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Milit~rpflichtersstz. No 32.
CPS s'applique egalement, mais a, titre de lex 1nitior en
vertu de l'art. 337 de.la loi, la prescription de six mois
ent'rainant la liberation de l'inculpe cite en justice le
27 fävrier 1942 seulement.
2. -
La prescription court du jour ou le delinquant a
exerce son activite ooupable (art. 71 al. 2 CPS); si les
agissements coupables ont eu une certaine duree, elle part
du jour ou ils ont cesse (al. 4). Le reoourant soutient que
le non-paiement de la taxe militaire constitue une infrao-
tion continue par omission, qui ne oesse d'etre commise
tant que la contribution impayee est civilement exigible,
soit pendant cinq ans (art. 11 LF du 28 juin 1878). De fait,
pendant tout le temps ou il doit encore payer, le delinquant
demeure dans l'etat de defajUance ou il s'est mis en n'ao-
quittant pas la taxe dans le delai imparti. Mais on ne peut
considerer qu'il prolonge de la sorte une « activite » cou-
pable.
En effet, d'apres la jurisprudence oonstante du Tribunal
fäderal (cf. les arrets RO 51I343, 347), la taxe d'exemption
du service militaire n'est ni une taxe fiscale, ni une pres-
tation ordinaire. Si tel etait le ca.s, finterdiction de la oon-
trainte par corps statuee par1a Constitution {art. 59 al. 3)
s'opposerait a toute sanction penale _pour non-paiement.
La taxe militaire represente au contraire l'une des deux
formes prevues par la Iegislation fäderale pour l'acoom-
plissement du servioe militaire. Le paiement de la taxe est
porte dans le livret de servioe comme le servioe personnel
accompli. Le defaut de paiement oonstitue donc une vio-
lation du devoir de servir, passible d'une peine qui est
infilgee sans prejudice de l'obligation d'acquitter la contri-
bution {art. 1 al. 5 LF de 1901). L'infraction ne consiste
pas tant dans le fäit de ne pas payer, par sa faute, la taxe
militaire, que dans le fait de ne pas payer dans le delai
prescrit par l'autorite militaire. L'infraction est oonsominee
8. ce moment-la, c'est-a-dire a l'e:x:piration du delai imparti
par la seconde sommation, ainsi que le Tribunal federal l'a
expressement doolare (RO 51 I 343 in 'fi:ne). Une fois oe
Kommunistische Tätigkeit. No 33.
delai expire, le paiement de la taxe n'a plus pour effet
d'eteindre l'action penale; et, a !'inverse, la passivite du
debiteur de la taxe, qui ne peut encourir qu'une condam-
nation pour la meme oontribution (art. 1 al. 6 LF de 1901),
n'est plus penalement operante.
II s'ensuit que, conformement a l'art. 71 a.l. 2 CPS, le
delai de prescription -
ici de six mois -
court du dernier
jour utile dont le debiteur disposait pour se soumettre a
l'injonction de payer, soit en l'espece du 30 avril 1940.
Ce point est au raste implicitement prejuge par l'arret RO
51 I 345, ou l'on voit la Cour de cassation, au considerant 4,
lre phrase {p. 348)·, prendre pour point de depart de la.
prescription -
alors de trois ans -
la fin du delai imparti
par la seoonde sommation, et non la fin du delai oivil de
prescription, dont il n'est question nulle part dans le juge-
ment.
Par ces motifs, le Tribunal fideral
rejette le recours.
IV. KOMMUNISTISCHE TÄTIGKEIT
ACTIVITE COMMUNISTE
33. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes
vom 20. November 1942 i. S. Slnger und Mitangeklagte
gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau.
Art. l und 2 BRB vom 6~ August 1940 über :Massnahmen gegen die
kommunistische und anarchistische Tätigkeit. Bedeutung des
Verbots, wonach der kommunistischen Partei und ihren Hilfs-,
Neben- und Ersatzorganisationen jede Tätigkeit untersagt ist.
Begriff der kommunistischen Propaganda..
Art. l et 2 ACF du 6 a.oti.t 1940 instituant des mesures contre
z·~
communisee ou a.narchiste. Sens de l'interdiction faite
au pa.rti communiste 8. ses orga.nisations auxiliaires ou connexes
et aux organismes qui leur sont substitues d'exercer n'importe
quelle a.ctivite. Notion de la propagande eommuniate.
AS 88 IV -
1942
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Kommunis.tische Tätigkeit. N° 38.
Art. l e 2 DCF 6 agosto I 940 ehe istituisce provvedimenti eontro
l'a.ttivita eomunista. od a.narehiea. Signifiea.to del divieto fatto
a.l partito comunista, alle sue organizzazioni ausiliarie o con-
nesse ed agli organismi ehe li ha.nno sostituiti d'esercita.re
qua.lsiasi a.ttivita.. Nozione della propa.ga.nda. eomunista..
A ua den Erwägungen :
l. -
Der Bundesratsbeschluss vom 6. August 1940
über Massnahmen gegen die kommunistische und anarchi-
stische Tätigkeit v~rbietet der kommunistischen Partei und
ihren Hilfs- und Nebenorganisationen jede Tätigkeit. Das
Verbot bezieht sich auch auf Organisationen, die an Stelle
der mit Verbot betroffenen Partei treten (Art. 1). Durch
Bundesratsbeschluss vom 26. November 1940 betreffend
die Auflösung der kommunistischen Partei der Schweiz
wurden sodann sämtliche in · der Schweiz bestehenden
kommunistischen Organisationen und die an ihre Stelle
tretenden Vereinigungen aufgelöst. Die Organisationen,
welche wegen ihres kommunistischen Charakters unter
diesen Bundesratsbeschluss fallen, werden vom eidge-
·llössischen Justiz- und Polizeidepartement und in wichtigen
Fällen vom Bundesrat bezeichnet (BRB vom 17. Dezember
1940 über den Vollzug des Bundesratsbeschlusses betreffend
die Auflösung der kommunistischen Partei der Schweiz).
Der Grund dieser Massnahmen liegt darin, dass die
kommunistische Partei und ihre Hilfs-, Neben- und
Ersatzorganisationen ihre !deale durch gewaltsamen Um-
sturz der verfassungsmässigen Ordnung zu verwirklichen
trachten. Nicht um ihrer !deale, sondern um ihrer Staats-
gefährlichkeit willen sind diese Partei und ihre Organisa-
tionen aufgelöst und ist ihnen jede Tätigkeit verboten wor-
den. Es ist daher nicht richtig, wie die~ Staatsanwaltschaft
glaubt, dass jede politische Tätigkeit mit Zielen/ welche
mit der Verfassung in Widerspruch stehen, verboten sei;
denn sonst könnte die Verfassung nie revidiert werden.
Hätte die kommunistische Partei ihre Ziele nur auf ver-
fassungsmässigem, demokratischem Wege zu erreichen
versucht, so wären sie und ihre Organisationen nicht ver-
Kommunistische Tätigkeit. No 33.
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boten worden. Das heisst indessen nicht, dass das Verbot,
so wie es nun gilt, bloss die auf gewaltsamen Umsturz
gerichtete Tätigkeit dieser Partei und ihrer Organisationen
erfasse. Vielmehr ist ihnen jede Tätigkeit unter Strafe ver-
boten.
2. -
Strafbar macht sich sodann, wer in irgendwelcher
Form kommunistische Propaganda betreibt oder einer sol-
chen Propaganda Vorschub leistet (Art. 2 Abs. 2 BRB vom
6. August 1940 über Massnahmen gegen die kommunisti-
sche und anarchistische Tätigkeit).
Dieses Verbot richtet sich an den einzelnen, unbeküm-
mert darum, ob er der verbotenen Partei oder einer ihrer
Organisationen angehöre. Es geht weniger weit als das
Verbot, welches sich gegen die Tätigkeit in der Partei oder
in einer ihrer Organisationen richtet. Verboten ist nur,
·kommunistische Propaganda zu betreiben oder einer sol-
chen Vorschub zu leisten.
Propaganda kann objektiv in irgendwelchen von den Mit-
menschen wahrnehmbaren Handlungen liegen, z. B. im
Halten von Vorträgen, Ausleihen oder Verteilen von
Schriften, Ausstellen von Bildern, Tragen von Abzeichen,
sogar in blossen Gebärden. Handlungen, welche von Mit-
menschen nicht wahrnehmbar sind, fallen dagegen zum
vornherein ausser Betracht, z. B. der verborgene Besitz
kommunistischer Schriften, das Lesen solcher, das Lernen
kommunistischer Lieder. Subjektiv erfordert die Propa-
ganda nicht nur das Bewusstsein, dass eine bestimmte
Handlung von Mitmenschen wahrgenommen werde, son-
dern auch die Absicht, durch sie nicht nur Gedanken zu
äussern, sondern zu werben, d. h. so auf die Mitmenschen
einzuwirken, dass sie für die geäusserten Gedanken ge-
wonnen oder, falls sie ihnen bereits zugetan sind, in ihrer
Überzeugung gefestigt werden. Handlungen, welche nicht
in der Absicht des Werbens vorgenommen werden, sind
nicht Propaganda, so das passive Verhalten dessen, der
sich beeinflussen lässt, z.B. das Anhören einer Rede oder
das Lesen einer Schrift, ferner die bloss belehrende Tätig-
Jagd un~- Vogelsohutz. No 34.
keit z. B. eines Professors, und überhaupt der Gedanken-
austausch, welcher einem anderen Zweck als dem der
werb'enden Beeinß.ussung dient, z. B. die Mitteilung zur
Unterhaltung.
Verboten ist sodann nicht jede Propaganda, sondern nur
die kommunistische. Kommunistisch in diesem Sinne ist
nur das, um dessetwillen die kommunistische Partei auf-
gelöst und ihr jede Tätigkeit verboten worden ist, nämlich
das Hinarbeiten auf den gewaltsamen Umsturz. Nicht ver-
boten ist dagegen dem einzelnen die Propagierung von
Idealen, die zwar von der kommunistischen Partei erstrebt
wurden, die aber nicht der Grund ihrer Auflösung sind;
denn der Bundesrat wollte nicht die Ideale, sondern ihre
Verwirklichung auf dem Wege <J,es gewaltsamen U mst'Urzea
unterdrücken. Dies ergibt sich schon daraus, dass Ideen
des ökonomischen Kommunismus nicht bloss von der
kommunistischen Partei und ihren Hilfs- und Nebenorga-
nisationen vertreten w'urderi., sondern auch in den Lehren
anderer Bewegungen und Parteien zu finden sind, z. B.
in Platos Philosophie, in der christlichen Religion und im
Programm der Sozialdemokraten. Der einzelne darf daher
z.B. der Verstaatlichung der Produktionsmittel, der Auf-
hebung des Privateigentums überhaupt oder der Abschaf-
fung des Erbrechts das Wort reden, ohne dadurch das Ver-
bot kommunistischer Propaganda z~ übertreten.
V. JAGD UND VOGELSCHUTZ
CHASSE ET PROTECTION DES OISEAUX
34. Urteil des Kassationshofes vom to. September 1942 i. S.
Generalprokurator des Kantons Dem gegen Wahll.
1. Art. 270 Abs. 1 BStrP. Der öffentliche Ankläger ist zur Nich·
tigkeitsbeschwerde ohne Rücksicht auf seine Stellungnahme
vor der kantonalen Instanz legitimiert.
Jagd und Vogelsohutz. No 34.
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2. Art. 57 Ziff. 4 BG über Jagd und Vogelschutz vom 10. Juni
1925. Jagdpolizeibeamter im Sinne dieser Bestimmung ist, wem
Funktionen der Jagdpoliz.ei öffentlich übertragen sind, gleich-
gültig, ob er besoldet sei oder nicht.
1. Art. 270 al. l PPF. L'aoousateur public a qualite pour' se pour-
voir en nullite quel que fftt son attitude devant la juridiction
cantonale.
2. Art. 57 eh. 4 LF du 10 juin 1925 sur la chasse et la protection
des oiseaux. Est un « agent de la police de la chasse » aux termes
de cet article celui auquel l'autorite a confie des fonctions de
ladite police, qu 'il touche ou non un traitement.
1. Art. 270 cp. l PPF. II pubhlico accusa.tore ha. veste per ricorrere
in ca.ssa.zione, indipendentemente dal suo atteggia.rnento davanti
alle. giurisdizione cantonale.
2. Art. 57 cifra 4 della legge federale 10 giugno 1925 sulla. caccia.
e la protezione degli uccelli. E' un « agente di polizia della
caccia • a' sensi di queste. disposizione colui, al quale l'autorit&
ha. a.ftidato funzioni di queste. polizia., nulla importando s'egli
sia. stipendiato o no.
A. -
Am 16. September 1940 erlegte Rudolf Wahli
vom offenen Jagdgebiet aus eine angeschossene Gemse,
welche in das Banngebiet Wallritzen geflohen war. Wegen
Widerhandlung gegen das Jagdgesetz angeklagt, wurde er
vom erstinstanzlichen Richter schuldig befunden und zu
einer Busse von Fr. 320.- verurteilt. Auf Appellation hin
erklärte durch Entscheid vom 13. Mai 1942 die Straf-
kammer des Obergerichts des Kantons Bern die Verfolgung
als verjährt, denn das Jagen im Bannbezirk sei lediglich
mit B1Isse bedroht, sei also eine Übertretung, die gemäes
Art. 72 Ziff. 2 Abs. 2 und Art. 109 StGB verjähre. Die
Verjährungsbestimmungen des neuen Rechts kämen auf
die vor 1942 begangene Tat gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB
zur Anwendung.
B:-'-Gegen dieses Urteil hat der Generalprokurator des
Kan:toiis Bern rechtzeitig Nichtigkeitsbeschwerde an das
Bundesgefitlht ergriffen. Er macht geltend, dass nicht
Art. 42; s6:titlern Art. 57 Ziff. 4 des Jagdgesetzes anwendbar
l!ei; dar 8.Uf die in Frage stehende Widerhandlung nicht
lödigifoh Busse, sondern neben oder an Stelle derselben
Gefängnis bis zu vier Monaten androhe. Wahli habe näm-
lich als Jagdpolizeibeamter zu gelten, da er freiwilliger
Jagdaufseher sei. Na.oh Art. 22 des bernischen Gesetzes