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65_II_127

BGE 65 II 127

Bundesgericht (BGE) · 1935-04-16 · Deutsch CH
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Familienreoht. N° 23.

etaient toujours; basees a la fois sur la determination des

groupes Oaß, Aß, Ba et ABo et sur la determination des

groupes M et N ~ Ils se fondaient, disaient-ils, sur l'expose

fait par le professeur Zangger dans la consultation donnee

au Tribunal federalle 16 avril 1935 et dans Jaquelle il est

dit notamment que la determination des groupes M et N

offre actuellement tout autant de seeurite que celle des

autres groupes. « TI n'y a done pas en fait deux expertises,

ajoutaient-ils, ... mais une seule expertise formant un

tout ».

Confirmant la, conclusion du premier rapport, ils ont

conclu en ces termes: « Le pare presume, Monsieur Pian-

tino, appartenant au groupe M, la mere, Mlle Nein, au

groupe N et l'enfant Nein au groupe N, la patemite de

Monsieur Piantino peutetre exclue ».

Par un second amt du 10 janvier 1939, adoptant les

conclusions des experts, la Cour d'appel a deboute les

demanderesses de leurs eonelusions et reparti les frais de

justice par moitie, depens compenses.

Les demanderesses ont recouru en reforme en reprenant

leurs conclusions.

Considtrant en droit :

Les recourantes se bornent· a critiquer la mattiere dont

la Cour a apprecie les conclusions des experts. Arguant

du fait que l'examen du sang d'apres Ja methode consistant

a determiner les groupes OOlß; Aß, Ba et ABo n'avait pas

permis d'exclure la possibilite que le defendeur fUt le pilre

de l'enfant, elles soutiennent que c'est a tort que la Cour

s'est fondee sur les conclusions de l'expertise pour admettre

l'exception de l'art. 314 al. 2 Cc. Cette argumentation est

erronee. Comme ils l'ont fait observer dans leur rapport

compIementaire, les experts n'ont formule leurs conclu-

sions qu'apres avoir procede non seulement d'apres la

methode susindiquee, mais aussi d'apres celle qui consiste

a determiner les groupes M et N et qui avait conduit au

resultat que le defendeur ne pouvait pas etre le pare· de

I

I

Familienrecht. N° 24.

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'I'enfant. Pour justifier leur these, les recourantes auraient

du deslors demontrer que, des deux methodes, la premiere

etait seule admissible. Or, dans un arret tout recent

(affaire Schmid c. Martin du 2 juin 1939), le Tribunal

federal a precisement juge le contraire. TI a admis que

l'une et l'autre methode etaient egalement propres a justi-

fier l'application de l'art. 314. En considerant le rapport

des experts comme concluant, encore que ceux-ci aient

fonde leurs conclusions sur les resultats de l'une des deux

methodes, Ja Cour cantonale est donc restee dans les limites

de son pouvoir d'appreciation et sa d6cision ne viole aucune

disposition de la loi.

Ee Tribunal fedtral prononce :

Le recours est rejete et l'arret attaque est confirme.

24. Urteil der 11. Zivilabteiluno vom 21. September 1939

i. S. AUlJUStin gegen Biirgergemeinde SoIothurn.

Verwandtenunte'Fstützung (Art. 328/29. ZGB). Beitra~flicht ver-

heirateter Verwandter grundsätzlich nur ans e~genem Ve~­

mögen und Erwerb. Bei Gütergemeinschaft fällt der Ant~Il

des Pflichtigen am Gesamtgut als eigenes Vermögen m

Betracht.

En ce qui concerne 100 dettes d'aliments (art. 328 s. CC), la personne

mari6e n'oot tenue, en principe, que sur sa propre fortune .~t

sur le produit de son propre travail. !-orsqu'elle est ma?ee

sons le regime de la communaute de bIens, sa part des bIens

matrimoniaux compte comme sa fortune propre.

Per quanto concerne i debiti dipendenti da assistenza. tra pa~enti

(art. 328-329 CC), la persona coniugata e tenuta, m masslm?"

soltanto in base alla propria sostanza e al ~rodott<? deI .proprlO

lavoro. Se vive sotto il regin;le della oomuruone deI.bern, la sua

parte dei beni matriniomali conta come sua proprIa sostanza.

Der 64jährige August Flury wird von der Bürger-

gemeinde Solothum unterstützt. Aus einer im Jahre

1920 geschiedenen Ehe hat er zwei Töchter, die in Amerika

leben und mit denen er seit vielen Jahren keine BeziehUJ;J.gen

mehr unterhält. Eine 66jährige Schwester des Flury ist

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Familienrecht. N0 24.

mit Dr. med.;Augustin verheiratet. Die Eheleute leben

unter der Gütergemeinschaft nach dem alten Recht von

Baselland. Das:Gesamtgut beläuft sich auf Fr. 104,730.-,

das Nettoeinkommen des Ehemannes auf Fr. 18,500.-.

Dieser kommt ffu den Unterhalt einer Tochter und ihrer

zwei Kinder auf.

Die Bfugergemeinde Solothurn belangte Frau Dr.

Augustin vor dem Regierungsrate des Kantons Baselland

auf Leistung eines Beitrages von Fr. 50.- an die monat-

lichen Unterstützungsauslagen von Fr. 120.- an ihren

Bruder gemäss Art. 328/9 ZGB. Mit Entscheid vom 18.

November 1938 hat der Regierungsrat das Gesuch gut-

geheissen.

Mit der vorliegenden Berufung verlangt Frau Augustin-

Flury Aufhebung des. Entscheids und Abweisung des

Gesuchs der Bfugergemeinde, eventuell Rückweisung der

Sache an die Vormstanz zur Aktenvervollständigung und

neuen Entscheidung.

Die Bfugergemeinde Solothurn beantragt Abweisung

der Berufung.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

Die Unterstützungsbedürftigkeit des August Flury wird

von der Berufungsklägerm nicht bestritten. Ihre Unter-

stützungspfIicht hängt davon ab, ob sie sich « in günstigen

Verhältnissen » im Sinne des ~. 329 Abs. 2 ZGB befindet.

In di~ser Hinsicht geht die Rechtsprechung dahin, dass

verheIratete Blutsverwandte Unterstützungs beiträge nur

aus dem eigenen Vermögen oder Erwerb zu leisten haben

nicht aus dem Einkommen ihres Ehegatten, auch we~

sie gerade dank diesem Einkommen in günstigen Ver-

hältnissen leben (BGE 45 II 510, 57 I 259, 64 II 82).

Im vorliegenden Falle ist jedoch das von der Vormstanz

berücksichtigte Vermögen nicht das Mannesvermögen,

sondern das Gesamtgut der beiden unter allgemeiner

Gütergemeinschaft lebenden Ehegatten. Selbst wenn nach

dem massgebenden kantonalen Rechte die Befugnis der

Farnilienrecht. N° 25.

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Verwaltung oder sogar der Verfügung dem Ehemanne

allein zustehen sollte, ist das Vermögen doch Eigentum

beider Gatten, und der Anteil der Ehefrau kann, selbst

während der Dauer der Ehe, festgestellt. und zur Befrie-

digung ihrer Gläubiger herangezogen werden (Art. 185

ZGB). Es wäre daher unbillig, diesen Anteil ausser Be-

tracht zu lassen, wenn es sich um die Frage handelt, ob

die Ehefrau günstig genug gestellt ist, uni einen Bruder

zu unterstützen. Die Vormstanz hat demnach grund-

sätzlich mit Recht das eheliche Gesamtgut berücksichtigt;

und da dieses über Fr. 100,000.- beträgt und die Beklagte

nicht behauptet, dass sie bei der Auflösung desselben

weniger als die Hälfte zu beanspruchen habe, erscheint

ein monatlicher Beitrag von Fr. 50 an die Unterhaltsaus-

lagen von Fr. 120.- nicht übersetzt.

Demnach erkennt das Bundesgericht :

Die Berufung wird abgewiesen und der Entscheid des

Regieningsrates des Kantons Baselland vom 18. November

~ 938 bestätigt.

25. Urteil der n. Zivilahteilung vom 19. Oktober 1939

i. S. Sommer gegen Hierholzer.

Ehescheidung, GestaUung der Elte;rnrechte (Art. 156 ZGB):

Sind beide Eltern zur Erziehung der Kinder geeignet, ist aber

nur der eine Teil in der 'Lage, die Erziehung zu übernehmen

oder zu überwachen, so sind die Kinder diesem zuzuweisen,

-

ungeachtet der Möglichkeit einer

spät~rn Änderung der

Verhältnisse. Für den Fall einer solchen Änderung bleibt die

Klage nach Art. 157 vorbehalten. Es ist nicht zulä~sig, zum

vornherein so zu entscheiden, als ob die ungewisse Anderung

bereits eingetreten w.i!J:e, so dass, wenn sie in Wirklichkeit

nicht eintritt, auf Anderung des Urteils geklagt werden

müsste.

Dioorce, exercice du droit des parents (art. 156 CC) :

Si les parents sont l'un et l'autre aptes a oouquer les enfants,

mais qu'un seul soit a meme d'assurer ou de surveiller cette

ooucation, c'est a ce dernier qu'il faudra confier les enfants,

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