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Obligationenrecht. No 83.
fait qu'ils ont c~igne, le 21 octobre 1931, au Tribunal de
Bale la somme 4e 16500 fr. representant ce salaire. C'est
avec raison que les premiers juges n'ont pas admis ce point
de vue. En effet, il ne peut en premier lieu etre question
d'une demeure de la part de Wyser au sens des art. 91 et
92 CO. Ce dernier n'a pas refuse la prestation a laquelle
il avait droit, qui ne lui a d'ailleurs pas ete offerte. D'autre
part il ne pouvait y avoir aucune incertitude sur la per-
sonne du creancier au sens de l'art. 96 CO, car en examinant
soigneusement la situation de fait et de droit, les defen-
deurs ne pouvaient raisonnablement avoir de doute a. ce
sujet (cf. RO 59 11 p. 232). En effet, la pretention de
Wyser 6tait fondre sur un contrat independant des enga-
gements liant les defendeurs a. Bloch. Cette derniere ne
pouvait avoir aucune repercussion sur les relations de
droit existant entre les d6fendeurs et Wyser. Ceux-Ia. ont
d'ailleurs expressement reconnu la creance de Wyser et
n'ont jamais conteste que celle de Bloch. On doit des lors
admettre que les d6fendeurs avaient l'obligation de payer
a Wyser sa commission, qui etait 6chue lors du paiement
du prix de vente, intervenu le 15 novembre 1931. Ils doi-
"",ent donc des interets moratoires des cette date.
Par ces 'lrWtijs, le Tribunal jederol prmwnce :
I. -
Le recours interjete par J. Bloch-Lebrecht est admis
partiellement en ce sens que 1) Dame Frieda Adout-Balizer,
2) Dame H61ene Daniel-Balizer, 3) Raymond Balizer, en
leur qualite d'h6ritiers de feu Josue Balizer, sont condam-
nes a. payer solidairement aBloch la somme de 10000 fr.
avec interets a. 5 % des le 2§ janvier 1932.
H. -
L'arret cantonaI este' confirm6 pour le reste.
ObIigationenrecht. N° 84.
84. Auuug &'118 dem Urteil der I. livilabteilq
vom aa. Dnember 1936 i. S. Butter
gegen Politische Gemeinde GoSS&u.
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Verhältnis von Art. 129 KUVG (Haftung des Arbeitgebers für
absichtlich oder grobfahrlässig herbeigeführten Schaden) zu
Art. 55, 101 und 339 OR.
3. -
Der Kläger hat neben Art. 129 KUVG auch die
Art. 55, 101 und 339 OR angerufen. Hiezu hat die Vor-
instanz. erklärt, diese Bestimmungen seien gemäss Art. 128
KUVG als aufgehoben zu betrachten, wenn sie auch nicht
ausdrücklich erwähnt seien; denn andernfalls würde der
vom KUVG angestrebte Zweck der teilweisen Entlastung
des Arbeitgebers von seiner Verantwortlichkeit vereitelt.
Dieser Argumentation der Vorinstanz kann nicht bei-
gepflichtet werden. Art. 128 KUVG hebt die mit den
Bestimmungen dieees Gesetzes in Widerspruch stehenden
Bestimmungen anderer Spezialgesetze aus dem Gebiete
des Haftpflichtrechts auf und setzt in Art. 129 Abs. 1 an
deren Stelle ausdrücklich die Bestimmungen des OR.
Von einem Ausschluss der Art. 55, 101 und 339 OR durch
Art. 128 KUVG kann daher schlechterdings nicht die Rede
sein.
Aber diese allgemeinrechtlichen Bestimmungen
kommen nun eben nicht uneingeschränkt zur Anwendung,
sondern nur mit der in Art. 129 Aba. 2 KUVG genannten
Einschränkung, dass der Arbeitgeber bei Erfüllung der
ihm. obliegenden Prämienverpflichtungen von der Haftung
für leichtes Verschulden hefreit wird, wofür er nach. den
in Art. 129 Abs. 1 als anwendbar erklärten allgemeinen
Rechtsgrundsätzen ebenfalls einzustehen hätte. Art. 128
befreit daher den Arbeitgeber nicht etwa von der in Art.
339 OR dem Dienstherr auferlegten Pflicht, in der Orga-
nisation seines Betriebes die zum Schutz von Leben und
Gesundheit seiner Arbeiter erforderlichen Massnahmen in
dem ihm zumutbaren Umfang zu treffen; gegenteils über-
bindet Art. 65 KUVG ihm diese Pflicht noch ausdrücklich.
348
Prozessrecht. ~o 85.
Verletzt er sie, 1,'0 liegt darin eine Verletzung vertraglich
übernommener Pflichten im Sinne von Art. 101 und mög-
licherweise auch eine unerlaubte Handlung im Sinne von
Art. 41 ff. OR. Aber seine Haftbarkeit für diese Pflicht-
verletzungen greift auf Grund der in Art. 129 Abs. 2 KUVG
enthaltenen Einschränkung nur Platz, wenn ihn ein grobes
Verschulden trifft.
Daher kann, wenn auch aus einem andern als dem von
der Vorinstanz angeführten Grunde, der Kläger aus den
von ihm angerufenen obligationenrechtlichen Bestimmun-
gen keine über Art. 129 Abs. 2 KUVG hinausgehende
Haftung der Beklagten ableiten.
III. PROZESSRECHT
PROCEDURE
85. Urteü der I. ZivilabteüuDS vom 16. Dezember 1936 i. S.
Heimat A.-G. gegen Keier.
v 0 übe r
die K red i t k ass e n
mit War t e z e i t,
. Art. 10.
.
D ' Bestimmung dass die Kassen für Ansprüche aus Kreditver-
le
.,
.
d
Kl-
trägen an ihrem Geschäftssitz oder am WOhnSItz
es
agers
belangt werden können, gilt a:uch :
.
.
a) für sog .. Alt ver t r ä. g e, dle ma:tenell der VO DIcht unter-
worfen sind; Bestätigung der PraxIS. (Erw. 1);
. b) für Streitigkeiten über die G ü I t i g k e i t des Vertrages.
(Erw. 1);
.
b
c) gegenüber abweichenden G. e ~ ich t s s t a ~ ds v e re In. a-
run gen in sog. AI t- [Wle m Neu-] verträgen. (Erw. 2),
·d) gegenüber Sc h i eds klaus ein. (Erw. 3).
A. -
Die Bausparkasse Heimat A.-G. in Schaffhausen
schloss am 30. Oktober 1933 mit Hans Meier-Gut, Kauf-
j.
Prozessrecht. N° 85.
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mann in Glarus, einen Darlehensvertrag ab. In § 22 der
vorgedruckten Vertragsbedingungen ist bestimmt :
(Absatz 8) ({ Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle aus
dem Darlehensvertrag sich ergebenden Verpflichtungen
ist Schaffhausen. Ebenso für Streitigkeiten irgend welcher
Art. »
(Absatz 9) « Entsteht zwischen dem Bausparer und der
« Heimat » wegen irgend eines Anspruches Streit, ist unter
Ausschluss der ordentlichen Gerichte ein Schiedsgericht
zu vereinbaren ... »
B. -
Im Jahre 1936 klagte die Heimat A.-G. beim
Zivilgericht Glarus gegen Meier auf Leistung von Schaden-
ersatz wegen Kreditschädigung.
Der Beklagte erhob
Widerklage auf Rückerstattung der von ihm geleisteten
Einzahlungen wegeJ.l Unverbindlichkeit des Vertrages.
Die Klägerin bestritt die Pflicht zur Einlassung auf die
Widerklage, indem sie gestützt auf § 22 der Vertrags-
bedingungen örtliche und sachliche Unzuständigkeit der
glarnerischen Gerichte geltend machte.
Das Zivilgericht wies die Unzuständigkeitseinrede durch
Vorentscheid vom 18. Juni 1936 ab. Dieser Entscheid
wurde vom Obergericht am 30. September 1936 bestätigt,
u.a. mit der Begründung, dass sich die Einlassungspflicht
der Widerbeklagten schon aus Art. 10 der bundesrätlichen
Verordnung vom 5. Februar 1935 über die Kreditkassen
mit Wartezeit ergebe.
C. -
Die Widerbeklagte hat gestützt auf Art. 87 Ziff. 3
OG zivilrechtliche Beschwerde erhoben, mit der sie Auf-
hebung des obergerichtlichen Entscheides verlangt. Sie
verweist auf das Urteil des Bundesgerichtes vom 16. Sep-
tember 1936 i. S. Habal gegen Bliggenstorfer (BGE 62 II
217), wo zwar Art. 10 der bundesrätlichen Verordnung
über die Kreditkassen mit Wartezeit auch auf alte, vor
Inkrafttreten der Verordnung abgeschlossene Kreditver-
träge als anwendbar erklärt, die Frage aber ausdrücklich
offen gelassen worden sei, wie es sich verhalte, wenn eine
Gerichtsstandsvereinbarung vorliege. Das treffe hier zu,