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66_I_295

BGE 66 I 295

Bundesgericht (BGE) · 1940-01-01 · Deutsch CH
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Verwaltungs_ und DiszipIinarrechtBpflege.

ma incombera aJl'attore, che chiede l'annullamento del-

l'iscrizione, la p1,'ova dell'esistenza di una causa di esclu-

sione deI riconoscimento (art. 306 CC). Non e ammissibile

invertire l'onere della prova, obbligando il padre a dimo-

strare che il riconoscimento non e vietato.

Inoltre la procedura proposta dall'Autorita cantonale

di vigilanza e dal Dipartimento federale di giustizia e

polizia appare criticabile sotto un altro rispetto. L'indi-

cazione dei nOme della madre, che fara il padre, sara mera-

mente officiosa: non si potra introdurre questo nome

nell'atto di nascita, che e stato fatto all'estero e non puo

evidentemente essere rettificato dall'autorita svizzera,

soprattutto quando si tratti di una. madre straniera.

L'Uffieiale dello stato civile dovra adunque indagare

l'esattezza di questa indicazione, ossia dovra attendere

a cosa estranea al suo compito ehe e di attenersi ai docu-

menti officiali. D'altro lato, ci si chiede quale valore avra

il risultato di queste indagini, in particolare di quale mezzo

disporra il padre per dimostrare il contrario, qualora

l'Ufficiale dello stato civile, esperite le indagini, conclu-

desse che il nome indicato non e qu~llo della madre. Ci si

trovera in presenza di situazioni irte d'inconvenienti, se

non addirittura impossibili. Ne segue che la procedura

proposta dall'Autorita cantonale di vigilanza e dal Dipar-

timento di giustizia e polizia non puo essere accolta anche

per motivi di ordine pratico. .

Il Tribunale federale 'P'Gnuncia :

TI ricorso e ammesso. Di conseguenza e annullato il

decreto 18 aprile 1940 dei Dipartimento dell'Interno dei

Cantone Tieino, il quale e invitato a far iscrivere nel

registro delle famiglie deI Comune di Castel San Pietro

l'atto di nascita dell'infante Jean, Pierre, Gerard, Igin

Prada, quale figlio illegittimo riconosciuto di Pietro-

Maria Prada.

Boomtenrecht. No 51.

III.BEAMTENRECHT

STATUT DES FONCTIONNAIRES

51. Urteil vom 30. Oktober 1940 i. S. D.

gegen Versieherungskasse für die eidgenössisehen Beamten~

Angestenten und Arbeiter.

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Klagen auf Leistungen der eidgenössischen Versicherungskasse

sind binnen zwei Jahren seit Entstehung des Anspruchs dem

Bundesgericht einzureichen, ansonst das Klagerecht verwirkt

ist (Art. 17, Abs. 3 StatVK). Der Vorbescheid der Verwaltung

(Art. 20 VDG) ist vor Ablauf dieser Frist zu erwirken.

Les demandes relatives aux prestations de la Caisse fed6mle

d'assurance doivent Eitre introduites devant le Tribunal federal

dans les deux ans des la naissance du droit, a. peine de forclu-

sion. Art. 17 a1. 3 des Statuts de la Caisse d'assurance des

fonctionnaires.

La d6cision prealable des autorit~ a?mIDistratives ~art. 20 JAD)

doit Eitre obtenue avant l'exprratlOn de ce d61al.

Le azioni per diritti a prestazioni della Cassa federale d'assicu-

razione debbono essere promosse davant~ ~l Trib~~~ f~er~e

entro i due anni dacche hanno avuto orlgme tah dmttl, altn-

menti si verifica la perenzione (art. 17 cp. 3 degli statuti) ..

La decisione, di cui all'art. 20 GAD, dev'essere ottenuta pnma

della scadenza di questo termine.

A. -

Der Kläger D. war Grenzwachtgefreiter. Er hat

am 4. Juni 1938 ein Gesuch um Entlassung aus dem Zoll-

dienst eingereicht und dabei bemerkt, dass er keine andern

Forderungen an die Verwaltung stelle als Ausrichtung

des laufenden Monatsgehalts und seine Ansprüche an die

Versicherungskasse. (Diese bestehen bei Beendigung des

Dienstverhältnisses zufolge Demission in der Abgangs-

entschädigung nach Art. 8 der Statuten). Am 17. Juni

"erklärte D.· weiterhin, dass die sofortige Auflösung des

Dienstverhältnisses seinen W ünBchen entspreche und sein

Gesuch in diesem Sinne aufzufassen sei. Die Demission

wurde von der eidgenössischen Oberzolldirektion geneh-

migt. D. konnte entsprechend seinem Wunsch sofort

austreten. Das Gehalt wurde noch bezahlt bis Ende Juni.

Am 30. September 1938 reichte der Zentralverband

eidgenössischer Zollangestellter der Oberiolldirektion ein

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Verwaltungs- und Disziplinarrechtspflege.

Gesuch ein um überweisung des D. an die eidgenössische

V ersicherungska~se, weil dieser sein Gesuch um Entlassung

in einem Zustande geistiger Verwirrung gestellt habe. Die

Oberzolldirektion lehnte durch Schreiben vom 30. Januar

1939 ein Zurückkommen auf die Entlassung und auf die

Meldung des Austritts an die Versicherungskasse ab und

verwies die Gesuchsteller auf Art. 67, Abs. 3 a BO I.

Mit Eingabe vom 26. März 1940 richtete der Kläger an

das eidgenössische Finanz-

und Zolldepartement ein

Gesuch um Aufhebung seiner Entlassung und um Aus-

richtung der statutarischen Invalidenrente wegen dauern-

der Unfähigkeit zur Bekleidung seines frühern Amtes oder

einer andern gleichartigen Stellung. Das Gesuch ist am

6./8. Juli 1940 abgewiesen worden, nachdem es dem

Oberarzt der Bundesverwaltung zur Begutachtung unter-

breitet worden war.

B. -

Mit Eingabe vom 5. August 1940 an das Bundes-

gericht erhebt D. Anspruch auf Ausrichtung der Invaliden-

rente mit Rückwirkung auf den 4. Juni 1938. Die Eingabe

ist bezeichnet als Rekurs gegen den Entscheid des Finanz-

departementes vom 6./8. Juli. Sie sei rechtzeitig, innert

der Beschwerdefrist von 30 Tagen eingereicht worden.

Das eidgenössische Finanzdepartement beantragt Nicht-

eintreten wegen Verwirkung des Klagerechts zufolge

Fristversäumnis.

Der Kläger, dem die Äusserung des Finanzdepartementes

zur Replik zugestellt worden iSt, hält daran fest, dass sein

Anspruch rechtzeitig erhoben worden sei. Die zweijährige

Frist nach Art. 17 der Statuten sei durch die Eingabe

vom 26. März 1940 an das Finanzdepartement gewahrt

worden. Eventuell sei die Verspätung der Eingabe an

das Bundesgericht durch das Finanzdepartement ve~­

schuldet, da dieses seinen Entscheid verzögert habe,

wahrscheinlich in der Absicht, nachher die Verspätungs-

einrede zu erheben. Nach der Praxis des Bundesgerichtes

in andern Fällen sei zu schliessen, dass sich das Departe-

ment hier nicht auf die Verspätung berufen könne (BGE

Beamtenrecht. No 51.

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'49 II 321, 46 II 92 und 42 II 682). Übrigens habe die

Frist erst am 30. Januar 1939 begonnen und sei daher

noch nicht abgelaufen.

Das Bundesgericht ist auf die Klage nicht eingetreten

in Erwägung :

1. -

Nach Art. 17, lit. a VDG und Art. 60, Abs_ 1 BtG

beurteilt das Bundesgericht die Streitigkeiten über Lei-

stungen einer Versicherungskasse des Bundes als einzige

Instanz. Es ist an die Stelle des eidgenössischen Versi-

cherungsgerichtes getreten, dem diese Streitigkeiten bisher,

ebenfalls als einziger Instanz, zugewiesen waren (Art. 17,

Abs. 2 der Statuten der Versicherungskasse in der Fassung

vom 6. Oktober 1920)_

2. -

Klagen auf Leistungen der eidgenössischen Ver-

sicherungskasse müssen binnen zwei Jahren seit Ent-

stehung des Anspruchs dem Gericht eingereicht werden

(Art. 17, Abs. 3 der Statuten). Vorher ist aber, nach

Art. 20 VDG in Verbindung mit Art. 67 BO I die Stellung-

nahme der zuständigen Verwaltungsinstanz (hier des

Finanzdepartementes, Art. 67, Abs. 3 lit. aBO I) einzu-

holen. Denn der gerichtlichen Beurteilung nach Art. 17

VDG unterliegen nur Streitigkeiten. Eine solche besteht

aber nur, wenn die Verwaltung ein an sie gerichtetes

Begehren ablehnt.

Dass die zweijährige Frist nach Art. 17, Abs. 3, der

Statuten die Einreichung der Klageschrift bei der Gerichts-

instanz betrifft (nicht etwa die Anmeldung eines Anspruchs

bei der Verwaltungsbehörde) ist in der deutschen und

italienischen Fassung der Statuten ausdrücklich ausge-

sprochen. In der französischen Fassung (auf die sich der

ReklUTent stützt; seine Eingaben sind französisch redi-

giert) ist es nicht ausdrücklich gesagt. Es war aber nicht

nötig, weil schon die Formulierung « la demande tendant

a l'adjudication de prestations doit etre deposee }) genügend

zum Ausdruck bringt, dass eine gerichtliche Klage gemeint

ist. Aber selbst abgesehen hievon schliesstder Zusammen-

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Verwaltungs. und Disziplinarrechtspflege.

hang, in welche~ die Vorschrift steht, jeden Zweifel aus.

Da Art. 17 für Streitigkeiten über Kassenleistungen die

Beurteilung durch eine einzige Instanz vorsieht, kann

unter Einreichung des Begehrens (depöt de la demande)

nur die gerichtliche Klage verstanden werden. An dieser

Ordnung ist bei Übertragung dieser Geschäfte an das

Bundesgericht nichts geändert worden. Auch das Bundes-

gericht urteilt als einzige Instanz. Soweit Klagefristen

vorgesehen sind, ist daher der Vorbescheid der Verwaltung

nach Art. 20 VDG vor deren Ablauf zu erwirken.

3. -

Die Klagefrist von zwei Jahren nach Art. 17,

Abs. 3, der Statuten bestimmt sich nach dem Zeitpunkt,

in welchem der Anspruch wirksam wird. Die Invaliden-

rente beginnt mit dem Tage, bis zu welchem das Gehalt

oder der Lohn ausgerichtet wurde (Art. 24, Abs. 4 der

Statuten). Hier wurde der Lohn ausbezahlt bis Ende

Juni 1938. Die Invalidenrente, auf die Anspruch erhoben

wird, hätte, wenn sie geschuldet wäre, am 1. Juli 1938

begonnen. Die zweijährige Klagefrist ist daher am 1.

Juli 1940 abgelaufen. Die vorliegende Klage wurde am

5. August 1940, demnach verspätet, eingereicht.

Unhaltbar, ja trölerisch ist die Behauptung, der Ver-

waltungsentscheid sei verzögert worden. Das Gesuch an

das Finanzdepartement wurde erst am 26. März 1940,

also nur ein Vierteljahr vor Ablauf der Klagefrist einge-

reicht. Es musste zunächst dem Oberarzt der Bundes-

verwaltung zur Begutachtung unterbreitet werden. Es

ist am 8. Juli, also innert der für nicht dringliche Angele-

genheiten üblichen Frist, beantwortet worden. Wenn der

Kläger im Hinblick auf den bevorstehenden Ablauf der

Klagefrist eine raschere Behandlung des Gesuches wünsch-

te, so hätte er dies geltend machen müssen. Es hätte

auch nichts im Wege gestanden, dass er, zur Wahrung

der Frist, die gerichtliche Klage vorsorglich eingereicht

hätte, ohne die Stellungnahme der Verwaltung abzu-

warten, sofern diese, trotz Hinweis auf die Dringlichkeit,

nicht rechtzeitig erhältlich gewesen wäre.

Beamtenrecht. No 52.

52. Urteil vom 13. Dezember 1940 i. S. Kanton Rem

gegen Schweiz. Eidgenossenschaft.

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1. Direkter verwaltungsrechtlicher Prozess; a) Forderungen an

den Bund aus einem verwaltungsrechtlichen Vertrag werden

vom Bundesgericht als einziger Instanz in dem Verfahren nach

Art. 17 VDG (nicht nach Art. 48, Ziff. 1 OG) beurteilt.

b) Unter «Bundesgesetzgebung» im Sinne von Art. 17 VDG ist das

Bundesrecht überhaupt, auch das ungeschriebene, zu verstehen.

2. Freizügigkeitsvertrag zwischen Beamtenversicherungskassen. Fra-

ge, ob das Deckungskapital, das der Bund für den Einkauf

von Versicherungszeit bei der eidgenössischen Beamtenver·

sicherungskasse einbezahlt hat, um eine

« hervorragende

Arbeitskraft» für den Bundesdienst zu gewinnen (Art. 5,

Abs. 3, letzter Satz der Statuten der eidg. Beamtenversicherungs-

kasse), auf Grund eines Freizügigkeitsvertrages mit einer kan-

tonalen Beamtenversicherungskasse an diese Kasse zu über·

weisen ist, wenn die Arbeitskraft den Bundesdienst nach

kurzer Zeit verlässt, um eine Stellung im Dienste des Kantons

zu übernehmen.

1. Procea administratif direct: a) Le Tribunal federal connait, en

instance unique, selon l'art. 17 JAD (et non pas selon l'art. 48

eh. 1 OJ), des pretentions derivees, a l'egard de la Confedera-

tion, d'un contrat de droit administratif.

.

b) A l'art. 17 JAD, le Iegislateur a designe par le terme «Legis-

lation federale » l'ensemble du droit federal, fut-il non ßcrit.

2. Oontrat de libre passage entre des caisses d'assurance POU/l'

fOnctionnaires. Lorsque la Confederation a fait des versements

complementaires a la Caisse d'assurance des fonctionnaires en

faveur d'une personne «particulierement qualifiee» qu'elle

voulait s'attacher (art. 5 aJ. 3 i. f. des statuts de cette caisse),

doit-elle remettre le capital ainsi verse a la Caisse d'assu-

rance des fonctionnaires cantonaux, en vertu du contrat de

Ubre passage qu'elle a oonclu avec cette caisse, dans le cas oil

le fonctionnaire qu'elle a engage quitte son service au bout

de peu de temps et entre dans l'administration cantonale ?

1. Processo amministrativo diretto: a) Le pretese contro la Confe-

derazione derivanti da un contratto di diritto amministrativo

sono giudicate dal Tribunale federale oome istanza unica

secondo la procedura prevista dall'art. 17 GAD (e non dal-

l'art. 48 cüra 1 OGF).

b) Col termine «legislazione federale » usato nell'art. 17 GAD

si deve intendere l'insieme deI diritto federale, anche quello

non scritto.

2. Oontratto concernente il libero pa8saggio tra ca8se di assicu-

razione per junzionari : Allorche la Confederazione, per assu-

mere al proprio servizio una persona di «partioolare valore »,

ha effettuato versamenti suppletivi alla .Cassa di assicu-

razione dei funzionari (art. 5 cp. 3 i. f. degli statuti), deve

rimettere il capitale costituito da questi versamenti alla

Cassa di assicurazione dei funzionari cantonali in virtil deI

contratto di libero passaggio concluso ool1. essa qualora il

funzionario in questione lasci il servizio federale dopo breve

tempo ed entri nell'amministrazione cantonale f