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67_I_220

BGE 67 I 220

Bundesgericht (BGE) · 1941-11-17 · Deutsch CH
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220

Staatsrecht.

qu'il s'agit d'un aITI~t tres anterieur a l'arret 51 III 192,

il faut relever que, dans cette affaire, le recourant invo-

quait la violation de l'art. 59 CF, non seulement en raison

de l'inadmissibilite du sequestre comme tel (ce qu'il ne

pouvait d'ailleurs faire en se fondant sur cette disposition

constitutionnelle qui, d'apres la jurisprudence, ne vise que

les sequestres anterieurs a la LP : RO 41 I 204; 40 I 495),

mais aussi en raison de son domicile (cf. cons. 1). Sur

ce point, la Section de droit public etait, de toute f8.9on,

competente.

En l'espece, le recourant n'avance aucun autre moyen

que celui de la force derogatoire du droit federal. Or

comme, a cet egard, la voie ordinaire du recours de droit

civil lui est ouverte, la voie extraordinaire du recours

de droit public lui est -par la meme fermee. Le recours

forme par Convers est des lors irrecevable, en tant qu'il

se caracterise comme un recours de droit public.

32. Auszug aus dem Urteil vom 17. November 1941 i. S. Egli-

BOhrer und Genossen gegen Gemeinderat von Lachen.

Die staatsrechtliche Beschwerde ist in der Regel erst nach der

Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges zulässig. Das gilt

insbesondere auch für Beschwerden aus Art. 49 BV, z. B. für

solche wegen Heranziehung zu Kultussteuern. OG Art. 178.

En principe, ]e recours de droit public n'est recevable qu'apres

epuisement prealable des instances cantonales. C'est le cas

notamment pour les recours fondes sur l'art. 49 CF, par exemple

ceux qui visent l'assujettissement aux impöts ecclesiastiques.

OJ art. 178.

In linea di massima, iI ricorso di diritto pubbIico e ricevibiIe

soltanto se tutte le istanze cantonali siano state previamente

adite. Cie, vale in particolare pei ricorsi basati sull'art. 49 CF,

per es. per quelli che concernono l'assoggettamento alle imposte

relative al culto. OGF art. 178.

A. -

Am 6. Juni 1941 stellte der in Lachen wohnende

Protestant Erwin Egli-Bührer bei der Gemeindekanzlei

Lachen das Gesuch, es möchte von seinem Gemeinde-

steuerbetrefInis der auf die Ausgaben der Gemeinde für

Organisatipn der Bundesrechtspflege. N° 32.

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die katholische Kirohe fallende Betrag in Abzug gebraoht

werden. Eine schriftliche Antwort auf diese Eingabe

soll dem Gesuchsteller noch nicht zugestellt worden sein.

B. -

Am 14. August 1941 haben E. EgIi-Bührer und

23 weitere in der Gemeinde Lachen wohnhafte Protestan-

ten beim Bundesgericht einen staatsrechtlichen Rekurs

eingereicht mit dem Antrag: Der Gemeinderat Lachen

sei anzuweisen, die Vermögens-, Kopf- und Erwerbsteuer

entsprechend Art. 49 BV zu erheben und die Protestanten

von der indirekten Bezahlung der römisch-katholischen

Kirchensteuer zu befreien.

G. -

Auf eine Anfrage des Bundesgerichts vom 29.

August 1941 hat der Regierungsrat des Kantons Schwyz

am 30. Oktober 1941 folgendes mitgeteilt:

Der kantonale Instanzenzug sei nicht erschöpft. Von

den Rekurrenten sei das Begehren um Reduktion der

Gemeindesteuer beim Gemeinderat einzureichen, dessen

Entscheid nach den Vorschriften der Administrativpro-

zessordnung an den Regierungsrat weitergezogen werden

könne. Letzterer übe gemäss § 53 KV die Aufsicht über

die Gemeindeverwaltung, also auch den Bezug der Gemein-

desteuern, aus und entscheide gemäss § 54 KV letztin-

stanzlich die Rekurse in Verwaltungssachen.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung :

2. -

Während das Bundesgericht ursprünglich den

staatsrechtlichen Rekurs, wenn eine Verletzung der

Bundesverfassung -

mit Ausnahme des Art. 4 -

oder

der Bundesgesetzgebung geltend gemacht wurde, regel-

mässig auch ohne Erschöpfung des kantonalen Instanzen-

zuges zugelassen hat, ist es mit der Zeit zu dem gegen-

teiligen Grundsatze übergegangen. Der staatsrechtliche

Rekurs, als ausserordentliches Rechtsmittel, darf nach der

neuern Praxis in der Regel erst ergrifIen werden, wenn der

Rekurrent vorher die für die Beurteilung der Beschwerde-

gründe zuständigen kantonalen Instanzen durchlaufen hat

222

Staatsrecht.

(BGE 36 I S. 381

48 I S. 105/6). Eine Ausnahme wird

nur noch gemaQht, wenn dem Rekurrenten infolge beson-

derer Umstände das Durchlaufen der kantonalen Instanzen

nicht zugemutet werden kann, so insbesondere im inter-

kantonalen Verhältnis (Art. 45, 46 Abs. 2, 59 Abs. 1

BV) oder wenn die Erschöpfung des Instanzenzuges einen

bleibenden rechtlichen N achteii zur Folge hätte (BGE

36 I S. 382).

Für Beschwerden aus Art. 49 BV hat das Bundes-

gericht noch in einem Entscheide des Jahres 1912 (BGE

38 I S. 82 Erw. 3) die Erschöpfung der kantonalen Instan-

zen nicht gefordert. Doch seither hat es auch für solche

Beschwerden grundsätzlich dieses Erfordernis aufgestellt,

wie in dem Entscheid i. S. Ott vom 12. Februar 1926

(So 3) festgestellt wird, -und das gilt insbesondere für eine

Beschwerde aus Art. 49 Abs. 6 BV wegen Heranziehung

zu Kultussteuem.

3. -

Aus -dem Berichte des schwyzerischen Regierungs-

rates vom 30. Oktober 1941 ergibt sich, dass im vorliegen-

den Falle der kantonale Instanzenzug nicht erschöpft

ist; denn die Verwaltungsverfügungen der Gemeinden,

insbesondere auch jene, . die den Bezug der Gemeinde-

steuer betreffen, können im Kanton Schwyz durch Rekurs

gemäss den Vorschriften der Administrativprozessordnung

an den Regierungsrat weitergezogen werden.

Demnach erkennt das Bundesgericht :

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Vgl. auch Nr. 30. -

Voir aussi n° 30.

Bundesroohtliche Abgaben. N° 33.

B. VERWALTUNGS-

UND DISZIPLINARRECHTSPFLEGE

JURIDICTION ADMINISTRATIVE

ET DISCIPLINAIRE

I. BUNDESRECHTLICHE ABGABEN

OONTRIBUTIONS DE DROIT FEDERAL

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33. Urteil vom 17. Juli 1941 i. S. Basler Lebens-Versicherungs-

Gesellschaft gegen eidg. Steuerverwaltung.

Wehrsteuer an der Quelle. Kundenguthaben bei inländischen

Banken und Sparkassen (Art. 141, Abs. 1, lit. c, und Abs. 3

WStB).

1. Eine Versicherungsgesellschaft ist zwar, was den Betrieb des

Versicherungsgeschäftes anlangt, nicht Bank oder Sparkasse

im Sinne von Art. 141, Abs. 3 WStB, sie kann es aber akzes-

sorisch sein für einen Nebenzweig von Geschäften, wenn bei

ihr Guthaben bestehen, die dadurch entstanden sind, dass sie

sich, wenn auch nur akzessorisch, öffentlich zur Annahme

verzinslicher Gelder empfiehlt oder solche Gelder fortgesetzt

entgegennimmt (Kundenguthaben).

2. Bei Guthaben, die in anderer Weise entstanden sind, als durch

eine solche Entgegennahme seitens der Gesellschaft, Einlage

des Betrages seitens des Kunden, fehlt der Gesellschaft mit

Bezug darauf die Eigenschaft einer Bank oder Sparkasse im

Sinne der genannten Vorschrift. Die Zinsen solcher Guthaben

unterliegen der Wehrsteuer an der Quelle nicht.

3. Die Zinsen von Guthaben, die dadurch entstehen, dass Gewinn-

anteile, die nach den Versicherungsverträgen sofort fällig sind,

zufolge einer Verfügung der Versicherten bei der Gesellschaft

in Depot gelassen werden, unterliegen der Wehrsteuer an der

Quelle, ebenso die Zinsen von Prämiendepots, die von Ver-

sicherungsnehmern freiwillig gemacht worden· sind.

Impot a la 80urce pour la defense nationale. Comptes crooiteurs

possedes par les clients des banques et des caisses d'epargne

suisses (art. 141 aI. 1 lit. c et aI. 3 de l'ACF concernant la per-

ception d'un impöt pour la defense nationale).

1. Une societ6 d'assurance n'est ni une banque ni une caisse

d'epargne en tant qu'elle se livre a· son activit6 propre, mais