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Pro_echt. N° 87.

Las defenderesses ont recouru en reforme en reprenant

leurs conclusions.

OonsiiUrant en droit:

D'apres l'art. 48 OJ, le recours en reforme n'est en prin-

cipe recevable que contre les decisions des autorites

supremes des cantons. Contre les d6cisions des tribunaux

inferieurs, il est recevable seulement :

a) s'lls ont statue {(en derniere instance, mais non comme

juridiction cantonale unique »,

b) s'ils ont statue comme juridiction cantonale unique

prevue par le droit federal.

11 est clair que la seconde de ces hypotheses n'est pas

realisee, aucune disposition de droit federal ne prescrivant

de juridiction cantonale unique 'dans les contestations entre

heritiers au sujet da l'attribution d'un domaine agricole.

Mais la premiere ne l'est pas non plus. D'apres le Message

du Conseil federal (p. 27), elle est celle dans laquelle le

tribunal qui a rendu le jugement, bien que n'etant pas

l'autorite supreme du canton, acependant juge en qualite

de juridiction de seconde in.stance sur un recours interjete

contre un jugement d'une juridiction d'un degre encore

inferieur ou du moins subordonnee a elle dans la mati(~re'

dont il s'agit. Or, en l'espece, le Tribunal de Boudry, qui

n'est pas l'autorite supreme du canton, a statue non pas

eomme juridietion de recours mais en premier et dernier

ressort (cf. art. 2 eh. 17 de la loi d'introduetion du code

civil suisse).

On pourrait, il est vrai, se demander si du fait que les

decisions des tribunaux de distriet peuvent faire l'objet

d'un recours en cassation au Tribunal cantonal « pour

fausse application de la loi ou erreur de droit)) (cf. art. 393),

on ne devrait pas eonclure quele Tribunal de Boudry n'a

pas tranche comme juridiction cantonale unique. La ques-

tion doit toutefois etre tranch6e par la negative, car une

teIle voie de recours, qui ne peu,t conduire qu'a la cassation

et non pas a la reforme du jugement (cf. art. 401), ne

Prozessrooht. N° 88.

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saurait etre consideree comme UD recours «ordinaire» au

sens de l'art. 48 a1. 1 OJ (cf. 63 II 104).

Le Tribunal federal prononce :

Le recours est irrecevable.

38. Urtell der 11. Zivilabteilung vom 18. September 1945

i. S. Meyer gegen Guggenheim.

Art. 55 lit. b de8 neuen OG.

Bildet das (Eventual-)Begehren um Aufhebung des angefochtenen

Entscheides und Rückweisung der Sache an die Vormstanz

einen genügenden Berufungsantrag ?

Art. 55 Zettre b nou'IJ. OJ.

Des conclusions subsidiaires en annulation du jugement attaque

et au renvoi de la cause a. la juridiction cantonale suffisent-elles

pour la recevabiIite du recours ?

Art. 65 lett. b della nuova OGF.

La domanda subordinata ehe tende all'annullamento della sen-

tenza impugnata e al rinvio della causa alla giurisdizione

cantonale basta per la ricevibiIita. deI ricorso ?

Auf Grund von Fristansetzungen des Betreibungsamtes

Zürich 1 verlangte der Kläger unter Berufung auf einen

ihm zustehenden Eigentumsvorbehalt beim Richter die

Aberkennung des Retentionsrechtes der Beklagten an

einer Anzahl von Gegenständen, die die Beklagten für

mehrere Forderungen an ihre Mieterin Frau Schaub hatten

in Retentionsverzeichnisse aufnehmen lassen. Das Ober-

gericht des Kantons Zürich hat mit Urteil vom 10. April

1945 das Retentionsrecht der Beklagten für zwei dieser

Forderungen aberkannt, im übrigen dagegen die Klage

(soweit sie nicht gegenstandslos geworden war) abgewiesen,

und zwar in erster Linie mit der Begründung, der Eigen-

tumsvorbehalt sei wegen unrichtiger Angabe des Ver-

au,sserers im Registereintrag ungültig.

Gegen diesen Entscheid hat der Kläger die Berufung

an: das Bundesgericht erklärt mit dem Antrag auf « voll-

umfängliche Gutheissung der Klage unter K. & E. F.

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Prozessrecht. N° 38.

bezw. Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils soweit die

Klage damit abgewiesen wurde, unter Rückweisung der

Sache an die Vorinstanz zur Ausfällung eines neuen Ent-

sch~ides im Sinne der folgenden Erwägungen ».

Das Bundesgericht zieht in Erwägung :

Die beiden durch das Wort ({ beziehungsweise» verbun-

denen Teile des Berufungsantrages stehen zueinander im

Verhältnis von Haupt- und Eventualantrag. Dies wird

namentlich durch den Schlussabsatz der Berufungsbe-

gründung bestätigt, wo der Kläger die Fällung eines neuen

Urteils entsprechend seinen Anträgen oder die Rückwei-

sung der sache an die Vorinstanz zur Beweisergä,nzung

verlangt.

Das Hauptbegehren, die Klage sei vollumfänglich gut-

zuheissen; bildet nach Art. 55 lit. b OG: keinen genügenden

Berufungsantrag, da es sich in einem Hinweis auf im kan-

tonalen Verfahren gestellte Anträge erschöpft (BGE 71 II

33).

Ebensowenig genügt das Eventualbegehren den Anfor-

derungen von Art. 55lit. bOG. Der Antrag, das angefoch-

tene Urteil sei aufzuheben, soweit die Klage damit abg~­

wiesen wurde, lässt nur in Verbindung mit den im kanto-

nalen Verfahren gestellten Anträgen erkennen, in welchen

Punkten der weitergezogene Entscheid angefochten wird,

und enthält keine Angabe. darüber, :welchen neuen Sach-

entscheid das Bundesgericht nach der Meinung des Klä-

gers fällen soll. Was das weitere Verlangen nach Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz betrifft, so hat das

Bundesgericht unter der Herrschaft des frühern OG

(Art. 67 Abs. 2 dieses Gesetzes) in ständiger Rechtsprechung

erklärt, ein bIosseI' Rückweisungsantrag genüge nur unter

der Voraussetzung, dass es in der Sache selbst auch bei

Zug~ndelegung einer für den Berufungskläger günstigen

Rechtsauffa,ssung ohne vorangegangene.Rückweisuug nicht

zu dessen Gunsten entscheiden könnte (BGE 42 II 70, 242,

44 II 106, 59 II 191). Das neue OG, das die Anforderungen

an den Berufungsantrag verschärft hat, lässt eine Milderung

Prozessrecht. N° 39.

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dieser Praxis nicht zu. Der Kläger nimmt nun, wie sein

(prozessual freilich ungenügender) Hauptantrag zeigt, sel-

ber nicht an, dass im vorliegenden Falle die Rückweisung

im erwähnten Sinne unerlässlich gewesen wäre. Das Bun-

desgericht hätte, wenn es der Rechtsauffassung des Klägers

gefolgt wäre, mindestens über die in erster Linie zu prü,

fende Frage nach der Gültigkeit des Eigentumsv-ürbehaltes

einen Entscheid zu seinen (des Klägers) Gunsten treffen

können, ohne vorerst eine Aktenergänzung zu veranlassen.

Der Rückweisungsantrag des Klägers kann also den feh-

lendenSachantrag nicht ersetzen.

Demnach erkennt das Bundesgericht :

Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

39. UneU der I. Zivilabteilung vom 18. September 1945

i. S. Eheleute Dr. Hobi-Gisi gegen Dr. Hengge.

Anschlussberufung. Berechnung der Frist für deren Erhebung;

Art. 59 Abs. lOG.

Recours joint. Calcul du delai, art. 59, al. ler OJ.

Rioorso adesivo. Calcolo deI termine, art. 59 cp. 1 OGF.

Nach Art. 59 Abs. 1 OG ist die Anschlussberufung bin-

nen 10 Tagen vom Eingang der in Art. 56 OG vorgeschrie-

benen Anzeige der Berufung an einzureichen. Da diese

Anzeige dem Vertreter des Klägers am . 21. März 1945

zugegangen ist, lief die Frist für die Anschlussberufung am

31. März ab. Die vom Kläger erst mit der Antwort auf die

Berufung erhobene Anschlussberufung ist daher verspätet.

Dass der Kläger infolge der auf das Verfahren vor dem

Kassationsgericht zurückzuführenden Aussetzung des Be~

rufungsverfahrens (Art. 57 Abs. lOG) von der Beruflillgs-

begründung erst nach Ablauf der Frist für die Anschluss'"

berufung Kenntnis erhielt, ist ohne Bedeutung. Denn er

hatte lediglich seine Anträge zu stellen, ohne sie vorerst

begründen zu müssen. Die Begründung -

aber nur diese -

hatte vielmehr nach Art. 61 Abs. 3 OG in Verbindung mit