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62_II_125

BGE 62 II 125

Bundesgericht (BGE) · 1936-01-01 · Deutsch CH
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Obligationenrecht. No 31.

Ja constituti~n d'hypotheque, le defendeur, lui, restant

caution solidaire.

Cet argument est sans force en presence des constatations

du juge du fait d'apres lequelle cautionnement du deman-

deur n'a pas eM remplace par l'hypotheque pour diminuer

sa responsabilite, mais pour donner au creancier une

sUrete reelle couvrant a elle seule la dette. Aussi bien, le

defendeur a estime qu'il ne courait aucun risque etant

donnee la garantie hypothecaire, et le demandeur l'a

fortifie dans cette opinion en payant les interets de la

OOdule pendant plusieurs annees sans essayer d'en faire

supporter une part a la caution.

Il etait du reste naturel que le demandeur, en sa qualite

de pere du debiteur principal, dftt, aux yeux de tous les

interesses, supporter . en definitive seul les risques des

garanties stipulees. Loin de corroborer la these de l'egalite

de rang ou de la limitation de la responsabilite du deman-

deur a la valeur du gage, l'acte notarie de 1925 et les

circonstances qui ont entoure sa passation puis son exe-

cution montrent l'intention des parties d'exonerer la cau-

tion en s'en tenant en premiere ligne a la garantie reelJe.

Par ces motifs, le Tt'ibunal ferUral

rejette le recours et confirme le jugement attaque.

Prozessrecht. No 32.

IV. PROZESSRECHT

PROcEDURE

32. Auszug aus dem OrteU der I. ZivUa.bteUung

125

vom 9. Juni 1986 i. S. Xonkuramasse der

Hatz-Dieselmotoren .6..-G. gegen Batz Motorenfabrik G.m.b.B.

Ö r t 1 ich e

R e c h t san wen dun g.

Massgebend ist der

Parteiwille beim Geschäftsabschluss; die Verweisung im

Prozess bildet lediglich ein Indiz dafür, was die Parteien beim

Geschäftsabschluss gewollt haben. Bedeutung des Erfüllungs-

ortes für die Ermittlung des Parteiwillens.

Die Berufung an das Bundesgericht kann gemäss

Art. 57 OG ergriffen werden in Zivilrechtsstreitigkeiten,

welche von den kantonalen Gerichten unter Anwendung

eidgenössischer Gesetze entschieden worden oder nach

solchen Gesetzen zu entscheiden sind. Sie ist daher im

vorliegenden Falle nur gegeben, wenn statt des von der

Vorinstanz angewendeten deutschen Rechtes richtiger-

weise schweizerisches Recht zur Anwendung gebracht

werden müsste (was zugleich den Berufungsgrund nach

Art. 58 OG bilden würde).

Für die Wirkungen obligatorischer Rechtsgeschäfte ist

nach der Praxis des Bundesgerichtes das Recht massge-

bend, das dem ausdrücklichen oder mutmasslichen Partei-

willen beim Geschäftsabschlusse entspricht (vgl. u. a.

BGE II S. 364, 16 S. 795, 27 II 215, 36 II 293, 43 11 228,

4711 550, 4811 392 ff., 53 II 90, 58 II 435, 60 II 300 f. u.

323, 61 II 182 f. u. 245). Die Vorinstanz hat daher die

Auffassung des Amtsgerichtes, dass nach dem Recht zu

urteilen sei, welches von den Parteien im Prozess angerufen

werde, mit Recht abgelehnt. Wenn das Bundesgericht

selber zwischenhinein schlechthin auf die Parteiverweisung

im Prozess abgestellt hat (z. B. BGE 27 II 392, 35 II 231,

l26

Prozessrecht. N° 32.

43 II 668, teil~eise auch noch 49 II 225), so ist es auf jeden

Fall längst wi~der davon abgekommen und zum Grund-

satze zurückgekehrt, dass der Parteiwille zur Zeit des

Geschäftsabschlusses entscheidet und die Verweisung im

Prozess lediglich ein Indiz dafür bildet, welches Recht die

Parteien damals, beim Geschäftsabschluss, als das mass-

gebende gewollt haben; vgl. die oben angeführten jüngern

Entscheide, insbesondereBGE 48 II 392,5311 90, 58 II 435

60 11 323. Die Bemerkung bei OSERjSCHöNENBERGER,

Einleitung Nr. 84 S. LXXI, die neuere bundesgerichtliche

Praxis anerkenne noch, dass die Parteien sich « novations-

weise J) einem andern als dem ursprünglich vereinbarten

Rechte unterwerfen können, ist lUlrichtig. Es wird auch

keine Entscheidung zitiert, wo das ausgesprochen sein soll.

Das anwendbare Recht muss in der Tat unwandelbar sein.

Ein Rechtsverhältnis besteht kraft des Rechtes, auf Grund

dessen es zustandegekommen ist, oder es besteht über-

haupt nicht; die Existenzgrundlage kann nicht nachträg-

lich durch eine andere ersetzt werden. Eine Wandelbar-

keit des anwendbaren Rechtes käme höchstens da in

Betracht, wo sie durch die Parteien von Anfang an vorge-

sehen gewesen wäre (BGE 42 II 183). Vgl. zu diesen Aus-

führungen auch HOMBERGER, Die obligatorischen Verträge

im internationalen Privatrecht nach der Praxis des

schweizerischen Bundesgerichtes, S. 17 H., 20 H., u. 35 f.;

übereinstimmend für das deutsche Recht: LEWALD, Das

deutsche internationale Privatrecht, S. 212 oben.

Eine ausdrückliche Vereinbarung über das anwendbare

Recht haben die Parteien nicht abgeschlossen. Es gilt

daher das Recht, das sie mut m ass I ich in Aussicht

genommen haben oder in Aussicht genommen haben

würden, wenn sie an die Regelung der Frage gedacht hät-

ten. Das ist nach der Praxis, wenn nicht überwiegende

Gründe dagegen sprechen, das Recht· des Erfüllungsortes.

Dabei genügt als Indiz, welches diese Vermutung ent-

kräften würde, nicht schon der Umstand, dass sich die

Parteien im Prozess veranlasst. gesehen haben, ein anderes

1

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht.

127

Recht anzurufen (BGE 47 11 551, 48 11 293, 60 11 323).

Weitere gegenteilige Indizien als die Parteiverweisung im

Prozess liegen aber hier nicht vor. Somit bleibt es beim

.Recht des Erfüllungsortes. Welches der Erfüllungsort ist,

bestimmt sich dabei nach der lex fori (s. statt vieler BGE

44 11 417).

Vergl. auch Nr_ 29.

V_ SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSRECHT

POURSUITE ET F AILLITE

Vgl. 111. Teil Nr. 18. -

Voir IIIe partie n° 18.

tMPRlMERIES REUHIES s. A. LAlISAtHfE.