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126 Familienreoht. N° 23. etaient toujours; basees a la fois sur la determination des groupes Oaß, Aß, Ba et ABo et sur la determination des groupes M et N ~ Ils se fondaient, disaient-ils, sur l'expose fait par le professeur Zangger dans la consultation donnee au Tribunal federalle 16 avril 1935 et dans Jaquelle il est dit notamment que la determination des groupes M et N offre actuellement tout autant de seeurite que celle des autres groupes. « TI n'y a done pas en fait deux expertises, ajoutaient-ils, ... mais une seule expertise formant un tout ». Confirmant la, conclusion du premier rapport, ils ont conclu en ces termes: « Le pare presume, Monsieur Pian- tino, appartenant au groupe M, la mere, Mlle Nein, au groupe N et l'enfant Nein au groupe N, la patemite de Monsieur Piantino peutetre exclue ». Par un second amt du 10 janvier 1939, adoptant les conclusions des experts, la Cour d'appel a deboute les demanderesses de leurs eonelusions et reparti les frais de justice par moitie, depens compenses. Les demanderesses ont recouru en reforme en reprenant leurs conclusions. Considtrant en droit : Les recourantes se bornent· a critiquer la mattiere dont la Cour a apprecie les conclusions des experts. Arguant du fait que l'examen du sang d'apres Ja methode consistant a determiner les groupes OOlß; Aß, Ba et ABo n'avait pas permis d'exclure la possibilite que le defendeur fUt le pilre de l'enfant, elles soutiennent que c'est a tort que la Cour s'est fondee sur les conclusions de l'expertise pour admettre l'exception de l'art. 314 al. 2 Cc. Cette argumentation est erronee. Comme ils l'ont fait observer dans leur rapport compIementaire, les experts n'ont formule leurs conclu- sions qu'apres avoir procede non seulement d'apres la methode susindiquee, mais aussi d'apres celle qui consiste a determiner les groupes M et N et qui avait conduit au resultat que le defendeur ne pouvait pas etre le pare· de I I Familienrecht. N° 24. 127 'I'enfant. Pour justifier leur these, les recourantes auraient du deslors demontrer que, des deux methodes, la premiere etait seule admissible. Or, dans un arret tout recent (affaire Schmid c. Martin du 2 juin 1939), le Tribunal federal a precisement juge le contraire. TI a admis que l'une et l'autre methode etaient egalement propres a justi- fier l'application de l'art. 314. En considerant le rapport des experts comme concluant, encore que ceux-ci aient fonde leurs conclusions sur les resultats de l'une des deux methodes, Ja Cour cantonale est donc restee dans les limites de son pouvoir d'appreciation et sa d6cision ne viole aucune disposition de la loi. Ee Tribunal fedtral prononce : Le recours est rejete et l'arret attaque est confirme.
24. Urteil der 11. Zivilabteiluno vom 21. September 1939
i. S. AUlJUStin gegen Biirgergemeinde SoIothurn. Verwandtenunte'Fstützung (Art. 328/29. ZGB). Beitra~flicht ver- heirateter Verwandter grundsätzlich nur ans e~genem Ve~ mögen und Erwerb. Bei Gütergemeinschaft fällt der Ant~Il des Pflichtigen am Gesamtgut als eigenes Vermögen m Betracht. En ce qui concerne 100 dettes d'aliments (art. 328 s. CC), la personne mari6e n'oot tenue, en principe, que sur sa propre fortune .~t sur le produit de son propre travail. !-orsqu'elle est ma?ee sons le regime de la communaute de bIens, sa part des bIens matrimoniaux compte comme sa fortune propre. Per quanto concerne i debiti dipendenti da assistenza. tra pa~enti (art. 328-329 CC), la persona coniugata e tenuta, m masslm?" soltanto in base alla propria sostanza e al ~rodott<? deI .proprlO lavoro. Se vive sotto il regin;le della oomuruone deI.bern, la sua parte dei beni matriniomali conta come sua proprIa sostanza. Der 64jährige August Flury wird von der Bürger- gemeinde Solothum unterstützt. Aus einer im Jahre 1920 geschiedenen Ehe hat er zwei Töchter, die in Amerika leben und mit denen er seit vielen Jahren keine BeziehUJ;J.gen mehr unterhält. Eine 66jährige Schwester des Flury ist 128 Familienrecht. N0 24. mit Dr. med. ;Augustin verheiratet. Die Eheleute leben unter der Gütergemeinschaft nach dem alten Recht von Baselland. Das:Gesamtgut beläuft sich auf Fr. 104,730.-, das Nettoeinkommen des Ehemannes auf Fr. 18,500.-. Dieser kommt ffu den Unterhalt einer Tochter und ihrer zwei Kinder auf. Die Bfugergemeinde Solothurn belangte Frau Dr. Augustin vor dem Regierungsrate des Kantons Baselland auf Leistung eines Beitrages von Fr. 50.- an die monat- lichen Unterstützungsauslagen von Fr. 120.- an ihren Bruder gemäss Art. 328/9 ZGB. Mit Entscheid vom 18. November 1938 hat der Regierungsrat das Gesuch gut- geheissen. Mit der vorliegenden Berufung verlangt Frau Augustin- Flury Aufhebung des. Entscheids und Abweisung des Gesuchs der Bfugergemeinde, eventuell Rückweisung der Sache an die Vormstanz zur Aktenvervollständigung und neuen Entscheidung. Die Bfugergemeinde Solothurn beantragt Abweisung der Berufung. Das Bundesgericht zieht in Erwägung: Die Unterstützungsbedürftigkeit des August Flury wird von der Berufungsklägerm nicht bestritten. Ihre Unter- stützungspfIicht hängt davon ab, ob sie sich « in günstigen Verhältnissen » im Sinne des ~. 329 Abs. 2 ZGB befindet. In di~ser Hinsicht geht die Rechtsprechung dahin, dass verheIratete Blutsverwandte Unterstützungs beiträge nur aus dem eigenen Vermögen oder Erwerb zu leisten haben nicht aus dem Einkommen ihres Ehegatten, auch we~ sie gerade dank diesem Einkommen in günstigen Ver- hältnissen leben (BGE 45 II 510, 57 I 259, 64 II 82). Im vorliegenden Falle ist jedoch das von der Vormstanz berücksichtigte Vermögen nicht das Mannesvermögen, sondern das Gesamtgut der beiden unter allgemeiner Gütergemeinschaft lebenden Ehegatten. Selbst wenn nach dem massgebenden kantonalen Rechte die Befugnis der Farnilienrecht. N° 25. l29 Verwaltung oder sogar der Verfügung dem Ehemanne allein zustehen sollte, ist das Vermögen doch Eigentum beider Gatten, und der Anteil der Ehefrau kann, selbst während der Dauer der Ehe, festgestellt. und zur Befrie- digung ihrer Gläubiger herangezogen werden (Art. 185 ZGB). Es wäre daher unbillig, diesen Anteil ausser Be- tracht zu lassen, wenn es sich um die Frage handelt, ob die Ehefrau günstig genug gestellt ist, uni einen Bruder zu unterstützen. Die Vormstanz hat demnach grund- sätzlich mit Recht das eheliche Gesamtgut berücksichtigt; und da dieses über Fr. 100,000.- beträgt und die Beklagte nicht behauptet, dass sie bei der Auflösung desselben weniger als die Hälfte zu beanspruchen habe, erscheint ein monatlicher Beitrag von Fr. 50 an die Unterhaltsaus- lagen von Fr. 120.- nicht übersetzt. Demnach erkennt das Bundesgericht : Die Berufung wird abgewiesen und der Entscheid des Regieningsrates des Kantons Baselland vom 18. November ~ 938 bestätigt.
25. Urteil der n. Zivilahteilung vom 19. Oktober 1939
i. S. Sommer gegen Hierholzer. Ehescheidung, GestaUung der Elte;rnrechte (Art. 156 ZGB): Sind beide Eltern zur Erziehung der Kinder geeignet, ist aber nur der eine Teil in der 'Lage, die Erziehung zu übernehmen oder zu überwachen, so sind die Kinder diesem zuzuweisen, - ungeachtet der Möglichkeit einer spät~rn Änderung der Verhältnisse. Für den Fall einer solchen Änderung bleibt die Klage nach Art. 157 vorbehalten. Es ist nicht zulä~sig, zum vornherein so zu entscheiden, als ob die ungewisse Anderung bereits eingetreten w.i!J:e, so dass, wenn sie in Wirklichkeit nicht eintritt, auf Anderung des Urteils geklagt werden müsste. Dioorce, exercice du droit des parents (art. 156 CC) : Si les parents sont l'un et l'autre aptes a oouquer les enfants, mais qu'un seul soit a meme d'assurer ou de surveiller cette ooucation, c'est a ce dernier qu'il faudra confier les enfants, AS 65 II - 1939 9