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39. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 18. Sep--
tember 1953 i. S. Schurter gegen Statthalteramt Winterthur.
Art. 41Ziff.1 Abs. 2, Art. 49,Ziff. 4 StGB. Ungünstige Voraussage
weil der Verurteilte einsichtslos ist.
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Art. 41 eh. 1 al. 2, art. 49 eh. 4 OP. Pronostic defavorable, du fait
que le condamne n'a pas pris conscience du caractere repre-
hensible de ses actes.
Art. 41 eifra .1 cp. 2, art. 49 eifra 4 OP. Pronostico sfavorevole pel
fatto ehe il condannato non e conscio del carattere riprovevole
dei suoi atti.
Ohne das dem Sachrichter bei der Voraussage nach
Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB zustehende freie Ermessen
(BGE 77 IV 68 Erw. l mit Zitaten) zu überschreiten,
durfte das Obergericht aus dem in den Erwägungen über
die Strafzumessung betonten Mangel an Einsicht auch
eine vorzeitige Löschung des Eintrages im Strafregister
nach Art. 49 Ziff. 4 StGB ausschliessen. Wie der Kassa-
tionshof schon öfters ausgeführt hat, ist Einsicht in die
Verwerflichkeit der verübten Tat erste Voraussetzung einer
dauernden Besserung. Wer begangenes Unrecht nicht
bereut, verdient das Vertrauen nicht, das nach Art. 49
Ziff. 4, Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB Voraussetzung für die
vorzeitige Löschung des Strafregistereintrages ebensogut
wie für den bedingten Strafvollzug ist. Unterstützend
durfte daneben auch auf die Vorstrafen abgestellt werden,
die der Beschwerdeführer erlitten hat. Dass sie teilweise
weit zurückliegen und ob sie wegen geringfügigen Ver-
fehlungen ausgesprochen wurden, ist in diesem Zusammen-
hang nicht entscheidend, sondern allein, dass sie den Be-
schwerdeführer nicht abgehalten haben, neuerdings straf-
fällig zu werden.
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AS 79 IV -
1953