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54_III_159

BGE 54 III 159

Bundesgericht (BGE) · 1928-01-01 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 32.

si elle deploie ses effets en Suisse et si elle autorise le

curateur a revendiquer les biens de la succession, toutes

questions qui relevent du droit materiel, et non de la

. procMure d'execution.

2. -

Le recourant soutient, egalement a tort, que

Beilo n'a pas, au sens de l'article 109 LP, la possession

des biens revendiques. Dame Stamaty Frangopoulo,

aux droits de laquelle Coutot se pretend, ne pourrait,

toutefois, ~tre consideree comme ayant la disposition

des objets deposes a la Banque populaire suisse que si

cet etablissement reconnaissait qu'il les detient au

nom et pour le compte de l'interessee. Ce fait n'a pas

m~me He allegue. On peut, au contraire, tenir pour

certain que la banque refuserait, si elle en etait requise,

de delivrer les biens en question a dame FrangopC?ulo aussi

longtemps que cette derniere n'aurait pas fait reconnaitre

sa qualite d'beritiere, qualite qui, precisement, est con-

testee. Tant qu'il existe un litige sur la personne des

heritiers, c'est le curateur, et lui seul, qui, dans les limites

de ses pouvoirs,peut disposer de la succession, pour le

compte de qui de droit. Les deux instances cantonales

ont admis que le curateur de la succession Parembli,

consideree, en l'etat, comme vacante, exerce, en vertu

des pouvoirs qui lui sont conferes, la maitrise de fait

sur les biens qui en dependent. Or le Tribunal fMeral

n'est pas competent pour ~evoir cette question, qui

releve du droit grec.

La Chambre des Poursuites et des Faillites prononce:

Le recours est rejete;

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 33.

33. Entscheid vom 6. Juni 1928 i. S. Rufer •

Loh n p f ä n dun g.

Art. 93 SchKG.

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Wenn einem Schuldner aus verschiedenen Verträgen einer

Mehrzahl von Personen gegenüber Honorarforderungen mit

verschiedenen, voneinander unabhängigen Fälligkeitster-

minen zustehen, dann ist für die Beurteilung der Frage der

Pfändbarkeit solcher Forderungen, ausser der Feststellung

des Existenzminimums, auch Zu untersuchen, über welche

Barmittel und fälligen Anspruche der Schuldner im Mo-

mente der Pfändung verfügt und bis zu welchem Zeitpunkte

er zur Bestreitung seiner Lebenskosten auf diese Mittel

angewiesen ist.

Saisie de salaire. Art. 93 LP.

Lorsqu'un debiteur possede des creances d'honoraires contre

diverses personnes, en vertu de divers contrats stipulant des

echeances differentes et sans relation les unes avec les

autres, il importe, pour trancher la question de Ia saisissa-

bilite de teIles creances, non seulement. de determiner Ie

montant indispensable au debiteur, mais encore de rechercher

quels sont les fonds liquides et les pretentions echues dont

dispose le debiteur au moment de Ia saisie, et jusqu'a quelle

epoque celui-ci devra se contenter desdites ressources pour

subvenir a ses besoins.

Pignoramento di salari. Art. 93 LEF.

Se il debitore possiede dei crediti, dipendenti da salari 0 ono-

rari, verso diverse persone, esigibili in epoche diverse e

senza relazioni tra loro, occorrera, onde decidere deHa loro

pignorabilita, determinare, non solamente I'importo indispen-

sabile al debitore, ma altresi quali siano i fondi liquidi e le

pretese scadute di cui disponga al momento deI pignora-

mento e fino a qual'epoca quelle risorse potranno bastare

per il suo sostentamento.

A. -

Am 12. Februar 1928 pfändete das Betreibungs-

amt Bern-Stadt beim Schuldner August Rufer, Archi-

tekten in Bern, für die Betreibungsgruppe Nr. 2583

ein Guthaben des Schuldners an die Essig- und Senf-

fabrik Bern, das ursprünglich 5000 Fr. betragen, wovon

aber der Schuldner bis zum Moment der Pfändung bereits

4550 . Fr. bezogen hatte.

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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 33.

B. -

Gegen diese Pfändung beschwerte sich Rufer bei

den Aufsichtsbehörden, indem er deren Aufhebung ver-

langte, da er diesen Betrag zur Bestreitung seines und

seiner Familie Lebensunterhaltes notwendig habe.

C. -

Mit Urteil vom 1. Mai 1928 hat die kantonale

Aufsichtsbehörde die Beschwerde abgewiesen.

D. -

Hiegegen hat Rufer den Rekurs an das Bundes-

gericht erklärt, indem er erneut um Schutz der Beschwerde

ersuchte.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht

'~'t!!

in Erwägung:

Die Vorinstanz hat die Beschwerde deshalb abge-

wiesen, weil das Existenzminimum des Rekurrenten

und seiner Familie (Frau und ein Kind) sich auf jährlich

3780 Fr. belaufe, der Rekurrent aber nach seiner eigenen

Darstellung im Jahre 1927 ein Nettoeinkommen von

mindestens 8000 Fr. gehabt habe. Diese Tatsachen

erscheinen indessen nicht ohne weiteres geeignet, um

die vorwürfige Beschwerde als unbegründet erscheinen

zu lassen; denn der Umstand, dass der Rekurrent im

vergangenen Jahre 8000 Fr. verdient hat, stellt einmal

noch keinen Beweis dafür dar, dass die Einkommens-

verhältnisse des Rekurrenten im Momente der Pfändung

noch dieseIhen waren. Selbst wenn dies aher auch der

Fall gewesen sein sollte, so wäre damit noch nicht er-

wiesen, dass der Rekurrent bei einer Pfändung des ge-

samten streitigen Forderungsbetrages noch über so viele

Barmittel bezw. fällige Ansprüche verfügt hätte, dass

er daraus bis zum Eintritt der Fälligkeit neuer, anderer

Honorarforderungen bezw. bis zum Eingang neuer Bar-

mittel seinen und seiner Familie Lebensunterhalt hätte

bestreiten können. Letzteres muss aber, wenn man

dem Zweck des Art. 93 SchKG gerecht werden will,

notwendigerweise mitberucksichtigt werden. Eine solche

Feststellung bietet dann keine Schwierigkeiten, wenn

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 33.

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der Schuldner in einem einzigen Vertragsverhältnis

steht und seinen Lohn in regelmässigen Zeitabständen

bezieht. Wenn aber, wie dies vorliegend zutrifft, einem

Schuldner aus mehreren von ihm ausgeführten Auf-

trägen einer Mehrzahl von Personen gegenüber Honorar-

forderungen mit verschiedenen,

voneinander unab-

hängigen Fälligkeitsterminen zustehen, dann kann die

Frage der Pfändbarkeit einer derartigen Forderung nur

auf Grund einer genauen Untersuchung der konkreten

Verhältnisse gelöst werden. Das ist hier -

nachdem der

Rekurrent ausdrücklich behauptet hat, dass die streitige

Forderung im Momente der Pfändung das einzige Mittel

zur Fristung seines Lebensunterhaltes dargestellt habe

-

noch nachzuholen, d. h. die Vorinstanz hat festzu-

steHen, üher welche Barmittel und fälligen Ansprüche

der Rekurrent damals verfügte und bis zu welchem Zeit-

punkte er zur Bestreitung seiner Lebenskosten auf diese

Mittel angewiesen war (d. h. wann die Fälligkeit anderer

Forderungen des Rekurrenten in Aussicht stand, und wie

hoch sich diese beliefen). An Hand dieser Feststellungen

wird dann zu entscheiden sein, ob und bis zu welchem

Betrage die streitige Forderung pfändbar sei. Natürlich

ist der Rekurrent verpflichtet, der Vorinstanz alle zur

Ermöglichung dieser Feststellungen notwendigen Unter-

lagen zur Verfügung zu stellen, unter der Androhun@,

dass sonst die Festsetzung des streitigen Betrages nach

freiem Ermessen erfolgen würde.

Demnach erkennt die Schuldbetr.- und Konkurskammer :

Der Rekurs wird dahin teilweise gutgeheissen. dass

die Angelegenheit zur neuen Beurteilung im Sinne der

Motive an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.