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62_II_181

BGE 62 II 181

Bundesgericht (BGE) · 1936-01-01 · Deutsch CH
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Versicherungsvertrag. No 45.

admissible qU'lPle de ces caisses laisse s'ecouler un temps

par trop long 'entre le moment OU la reticence Iui a ere

reveIee et cel~ OU elle prononce l'excIusion.

Apprecier

le delai dans lequel elle devrait, en toute bonne foi, se

determiner, est affaire de cas particuliers. Le delai de 4

semaines prevu a I'art. 6 LCA peut paraitre convenable,

suivant les cas. En revanche, on ne saurait appliquer

automatiquement et d'une fa90n uniforme, aux rapports

entre les caisses mutuelles et leurs assures, ce delai fixe,

decoulant d'une disposition positive d'une loi qui, en

principe, ne leur est pas applicable.

Pour qu'on put pretendre que I'Helvetia avait perdu

le droit de prononcer l'exclusion de Robert Steiner, a

raison de ses reticences, il faudrait donc qu'il fut etabli

qu'elle a laisse passer un deIai anormalement long, entre

le moment OU elle a eu connaissance de ses reticences et

le moment de sa decision, ou qu'elle a adopre tout d'abord

une attitude pouvant faire croire a l'assure qu'elle acceptait

de couvrir le vice de ses declarations. Or aucune preuve

queloonque n'a ere administree dans ce sens.

Ainsi donc l'Helvetia etait fondee a invoquer les fausses

declarations de l'assure, pour r6silier le rapport d'assurance,

et refuser desormais toute prestation, oonformement a

l'art. 17 de ses statuts. Par oonsequent, c'est a juste titre

que les juges cantonaux ont rejere la demande.

Quant a l'exclusion de Steiner du nombre des membres

de la Sociere, elle etait egalement justifiee d'apres les

statuts. D'ailleurs le recourant n'en a pas fait specialement

grief a la defenderesse.

4. -

Devant le Tribunal federal le recourant n'a pas

repris l'argument consistant apretendre que les organes

statutaires de reoours ont eu tort de declarer son recours

irrecevable.

5. -

TI resulte de l'art. 18 des statuts que la Sociere

etait egalement fondee a reclamer a Steiner le rembourse-

ment de ses prestations. Les juges cantonaux ont donc

eu raison d'admettre en principe la demande reoonven-

I

1

!

~

Versicherungsvertrag. No 46.

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tionnelle. Quant au montant de la oondamnation, il n'a

pas ere oonteste devant le Tribunal federal.

Par ces motifs, le Tribunal f6Ural profWnCe:

Le recours est rejere et l'arret cantonal est entierement

oonfirme.

46. Auszug aus dem Urteil der II. ZivUabt&ilung

vom a6. Juni 1936 i. S. nürlimann gegen « lIelvetia)J.

Art. 72 VVG ist auch bei der H a f t P f 1 ich t ver si·

c her u n g anwendbar. in der Weise, dass der Versicherer im

Umfange seiner Entschädigungszahlungen in die allenfalls

nach Art. 50/51 0& bestehenden Aus gl e ich un g s·

ans p r ü c he des Versicherten gegenüber Mithaftpflichtigen

eintritt.

.A 'U8 dem Tatbestand:

Am 4. Mai 1932 stiessen zwei Automobile, das eine

gesteuert von Hürlimann, das andere gesteuert von Ott,

zusammen. Frau Hürlimann, die an der Seite ihres Mannes

mitfuhr, wurde schwer verletzt. Die Versicherungsgesell-

schaft « Helvetia », bei der Ott gegen die Folgen seiner

Haftpflicht versichert war, zahlte ihr eine Entschädigung

aus gegen Verzicht auf weitere Ansprüche aus Haftpflicht

auch gegenüber dem Ehemann und dessen Haftpflichtver-

sicherer . Sie belangt nun Hü.t:limann als mitschuldigen

Automobilführer auf Ersatz eines Teils der ausgerichteten

Entschädigung. Hürlimann beantragt vor Bundesgericht

neuerdings Abweisung der von den kantonalen Instanzen

grundsätzlich geschützten Klage.

.A 'U8 den Erwägungen :

Nach der für die Schadensversicherung aufgestellten

Vorschrift des Art. 72 VVG geht auf den Versicherer inso-

weit, als er Entschädigung geleistet hat, der Ersatzan-

spruch über, der dem Anspruchsberechtigten gegenüber

Dritten aus unerlaubter Handlung zusteht. Der Beklagte

hält diese Voraussetzung einer Subrogation hier nicht für

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Versicherungsvertrag. No 4;.

gegeben, weil;eine Ott gegenüber begangene unerlaubte

Handlung gar nicht in Frage stehe. Dieser Einwand ist

jedoch nicht :stichhaltig. Die Fassung der erwähnten

Bestimmung ist auf die· gewöhnliche Sachschadensver-

sicherung zugeschnitten. Bei der Haftpflichtversicherung,

die eine Unterart der Schadensversicherung darstellt, muss

das Subrogationsprinzip gleichfalls zur Geltung gebracht

werden, unter Berücksichtigung der hier gegebenen beson-

dern Rechtsverhältnisse. Auszugehen ist davon, dass

Gegenstand der Haftpflichtversicherung kein dem Ver-

sicherten unmittelbar entstandener Schaden ist, sondern

die Belastung, die ihn zufolge seiner Haftpflicht für den

Schaden eines Dritten trifft. Gehört aber somit der Haft-

pflichtversicherer nicht auch selber zu den haftpflichtigen

Personen, so hat das :Bestehen einer solchen Versicherung

keinen Einfluss darauf, in welchem Verhältnis die Haftung

unter verschiedene für denselben Schaden Haftpflichtige

nach Art. 50/510R endgültig zu verteilen sei. Auf dem

Versicherer lasten lediglich die Verpflichtungen des Ver-

sicherten; andere Personen können sich auf diese Versi-

cherung höchstens nach Massgabe ihrer Rechtsstellung

gegenüber dem Versicherten berufen. Daher ist der Be,.

klagte, sofern er gegenüber Ott· als Mitschuldiger ausglei-

chungspflichtig sein sollte, durch die Leistungen der Klä.-

gerin nicht befreit worden. Der Anspruch kanndäbei

nicht mehr dem durch die Klägerin entlasteten Ott selber

zustehen, sondern ist nach dem Prinzip des Art. 72 WQ,

das eine doppelte Entschädigung des Versicherten verpönt,

auf die Klägerin übergegangen.

47. Urteil der II. Zivilabteilq vom 10. Juli lase

i. S. Allg. Versicherungs- A.-G. gegen J'ahn-KicheL

Abo n n e n t e n ver s ich e run g. Verhältnis zwischen Be-

ginn des Abonnements und Beginn der Versicherung. -

Nichteinlösung der. ersten Nummern.

A·. -

Am 20. Dezember 1933 unterzeichnete Frau Jahn-

Michel eine vorgedruckte, als

« Versicherungsausweis »

Versieherungsvertrag. No 47.

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betitelte Urkunde mit Bestellschein, laut welchen sie beim

Verlag Walter Loepthien in Meiringen die Wochenschrift

« Geist und Arbeit» ab 1. April 1934 auf ein Jahr fest

abonnierte Init Bezahlung von 55 Rp. pro wöchentlich

durch Verträger zugestellte Nummer. Über die Init dem

Abonnement verbundene, auch den Ehemann Jahn ein-

schliessende Unfallversicherung (Ausgabe U4) bestimmen

die beigedruckten « Allg. Bedingungen}) u. a. folgendes :

§ 4.

Voraussetzung für die Gültigkeit der Ver-

sicherung ist, dass der Abonnent den Abonnements-

betrag (einschliesslich Versicherungsbeitrag) für den-

jenigen Zeitraum, in dem sich der Unfall ereignete, und

zwar vor dessen Eintritt, entrichtet, bezw. bei Num-

mernbezug die einzelnen Nummern regelmässig bezogen

und bezahlt hat.

Für Beginn, Unterbruch und Beendigung der Versi-

cherung gelten im übrigen folgende nähere Bestimmun-

gen:

a} Die Versicherung beginnt nach zweiwöchigem un-

unterbrochenem Bestand des Abonnements, das heisst

bei Nummernbezug, also wöchentlicher Bezahlung: nach

Einlösung von zwei aufeinanderfolgenden Nummern der

Zeitschrift;

b} Die Versicherung endigt mit der Abbestellung oder

dem Unterbruch des Abonnements.

Werden beiNummernbezug, d.h. wöchentlicher Be-

zahlung zwei aufeinanderfolgende Nummern nicht ein-

gelöst, so gilt das Abonnement vom Zeitpunkt der Rück-

weisungbezw. Nichteinlösung der zweiten Nummer an

als unterbrochen.

Das Abonnement bezw. die Versicherung beginnt in

diesen Fällen erst wieder acht Tage nach dem Zeitpunkt,

in dem sämtliche rückständigen Beträge bezahlt worden

sind.

Als die Ablagehalterin der Frau Jahn ab 1. April 1934

die laufenden Hefte zustellte, verweigerte diese deren Ab-