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52 Sehuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 15. probable que :.les deux eommunaures suecessorales sont formees des memes heritiers, les enfants des defunts, en sorte que ron ne voit pas que des conflits d'interets puissent surgir. Une autre eonsideration milite en faveur de l'annulation des poursuites. Lorsque plusieurs co- proprietaires sont en faillite, la realisation forere, sous une forme ou sous une autre, apparait inevitable et, eomme aucune des administrations n'est appelre, par preference a une autre, a proceder a la vente de l'im- meuble lui-meme, il faut necessairement que la poursuite en realisation de gage suive son cours. Il en est autrement lorsque les sueeessions de plusieurs eoproprietaires ou proprü3taires communs sont declarres en liquidation offi- delle ; eette mesure tendant a eviter la realisation forere, le but vise ne semit -pas attehlt si l'immeuble commun devait neanmoins etre realise dans les formes de la pour- suite. Si, de par l'introduetion de la liquidation offieielle et l'applieation par analogie de l'art. 206 LP, les creanciers se trouvent prives du droit de poursuivre en realisation de leur gage dans les formes ordinaires et peuvent de ce fait eprouver un prejudice, Hs conservent cependant la faculte, pour sauvegarder leurs interets, de recourir aux moyens de protection que leur reserve l'arret RO 47 III 10, a savoir la plainte a l'autorite eompetente selon I'art. 595 ce et, le cas echeant, le recours de droit publie, ainsi que, si la suecession se revele insolvable, la requete de faillite. Par ces motifs, la Chambre des poursuites et des faillites du Tribunal fed6ral admet le recours, casse la decision attaqure et annule les poursuites dirigres contre les successions non partagres de feu dame Romieux-Bos et de feu Renri Romieux. Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 16. 53
16. Entscheid vom 16. April 19S8 i. S. Schenk. Kosten der betreibungsamtlichen Liegenschaftsverwaltung bpj Zinsensperre (Art. 806 ZGB, Art. 91 ff. VZG) gleich wie im allgemeinen (Art. 102 a und 155 SchKG, Art. 16 ff. und 101 VZG) : sie sind mit Einschluss der Gebühren soweit möglich ohne Vorschüsse des Gläubigers (ausser dem Vorschuss von Fr. 5.- gemäss den Erläuterungen im Formular für das Bet.reiblmgsbegehren, Rückseite, C, 2) aus dem Ertrage der Liegenschaft zu decken, selbst wenn und solange die Betreibung durch Rechtsvorschlag gehemmt ist. Rückgriff des Grundeigentümers für die so bezogenen Gebühren auf den betreibenden Gläubiger, falls sich die Betreibung oder wenigstens die Zinsensperre durch den Prozess als ungerecht- fertigt erwiesen hat. Die auch gegenüber dem Gläubiger end- gültig durch das Betreibungsamt, eventuell durch einen Be- schwerdeentscheid festgesetzte Gebührenrechnung bildet für den rückgreifenden Grundeigentümer einen vollst.reckbaren Titel im Sinne von Art. 80 SchKG. La reglement des frais de l'administration de l'immeuble par l'office, lorsque l'avis a 13M donne par celui-ci aux locataires ou fermiers de payer les loyers en ses mains (an. 806 C. civ., 91 et suiv. ORI), s'opere suivant les regles ordinaires (art. 102 al. 3 et 155 LP, 16 et suiv. et 101 ORI) : Ces frais, y compris les emoluments, doivent etre couverts avec les revenus de I'immetlble, meme si la poursuite a 13M suspendue par une oppo- sition. A l'exception de la somme de 5 fr. prevue sous lettre C chiffre 2 des « ExpIications » figurant au verso de Ia formule de requisition de poursuitp, il faut eviter autant que possible de demander des avances au creancier. Recours du proprietaire contre le creancier pOlusuivant en raison des emoluments payes par Iui Iorsque, a la suite d'un proces, la poursuite ou du moins l'avis de l'office se revele injustifiec. Le compte des emoluments arrete par l'office ou par l'autoriM de surveillance a l'encontre du creancier constitue en faveur du proprietaü-e de l'immeuble qui exerce son droit de recours un titre executoire dans le sens de I'art. 80 LP. La copertura delle spese di anuninistrazione dell'immobiJe da parte dell'ufficio, quando quest'ultimo ha avvisato gli inquilini 0 gli affittuari di versare in sue mani le pigiOlli 0 gli affitti (art. 806 (-'C, 91 e seg. RRF), si opera secondo le norme ordinarie (art. 102 cp. 3 e 155 LEF, 16 e seg. e 101 RRF) : queste spese, incIuse Ie tasse, debbono essere soddisfatte coi redditi delI 'immobile, anche se I'e.<;ecuzione e stata sospesa in seguito ad opposizione. Eccettuata la somma di 5 fchi., di cui aHa lettera C ('ifra 2 delle
5,1, Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 16. « Spif"gazioni» figuranti a tergo deI modulo per Ia domanda di e8('Cuzione, bisogna evitare, per quanto 0 possibile, di ehia. dere anticipi al creditore. Regresso deI proprietario deH'immobile nei eonfronti deI creditore proccdente per Ie tasse pagate da Iui allorche, in segnito ad un proeesso, l'e;;eeuzione od almeno l'avviso dell'uffieio agli inquilini od affittuari si appalesa ingiustifieato. Il conto delle tasse stabilito dall'ufficio 0 dall'autorita di vigilanza nei eon· fronti deI ereditore costituisee a favore dei proprietario dell'im· mobile, ehe fa uso deI suo diritto di regresso, un titolo eseeu- tivo a' sensi dell'art. 80 LEF. Jean FlachsmanIl hat mit Betreibung vorn 31. Juli 1935 gegen Gottlieb Schenk dessen Liegenschaft als Grundpfand in Anspruch genommen und Mietzinssperre gemäss Art. 806 ZGB verlangt. Das führte zur Verwaltung der liegen- schaft durch das Betreibungsamt nach Massgabe von Art. '94 VZG. Schenk schlug jedoch Recht vor, ~und die Klage des Gläubigers wurde in letzter Instanz am 15. Sep- tember 1937 zwar hinsichtlich der Forderung in bestimm- tem Betrage_ geschützt, abgewiesen dagegen hinsichtlich des Grundpfandrechtes, der Mietzinssperre und der Betreibungskosten. Das Betreibungsamt rechnete nun mit dem Betriebenen in der Weise ab, dass ihm von den eingezogenen Mietzinsen bloss der Überschuss über den Betrag der Reparaturkosten, der weiternAus- lagen sowie der Verwaltungsgebühren von rund Fr. 2000.- zukommen soll. Mit der insoweit von den kantonalen Auf- sichtsbehörden abgewiesenen. Beschwerde beantragt Schenk ungekürzte Überweisung der vom Betreibungsamt einge- zogenen Mietzinse, jedenfalls ohne Abzug der Verwal- tungsgebühren. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung : Die Betreibungskosten sind nach Art. 68 SchKG vom Schuldner zu tragen, jedoch vom Gläubiger vorzuschiessen. Wird die Betreibung nicht rechtskräftig, d. h. kommt es nicht zur endgültigen Beseitigung eines allfälligen Rechts- vorschlages, so führt die Vorschusspflicht zur endgültigen Schuldhetreibungs. und Konkursrccht. N° 16. 55 Belastung des Gläubigers. Daraus folgt jedoch nichts für die Art der Deckung des Aufwandes einer im Sinne von Art. 94 VZG geführten betreibungsamtlichen Verwaltung. Hiefür war das Betreibungsamt ungeachtet des Rechtsvor- schlages nicht auf Vorschüsse des Gläubigers angewiesen. Es war nach dieser Bestimmung berechtigt, « dringliche Reparaturen anzuordnen und aus den eingegangenen Miet- und Pachtzinsen die laufenden Abgaben für Gas, Wasser, Elektrizität und dergleichen, die Kosten für Reparaturen, sowie Unterhaltsbeiträge nach Art. 103 Abs. 2 SchKG zu bezahlen». Dabei'muss es bleiben; denn die Reparaturen sind der Liegenschaft zugute gekommen, und die in Frage kommenden Abgaben und dergleichen hat das Betreibungsamt, wenn überhaupt, so eben für den Grundeigentümer bezahlt, der sie dem Gemeinwesen schuldet. Dass ausserdem Verwaltungsgebühren des Amtes aus den Zinseingängen zu decken seien, ist in Art. 94 VZG nicht bestimmt. Doch kann es sich damit nicht anders verhalten als bei der umfassenderen betreibungsamtlichen Verwaltung, wie sie im Fall einer Pfändung sowie in der Pfandverw-ertungsbetreibung nach Stellung des Verwer- tungsbegehrens platzgreift (Art. 16 ff. und 101 . VZG). Gleichgültig ob die Pfändung allenfalls bloss eine vorläu- fige ist, soll nach Art. 16 a. E. der Verordnung ein Vor- schuss des Gläubigers für den Verwaltungsaufwand nur gefordert werden, wenn die Verwaltung nicht genügend Einnahmen verspricht. Demgemäss bestimmt Art. 22 daselbst, dass der Erlös der Früchte wie äuch sonstige Erträgnisse der Liegenschaft in erster Linie zur Bestreitung der Verwaltungsauslagen und -kosten (sowie zur Ausrich- tung von Beiträgen gemäss Art. 103 Abs. 2 SchKG) zu verwenden sei. Dass auch bei der Zinsensperre gemäss Art. 94 VZG der Gläbiger nur im Rahmen von Art. 16 a. E. vorschusspflichtig sein soll, ,vas sich angesichts der ana- logen Sachlage aufdrängt, wird bestätigt durch die Be- grenzung der Vorschusspflicht auf Fr. 5.- für .. die. Fes~ stellw1g der Miet- und Pachtverhältnisse und fur die mIt
56 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 l6. Formular VZG Nr_ 5 zu erlassenden Anzeigen an die Mieter und PäGhter (so gemäss C, 2 der Erläuterungen auf der Rückseite des Formulars für das Betreibungsbegehren, das von der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer kraft Delegation durch das Gesamtbundesgericht aufge- stellt worden ist und daher wie eine gemäss Art. 15 SchKG erlassene Verordnung verbindlich ist; Geschäftsbericht für 1921, S. 20). Diese Ordnung wahrt nicht nur das Interesse des Staates, für seine Gebühren Deckung zu erhalten; sie will auch dem Gläubiger die Ausübung der ihm nach Art. 806 ZGB zustehenden Rechte nicht zu sehr erschweren durch Vorschusspflichten, die ihn unter Um- ständen (der vorliegende Fall ist ein Beispiel) zur Auf- wendung beträchtlicher Summen nötigen müssten, wodurch dem Betreibungsamt viel brachliegendes Geld zuflösse, zumeist ohne dass diesem Nachteil entsprechende Vorteile gegenüberstünden, daja ein Rechtsvorschlag in der Grund- pfandbetreib~g nur in einer kleinen Minderzahl der Fälle sich als begründet erweist. War das Betreibungsamt demnach berechtigt, wie die Auslagen so auch seine Gebühren für die Verwaltung aus dem Liegenschaftsertrage zu beziehen, so kann es nicht nachträglich zur Herausgabe der Deckung an den Grund- eigentümer gezwungen werden, um dafür den betreibenden Gläubiger zu belangen. Da aber dessen Zugriff auf das Grundstück nach dem für die Vollstreckungsbehörden massgebenden Zivilurteil unberechtigt war, ist er dem Grundeigentümer zum Ersatze der vom Betreibungsamt aus dem Grundertrage bezogenen Gebühren verpflichtet. Auch dem Gläubiger gegenüber ist die Gebührenfest- setzung verbindlich, sofern sie ihm zugestellt und binnen gesetzlicher Frist nicht durch Beschwerde angefochten ist. Sollte die Zustellung an ihn hier unterblieben sein, so wäre sie nachzuholen, damit die Festsetzung in Rechtskraft treten oder allenfalls durch einen Beschwerdeentscheid ersetzt werden kann. Ist dies im reinen, so steht dem Grundeigentümer· für seinen Rückgriff hinsichtlich der Schulduf'treibungs. und Konkursrecht. N0 17. 57 VerwaItungsgebühren, die keineswegs noch der· gericht- lichen Nachprüfung unterliegen, ein Titel zur Erlangung endgültiger Rechtsöffnung zu (BGE 24 I 81 Erw. 2 ; 54 I 166 ff. ; 62 III 14). Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer : Der Rekurs wird abgewiesen.
17. Entscheid vom 3. Ka.i 19S8 i. S. Gass. Altersrenten· der Pensions- und Hilfskasse der SBB sind (be- schränkt) pfändbar gemäss Art. 93 SchKG (Erw. 1), auch in einer von der Pensionskasse selbst angehobenen Betreibung (Erw. 2), trotz des in gleichem Umfange bestehenden Ver- rechnungsrechtes der Kasse nach Art. 125 Ziff. 2 OR (Erw. 3). Les pensions de retraite (rcntes de vieillesse) servies par Ia Caisse de 8000urS et de pension des CFF sont partiellement saisis- sables au sens de l'art. 93 LP (consid. 1) ; elIes le sont meme dans une poursuite engagee par Ia Caisse elle-meme (consid. 2), bien que celle-ci puisse, dans les memes limites, opposer au debiteur la compensation selon l'art. 125 eh. 2 CO (consid. 3). Le pensioni di vecchiaia corrisposte dalla Cassa pensioni e di soccorso delle Strade ferrate federali sono parzialmente pigno- rabili a' sensi dell'art. 93 LEF (consid. 1) anche se I'esecuzione e promossa dalla cassa medesima (consid. 2), quantunque quest' ultima possa opporre al debitore, negli stessi limiti, la compensazione secondo l'art. 125 cifra 2 CO (consid. 3). Der im Jahre 1875 geborene Hans Gass ist pensionierter Beamter der Schweizerischen Bundesbahnen. Er hat von der Pensions- und Hilfskasse eine Altersrente von Fr. 538 im Monat zu beanspruchen. Anderseits schuldet er der Kasse den Restbetrag von etwa Fr. 5000 eines bei der Pfandverwertung insoweit zu Verlust gekommenen Hypo- thekardarlehens. In der dafür eingeleiteten Betreibung hat das Betreibungsamt Basel-Stadt am 1. März 1938 mangels sonstigen pfändbaren Vermögens des Schuldners von dessen Pensionsansprucheinen Teilbetrag von Fr. 138 im Monat auf die Dauer eines Jahres gepfändet. Gass beschwert sich über diese Rentenpfändung, weil er den