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98 Staatsrecht. seqnence parfaitement en droit d'introduire devant le Tribunal du Val de Ruz, en vertu de l'art. 144 CC, I'ac- tion en divorce au sujet de laquelle le Tribunal cantonal
• de Neuchätel s'est a tort decIare incompetent.
5. C'est en outre par une meconnaissance absolue des faits et des motifs a la base de la dite ordonnance que le defendeur et intime an recours Ia qualifie, dans sa re- ponse au present recours, de « mesures provisionnelles avant divorce)}, et pretend qu'a teneur de la procedure civile neuchäteloise elle eut du etre suivie dans les sept jours de la notification d'un exploit introductif d'ins- tance. Ainsi que cela a eU~ explique plus haut, cette deci- sion n'avait pas comme but de preparer la dissolution du mariage en permettant a la femme de vivre separee au cours d'une action en diyorce; elle devait au contraire lui permettre de maintenir dans la mesure du possible l'union conjugale compromise par la maniere de vivre du mari. Enfin il est inexact de dire, comme Kohler le pre- tend, que cette decision ne lui avait jamais ete commu- niquee; il resulte au contraire nettement des declara- tions du Grcffe du Tribunal que Kohler a comparu devant celui-ci le 23 janvier 1915, qu'iI a a ce moment constitue un domicile chez l'avocat Löwer a La Chaux-de-Fonds et que ce dernier. a re~u commlmication du dossier de l'affaire ainsi que notification de l'ordonnance elle-meme. Par ces motifs le Tribunal federal prononce: Le recours est declare bien fonde et le jugement rendu entre parties le 7 decembre 1915 par le Tribunal cantonaI de Neuchätel annule; les tribunaux neuchätelois sont en consequence reconnus competents pour instruire et juger l'action en divorce introduite par Ia recourante contre J'intime. Vollziehung ausserkantonaler Zivilurtelle. No 15. VIII. VOLLZIEHUNG AUSSERKANTONALER ZIVILURTEILE 99 EXECUTION DE JUGEMENTS CIVILS D'AUTRES CANTONS
15. Urteil vom 10. März 1916 i. S. Guggenheim gegen Itantonsgericht Zug. Verletzung des Art. 61 BV durch AbweLung eines beg:ündeten Begehrens um definitive Rechtsöffnung. - Ist dIe Frage nach allen Richtungen durchaus liquid, so kann das Bun- desgericht auch in der Sache selbst entscheiden. A. - Der Rekursbeklagte, Traugott Baur, Weichen- wärter in Rothkreuz, kaufte laut Bestellschein vom
2. Juni 1914 vom Rekurrenten Josef Guggenheim, Wä- schefabrik in Zürich, 6 Hemden zum Preise von 13 Fr. per Stück. Der Bestellschein enthält am Fusse, aber der Unterschrift des Bestellers vorangehend, in halbfetten Lettern folgende Klausel: « Die Kontrahenten anerken- « nen für allfällig aus diesem Vertrage entstehende (c Differenzen die Kompetenz der zürcherischen Gerichte I). Baur verweigerte in der Folge die Annahme der Ware und in einem Schreiben an Guggenheim vom 26. Ok- tober 1914 gab er, ohne die Bestellung zu bestreiten, die Gründe der Weigerung an: er sei nur ein armer Streckenarbeiter und könne in diesen kritischen Zeiten unmög ich die Ware bezahlen. Infolgedessen hob Gug- genheim beim Einzelrichter des Bezirkes Zürich Klage auf Zahlung des Kaufpreises, mit Portospesen (78 ~r. 70 Cts.) nebst Zinsen an. Auf die erste Vorladung blIeb der Beklagte Baur unentschuldigt aus, weswegen er am
22. April 1915 in eine Entschädigung von 3 Fr. an den
100 Staatsrecht. Kläger verfällt wurde. Er gab auch der zweiten peremp- torischen Vorladung keine Folge, worauf der Einzelrich- ter, mit Urteil vom 14. Mai 1915, ihn zur Zahlung von 78 Fr. 70 Cts. nebst Zins zu 5 % seit 24. März 1915, zu den Kosten und zu einer weiteren Entschädigung von 9 Fr. an den Kläger verurteilte. Dispositiv 6· dieses Urteiles enthält die Bemerkung: «Das Urteil ist mit « seiner Ausfällung rechtskräftig. I) Die darauf dem Re- . kursbeklagten neuerdings zugesandte Ware wurde von dessen Frau (mit Schreiben vom 28. Mai 1915) wiederum zurückgewiesen, diesmal mit der Begründung, dass der Besteller nichts von Wäsche verstehe und dass er jeweilen « über die Mittagsstunden in unzurechnungsfähigem Zu- stande t) sich befinde. B. - In der daraufhin für die Urteilssumme eingelei- teten Betreibung erhob der Schuldner Rechtsvorschlag. Guggenheim stellte daher, unter Berufung auf das Urteil des Einzelrichters vom 14. Mai 1915, beim Gerichtspräsi- denten von Zug das Begehren um Erteilung definitiver Rechtsöffnung, wurde aber damit erstinstanzlich und, auf Berufung hin, auch vom Kantonsgerichte Zug mit Urteil vom 28. Oktober /11. Dezember 1915 abgewiesen. von letzterem mit folgender Motlvierung: Der Gläubiger habe die Vollstreckbarkeit des Urteils nicht nachgewiesen, denn auf ein erst nach Zustellung des erstinstanzlichen Urteils eingereichtes Zeugnis der Obergerichtskanzlei Zürich könne nicht abgestellt werden. Es stehe übrigens für den Rechtsöffnungsrichter nicht fest, ob das zürche- riche Urteil von einem zuständigen oder unzuständigeIl Richter erlassen worden sei; denn der Schuldner be- streite die Echtheit der Unterschrift auf dem Bestell- schein und der Rechtsöffnungskläger habe den ihm durch die zugerische ZPO (§ 71) auferlegten Beweis der Echt- heit nicht geleistet. Es liege somit ein Beweis für die Verbindlichkeit der im Bestellschein enthaltenen Ge- richtsstandsvereinbarung nicht vor. C. - Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 3. Feb- Vollziehung ausserkantollaler Zivilurteile. N° 15. 101 ruar 1915 verlangt Guggenheim, gestützt auf Art. 61 BV und 81 SchKG, die Aufhebung dieses Urteils nnd die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für 78 Fr. 70 Cts. nebst Zinsen, für 12 Fr. gerichtliche Entschädigung ge- mäss den zürcherischen Entscheiden und für die Kosten der Betreibung und des Rechtsöffnungsverfahrens. D. - In seiner Vernehmlassung vom 17. Februar 191? trägt der Rekursbeklagte auf Abweisung der Beschwerde an. Das Kantonsgericht Zug hat sich dia sem Antrage angeschlossen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:·
1. (Rechtsstellung des Bundesgerichtes gegenüber Art. 61 BV.)
2. (Nachweis der Unbegründetheit des abweistnden Urteils des Kantons Zug.)
3. . . . . .. Der Rekurs muss daher gutgeheissen und das angefochtene Urteil aufgehoben werden. Auch steht nichts entgegen, dass dem Rekurrenten, seinem Begehren gemäss, die nachgesuchte Rechtsöffnung direkt vom Bundesgerichte zugesprochen werde, denn die Frage ist in diesem Falle durchaus liquid und die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Art. 61 BV hat nicht bloss kassatorische Wirkung, indem der Anspruch auf Urteilsvollstreckung sich direkt aus dieser Verfassungs- bestimmung ergibt. Die Rechtsöffnung ist zu erteilen für die Urteilssumme (inbegriffen die Entschädigung -"..v0J? 3 Fr. gemäss dem Vorentscheid vom 22. April 1915) nebst Zinsen, wofür Betreibung angehoben worden ist, sowie für die dem Rekurrenten von den Zug er Gerichten auferlegten Koste1l. Dagegen wird dem Rekurrenten in Anbetracht der besonderen Umstände des Falles vom Bundesgericht keine Entschädigung zugesprochen. Demnach hat das Bundesgericht erkannt:
1. - Der Rekurs wird begründet erklärt, das Urteil .
102 Staatsrecht. des Kantonsgerichtes Zug vom 29. Oktober 1915 aufge- hoben und dem Rekurrenten in der Betreibung N0 133 vom 12. Juli 1915 gegen den Rekursbeklagten Baur die definitive Rechtsöffnung für 78 Fr. 70 Cts. mit Zins zu 5 % seit dem 24. März 1916 und für 12 Fr. Kosten er- teilt. IX. AUSLIEFERUNG EXTRADITION
16. Sentenza 12 aprile 1916 in causa Colombo contro Italia. La Iegge ~nterna svizzera suU' estradizione deI 22 gennajo 1892 nel confronti dei trattati internazionaIi; limite delle compete~ze deI Tribunale federale. - A stregua di quali norme SI determinano i reati di estradizione deI tra ttato italo-svizzero deI 1868? H delitto di infedeltä 0 prevari- cazione neI senso del1'art. 189 deI eod. ital. per l'esercito non e reato di estradizione. A. - Con istanza 23 febbraio 1916 la R. Legaziolle d'Italia in Berna domanda l'estradiziOIle di Colombo Moise di Israele, nato iI 20 settembre 1886 in Fossano e arrestato in Lugano il 23 febbraio 1916. AHa domanda sono annessi : mandato di cattura dell'ufficiale istruttore presso il Tribunale militare territoriale di Torino, nel quale Colombo e imputato di frodi in forniture militari; una copia autentiea degli art. 188, 189 e 545 deI Codice peuale mtlitare d'Italia e, in fine, uua eomunieazione 11 febbraio 1916 deI sopradetto ufficiale istruttore.llella quale iI l'eato imputato a Colombo e per cui si domanda l'estradiziOIle e descritto come segue: ({ Colombo Moise, eon eontratto) 19 luglio 1915, si obbligava a fornil'e all'amministrazione » militare. direzione dei commissariato Torino, 20,000 Ausüeferllllg. N° 16. 103 » eamieie flanella lana col 30% di cotone. Dopo ehe le » eamicie furono introdotte nei magazzini si eonstatö ehe » esse eontenevano assai piiI deI 30 % di eotone e eioe da1 » 30 al 40 fino 50%. Denunciato tale fatto all'avvocato » fiscale, qu ~sti richiedeva contro il Colombo mandato di }} eattura quale imputato di frode in forniture militari a » sensi delI'art. 189 CPMI... Il fatto addebitato al Colombo » e punibile a sensi degli art. 189 e 545 CPMI. » B. - L'estradalldo si oppone all'estradizione facendo valere, in diverse memorie interposte presso il Tribunale federale, in sostanZ3 i seguenti motivi: Facendo capo anzitutto aHa legge federale 22 giugllO 1892 sull'estradi- ziOlle, esso cOlltesta che nella fattispecie si sia adempiuto alle prescrizioni d'ordine previste per la ricevibilita della domanda. Sostiene in seguito e, sulla base delle relative Ieggi italialle (legge 22 maggio 1915 sui poteri straordinari aceordati al Governo italiano, decreto luogotenenziale 31 ottobre 1915 ece.), da opera a dimostrare, che la do- manda venne introdotta da un giudice di eccezione per sottoporre Colombo ad un tribunale di eccezione. Il giu- dice ehe aveva rilasciato il mandato di cattura e eioe iI sostituto proeuratore deI Re funziollante da avvocato fiscale, non e, dice l'estradando, autorita competente a mente deli' art. 10 deI tra1tato d'estradizionc italo-svizzt ro deI i868. Illo,tre, continua i resistente, non vien stabHito dagli annessi ehe il mandato di cattura sia stato rilasciato in base a conc1usioni conformi deI pubblico miuistero, come vuole l'art. 406 CPMI, e il sunuominato mandalo di cattura non pervenne aIl'autorita federale svizzera per iI tramite legale e cioe per quello previsto dall'art. 403 CPMI (Ministero della guerra). Ne) merito l'estradalldo contesta ehe il delitto per il quale si sollecita l'estradiziOllC sia reato previsw dal tral- tato. L'art. 189 CPMI, per violazione deI quale l'estradi- zione vien domandata, non e, amente, deI resistente, de- litto di frode, sebbene costituisee tutt'altro delitto, vale a dire il dclitto di prevaricazione dei fornitori pubblici non