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61_II_181

BGE 61 II 181

Bundesgericht (BGE) · 1935-01-01 · Deutsch CH
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Obligationenrecht. No 39.

contributions destinees a permettre a la Caisse de se cons-

tituer un patrimoine libre de charges, mais qu'elles repre-

sentent le cout de l'assurance, le prix paye a l'assureur pour

l'acquisition del'assurance. Il est de l'essence meme de la

prime d'etre affectee, dans les conditions et dans la mesure

convenues, au paiement des prestations d'assurance.

Si une socieM mutuellecomme la defenderesse pouvait,

par une revision statutaire, reduire les droits de certains

de ses societaires actuels auxdites prestations, elle pourrait

tout aussi bien supprimer ces droits, ce qui equivaudrait

a une veritable spoliation, en privant ces personnes du

benefice qu'elles avaient voulu s'assurer en sacrifiant une

partie de leurs economies. L'iniquite de cette consequence

suffit pour demontrer que les droits des societaires ayant a

leur actif plus de 25 ans de versements ne sauraient etre

abandonnes a la libre disposition des autres membres

de la Caisse.

Il en resulte que toute modification statutaire qui ten-

drait a modifier ces droits pourra etre annulee comme

contraire a l'art. 627 al. 1 CO, sur demande de l'interesse,

a moins que celui-ci n'y ait consenti.

D. 1. Dans sa duplique, la Caisse ne parait plus contester

que les membres du groupe Paulmes aient un droit acquis

a certains versements en cas de liquidation de la Caisse.

Toutefois, d'apres eux, ce ne serait pas le droit a une'

rente, mais un droit sur la reserve mathematique de leur

assurance. Ce systeme, qui serait dans la nature des choses,

si la dissolution de Ja Caisse emportait extinction du rapport

d'assurance (cf., en cas de faillite d'une compagnie d'assu-

rance, art. 37 al. 2 et 36 al. 3 LCA), eut pu etre adopte

dans les statuts de la societe. Mais l'art. 79 de ces statuts,

ancienne redaction, ne le consacre pas. Il n'y est pas

question de reserve mathematique, alors que cette notion

n'est nullement etrangere auxdits statuts. Au contraire, il

est prevu que Ja Caisse devra faire assurer par une com-

pagnie le service des pensions en cours et, s'il est dans la

nature des choses que, pour cette operation, la Caisse

Obligationenrecht. No (0.

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doive abandonner a l'assureur precisement Ja reserve mathe-

matique, il est probable qu'elle devra lui verser une somme

plus forte encore, representant la prime unique, commer-

ciale, exigee par la compagnie. Bref, l'art. 79 garantit aux

societaires, ayant a leur actif plus de 25 annees de verse-

ments, le paiement d'une rente, et c'est le droit a cette

rente qui doit etre considere comme un droit acquis de ces

societaires.

Par ces motifs, le Tribunal fedlral prononce :

I. -

La demande est partiellement admise en ce sens

que:

a) la decision prise par l'ensemble des membres de Ja

Societe defenderesse les 14 et 15 juin 1934 est annulee en

tant qu'elle a modifie l'art. 79 al. 1 et 2 des statuts et

ajoure a ceux-ci un article 79 a .,.

e) la defenderesse est condamnee a servir au demandeur,

a partir du l er aout 1934, une pension annuelle de 5556

francs, payable par mensualites 6chues ...

40. Auszug aus eiem Urteil eier I. ZivilabteIlung

vom 19. Juni 1935 i. S. Ruetz gegen Et.tlinger.

B ü r g s c h a f t eines schweizerischen Bürgen für ein zwischen

ausländischen Firmen im Ausland begründetes Kreditverhält-

nis : Bestimmung des auf Hauptschuld und Bürgschaft an-

wen d bar e n R e c h t e s.

Aus dem Tatbestand :

Mit einem als «Werkvertrag ») betitelten, in Karlsruhe

abgeschlossenen Vertrag vom 9. Mai 1930 übertrug die

Firma Kar! Ruetz & Cle in Konstanz der Firma Nagel &

Weber, Schlosserei und Eisenwarenfabrik in Karlsruhe, die

alleinige Fabrikation des «Original-Ruetz»

Feuerbe-

schickungsapparates für Ziegeleiöfen. Der in Biel wohnhafte

Beklagte Josef Ruetz, Kommanditär der Firma Karl

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Obligationenrecht. No 40.

Ruetz & Oie, übernahm für einen gemäss dem Werkvertrag

von Nagel & Weber gewährten Warenkredit von 10,000 Fr.

die Bürgschaft .. Nagel & Weber traten in der Folge eine

Forderung von rund 8000 Mk., die sie aus dem Werkvertrag

zu haben behaupteten, an den Kläger Ettlinger, Eisen-

handlung in Karslruhe, ab. Der Kläger belangte die Firma

Karl Ruetz & Oie, kam aber zu Verlust und belangte den

Bürgen. Sowohl der Appellationshof des Kantons Bern,

wie das Bundesgericht haben die Klage grundsätzlich

geschützt.

A U8 den Erwägungen :

In erster Linie erhebt sich die Frage, welches örtliche

Recht auf die verschiedenen Vertragsverhältnisse anwend-

bar ist, die den Rechtsbeziehungen der Parteien zu Grunde

liegen, nämlich auf den sogenannten Werkvertrag zwischen

Nagel & Weber und Ruetz & Oie, auf die Abtretung der

Ansprüche aus diesem Vertrag durch Nagel & Weber an

den Kläger, und auf die Bürgschaft des Beklagten. Von

der Frage des anwendbaren Rechtes nämlich hängt die

Zulässigkeit der Berufung ab, da nach Art. 57 OG die

Berufung nur wegen Verletzung eidgenössischen Rechtes

ergriffen werden kann.

Eine ausdrückliche Vereinbarung über das anzuwendende

Recht findet sich in keinem der genannten Verträge. Unter·

diesen Umständen ist nach der ständigen Rechtsprechung

des Bundesgerichtes auf das Recht desjenigen Landes abzu-

stellen, zu welchem die Vertragsverhältnisse den engsten

räumlichen Zusammenhang aufweisen; denn von diesem

ist anzunehmen, dass die Parteien es stillschweigend als

das massgebende betrachtet haben oder doch vernünftiger-

weise betrachtet hätten, wenn sie überhaupt an die Rege-

lung dieser Frage gedacht hätten (BGE 60 II S. 300 ff.

und dort angeführte frühere Entscheide).

Für den Werkvertrag zwischen Nagel & Weber und

Ruetz & Oie ergibt sich hieraus, wie die Vorinstanz zu-

treffend entschieden hat, unzweifelhaft die Anwendbarkeit

Obligationenrecht. N0 40.

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des deutschen Rechtes, da er in Deutschland abgeschlossen

w"Urde zwischen zwei in Deutschland ansässigen Kontra-

henten und -

worauf es nach der Praxis des Bundes-

gerichtes im allgemeinen entscheidend ankommt -

beid-

seitig in Deutschland erfüllbar ist (BGE 58 II S. 435 und

dort erwähnte frühere Entscheide). Ob die Teilhaber der

Firma Ruetz & Oie persönlich ihren Wohnsitz in der

Schweiz haben, wie der Beklagte geltend macht, ist dabei

unerheblich, da es auf den Sitz der als Vertragspartei

auftretenden Kommanditgesellschaft ankommen muss.

Aus denselben Gründen untersteht auch die Abtretung

der Forderung von Nagel & Weber an den Kläger dem

deutschen Recht.

Für das Bürgschaftsverhältnis ist nun aber nicht etwa

ohne weiteres das Recht der Hauptschuld massgebend.

Dieses untersteht vielmehr, als ein selbständiger Vertrag

zwischen Gläubiger und Bürgen, seinem eigenen Rechte,

das sich wiederum nach den eingangs erwähnten Grund-

sätzen bestimmt. AIs Recht des mutmasslichen Partei-

willens gilt dabei das Statut des Verpflichteten, also im

Verhältnis des Gläubigers zum Bürgen das Statut des

Bürgen, da dessen Verpflichtungen das eigentliche Wesen

der Bürgschaft ausmachen und deshalb zweifellos der

engste örtliche Zusammenhang mit dem Recht des Wohn-

sitzes des Bürgen besteht (Kommentar BECKER, Vorbe-

merkung 4 zu Art. 492/512 OR). Danach beurteilt sich

die vom Beklagten eingegangene Bürgschaft nach schwei-

zerischem Recht, da keine Anhaltspunkte für einen ab-

weichenden Parteiwillen bestehen, sondern gegenteils die

Bestimmung des Haftungsbetrages in Schweizerwährung

einen weiteren Hinweis auf die beabsichtigte Anwendbar-

keit des schweizerischen Rechtes bildet. Dieses ist daher

massgebend für die Frage der Entstehung, des Inhaltes,

der Tragweite der Bürgschaft. Somit ist nach dem im

schweizerischen Recht geltenden Grundsatz der Akzesso-

rietät der Bürgschaft auch unter allen Umständen das

Bestehen einer Hauptschuld notwendig. Ob dagegen eine

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Obligationenrecht. N° 41.

Hauptschuld besteht und welchen Inhalt sie hat, beurteilt

sich nach dere;n Statut (BECKER, Vorbemerkung 5 zu Art.

492/512 OR), 'hier also gemäss den oben gemachten Aus-

führungen nach dem deutschen Recht. Ferner kann der

Bürge zwar, da Art. 506 OR dies so bestimmt, dem Gläu-

biger die dem Hauptschuldner zustehenden Einreden

entgegenhalten; ob dagegen dem Hauptschuldner solche

Einreden zu Gebote stehen und wie sie beschaffen sind, ist

eine Frage des Hauptschuldverhältnisses und daher

wiederum nach deutschem Recht zu entscheiden. Auf

die Berufung des Beklagten gegen seine Verurteilung zur

Erfüllung seiner Bürgschaftsverpflichtung ist somit einzu-

treten, jedoch mit der Einschränkung, dass eine Über-

prüfung jener Fragen unterbleibt, die sich auf das Haupt-

schuldverhältnis beziehen und deshalb dem deutschen

Recht unterstehen.

41. Arr6t de la Ire Seotion civile du 26 juin 1936

dans la cause Eanque d'!scompte Suisse contre Kincieux.

Cheque: responsabilite du tire pour le dommage subi par le

preneur du fait que, par suite de I'omission par le tire des

precautions elementaires de venfication de l'identite du por-

teur du cheque. le paiement a eM fait Cl une personne qui n'y·

avait pas droit.

Le fait que cette personne etait un employe du preneur attenue

toutefois la responsabilite du tire et justifie une reduction

de l'indemnite.

A. -

Le 19 septembre 1933, 1\1. J. Pictet se rendit au

magasin de l'antiquaire Mincieux pour y payer une note.

N'y ayant pas trouve Mincieux, qui etait malade, il remit

a l'employe Grosgogeat present au magasin un cheque au

montant de 12 000 fr., tir6 par lui a l'ordre de C. A. Min-

cieux sur la Banque de depot et de credit. Grosgogeat se

pr6senta le meme jour avec ce cheque aux guichets de la

Banque d'Escompte Suisse qui avait repris la suite des

affaires de 1a Banque de depot et de cr6dit. TI declara au

Obligationenrecht. N0 41.

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caissier qu'il etait Mincieux, acquitta le cheque en signant

avec ce nom, en encaissa le montant et s'enfuit en France

avec l'argent qu'il garda pour lui. Pour ce fait, il a ete

condamne par 1a suite a 18 mois d'emprisonnement par

la Cour correctionnelle de Toulon.

B. -

Par exploit du 4 janvier 1934, 1\1incieux a ouvert

action a 1a Banque d'Escompte Suisse en concluant a ce

qu'elle filt condamnee a 1ui payer 1a somme de 12000 fr.

avec interets a 5 % des Ie 19 septembre 1933. Il faisait

valoir a l'appui de ces conclusions que la defenderesse

devait repondre de la faute lourde commise par son

emp10ye en payant le cheque sans verifier Ia signature ni

s'assurer de l'identite du porteur.

La Banque d'Escompte Suisse a conclu a liberation.

O. -

Par jugement du 15 juin 1934, le Tribunal de pre-

miere instance de Geneve a rejete 1a demande. Il est cer-

tain, disait-il, que, ne connaissant ni Mincieux ni 1e porteur

du cheque, 1e caissier de la Banque eilt pu prendre la pre-

caution d'exiger pour Ie _ paiement d'une somme aussi

importante la pr6sentation d'une piece d'identite. Cette

faute dont la defenderesse pourrait etre tenue pour res-

ponsable est toutefois entierement effacee par la faute

lourde et initiale commise par 1e demandeur en se faisant

remplacer dans le magasin pendant sa ma1adie par un

individu malhonnete.

D. '- Statuant 1e 12 mars 1935, sur appel de Mincieux,

Ia Cour de Justice civile de Geneve a reforme ce jugement

et condamne l'intimee a payer a l'appelant 1a somme de

12000 fr. avec interets au 5 % des 1e 19 septembre 1933.

Elle declarait qu'il n'existait aucun lien contractuel entre

le tire et Ie porteur du cheque. Toutefois l'absence de ce lien

n'excluait pas que le tire dilt repondre en vertu des art. 41

et sv. CO du dommage cause par 1ui sans droit a un tiers

(le porteur du cheque) en executant le contrat de cheque

conclu avec 1e tireur. En l'espece, l'employe de la Banque

avait cause un prejudice au beneficiaire du cheque en

payant le cheque a une autre personne. TI avait commis