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75_II_105

BGE 75 II 105

Bundesgericht (BGE) · 1949-01-01 · Deutsch CH
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Familienreoht. N0 16.

cours de la nuit du l er au 2 aout 1946 sur la foi des seules

assertions de la mere. Mais ils ont retenu en particulier

que si les deux jeunes gens. s'etaient bornes, comme le

pretend le defendeur, a. deambuler a. proximite de la maison

de ses parents, un camarade n'aurait pas reussi a. cacher,

sans etre aperslU, la bicyclette qu'Adele Deglise avait

appuyee contre la fa~de et que, lorsque le Dr Nicod lui a

appris qu'elle etait enceinte, DeWarrat a non pas conteste

expressement sa paternite, mais declare que l'enfant

pouvait aussi bien etre d'un autre que de lui. En donnant,

eu' egard a. ces indices, la preference a la version des faits

exposee par la demanderesse, ils n'ont enfreint aucune

disposition' federale en matiere de preuve.

Aussi est-Ce en vain que le recourant invoque l'arrat

Matthey contra Droz du 20 decembre 1917 (RO 43 TI 564).

Sans doute le Tribunal federal y a-t-il juge que la violenta

8U8picio fornicationis, avec laquelle il operait des 1899

a. propos d'adultere (RO 25 TI 762), devait aussi servir

dans Ie domaine des actions en paternite, la preuve se

heurtant aux mames difficultes. Mais Dewarrat se meprend

sur la portee de cette notion. Loin de subordonner la preuve

a un minimum de conditions et d'inviter le juge a ne tenir

les rapports charnels pour constants que lorsqu'ils sont

extremement probables -

pareille restriction de son

pouvoir appreciateur ne se conciIierait pas avec l'art. 310

al. 2 00 -

elle Iui enjoint de se contenter d'une teIle

probabiIite et de ne pas exiger une preuve absolue (RO

45 TI 247; 52 TI 109/110). Elle tend uniquement a empe-

cher que les juridictions cantonales ne rendent illusoire

la recherche de la paternite en appliquant trop strictement

les regles de Ia procedure probatoire (RO 43 TI 564).

TI s'ensuit que jamais un defendeur ne peut s'en prevaloir.

2. -

Selon l'arret attaque, aucun fait etabli n'autorise

a douter serieusement de Ia paternite du recourant; Le

Tribunal federal ne peut que se rallier a. cette opinion,

contre laquelle Dewarrat n'eleve aucune critique perti-

nente.

Familienrooht. N0 17.

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3. -

Le recours ne diseute pas le montant des presta-

tions arraM par les premiers juges.

Par ces motifs, le Tribunal federal

rejette le recours et confirme l'arret attaque.

17. Auszug aus dem Urteil de. 11. ZivIlabteilung vom 20. Mai

1949 i. S. Tobler gegen Niffeler.

Vater8chaftsklage, Einrede des Mehrverkehr8 (Art. 314 Abs. 2 ZGB).

Nur ein innerhalb der gesetzlichen kritischen Zeit (300.-180. Tag

vor der Geburt) erfolgter Drittverkehr begründet ohne weiteres

die e:reeptio pluriwm; ein ausserhalb dieses Zeitraums liegender

nur dann, wenn der Beklagte den Wahr8cheinlickkeitsbeweis

dafür erbringt, dass nicht seine, sondern die Beiwohnung des

Dritten zur Schwängerung geführt hat.

Action en paternite. Exceptio plurium (an. 314 al. 2 CC).

Ce n'est que lorsque Ja mere a eu des relations sexuelles avec un

tiers durant Ja periode legale de conception de l'enfant (entre

le trois centieme et le cent quatre-vmgtieme jour avant la

naissance) que cette circonstance suffit pour fonder l'exceptio

plurium, Binon le dMendeur doit encore rendre vraisemblable

que l'enfant est na non de ses reuvres mais de celles du tiers.

Azione di parernitd. Exceptio plurium (an. 314 cp. 2 CO).

Solo quando la madre ha avuto relazioni sessuali con un terzo

durante i1 periodo critico legale (fra il 3000 e il 1800 giorno

prima della nascita), basta questa circostanza per giustificare

l'exceptio plurium; altrimenti il convenuto deve anche rendere

verosimile ehe l'infante non e nato dal SIlO concubito, ma da

quello d'un terzo.

Das Kantonsgerich~ hat, im Gegensatz zum Bezirks-

gericht, die Vaterschaftsklage gegenüber dem Beklagten,

welcher der Klägerin innerhalb der kritischen Zeit (22. Au- '

gust bis 19. Dezember 1946), nämlich am 22. September,

beigewohnt hatte, gutgeheissen und ihn zur Zahlung von

Fr. 400.- gemäss Art. 317 ZGB sowie monatlicher Unter-

haltsbeiträge von Fr. 60.- bis zum erfüllten 18. Alters-

jahre des Kindes verurteilt.

'

Mit der vorliegenden Berufung hält der Beklagte an der

Einrede des Mehrverkehrs fest und beantragt Abweisung

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Familienreob.t. N0 17.

der Klage: Die Berufungsbeklagten beantragen Bestätigung

des Urteils.

Daa Hundesgericht zieht in Erwä{fUng:

Es ist festgestellt, dass die Kindsmutter am 21. August

1946, also am Tage vor Beginn der kritischen Zeit bzw.

am 301. Tage vor der Geburt, mit einem Dritten namens

Dalla Rosa geschlechtlich verkehrt hat. Der Beklagte hält

daran fest, dass durch diesen Geschlechtsverkehr, der

eventuell nur wenige StundeJ! vor Beginn des 300. Tages

vor der Geburt stattgefunden habe und daher als in die

Empfängniszeit fallend betrachtet werden müsse, die Ein-

rede des Mehrverkehrs begründet werde, zumal nach dem

Gutachten Dr. Held für die Zeugung am 21. August eine

Wahrscheinlichkeit von 1,6 %, also keineswegs eine äus-

serst geringe, bestehe.

Die Praxis des Bundesgerichts bezüglich der exceptio

plurium geht dahin, dass grundsätzlich ein innerhalb der

gesetzlichen kritischen Zeit vom 300. bis zum 180. Tage

vor der. Geburt erfolgter Drittverkehr die Einrede ohne

weiteres begründet, sofern nicht die Wahrscheinlichkeit

der Vaterschaft des Dritten verglichen mit der des Be-

klagten so gering ist, dass sie praktisch so gut wie ausge-

schlossen erscheint (BGE 69 II 284). Diese Auslegung geht

also von der Auffassung aus, dass eine Vaterschaftsver-

mutung analog der nach Art. 314 Abs. 1 ZGB zu Lasten

des Beklagten platzgreifenden auch mit Bezug auf den

Dritten, der der Klägerin zwisohen dem 180. und dem

300. Tag beigewohnt hat, wirkt, sodass zwei gleioh starke

Vermutungen einander gegenüberstehen, die sioh gleioh-

sam neutralisieren. Die gesetzliche Vermutung gegenüber

dem Beklagten aber knüpft sich, wie das Bundesgericht

kürzlich in neuer Überprüfung seiner bezüglichen Recht-

sprechung ausgesproohen hat, nur an eine Beiwohnung

innert dem gesetzlichen Zeitraum vom 300. bis zum 180.

Tage vor der Geburt, nioht aber an eine ausserhalb dieser

Zeit erfolgte (BGE 70 II 73 fi.). Ebenso wenig vermag_

Familienrecht. N° 17.

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daher ein vor oder nach der kritischen Zeit erfolgter Ver-

kehr mit einem Dritten die zu Lasten des Beklagten be-

gründete gesetzliche Vermutung ohne weiteren Nachweis

aufzuheben. So wie bei vor oder nach der kritisohen Zeit

erfolgter Beiwohnung des Beklagten die gesetzliche Ver-

mutung nioht Platz greift und die Klage nur gutzuheissen

. ist, wenn die Klägerin dessen Vaterschaft nach der allge-

meinen Regel des Art. 8 ZGB, soweit dies nach der Natur

der Sache möglich ist, zu beweisen vermag (a.a.O. 74),

ebenso bildet ein ausserhalb der kritischen Zeit liegender

Drittverkehr nUr dann eine erhebliche Zweifel an der

Vaterschaft des Beklagten begründende, die gesetzliche

Vermutung entkräftende Tatsache, wenn der Beklagte den

Wahrscheiiilichkeitsbeweis dafür erbringt, dass nicht seine,

sondern die Beiwohnung des Dritten zur Schwängerung

geführt hat. Diese verschiedene Beurteilung der Beiwoh-

nung in .beweisrechtlicher Beziehung, je nachdem sie inner-

halb oder ausserhalb des Zeitraums vom 300. bis 180. Tage

vor der Geburt stattgefunden hat, ist nicht nur in Art. 314

Abs. 1 mit Bezug auf den Vaterschaftsbeklagten ausdrück-

lich vorgesehen; dass sie allgemein im Sinne des Gesetzes

liegt, geht daraus hervor, dass die beiden zeitlichen Grenz-

werte -

300. und 180. Tag -

auch im Recht der Ehelich-

keit und ihrer Anfechtung (Art. 252~ 254, 255) und bei

der gesetzlichen Wartefrist für Frauen (Art. 103 ZGB) eine

analoge Rolle spielen.

Im vorliegenden Falle nun besteht, wie die Vorinstanz

verbindlich feststellt, für die mögliche Zeugung des Kindes

in der Dekade vom 20. bis 29. August 1946 (= vom 302. biS

293. Tage vor der Geburt) nach den Labhartsehen Tabellen

noch eine mittlere Wahrscheinlichkeit von nur 1,6 %

(für den 21. August, den 2. Tag der Dekade, liegt sie offen-

,

bar noch unter diesem Mittel), während die Beiwohnung .

des Beklagten vom 22. September 1946 gerade in die

errechnete Dekade der gröBsten Wahrscheinlichkeit (19. bis

28. September) von 40 % fällt. Unter diesen Umständen

kann der dem Beklagten obliegende Beweis für die Wahr-

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Erbrecht. N° 18.

scheinlichkeit der Schwängerung durch Dalla Rosa nicht

als geleistet betrachtet werden.

Die Feststellung der Vorinstanz, dass es zwischen der

Klägerin und Loher weder am 1. September auf dessen

Zimmer noch an der Horner Chilbi am 22. September

während einer Ballpause zum Geschlechtsverkehr kam, ist

für das Bundesgericht verbindlich.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

j

Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Kan-

tonsgerichts St. Gallen vom 4. Dezember 1948 bestätigt.

III. ERBRECHT

DROIT DES SUCCESSIONS

18. Arr~t de la IIe Cour eivlle du 7 juWet 1949 dans Ia cause

dame Barras contre dames Pasquier et Brasey.

Droit 8Ucee88oral paysan. Art. 620 et suiv. ce modifies par l'art. 94

de Ja loi federale du 12 dooembre 1940 sur le desendettement

des domaines agricoles.

Cession par certains coheritiers a tous les autres de leurs droits

stU' les biens successoraux : les heritiers demeures en indivision

sont recevablas a exercer Jas uns contre les antres les droits

doooulant de l'art. 620 (consid. 2).

Quand l'attribution du domaine doit-elle etre ordonnoo ? (Consid. 3)

Bäuerliches Erbrecht. Art. 620 ff. ZGB, abgeändert durch Art. 94

des Bundesgesetzes über die Entschuldnng landwirtschaftlicher

Heimwesen, vom 12. Dezember 1940.

Falls einzelne Miterben ihre Rechte an den Erbschaftssachen allen

übrigen Miterben abgetreten haben, können die in der Erben-

gemeinschaft verbliebenen die aus Art. 620 hervorgehenden

Rechte gegen einander ausüben (Erw. 2).

In welchen Fällen ist die Znweisung an einen einzelnen Erben

geboten? (Erw. 3.)

DinUo 8Ucee8sorW rurale. Art. 620 e seg. CC modificati dall'art. 94

della legge- federale 12 dicembre,1940 sullo sdebitamento dei

poderi agricoIi.

Erbrecht. N° 18.

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Cessione, da parte di certi coeredi a tutti gli altri, dei loro diritti

sui beni della successione: gli eredi rimasti nell'indivisione

hanno veste per esercitare, gli nni contro gli altri, i diritti deri-

vanti dall'art. 620 (consid. 2).

Quando l'attribuzione dell'azienda agricola dev'essere ordinata ?

(Consid. 3.)

A. -

Dame Marie Delabays, femme de Joseph, posse-

dait dans la commune de Romanens (Fribourg) un domaine

agricole avec divers batiments servant de logement,

OOurie, grange, etc. d'une superficie totale de 703,16 ares.

Le domaine est actuellement constitue par les articles 48,

75, 86 et H3 du registre foncier de la commune deRoma-

nens.

Dame Delabays est decedee en ao-at 1936, laissant comme

Mritiers son mari, cinq mIes mariees et les enfants d'une

smeme fille prtSdtScedee.

Par acte authentique du 6 mars 1937 intituIe « cession

tenant lieu de partage», tous les Mritiers autres que les

filles Anna Brasey, Lucie Barras et Julie Pasquier ont

dtSclare cooer le domaine paternel aux trois prtSnommees.

Cette cession tStait faite pour le prix de 26500 francs.

Un droit d'habitation et de jo:uissance etait en outre

constitue en faveur de Joseph Delabays. Ce dernier est

decede le 6 novenibre 1943.

B. -

Par exploit du ler mai 1947, Dame Barras et

Dame Brasey ont ouvert action contre leur sreur Dame

Pasquier devant la Justice de paix de Vaulruz an concluant

a. ce que le domaine f-at attributS en entier a. la premiere,

subsidiairement a. ce qu'll f-at vendu de gre a. gre entre les

interessees.

Dame Pasquier a conclu au dtSboutement des deman-

deresses et reconventionnellement a. ce que le partage f-at

ordonne, les terres qu'elle cultivait alors, a. savoir l'art. 86

et la moitie de l'art. H3 du registre foncier, lui tStant

toutefois attribuees, subsidiairement a. ce que ces memes

terres lui fussent attribuees a. leur valeur de rendement

et plus subsidiairement encore a. ce que le domaine f-at

vendu aux encheres publiques ...