Marktüberwachung | Marktüberwachung, Einziehung und Vernichtung von Dopingmitteln, Verfügung vom 30. Juli 2025
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Bundesverwal tungsgeri cht T ri bunal admi ni strati f fédéral T ri bunal e amm ini strati vo federal e T ri bunal admi ni strati v federal
Abteilung III C-6218/2025
U r t e i l v o m 3 0 . S e p t e m b e r 2 0 2 5 Besetzung Einzelrichter Philipp Egli, Gerichtsschreiberin Julia Pandey. Parteien A._______, (Schweiz), gegen Stiftung Swiss Sport Integrity, Eigerstrasse 60, 3007 Bern, Vorinstanz.
Gegenstand Marktüberwachung, Einziehung und Vernichtung von Dopingmitteln, Verfügung vom 30. Juli 2025.
C-6218/2025 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Stiftung Swiss Sport Integrity (nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfü- gung vom 30. Juli 2025 die Einziehung und Vernichtung einer an A._______ adressierten und vom Zollinspektorat Zürich-Mülligen zurück- behaltenen Sendung, bestehend aus 120 Kapseln testodrol (Inhalte: Adrosta-3, 5-dien-7, 17-dion; Dosierung: unbekannt), angeordnet und A._______ eine Gebühr von Fr. 400.- auferlegt hat (Beschwerdeakten [BVGer-act.] 2 Beilagen 2 und 4), dass die Verfügung vom 30. Juli 2025 gemäss der Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post am 7. August 2025 an A._______ zugestellt wor- den ist (BVGer-act. 2 Beilage 4), dass A._______ mit E-Mail vom 14. August 2025 an die Vorinstanz um Hilfe und Auskunft ersucht und zum Ausdruck gebracht hat, dass ihm die Ge- bühr von Fr. 400.- «etwas sehr hoch» erscheine (BVGer-act. 1), dass die Vorinstanz die E-Mail von A._______ mit Schreiben vom 15. Au- gust 2025 zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht über- wiesen hat (BVGer-act. 2), dass Verfügungen der Vorinstanz betreffend die Einziehung und Vernich- tung von Dopingmitteln vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 31 ff. VGG sowie Art. 20 Abs. 4 des Sportförderungsgesetzes vom
17. Juni 2011 [SpoFöG, SR 415.0]), dass die Beschwerdeschrift einen klaren Beschwerdewillen zum Ausdruck bringen und die Rechtsbegehren, deren Begründung mit Angabe der Be- weismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertre- ters enthalten muss (Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass unter Unterschrift im Sinne von Art. 52 VwVG die eigenhändige, hand- schriftliche Unterzeichnung der Beschwerde verstanden wird, die im Origi- nal vorliegen muss (vgl. z.B. Urteil des BVGer C-906/2025 vom 16. April 2025 mit Hinweis), dass die E-Mail von A._______ an die Vorinstanz vom 14. August 2025 keinen klaren Beschwerdewillen zum Ausdruck bringt und es an einer ei- genhändigen, handschriftlichen Unterschrift von A._______ fehlt,
C-6218/2025 Seite 3 dass die Beschwerdeinstanz eine kurze Nachfrist zur Verbesserung ein- räumt, falls der Beschwerdewille unklar ist oder wenn Begehren, Begrün- dung oder Unterschrift fehlen, und diese Nachfrist mit der Androhung ver- bindet, nach ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. Art. 52 VwVG; Urteil des BVGer C-752/2025 vom 31. März 2025), dass das Bundesverwaltungsgericht A._______ mit Zwischenverfügung vom 20. August 2025 unter Androhung der Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Eingabe vom 14. August 2025) aufgefordert hat, bis am 15. Sep- tember 2025 eine eigenhändig unterzeichnete Beschwerdeschrift einzu- reichen (BVGer-act. 3), dass das Bundesverwaltungsgericht A._______ zudem für den Fall der Be- schwerdeerhebung aufgefordert hat, bis zum 22. September 2025 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- zu leisten (BVGer-act. 3), dass die Zwischenverfügung vom 20. August 2025 gemäss dem elektroni- schen Rückschein der Schweizerischen Post am 22. August 2025 an A._______ zugestellt worden ist (BVGer-act. 4), dass der Kostenvorschuss von Fr. 800.- am 1. September 2025 bei der Gerichtskasse eingegangen ist (BVGer-act. 5), dass A._______ bis am 15. September 2025 keine eigenhändig unter- zeichnete Beschwerdeschrift eingereicht und auch nicht um Fristverlänge- rung oder um Wiederherstellung der versäumten Frist ersucht hat, dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Eingabe 14. August 2025 nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält- nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b VGKE [SR 173.320.2]), so dass im vorliegenden Fall umständehalber auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten und der geleistete Kostenvorschuss an A._______ zurückzuerstatten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens zudem keine Parteientschädi- gung auszurichten ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).
C-6218/2025 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Eingabe von A._______ vom 14. August 2025 wird nicht eingetre- ten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von Fr. 800.- wird an A._______ zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an A._______, die Vorinstanz und das VBS.
(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.)
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Philipp Egli Julia Pandey
C-6218/2025 Seite 5 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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