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346 Obligationenrecht. No 83. fait qu'ils ont c~igne, le 21 octobre 1931, au Tribunal de Bale la somme 4e 16500 fr. representant ce salaire. C'est avec raison que les premiers juges n'ont pas admis ce point de vue. En effet, il ne peut en premier lieu etre question d'une demeure de la part de Wyser au sens des art. 91 et 92 CO. Ce dernier n'a pas refuse la prestation a laquelle il avait droit, qui ne lui a d'ailleurs pas ete offerte. D'autre part il ne pouvait y avoir aucune incertitude sur la per- sonne du creancier au sens de l'art. 96 CO, car en examinant soigneusement la situation de fait et de droit, les defen- deurs ne pouvaient raisonnablement avoir de doute a. ce sujet (cf. RO 59 11 p. 232). En effet, la pretention de Wyser 6tait fondre sur un contrat independant des enga- gements liant les defendeurs a. Bloch. Cette derniere ne pouvait avoir aucune repercussion sur les relations de droit existant entre les d6fendeurs et Wyser. Ceux-Ia. ont d'ailleurs expressement reconnu la creance de Wyser et n'ont jamais conteste que celle de Bloch. On doit des lors admettre que les d6fendeurs avaient l'obligation de payer a Wyser sa commission, qui etait 6chue lors du paiement du prix de vente, intervenu le 15 novembre 1931. Ils doi- "",ent donc des interets moratoires des cette date. Par ces 'lrWtijs, le Tribunal jederol prmwnce : I. - Le recours interjete par J. Bloch-Lebrecht est admis partiellement en ce sens que 1) Dame Frieda Adout-Balizer,
2) Dame H61ene Daniel-Balizer, 3) Raymond Balizer, en leur qualite d'h6ritiers de feu Josue Balizer, sont condam- nes a. payer solidairement aBloch la somme de 10000 fr. avec interets a. 5 % des le 2§ janvier 1932. H. - L'arret cantonaI este' confirm6 pour le reste. ObIigationenrecht. N° 84.
84. Auuug &'118 dem Urteil der I. livilabteilq vom aa. Dnember 1936 i. S. Butter gegen Politische Gemeinde GoSS&u. 347 Verhältnis von Art. 129 KUVG (Haftung des Arbeitgebers für absichtlich oder grobfahrlässig herbeigeführten Schaden) zu Art. 55, 101 und 339 OR.
3. - Der Kläger hat neben Art. 129 KUVG auch die Art. 55, 101 und 339 OR angerufen. Hiezu hat die Vor- instanz. erklärt, diese Bestimmungen seien gemäss Art. 128 KUVG als aufgehoben zu betrachten, wenn sie auch nicht ausdrücklich erwähnt seien ; denn andernfalls würde der vom KUVG angestrebte Zweck der teilweisen Entlastung des Arbeitgebers von seiner Verantwortlichkeit vereitelt. Dieser Argumentation der Vorinstanz kann nicht bei- gepflichtet werden. Art. 128 KUVG hebt die mit den Bestimmungen dieees Gesetzes in Widerspruch stehenden Bestimmungen anderer Spezialgesetze aus dem Gebiete des Haftpflichtrechts auf und setzt in Art. 129 Abs. 1 an deren Stelle ausdrücklich die Bestimmungen des OR. Von einem Ausschluss der Art. 55, 101 und 339 OR durch Art. 128 KUVG kann daher schlechterdings nicht die Rede sein. Aber diese allgemeinrechtlichen Bestimmungen kommen nun eben nicht uneingeschränkt zur Anwendung, sondern nur mit der in Art. 129 Aba. 2 KUVG genannten Einschränkung, dass der Arbeitgeber bei Erfüllung der ihm. obliegenden Prämienverpflichtungen von der Haftung für leichtes Verschulden hefreit wird, wofür er nach. den in Art. 129 Abs. 1 als anwendbar erklärten allgemeinen Rechtsgrundsätzen ebenfalls einzustehen hätte. Art. 128 befreit daher den Arbeitgeber nicht etwa von der in Art. 339 OR dem Dienstherr auferlegten Pflicht, in der Orga- nisation seines Betriebes die zum Schutz von Leben und Gesundheit seiner Arbeiter erforderlichen Massnahmen in dem ihm zumutbaren Umfang zu treffen ; gegenteils über- bindet Art. 65 KUVG ihm diese Pflicht noch ausdrücklich. 348 Prozessrecht. ~o 85. Verletzt er sie, 1,'0 liegt darin eine Verletzung vertraglich übernommener Pflichten im Sinne von Art. 101 und mög- licherweise auch eine unerlaubte Handlung im Sinne von Art. 41 ff. OR. Aber seine Haftbarkeit für diese Pflicht- verletzungen greift auf Grund der in Art. 129 Abs. 2 KUVG enthaltenen Einschränkung nur Platz, wenn ihn ein grobes Verschulden trifft. Daher kann, wenn auch aus einem andern als dem von der Vorinstanz angeführten Grunde, der Kläger aus den von ihm angerufenen obligationenrechtlichen Bestimmun- gen keine über Art. 129 Abs. 2 KUVG hinausgehende Haftung der Beklagten ableiten. III. PROZESSRECHT PROCEDURE
85. Urteü der I. ZivilabteüuDS vom 16. Dezember 1936 i. S. Heimat A.-G. gegen Keier. v 0 übe r die K red i t k ass e n mit War t e z e i t, . Art. 10. . D ' Bestimmung dass die Kassen für Ansprüche aus Kreditver- le . , . d Kl- trägen an ihrem Geschäftssitz oder am WOhnSItz es agers belangt werden können, gilt a:uch : . .
a) für sog .. Alt ver t r ä. g e, dle ma:tenell der VO DIcht unter- worfen sind; Bestätigung der PraxIS. (Erw. 1); . b) für Streitigkeiten über die G ü I t i g k e i t des Vertrages. (Erw. 1); . b
c) gegenüber abweichenden G. e ~ ich t s s t a ~ ds v e re In. a- run gen in sog. AI t- [Wle m Neu-] verträgen. (Erw. 2) , ·d) gegenüber Sc h i eds klaus ein. (Erw. 3). A. - Die Bausparkasse Heimat A.-G. in Schaffhausen schloss am 30. Oktober 1933 mit Hans Meier-Gut, Kauf- j. Prozessrecht. N° 85. 349 mann in Glarus, einen Darlehensvertrag ab. In § 22 der vorgedruckten Vertragsbedingungen ist bestimmt : (Absatz 8) ({ Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle aus dem Darlehensvertrag sich ergebenden Verpflichtungen ist Schaffhausen. Ebenso für Streitigkeiten irgend welcher Art. » (Absatz 9) « Entsteht zwischen dem Bausparer und der « Heimat » wegen irgend eines Anspruches Streit, ist unter Ausschluss der ordentlichen Gerichte ein Schiedsgericht zu vereinbaren ... » B. - Im Jahre 1936 klagte die Heimat A.-G. beim Zivilgericht Glarus gegen Meier auf Leistung von Schaden- ersatz wegen Kreditschädigung. Der Beklagte erhob Widerklage auf Rückerstattung der von ihm geleisteten Einzahlungen wegeJ.l Unverbindlichkeit des Vertrages. Die Klägerin bestritt die Pflicht zur Einlassung auf die Widerklage, indem sie gestützt auf § 22 der Vertrags- bedingungen örtliche und sachliche Unzuständigkeit der glarnerischen Gerichte geltend machte. Das Zivilgericht wies die Unzuständigkeitseinrede durch Vorentscheid vom 18. Juni 1936 ab. Dieser Entscheid wurde vom Obergericht am 30. September 1936 bestätigt, u.a. mit der Begründung, dass sich die Einlassungspflicht der Widerbeklagten schon aus Art. 10 der bundesrätlichen Verordnung vom 5. Februar 1935 über die Kreditkassen mit Wartezeit ergebe. C. - Die Widerbeklagte hat gestützt auf Art. 87 Ziff. 3 OG zivilrechtliche Beschwerde erhoben, mit der sie Auf- hebung des obergerichtlichen Entscheides verlangt. Sie verweist auf das Urteil des Bundesgerichtes vom 16. Sep- tember 1936 i. S. Habal gegen Bliggenstorfer (BGE 62 II 217), wo zwar Art. 10 der bundesrätlichen Verordnung über die Kreditkassen mit Wartezeit auch auf alte, vor Inkrafttreten der Verordnung abgeschlossene Kreditver- träge als anwendbar erklärt, die Frage aber ausdrücklich offen gelassen worden sei, wie es sich verhalte, wenn eine Gerichtsstandsvereinbarung vorliege. Das treffe hier zu,