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67_III_103

BGE 67 III 103

Bundesgericht (BGE) · 1941-01-01 · Deutsch CH
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Volltext (verifizierbarer Originaltext)

Schuldbetreibungs- und Konknrsrecht. N° 31.

ein Verzicht auf; den Anfechtungsanspruch nicht vor.

Die Konkursmasse hat vielmehr den Anfechtungsprozess

angehoben und im kantonalen Verfahren gewisse Summen

• zugesprochen erhalten. Das Urteil des Obergerichts ist

freilich zur Zeit nicht rechtskräftig. Es liegt aber nur an

der Konkursmasse selbst, die Berufung zurückzuziehen,

worauf die Anschlussberufung der Beklagten dahinfällt

und jene Summen rechtskräftig zugesprochen bleiben.

Dieses Prozessergebnis darf durch eine Abtrehmg des

Prozessführungsrechtes an einzelne Konkursgläubiger nicht

zum Nachteil der Konkursmasse beeinträchtigt werden.

Der Masse steht frei, die Berufung aufrechtzuerhalten

und so einerseits die Möglichkeit einer Erhöhung des

Prozessgewinns auszuwerten, anderseits das Risiko einer

Gutheissung der Anschlussberufung zu laufen. Zieht sie

es aber vor, sich mit dem bereits Erzielten zu begnügen

und den Prozess nicht weiterzuführen -

was in der Macht

der Klägerschaft steht, wenn seitens des Gegners keine

Berufung oder nur eine Anschlussberufung vorliegt -,

so muss ihr zugestanden werden, Abtretungsbegehren

einzelner Gläubiger, wenn überhaupt, so nur unter der

Bedingung zu berücksichtigen, dass ihr das im kantonalen

Verfahren erzielte Prozessergebnis gesichert bleibe. Bei

solcher Prozesslage kommt ein Verzicht auf den Anspruch

als solchen gar nicht in Frage, sondern nur ein Verzicht

auf den allenfalls im Weiterziehungsverfahren erzielbaren

Mehrgewinn. Art. 260 SchKG lässt sich auf diesen Tat-

bestand nur analog anwenden, in dem Sinne, dass mit

einer Abtretung die Möglichkeit geboten werden darf,

ein noch günstigeres Prozessergebniszu erzielen und den

Mehrgewinn dem Art. 260 Abs. 2 zu unterstellen, wogegen

das von der Konkursmasse bereits erstrittene Ergebnis

ihr vorweg zukommen muss und das Risiko einer Ver-

schlechterung des Prozessergebnisses von den Zessionaren

zu tragen ist. (V gl. auch BGE 52 III 63 betreffend die

Bedingungen einer Abtretung, wenn die prozessführende

Konkursmasse ein Vergleichsangebot des Gegners anneh-

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 32.

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men will.) Im vorliegenden Falle wären übrigens Konkurs-

verwaltung und Gläubigerausschuss nach den ihnen zu-

stehenden Vollmachten ohne weiteres berechtigt gewesen,

die Berufung zurückzuziehen. .

2. -

Der Rekurs der Solothurner Handelsbank ist

als missbräuchlich mit den Kanzleikosten zu belegen

(Art. 63 Abs. 2 des Gebührentarifs); verfolgt sie doch

damit nicht ihr Interesse als Konkursgläubigerin noch

ein Interesse der Konkursmasse, sondern das entgegen-

gesetzte Interesse als Anfechtungsbeklagte.

Demnach erkennt die Schuldbet1·.- u. Konhurskammer:

Die Rekurse werden abgewiesen.

32. Sentenza 13 giugno 1941 nella causa BuUoni.

Non solo i termini ehe il debitore deve osservare, ma anehe quelli

imposti al ereditore sono prorogati dalle ferie a' sensi dell'art. 63

LEF (cambiamento di giurisprudenza).

Nicht nur die vom Schuldner, sondern auch die vom Gläubiger

einzuhaltenden Fristen werden durch die Betr.eibungsferien

nach Massgabe von Art. 63 SchKG verlängert (Änderung der

Rechtsprechung).

Les feries de poursuites visOOs a l'art. 63 LP prolongent non seule-

ment les delais que le debiteur doit observer, mais encore ceux

que le creancier est tenu de respecter (changement de juris-

prudence).

Estratto dai considerandi :

La querelata decisione dell'Autorita cantonale di vigi-

lanza e stata intimata al Bulloni il 21 maggio 1941. TI cre-

ditore ricorrente pretende ehe il termine per ricorrere non

spirava il 31 maggio, ma il 10 giugno, giorno in cui egli

inoltro il ricorso. Infatti, cosl argomenta, il 31 maggio

cadeva nelle ferie di Pentecoste e, in virtu dell'art. 63 LEF,

il termine di ricorso restava prorogato sino all'undici

giugno.

Secondo l'attuale giurisprudenza (RU 54 III 113;

51 III 139), solo i termini ehe il debitore deve osservare e

non quelli imposti al creditore sono prorogati dalle ferie

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Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 32.

a' sensi dell'art. 63 LEF. Ne seguirebbe in concreto l'irri-

cevibilita deI ricorso, perche tardivo. Ma, dopo nuovo

esame, il prineipiö ehe i1 creditore e escluso dal beneficio

delle ferie non dev'essere piu mantenuto. In un primo

tempo, il Tribunale federale, facendo sua la giurisprudenza

deI Consiglio federale, ha ammesso che l'art. 63 LEF con-

cerne soltanto i termini assegnati all'ufficio per compiere

certi atti eseeutivi. Tuttavia, con sentenza 13 settembre

1912 su ricorso Oppliger (RU 38 I 677 = Ed. sep. 15,258)

il Tribunale federale si e dipartito da questa giurisprudenza,

estendendo il benefieio dell'art. 63 LEF ai termini che

deve osservare i1 debitore. Gia allora il Tribunale federale

ha rilevato che, mentre l'art. 56 LEF vieta in generale

all'ufficio di procedere ad « atti eseeutivi» durante un

determinato periodo di tempo, l'art. 63 LEF parIa soltanto

di decorrenza di termini, senza menzionare gli « atti ese-

cutivi » e senz'accennare ehe esso si appliea soltanto ad

une categoria determinata dei termini prevista dalla legge

sull'eseeuzione e sul fallimento. TI tenore dell'art. 63 LEF

non si oppone quindi a che il ereditore sia messo al bene-

ficio della proroga dei termini ehe vengono a seadere

durante le ferie. Tale soluzione si giustifica anehe in virtu

deI principio della parita di trattamento : in particolare

appare inammissibile esigere dal creditore ch'egli chieda,

sotto pena di caducita dell'esecuzione, certi atti esecutivi,

in un periodo di tempo in cui l'ufficio non pun compierli.

Ne vale obbiettare che le ferie hanno per iscopo di evitare

al debitore, per considerazioni umanitarie, gli imbarazzi

di un'esecuzione durante un perlodo determinato. Infatti

questo scopo non e per nulla pregiudicato, qualora i termini

assegnati al creditore, che vengono a scadere durante le

ferle, siano prorogati a' sensi dell'art. 63 LEF. DeI resto,

quando il legislatore ha voluto favorire esclusivamente il

debitore, l'ha detto in termini espressi: cosi gli art. 58,

59, 60, 61 LEF prevedono la sospensione soltanto a favore

deI debitore. TI presente ricorso appare adunque tempe-

stivo.

Schuldhetreibungs. und Konkursrecht. N0 33.

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33. Entscheid vom 23. Juni 1941 i. S. Pfister.

Der VoUzug einer Requisitorialpländung darf nicht aus dem

Grunde abgelehnt werden, weil das ersuchende Amt gar nicht

zur Durchführung der Betreibung zuständig sei. Beschwerden

wegen solcher Unzuständ!gkeit sind bei den de,m ersuchenden

Amte vorgesetzten AufslCht<;behörden anzuhrmgen. Art. 89

SchKG.

Executian d'une saisie par delegation. L'office requis ne peut

refuser son concoUr8 par le motif que l'offic~ requerant. ne

serait pas competent pour exercer Ia poUr8mte. La pI,amte

pour incompetence doit etre portee devant les autontes de

surveiIIance dont depend l'office requerant. Art. 89 LP.

EtJettuaziane d'un pignoramento per del~ga. L'u~cio .ric~e,:to non

pub rifiutare il suo concorso pel motIvo che I UffiClO nchledente

non ha la competenza di p~ocedere all'esecuzi~me .. ll .r~clamo

per incompetenza dev'essere moltrato alle autorIta dl vlgJlanza.,

da cui dipende l'ufficio richiedente. Art. 89 LEF.

Die Rekurrentin ist in Basel betrieben, wo ihr Ehemann

ein Anwaltsbureau führt. Das Betreibungsamt Basel-

Stadt beauftragte das Betreibungsamt Binningen mit der

Pfändung der. dortigen Liegenschaft der Rekurrentin, in

der die Ehegatten wohnen. Das ersuchte Amt schickte

sich an, den Auftrag auszuführen. Nun führte die durch

den Ehemann vertretene Schuldnerin gegen das Betrei-

bungsamt Basel-Stadt Beschwerde mit dem Antrag, die

Betreibung sei mangels örtlicher Zuständigkeit als nichtig

aufzuheben, und gegen das Betreibungsamt Binningen mit

dem Antrag, dieses Amt sei anzuweisen, den Requisitions-

auftrag, weil vom örtlich unzuständigen Betreibungsamt

ausgehend, als nichtig nicht auszuführen. Die erstere

Beschwerde ist bei der Aufsichtsbehörde von Basel-Stadt

hängig. Auf die letztere trat die Aufsichtsbehörde von

Baselland am 9. Juni 1941 nicht ein, weil Beschwerden

wegen unzulässigen Pf"andungsauftrages bei den dem

ersuchenden Amte vorgesetzten Aufsichtsbehörden anzu-

bringen seien. Demgegenüber verlangt die Schuldnerin

mit dem vorliegenden Rekurs Rückweisung der Sache

an die Vorinstanz zur materiellen Beurteilung, eventuell

unmittelbar Gutheissung des Beschwerdeantrages.