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62_I_26

BGE 62 I 26

Bundesgericht (BGE) · 1936-01-01 · Deutsch CH
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26 Verwaltungs. und Disziplinarrechtspflege. statuts. Or pa~il projet ne requiert pas, pour etre modifie - meme essentiellement - l'unanimite des souscripteurs, mais seulement l'unanimite des souscripteurs representes a l'assemblee generale (art. 618 a1.3 CO). Du reste, on n'est pas en presence d'une modification essentielle lorsqu'un souscripteur, auquel15 000 fr. d'actions avaient ete accor- des pour « connaissances professionnelles et travaux pre- liminaires en vue de la constitution de la sociew », accepte de liberer ces titres en especes. Par ces motits, le Tribunal t6U:ral rejette le recours.

6. T1rteil der II. Zivilabteilllng vom 8. Ka.i 1936

i. S. G. gegen Güterrechtsregist&ramt B. Eintragung und Veröffentlichung der ge- setzlichen Gütertrennung: Bei Verlegung des W 0 h n s i t z e s ist der Eintrag in das Register des neuen Wohnortes zu übe r t rag e n, doch ist bei der neuen Ver ö f f e n t I ich u n g der G run d der Gütertrennung nie h t an zug e ben. Art. 182 ff. und 248 ff. ZGB. Art. 18, 20, 33 und 35. GüRegV. Die Ehegatten G., welche seit dem Jahre 1925 zufolge Konkurses des Ehemannes mit Ausstellung von Verlust- scheinen unter gesetzlicher Gütertrennung stehen, wurden im Oktober 1935, nachdem sie sich in B. niedergelassen hatten, vom Güterrechtsregisterführer des neuen W ohn- bezirks eingeladen, sich darüber auszuweisen, dass die Voraussetzungen der gesetzlichen Gütertrennung dahin- gefallen seien, widrigenfalls dieser Güterstand im Register von B. eingetragen und hier auch veröffentlicht würde. Mit seiner Beschwerde gegen diese Verfügung, deren Vollzug, wie er ausführt, seine wirtschaftliche Stellung ohne Grund beeinträchtigen müsste, von der kantonalen Behörde mit Entscheid vom 19. November 1935 abge- wiesen, hat G. den Rekurs an den Bundesrat erklärt. Die Sache wurde am 13. März 1936 dem Bundesgericht als Registersachen. N·6. 27 verwaltungsgerichtliche Beschwerde überwiesen; Ziff. I Abs. 3 des Anhanges zum VDG. Die Überweisung beruht auf Art. 194 Abs. 3 OG und Art. 13 VDG. Das Bundesgericht zieht in Erwägung : Kommen die Gläubiger eines Ehegatten in dessen Kon- kurse zu Verlust, so tritt nach Art. 182 Abs. 1 ZGB von Gesetzes wegen Gütertrennung ein. Dieser Güterstand- wechsel ist nach Art. 186 Abs. 3 ZGB und Art. 18 GüRegV in das Güterrechtsregister einzutragen und nach Art. 33 der Verordnung zu veröffentlichen. Dass bei Verlegung des Wohnsitzes in einen andern Registerbezirk eine neue Eintragung und Veröffentlichung stattzufinden habe, wird in Gesetz und Verordnung nicht verlangt. Die Art. 250 des Gesetzes und 20 der Verordnung betreffen nur die Fälle, in denen ein güterrechtlich erheblicher Akt erst durch die Eintragung und Veröffentlichung Rechts- kraft gegenüber Dritten erlangt. Indessen hat die Praxis die Regel aufgestellt, dass auch eine gesetzliche Güter- trennung, deren Bestand vom Eintrag unabhängig ist, an jedem jeweiligen Wohnort der Ehegatten eingetragen und veröffentlicht werden solle, solange sie nicht aufgeho- ben ist (was nach Art. 187 Abs. 2 ZGB nur durch richter- liche Verfügung geschehen kann). Mit dieser Art der Registerführung wird dem Umstande Rechnung getragen, dass jedermann, der mit solchen Ehegatten in geschäft- lichen Verkehr tritt, ein Interesse hat, über diese Verhält- nisse unterrichtet zu sein (vgl. BURCKHARDT, Bundesrecht, 1299 II und 1306 I). Sie findet eine Stütze in der Bestim- mung des Art. 187 Abs. 3 ZGB, wonach die Wiederher- stellung des früheren Güterstandes in jedem Falle im Register einzutragen ist. Dem Beschwerdeführer ist jedoch darin beizupflichten (woran ihm vor allem liegt), dass bei der neuen Veröffentlichung der Grund der Gütertrennung in keiner Weise angegeben zu werden braucht, weder durch Hinweis auf den Konkurs und auf die Ausstellung von Verlustscheinen, noch durch Erwähnung des Art. 182 ZGB,

28 Verwaltungs- und Disziplinarrechtspflege. noch auch da4urch, dass von « gesetzlicher Tl Gütertren- nung gesprochen wird. Der Pflicht des Registerführers, gemäss Art. 3& Abs. 3 der Verordnung bei der Veröffent- lichung die gesetzliche Bezeichnung der Güterstände anzu- wenden, ist genügt, wenn « Gütertrennung» angegeben wird. Damit, d. h. durch die Unterlassung einer ein- schränkenden Beifügung ist gesagt, was zu wissen die Öffentlichkeit ein Interesse hat: dass es sich um eine allge- meine, das ganze Vermögen der Ehegatten erfassende Gütertrennung handelt. Jede auf den Konkurs zurück- weisende Beifügung ist entbehrlich und soll unterbleiben, um ihnen nicht immer wieder in unnötiger Weise das wirtschaftliche Fortkommen zu erschweren. Einer Fest- stellung, dass es sich um die Übertragung aus dem Register des früheren Wohnsitzes handelt, und einer Angabe des Beginns der Gütertrennung steht nichts im Wege. Demnach erkennt das Bundesgericht : Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben und der Register- führer von B. angewiesen wird, die Gütertrennung einzu- tragen, jedoch bei der Veröffentlichung den Grund der Gütertrennung in keiner Weise anzugeben~ II. ZOLLSACHEN AFFAIRES DOUANIERES

7. Arr6t du 19 mars 1936 dans la cause Ischy contre Direction generale des douanes. Art. 100 de la loi fecIerale du l er octobre 1925 sur les douanes: La responsabilite solidaire de tiers pour l'amende douaniere, instituee par cette prescription legale presuppose l'existence d'un mandat valide au regard de la loi civile. Zollsachen. No 7. 29 Risume des faits .- A. - De septembre 1934 a avril 1935, Ischy rel}ut d'Allemagne 2000 lames de rasoir de sUreM sans etre au benefice du permis d'importation prescrit par l'arreM du Conseil federal du 15 septembre 1933 relatif a la limitation des importations. L'industriel Paul Stommel a Solingen (Allemagne) lui avait envoye ces lames sur sa demande, par la poste aux lettres, en petits paquets munis de la mention « Echan- tillons sans valeur » et les envois avaient ainsi echappe au contröle douanier. B. - Par prononce penal du 8 juillet 1935, la Direction du 5e arrondissement des douanes a Lausanne a, en appli- cation des art. 76 eh. 2, 77 et 91 LD, condamne Ischy pour trafic prohibe a une amende de 64 francs et aux frais. Sur recours d'Ischy, la Direction generale des douanes a con- firme ce prononce. Stommel a egalement eM condamne a une amende de 64 francs. En outre, la Direction generale des douanes a declare qu'en vertu de l'art. 100 LD le mandant Ischy etait solidairement responsable du payement de l'amende due par son mandataire Stommel. D. - Ischy a interjeM un recours de droit administratif tendant a l'annulation de Ia decision de la Direction gene- rale, en tant qu'elle Ie rend solidairement responsable de l'amende due par Stommel. Il fait valoir que cette sanc- tion le frappe trop severement. E. - Le Departement federal des finances et des douanes a concIu au rejet du recours. Il expose qu'Ischy a participe en qualiM d'instigateur ou de co-auteur au delit douanier de trafic prohibe commis par Stommel. L'art. 100 renvoie en effet a l'art. 9 de la loi sur les douanes, lequel parle du mandant de la personne qui a transporte ces marchandises a travers la frontiere alors que, en realite, il s'agit d'un contrat de transport et non d'un mandat. « Il faut donc entendre par mandant au sens des articles 100