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56_II_267

BGE 56 II 267

Bundesgericht (BGE) ·II · 1930-01-01 · Deutsch CH
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Sachenrecht. No 43.

90,000 Fr. einverstanden war, sondern im Stillschweigen

auf das Schreiben des Betreibungsamtes vom 10. }\Iai

. 1928 hin lag auoh die unerlässliche Ermächtigungserklärung an das Betreibungsamt, die, obwohl sie die Veräusserung von Grundeigentum betraf, formlos gültig war

und daher auch nicht eine ausdrückliche zu sein brauchte

(vgl. OSER, Note 25 zu 0& 32 mit Anführung n~cht veröffentlichter Urteile des Bundesgerichts; BECKER, Note 5

zu 0& 32; VON TUHR, Obligationenrecht, S. 289). Dass

das Einverständms bezw. die Ermächtigung sämtlIche

Vertragsbestimmungen umfasste, wie

die Vorinstanz

festgestellt hat, was die Klägerin aber als aktenWldng rügt,

war keineßwegs erforderlich; somit ist die Aktenwidrigkeitsrüge belanglos, und zudem ist sie auch unbegründet,

da SICh aus den Akten nicht der direkte Beweis für das

Gegenteil ergibt; höchstenfaJls hätte es <ler Gültigkeit

des Vertrages schaden können, wenn das Betreibungsamt

erhoblich von den üblichen Vertragsbestimmungen abgewichen wäre, was aber die Klägerin selbst nicht behauptet.

Zuzugeben ist aJsozwar, dass das Grundbuchamt

mangels Auswebes 1.1 ber <la·s VerfügTIngsrecht des Betrei -

bungsamtes, m. a. W. mangels Betreibung einer von

Rehmann ausgestellten Vollmachtsurkunde die Eintragung

der Beklagten als Eigentümer der streitigen Liegenschaften

hätte ablehnen sollen. Allein .die einmal erfolgte Eintragung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden,

nachdem sich herausstellt, dass es dem Betreibungsamt

trotz dem Fehlen einer solchen Urkunde doch nicht an

der Ermächtigung' zur Veräusserung gefehlt hat.

Demnach erkennt da8 Bundesgericht :

Die Berufung wird abgewiesen und ~ Urteil des

Appellationsgerichtes des Kantons Basel-Stadt vom 4.

April 1930 bestätigt.

Obligationenrecht. N0 44.

IV. OBLIGATIONENRECHT

DROIT DES OBLIGATIONS

44. Auszug a.us dem OrteU der I. Zivila.bteUung

vom S. Juni 1930 i. S. Pfister

gegen Buser und Xonsorten und Versicher'imgkasse

für die eidg. Beamten, Angestellten und Arbeiter.

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BerechnWlg des Ver s 0 r ger s c h ade n s im Sinne von Art. 45

Ahs. 3 OR. Der Betrag einer dem Geschädigten infolge des

Unfalles ausbeza.hlten Versicherungsrente ist nicht zu berücksichtigen Wld zwar Wlbekiimmert darum, ob die Rente dem

Geschädigten aus einem privaten Versicherungsvertrag oder

aber als statutengemässe LeistWlg einer öffentlich-rechtlichen

Versicherungskasse zufliesst (Erw. 3).

Art. 14 Abs. 1 der Statuten der Versicherungslmsse für die eidg.

Bea.mten, Angestellten Wld Arbeiter (S u b r 0 g a. ti 0 n s-

ans p r u c h zugunsten der Versicherungska.sse) findet keine

AnwendWlg, wenn ein Bea.mter erst nach erfolgter Pensionierung durch Verschulden eines Dritten verletzt oder getötet

worden ist (Erw. 4).

Aus dem Tatbestand :

Am Sonntag den 17. März 1929 abends zirka 6 Uhr

wurde der damals 67-jährige, seit dem 1.,August 1928

pensionierte ehemalige eidg. Oberpferdearzt, Oberst Kar!

Buser, als er in Bern von der Thunstrasse herkommend

in der Richtung der Kirchenfeldbrncke den Helvetiaplatz

überschritt, vom Personenautomobil des Beklagten, Albert

Pfister-Fisch, der aus der Marienstrasse daherfuhr, angefahren, zu Boden geschleudert und hiebei derart schwer

. verletzt, dass er noch am gleichen Tage starb. Der

Beklagte war im Momente des Unfalles erheblich angetrunken und fuhr mit einer stark übersetzten Geschwindigkeit. Buser hinterliess eine damals 52 Jahre alte Witwe

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Obligationenrecht. N° 44.

und drei volljährige Kinder, eine Tochter und zwei Söhne.

Oberst Buser hatte als eidg. Oberpferdearzt ein Gehalt

von 14,000 Fr. und bezog seit seiner Pensionierung eine

. Rente von 10,500 Fr., woran die Eidg. Beamtenversicherungskasse (in der Folge kurz mit Versicherungskasse

bezeichnet) 7350 Fr. und die Eidg. Militärversicherung

3150 Fr. leistete. Die Witwe des Verunfallten bezieht seit

dem Unfall von der genannten Versicherungskasse eine

Witwenrente von 5250 Fr.

Gestützt auf diesen Unfall wurde ein Strafverfahren

gegen Pfister eingeleitet, in welchem die erwähnten Hinterbliebenen adhäsionsweise

Schadenersatzansprüche auf

Grund von Art. 41 ff. OR geltend machten, und zwar

verlangte die Witwe u. a. als Ersatz für den Verlust ihres

Versorgers 50,680 Fr., d. h. den Kapitalwert der vom

Verstorbenen für sie jährlich in der Höhe von 7000 Fr.

gemachten Aufwendungen.

Neben den Hinterlassenen

des Verunfallten forderte die Versicherungskasse unter

Geltendmachung eines auf Art. 14 ihrer Statuten gestützten Subrog~tionsanspruches 38,010 Fr. nebst 5 % Zins

seit 17. März 1929, d. h. den gemäss der mutmasslichen

Lebensdauer des Verunfallten (noch 9 % Jahre) kapitalisierten Betrag der der Witwe Buser zukommenden, Rente

von 5250 Fr.

Mit Urteil vom 15. Januar 1930 hat die Strafkammer

des Obergerichtes des Kantons Bern den Pfister der

fahrlässigen Tötung sowie der Widerhandlung gegen

Art. 34 und 35 des Automobilkonkordates schuldig erklärt

und zu sechs Monaten Korrektionshaus, umgewandelt in

drei Monate Einzelhaft, sowie zum Entzug der Fahrbewilligung auf zwei Jahre verurteilt. Die Schadenersatzforderung der Witwe Buser für Verlust ihres Versorgers

wurde im Betrage von 34,209 Fr. gutgeheissen. Das

Entschädigungsbegehren der Versicherungskasse wurde

abgewiesen.

Diese Schadensberechnung wurde von allen drei Parteien

angefochten, vom Bundesgericht aber bestätigt.

Obiigationenreeht. No 44.

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A'U8 den Erwägu:ngen :

3. -

Bei der Beurteilung des von der Witwe des VerunfaJlten ~ür den Verlust ihres Versorgers geltend gemachten Schadenersatzanspruches ist die Vorlnstanz davon

ausgegangen, dass der Verstorbene 45 % seines Einkommens von 10,500 Fr., d. h. 4725 Fr., jährlich für den Unterhalt seiner Frau verwendet habe, deren Aufwendung

während der 9 % Jahre, welche der Verunfallte mutmasslich noch gelebt hätte, unter Zugrundelegung eines Zinsfusses von 4 % % nach der Barwerttafel von Piccard ein

Kapital von 34,209 Fr. erfordert hätte. Diesen Betrag

habe der Beklagte der Witwe Buser zu ersetzen. Die

Frage, welchen Teil seines Einkommens der Verunfallte

für seine Ehefrau aufgewendet hat, bezw. in Zukunft

aufgewendet haben würde, ist im wesentlichen Gegenstand

VOll Feststellungen über tatsächliche Verhältnisse, die für

das Bundesgericht verbindlich sind; es handelt sich hiebei

um eine Ermessensfrage, welche dieVorinstanz nach den

Akten pflichtgemäss und ohne Verletzung eidgenössischer

Rechtsgrundsätze gelöst hat. Eine Erhöhung des von

der Vonnstanz zugesprochenen Betrages,. wie sie Witwe

Buser anbegehrt, kommt daher nicht in Frage.

Aber auch von einer Reduktion kann nicht die Rede

sein. Die Kapitalabfindung, die der Beklagte als Reduktionsgrund anführt, rechtfertigt hier schon deshalb keinen

Abstrich, weil nicht erwiesen ist, dass Witwe Buser daraus

-

im Vergleich zu jährlichen Rentenleistungen -

einen

besondern Vorteil zu ziehen vermöchte (vgl. auch BOE

53 II S. 429). Und auch die Tatsache, dass Witwe Buser

von der Versicherungska.sse eine Witwenrente bezieht,

vermag 30m Umfang der Schadenersatzpflicht des Beklagten nichts zu ändern. Der Beklagte behauptet, diese

Rente sei sogar noch höher, als der Betrag, den der VerunIallte für seine Frau aufgewendet habe, weshalb dieser

überhaupt kein Versorgerschaden erwachsen sei. Dieser

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Obligationenrecht. N° 44.

Auffassung ist nicht beizutreten. Das Bundesgericht hat

schon wiederholt ausgesprochen (vgl. statt vieler BGE 49 n

S. 370), dass sich bei Tötung oder Körperverletzungen der

Geschädigte Versicherungssummen, die ihm zufolge des

schadenstiftenden Ereignisses zufallen, an seine Schadenersatzforderung nicht anrechnen zu lassen brauche, weil

es dem Zweck einer jeden Versicherung, welche im Schutz

des Versicherten gegen drohenden Schaden, nicht im

Schutz unbekannter Dritter gegen die Folgen ihres Verschuldens, besteht, widersprechen würde, dass mit Rücksicht auf die Haftung des Versicherers diejenige des

Schädigers untergeht.

Diese grundsätzliche Erwägung

trifft auch für die Fälle zu, wo die Pension, deren Anrechnung an den Versorgerschaden in Frage steht, der betreffenden Person nicht aus einem privaten Versicherungsvertrage zufliesst, sondern als statutengemässe Leistung

einer öffentlich-rechtlichen Versicherungskasse. Auch hier

wird der Anspruch auf die Versicherungssummen nicht

unentgeltlich erworben, sondern er muss durch Gegenleistungen 'des Versicherten erkauft werden, da die statutarischen Leistungen der, für das staatliche Beamtenpersonal eingeführten und übrigens zum Teil aus Beiträgen

der Versicherten selber gespiesenen Pensions- 1lI!d Versicherungskassen einen Teil der Gegenleistungen des

Staates für die dienstlichen Verrichtungen der Staatsbeamten- und Angestellten ansmachen (vgl. BGE 53 II

S. 499 f.). Der Beklagte behauptet allerdings, hier sei

der streitige Rentenanspruch der Witwe des Verunfallten

nicht « infolge des schadenstütenden EreignisSes)}, d. h.

der durch den Beklagten verursachten Tötung zugefallen,

indem der Verunfallte schon vor dem Unfalle selber pensioniert gewesen sei und die Witwenrente der Frau Buser

nur. die halbe Pension ihres Gatten darstelle.

Diese

Erwägung ist nicht schlüssig; denn dadurch, dass Oberst

Buser bereits selber rentengenössig war, ist am Charakter

der nunmehr von seiner Witwe bezogenen Rente als

Äquivalent für die früheren Prämienleistungen und

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dienstlichen Verrichtungen des Verunfallten nichts geändert worden. Es liegt daher kein Anlass vor und würde

dem Rechtsgefühl in gleicher Weise wie bei privaten

Personenversicherungen widersprechen, wenn der Beklagte hier für den von ihm verschuldeten Schaden nicht

sollte aufkommen müssen, d. h. daraus sollte Nutzen

ziehen können, dass Witwe Buser von der Versicherungskasse die statutarische Witwenrente -

welcher Anspruch

mit der Haftung des Beklagten für den durch .den Unfall

eingetretenen Schaden in keiner Weise im Zusammenhange

steht -

bezieht .....

4. -

Muss somit der Anspruch der Witwe Buser auf

Ersatz ihres Versorgerschadens in dem von der Vorinstanz

festgesetzten Betrag von 34,209 Fr. anerkannt werden, so

fragt es sich nun aber, ob diese Forderung nicht von

Gesetzes wegen auf die Versicherungskasse übergegangen

sei. Der Vertreter der Kasse behauptet dies unter Hinweis

auf Art. 14 Abs. 1 ihrer Statuten, wonach die Kasse

« gegenüber einem Dritten, der mit Bezug auf einen

Versicherungsfall schadenersatzpflichtig ist, bis auf die

Höhe ihrer Leistungen in den Ersatzanspruch des Versicherten oder seiner Hinterbliebenen » eintritt. Die Vorinstanz' hat einen solchen Subrogationsanspruch für den

vorliegenden Fall abgelehnt, weil diese Bestimmung dann

nicht zur Anwt:ndung gelange, wenn, wie hier, ein Beamter

erst nach erfolgter Pensionierung, d. h. nachdem eine

Rentenleistungspflicht der Kasse im Momente des Unfalles

bereits bestanden hat, durch Verschulden eines Dritten

verletzt bezw. getötet worden ist.

Dieser Ansicht ist

beizupflichten. Die Vorinstanz hat mit Recht darauf

hin.gewiesen, dass nach dem Sprachgebrauch der Statuten

ein- « Versicherungsfall» nur beim Abgang

~us dem

Arbeitsverhältnis eintritt. Wer bereits pensioniert ist,

erscheint nicht mehr als Versicherter, sondern als Rentenbezüger (vgl. Art. 16 Abs. 1, 19 Züf. I lit. b, 43 Abs. 1

der Statuten). Hätte man daher das in Art. 14 Abs. 1

aufgestellte Subrogationsprinzip auch auf diejenigen Fälle

AB 56 11 -

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Obliga.tionenrecht. No 44.

anwenden wollen, wo ein bereits pensionierter Beamter

von einem Dritten verletzt oder getötet worden ist, so

würde man zweifellos neben den {< Ersatzansprüchen des

Versicherten» auch diejenigen des Rentenbezügers aufgeführt haben. Die Statuten der Eidg. Beamtenvemcherungskasse stellen einen einseitigen Erlass des Bundes

dar. Wenn daher im streitigen Art. 14 Aha. I zu Gunsten

der Versicherungskasse, die eine Einrichtung des Bundes

ist (vgI. Art. 1 der Statuten), ein Subrogationsanspruch

begründet wurde, so verlangt dies im Zweifel eine einschränkende Auslegung der fraglichen Bestimmung, zumal

wenn man auch berücksichtigt, dass nach Art. 69 VVG

für analoge private Versicherungen eine Subrogation

überhaupt ausgeschlossen worden ist. Eine Auslegung,

wie sie ihr die Versicherungskasse geben will, wäre deshalb

nur dann gerechtfertigt, wenn Sinn und Zweck der Vorschrift dies gebieterisch erheischen würden, d. h. wenn

die Beschränkung der gesetzlichen Subrogation auf die

Fälle wo durch die durch einen Drit~en verschuldete

Verle~zung oder Tötung eines aktiven .Beamten eine

Rentenleistungspflicht der Versicherungskasse zur Entstehung gelangt, völlig ungerechtfertigt bezw. sinnl?s

wäre. Davon kann jedoch keine Rede sein; denn }Venn In

diesem letztgenannten Falle ein Subrogationsanspruch zu

Gunsten der Versicherungskasse begründet wurde, so

geschah dies im Hinblick darauf, dass hier d~h Verschulden des betreffenden Schädigers eine RentenleIstungspflicht der Versicherungskasse ausgelöst wird, die o~e

das betreffende Ereignis entweder erst später oder VIelleicht überhaupt nie entstanden wäre; während im Falle

der Verletzung bezw. Tötung eines pensionierten Beamten

die Versicherungskasse in der Regel sogar entlastet wird,

indem sie infolgedessen statt der vollen Invalidenrente

nur noch die meist bedeutend niedrigere Ehegatten- bezW.

Waisenrente entrichten muss. So ist die Versieherungskasse auch im vorliegenden Falle durch die Tötung Busers

stark entlastet worden. Allerdings ist richtig, dass bei

Obüga.tionenreeht. No 44.

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dieser Auslegung der streitigen Bestimmung die Hinterlassenen aktiver Beamter gegenüber den IDnterlassenen

pensionierter Beamter schlechter gestellt sind. Das vermag

jedoch eine andere Lösung nicht zu rechtfertigen; d. h.

wenn gegenüber den erstem deswegen, weil die Versicherungskasse durch den Ve:r:sicherungsfall infolge vorzeitiger

Auslösung der Leistungspflicht in der Regel einen Schaden

erleidet, eine Subrogation angezeigt erschien, so soll nicht,

lediglich im Interesse der Gleichbehandlung, eine solche

auch da Platz greifen,;VO die Versicherungskasse normalerweise keinen Schaden hat, sondern gegenteils noch

einen Nutzen zieht. Die Versicherungskasse hat auch

noch darauf hingewiesen, Art. 14 Abs. 1 ihrer Statuten

sei gewolltermassen dem Art. 100 KUVG nachgebildet

worden, welch letztere Bestimmung nach der Doktrin und

Praxis den Zweck verfolge zu verhindern, dass das Opfer

eines bei der SUV AL -

d. h. einer aus öffentlichen

Mitteln gespiesenen Versic4erungsanstalt -

versicherten

Unfalles zweimal entschädigt würde. Diese Behauptung

ist an sich richtig; allein die Versicherungskasse übersieht,

dass bei der Beamtenversicherung die Leistungen der

Kasse, wie schon mehrfach ausgeführt worden ist, das

Äquivalent für vom Versicherten selber der Versicherungskasse bezw. dem Bund geleistete Prämien und Dienste

darstellen während dem bei der SUV AL Versicherten die

Leistunge~ de~ Anstalt zufliessen, ohne dass er seinerseits

Gegenleistungen· in entsprechendem Umfange gemacht

hätte; denn die Prämien für die Nichtbetriebsunfälle fallen

nach Art. 108 KUVG nur zu % zu Lasten des Versicherten, zu einem Viertel aber zu Lasten des Bundes,

und diejenigen für Betriebsunfälle sind überhaupt im

vollen Umfang vom Betriebsinhaber, also nicht vom

Versicherten, zu leisten, wobei jede Abrede, dass der

Versicherte an diesen Prämien beizutragen habe, ausdrücklich ausgeschlossen wurde.