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178 Sohuldbet.reibungs. und Konkursreoht. No 48. Ordinanza n° 11 daZ Dipanimento federale deU'economia pubblica su l'approvvizionamento del paeae con carburanti e combustibili liquidi, come pure oon oU minerali (deI 30 luglio 1941). Vendita ai pubblici incanti di motori muniti di generatori e appa· Tecchi per l'uso di surrogati di carburanti non liquidi: l'aggiu· dicazione di siffatti apparecchi puo essere fatta senza che l'aggiudica.tario sia gia in possesso dell'autorizzazione prevista dall'art. I dell'ordinanza; prima dei pubblici incanti l'ufficio dom per avvertire gli interessati, che il Qlotore non potra essere utilizzato senza quest'autorizzazione. L'office des poursuites de Montheya demande a la Cham- bre des poursuites et des faillites du Tribunal s'il etait necessaire pour pouvoir adjuger un moteur muni d'appa- reils du genre indique ci-dessus que l'encherisseur fUt deja en possession de l'autorisation prevue par l'ordonnance n° 11 du Departement federal de l'economie publique du 31 juillet 1941. La Chambre _ a repondu dans les termes suivants: L'art. l er aL 2 de l'ordonnance n° 11 B du Departement federal de l'economie publique sur l'approvisionnement du pays en carburants liquides ainsi qu'en huiles minerales du 31 juillet 1941 s'applique egalement aux ventes aux encheres. Etant donnoos toutefois la nature particuliere de ces ventes et l'impossibilite, d'autre part, d'exiger de toutes les personnes qui se pr6senteront a l'enchere qu'elles soient deja. en possession de l'autorisation requise, l'article en question doit etre interprete en ce sens que c'est l''Utili- sation d'un moteur muni d'un appareil permettant l'emploi de carburants de remplacement qui sera subordonnoo a. l'autorisation de la Section de la production d'energie et de ohaleur. 11 conviendra donc d'annoncer cette particu- larite aux amateurs avant l'enchere. La Section de la production d'energie de chaleur doit etre avisoo de l'enchere. Elle pourra y de16guer un repre- sentant aux fins de renseigner les amateurs. Sohuldbetreibungs. und Konkursreoht. N° 49.
49. Auszug aus dem Entscheid vom 8. Dezember 1942
i. S. Zurldrchen. 179 Widerspruch8verfahren, Art. 106·109 Sch~G. . . Das Inventar eines vom Ehemann auf semen all~mIg~n N~men geführten Gewerbebetriebes steht im allgememen m semem ausschliess1ichen Gewahrsam, - auch wenn die Ehefrau im Gewerbe mitarbeitet. . _ Diese hat jedoch Mitgewahrsam, wenn das Inven~ al~. Ihr Sondergut (z. B. kraf~ vertraglicher G tertrennun!5) Im Gute:-- rechtsregister eingetragen, der Eintrag veröffentlIcht und dIe Ehefrau auch nicht etwa von jedem tatsächlichen Gewahrsam ausgeschlossen ist. Procedure da revendication, art. 106 a 109 LP. . . Les choses qui figurent a l'inventaire d'une entreprIse explol~ee sous le seul nom du mari Bont en general clans la. possesslOn exclusive de ce dernier.
- --Mame lorsque 111. femme collabore a l'entreprise. . -- La femme 11. neanmoins la copossession lorsque les choses qm figurent a l'inventaire font partie de ses biens reserves (par exemple en vertu d'un contr~t de s6parat~on de bie~) et .sont inscrites a ce titre au regIStre des regnnes matrnnomaux, lorsqu'en outre l'inscription a ete pubIiee et que 111. femme n'est pas exclue de toute possession de fait. Procedura di rivendicazione, art. 106·109 LEF. Gli oggetti che figurano nell'inventario di ~'azienda condotta dal marito sotto il suo solo nome sono m generale nel suo esclusivo possesso, anche se 111. moglie c?llabora. ad essa; La moglie ha tutta.via iI compossesso, se. gl~ ogge~tI figur~tl nell'inventario fanno parte dei Buoi bem riservati (p. es. l~ virtu d'un contratto <!i sep.arazio~e W. b~ni~~ so!1? come tah iscritti nel registro deI bem matrnnoma.h, .1 IscrlZIone ~ stata pubblicata e 1& moglie non e esclusa da ogm possesso di fatto. AU8 dem Tatbestand : Ä. - Die Eheleute Zurkirchen-Muck vereinbarten durch Ehevertrag vom 16. September 1941, von der Vormundschaftsbehörde genehmigt, im Güterrechtsregister eingetragen und am 27. September 1941 veröffentlicht, Gütertrennung. Der Ehevertrag bestimmt: {( über die von der Ehefrau eingebrachten Gelder ... Vieh und Inventur etc. besteht ein separates Verzeichnis, das vom Ehemann untersohriftlich anerkannt ist. )} Diesem Verzeichnis, das dem Ehevertrag ({ als integrierender Bestandteil» beiliegt, ist zu entnehmen: « (Ehemann) übergibt hiemit sämtliche lebende und tote Inventur aus seiner Liegenschaft als 180 SohuIdbetreibungs. und Konkursrecht. N0 ~9. der Frau gehörend zurück ... Im weitern gehört meiner Frau : 8 Kühe, 1 Schwein, 2 Kalber ... » B. - In einer gegen den Ehemann Zurkirchen ange- hobenen Betreibung wurde am 22. Juli 1942 eine Kuh « Brüni» gepf'andet, mit der Bemerkung, die gepfändete Kuh werde von der Ehefrau des Schuldners als ihr Eigen- tum angesprochen. Das Betreibungsamt nahm indessen bei Einleitung des Widerspruchsverfahrens alleinigen Gewahrsam des Schuldners an und setzte nach Bestreitung der Ansprache durch die Gläubigerin Klagefrist nach Art. 107 SchKG der Ansprecherin. O. - Deren Beschwerde, womit sie die Beklagtenrolle nach Art. 109 SchKG beansprucht, wurde von der kan- tonalen Aufsichtsbehörde am 29. Oktober 1942 abgewiesen. Mit dem vorliegenden Rekurs hält die Ansprecherin an der Beschwerde fest. Die 8chuldbetr.- u. Kon/;;uTskammeT zieht in Erwägung: Mitgewahrsam, wie er genügt, um der Ehefrau des Schuldners die Beklagtenrolle nach Art. 109 SchKG zu geben, ist im allgemeinen hinsichtlich aller Gegenstände anzunehmen, die der (mit dem Manne zusammenleben- den) Ehefrau ebenso wie dem Manne selbst oder der Fami- lie überhaupt zu dienen haben und ihnen auch tatsächlich zur Verfügung stehen (BGE 64III 143). Das gilt jedoch nicht ohne weiteres für das Inve:q.tar eines Gewerbebe- triebes, den der Ehemann auf seinen alleinigen Namen führt. Solches Inventar gehört nicht zum ehelichen Haus- halt, auch nicht im angegebenen weitern Sinne. Vielmehr ist der Gewerbebetrieb mit seinem fonds de commerce etwas für sich, was freilich nicht ausschliesst, dass die Beweglichkeiten oder einzelne davon nicht Eigentum des Geschäftsinhabers sind, aber doch bedingt, dass sie zu- nächst als in dessen ausschliesslichem Gewahrsam stehend anzusehen sind. Insbesondere ist regelmässig an solchem gewerblichem Inventar kein Mitgewahrsam der Ehefrau anzuerkennen, selbst dann nicht, wenn sie im Gewerbe SchuIdbetreibungs. und Konkursrecht. N° 60. 181 mitarbeitet; denn diese Arbeit ist immerhin eine vom Inhaber des Gewerbes, dem Ehemann, abhängige. Dabei kann es indessen nicht bleiben, wenn, wie es hier achon lange vor der Pfändung zutraf, zwischen den Ehegatten Gütertrennung mit Bezeichnung des gewerblichen Inven- tars als Frauenvermögen (und zwar nicht etwa als von den Regeln der Gütertrennung ausgenommene Ehesteuer) vereinbart, diese Vereinbarung im Güterrechtsregister eingetragen und die Eintragung veröffentlicht ist. An- gesichts der Rechtskraftwirkung und Öffentlichkeit des Registers (Art. 248 und 25l Abs. 2 ZGB; BGE 58 II
318) stellt der Eintrag eine Kundgebung an jedermann dar. Enthält er Bestimmungen über Sondergut der Ehe- frau oder weitergehend über eine Gütertrennung mit Angabe dessen, was abgetrenntes Vermögen der Ehefrau ist (vgl. Art. 36 Abs. 1 und 2 der Verordnung betreffend das Güterrechtsregister, ferner den Text der hier ergan- genen Veröffentlichung: « ••• Gütertrennung ... inbezug auf das gesamte Vermögen. Das Vermögen der Ehefrau ist durch besonderes Verzeichnis festgestellt»). so sind dadurch die betreffenden Gegenstände öffentlich als der Verwaltung und Nutzung des Ehemannes entzogenes Frauenvermögen gekennzeichnet. Das hat zur Folge, dass auch bei Verwendung im Gewerbebetrieb des Ehemanne~ ein Mitgewahrsam der Ehefrau anzunehm~n ist. DabeI kommt nichts darauf an, wie weit die Ehefrau im Gewerbe des Mannes mitarbeitet, wenn sie nur nicht selbst von jedem tatsächliohen Gewahrsam ausgesohl?ssen ist. I~ vorliegenden Fall ist somit die Ehefrau mIt Unrecht In die Klägerrolle gedrängt worden.
50. Auszug aus dem Entscheid vom 16. Dezember 1942
i. S. Haller. Verwertung eines MiteigentttmtBafl,teil8 (Art. 73 lit. b .VZG). Bind sämtliche :Miteigentumsa.nteil~ Ge~nstand e~e~ Zwa.ngs- vollstreckung und verwertungsreif, so 1st o~e Ellll~ver . handlungen sofort ?as Grundstück selbst öfientlich zu versteigern.