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66_II_61

BGE 66 II 61

Bundesgericht (BGE) · 1935-02-21 · Deutsch CH
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60 Prozessrecht. No 12. Italo Zaccheo e creditore verso Elvezio Maffioretti della somma di fr. 5338,25 a dipendenza di mutui concessigli durante gli anni 1929 e 1931. Invitato a rimborsare questa somma, Elvezio Maffioretti, con istromento rogato il 21 febbraio 1935, vendeva alla propria moglie Eugenia Gallbronner tutta la sua proprieta immobiliare posta in territorio di Minusio. Qualehe tempo dopo questa vendita, Italo Zaccheo promoveva contro EIvezio Maffioretti due esecuzioni che terminavano col rilascio di certificati provvisori di carenza di beni per l'intero ammontare deI suddetto credito. Con petizione 14 giugno 1935 Italo Zaccheo intentava contro Eugenia Maffioretti azione revocatoria a' sensi deg1i art. 285/288 LEF. Il Pretore di Locarno respingeva la petizione. Invece la Camera civile deI Tribunale di appello l'accoglieva con sentenza 24 novembre 1939. Contro questa sentenza Eugenia Maffioretti ha presen- tato al Tribunale federale tempestiva dichiarazione di ricorso a' sensi degli art. 56 e seg. OGF. Oonsiderando in diritto : Come risulta dagli atti e in particolare dal giudizio impugnato, il credito che Italo Zaccheo ha fatto valere con l'azione revocatoria ammonta a fr. 5338,25. se la convenuta avesse pagato questa somma, la lite sarebbe diventata senza oggetto. Il valore litigioso della presente causa non eccede adunque tale importo (RU 57 UI 105 ; 38 Ir 333). Poiche in concreto il valore litigioso non raggiunge gli ottomila franchi, la dichiarazione di appello doveva essere accompagnata da una memoria scritta ehe. la motivasse (art. 67 cp. 4 OGF). Questa memoria non e pero stata presentata: Non si puo quindi esaminare l'appello nel merito (RU 51 Ir 345). Il Tribunale federale pronuncia : Il ricorso e irricevibile. Prozessrecht. N° 13.

13. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteiluug vom 15. Mai 1940 i. S. Jeuuy gegen Gtibelin. 61 Tat- u. Rechtsfrage, Art. 81 OG. Darlehen oder Schenkung? Die äussern Vorgänge und der innere Wille der Parteien sind Tat-, die Zugehörigkeit zu dieser oder jener Vertragsart ist Rechtsfrage. Question de fau ou de droit? Art. 81 OJ. Pret de consommation ou donation 7 Les evenernents exterieurs ainsi que 1a volonM des parties sont du dornaine des faits, tandis que leur qualifi- cation comme particu1ariMs de teIle ou teIle espooe de contrat est du dornaine du droit. Questione di fatto 0 di diritto (art. 81 OGF) ? Mutuo 0 donazione ? Gli avvenimenti esteriori corne pure la volonta interiore delle parti entrano neUa sfera dei fatti ; invece e questione di diritto quella di sapere se questi fatti sono taU da far arnrnettere l'esistenza di questa 0 di quella specie di contratto. Vor Bundesgericht ist, wie schon vor Obergericht, nur noch der Betrag von Fr. 4000.- streitig, den die Beklagte ihrem Bräutigam als Darlehen zum Ankauf eines Autos gegeben haben will. Dass sie ihm diesen Geldbetrag tatsächlich hingegeben hat, ist im vorinstanzlichen Urteil verbindlich festgestellt (Art. 81 OG). Es kann sich also nur fragen, ob es sich dabei um ein Darlehen, eine Schenkung oder eventuell um ein anderes Rechtsgeschäft gehandelt hat. Das ist eine Rechtsfrage, die· der Nachprüfung durch das Bundes- gericht unterliegt. Hievon ist aber - und das wird von der Beklagten übersehen - die Feststellung der tat- sächlichen Grundlagen zu trennen, die für die Bestimmung des Rechtsverhältnisses massgebend sind. Dazu gehören die abgegebenen gegenseitigen Erklärungen, weitere mass- gebende Äusserungen und, als innerer Tatbestand, der aus jenen äussern Vorgängen und den Umständen sich ergebende Wille der Parteien. Die Feststellung dieses äussern und innern Tatbestandes ist Sache des Beweises und der Beweiswürdigung und liegt in der ausschliesslichen Kompetenz der kantonalen Instanzen (vgl. BGE 43 Ir 779; 45 Ir 437; 57 Ir 285; ferner aus der jüngsten

62 Erfindungsschutz. No 14. Praxis 66 II '32). Erst wenn diese Feststellung vor- genommen ist; kann an die Frage, welchem Vertrags- typus der Sachverhalt zu unterstellen sei, herangetreten werden. Vgl. auch Nr. 7 und 10. - Voir aussi nOS 7 et 10. V. ERFINDUNGSSCHUTZ BREVETS D'lNVENTION

14. Urteil der I. ZiVUabtellnng vom 27. Februar 1940

i. S. Hort gegen Ufficio Vendita ArtieoH Latta S. A. Patentrecht, Legitimation zur Nichtigkeitsklage, Art. 16 PatG. Legitimiert ist auch ein Verband, der nicht selbst Fabrikation oder Handel treibt, aber die Wahrung der Interessen seiner Mitglieder gegenüber ungerechtfertigten Patentanspruchen bezweckt. Brevets d'invention, qualit6 pour agir en annulation d'mi brevet, art. 16 de Ja loi fooerale sur les brevets d'invention. A quaIit6 pour agir, l'association qui ne se livre ni a la fabrieation ni au commerce, mais qui a pour but de proMger ses membres contre les revendications (demandes de brevets) injustifiees. Brevetti d'invenzione, qualitd per promovere azione di annullamento di un brevettQ, art. 16 delIa legge federale sui brevetti d'inven- zione. Ha quaIita per agire l'associazione ehe non si oceupa ne di fabbricazione ne di eommereio, ma si prefigge la prote- zione dei suoi membri contro rivendicazioni ingiustifieate.

3. - Der Beklagte bestreitet die Aktivlegitimation des klagenden Verbandes, mit der Begründung, dieser befasse sich weder mit der Fabrikation, noch mit dem Handel von Konservendosen, sondern lediglich mit Fragen der Markt- und Preisregulierung ; es fehle ihm daher das nach Art. 16 Schlussabsatz PatG erforderliche Interesse. Dieser Einwand ist mit der Vorinstanz abzuweisen. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts Erfindungsschutz. N° 14. 63 wird die Berechtigung zur Patentnichtigkeitsklage nicht nur durch rechtliche, sondern auch bloss tatsächliche, neben direkten auch durch bloss indirekte Interessen verliehen (BGE 61 II 379 und dort erwähnte Entscheide); auf diesem weitgefassten Interessebegriff aufbauend, hat das Bundesgericht sodann auch solche Personenverbände als legitimiert erklärt, bei denen sich das Interesse an der Vernichtung eines Patentes nicht unmittelbar in ihrer eigenen wirtschaftlichen Tätigkeit verwirklicht, die es sich aber zur Aufgabe gesetzt haben, für die ihnen angeschlossenen Interessenten die wirtschaftliche Bewe- gungsfreiheit gegenüber ungerechtfertigten Patentanspru- chen zu wahren (nicht publiziertes Urteil vom 23. Novem- ber 1937 i. S. Verband der Schweiz. Carrosserie-Industrie gegen Arquint). Es versteht sich nun von selbst, dass unter diesem· Gesichtspunkt nicht nur Personenverbände in Betracht fallen; die gleichen Grundsätze müssen viel- mehr auch zur Anwendung kommen auf Zusammen- schlüsse in der Form von Kapitalgesellschaften. Mass- gebend ist allein, ob ein solcher Zusammenschluss u. a. auch die Wahrung der wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit der Mitglieder im erwähnten Sinne anstrebe. Diese Vor- aussetzung ist bei der Klägerin erfüllt. Art. 1 lit. i des «Regolamento Interno » bezeichnet als zum Zwecke der Gesellschaft gehörig « occuparsi a vantaggio comune delle Fabbriche di tutte le questioni di indole generale e parti- colare che possono comunque interessare il commercio degli articoli oggetto della Convenzione, promuovendo, aderendo e sostenendo efficaci azioni dirette allo scopo ». Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist die Frage, ob das schweizerische Patent des Beklagten gültig sei oder nicht, von grösster Bedeutung für die Fabrikation und den Handel mit Konservendosen, welche unbestrit- tenermassen zu den Konventionsartikeln gehören, weil das durch ein Patent einer einzelnen Fabrik reservierte Mono- pol auf ein bestimmtes Produkt für die übrigen Mitbe- werber einen gewichtigen Nachteil im Konkurrenzkampf