Volltext (verifizierbarer Originaltext)
24 Pfnn,lnachlassycrfahren. N0 5. personnellement et solidairement et des dettes de leurs auteurs et des dettes qui ont ete contractees au nom de l'hoirie posterie*rement au deces de ces derniers par celui d'entre eux qui a continue d'expioiter pour le compte commun, il va de soi qu'il ne pourrait etre question de distinguer entre ]es dettes dont ]es heritiers sont tenus en qualite de membres de l'hoirie et celles qui peuvent avoir ete cOlltractees en leur nom propre. 11 fallait des lors, pour admettre la requete, que chacun des h6ritiers put justifiel' se trouver dans ]e eas de beneficier individuelle- ment du concordat. 01', si la l'equete, formuIee au nom des h6ritiers, peut a ]a rigueur etre consideree comme ayant eM presentee ponr le compte de chacun d'enx pris individuellement, il s'en faut toutefois que cette justification ait eM apporMe. Le dossier fomnit, il est vrai, des renseignemeilts sur ]a situation personnelle d'Alfred Metroz qui a continue d'exploiter l'hötel pour le compte de l'hoirie depuis le d6ces de son pere, mais il n'en fournit aucun sur Ia situation de fortune des autres coheritiers, si bien qu'on ignore absolument si l'un ou l'autre d'entre eux ne semit pas en etat de satisfaire aux engagements contractes a l'occasion de la construction et de l'exploitation de l'hötel. Il y avait donc la un second motif d'opposer une fin de non recevoir a la requete. A. Schuldbetreibungs- und KonkursrechL. Poursuite et FailliLe. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD- BETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER
6. Entscheid vom 3. Jnli 1940 i. S. Barbey. 25 I. Die Entmündigung eines Schuldners schliesst dessen persönliche Betreibung (mit Vorbehalt von Art. 47 III SchKG) auch dann aus, wenn sie nicht (gemäss Art. 375 III und 377 III ZGB) veröffentlicht worden ist. Art. 47 SchKG.
2. Ein entmündigter Schuldner kann nur für Forderungen aus einem von der Vormundschaftsbehörde bewilligten Geschäfts- betriebe persönlich betrieben werden (Art.· 47 II1 SehKG und Art. 412 ZGB) ; - diese Bewilligung wird nieht ersetzt durch eine vom Schuld- ner eigemnäehtig erlangte Eintragung im Handelsregister (Art. 932/33 OR) ; - weitere Voraussetznng der persönlichen Betreibung ist in jedem Falle Urteilsfähigkeit des Schuldners (arg. Art. 17 ZGB). Deren Fehlen ist von den Betreibungsbehörden von Amtes wegen zu beachten, selbst wenn keine vormund- schaftlichen Massnahmen ergriffen worden sind.
1. Sous reserve de l'art. 47 aI. 3 LP, l'interdietion du debiteur empeche toute poursuite personnelle contre lui, meme si l'interdiction n'a pas ete publiee conformement aux art. 375 al. 3 et 377 aI. 3 Ce. - Art. 47 LP.
2. Un debiteur interdit ne peut etre poursuivi personnellement que pour des dettes resultant de l'exereice d'lme profession ou d'une industrie autorisees par l'autoriM tuteIaire (art. 47 aI. 3 LP et 412 Ce.) ; - I'inseription du debiteur au registre du eommerce ne peut suppleer a l'autorisation, si le debiteur l'a obtenue de son propre chef (an. 932 et 933 CO) ; . - pour qu'il puisse y avoir poursuite personnelle, Il faut eneore et dans tous les eas que le debiteur jouisse de la eapaeite de diseernement (arg. art. 17 Ce.). Le defaut de diseernement doit etre releve d'office par les autorites de poursuite, meme si le debiteur n's, fait l'objet d'aucune mesure de la part de l'autorite tuMlaire. AS 66 UI - 1940 3
26 Schuldbetr<'ibungs- und Konkursrechf.. N0 6.
1. Sotto risl'rva dell'art. 47 ep. 3 LEF, l'interdizione deI debitore fa ostacolo ad ogni eseeuzione personale eontro di lui, anche se l'intl'rdizione non e stata pubblieata eonformemente agli art. 375 cp. 3 e 377 ep. 3 CC. Art. 47 LEF.
2. Un debitore interdetto puoessero eseusso personalmente soitanto per i debiti derivanti dalI'esercizio di una professione o di un mestiere eui l'autorita tutoria ha dato il proprio con- senso (art. 47 ep. 3 LEF e 412 CC) ; - I'iscrizione deI debitore ner registro di eommereio non puo supplire a quest'autorizzazione, se il debitore l'ha ottenuta di sua propria iniziativa (art. 932/933 CO) ; - affinehe sia possibile un' eseeuzione personale, oeeorre aneora e in ogni easo ehe il debitore goda della eapaeita di diseernimento (art. 17 CC). La maneanza di diseerni- mento dev' essere presa in eonsiderazione d'offieio dalle autorita di eseeuzione, anehe se il debitore non e stato oggetto di misure da parte dell'autorita tutoria. A. - Werner Barbey wurde in Neuenburg entmündigt und unter Vormundschaft gestellt, an deren Stelle zufolge Beschlusses der Vormundschaftsbehörde von Neuenburg vom 19. Oktober 1928 die elterliche Gewalt der Mutter trat (Art. 273 H, 385 III ZGB). Während die Entmündigung fortdauerte, nahm Barbey in Winterthur eine Stelle beim Schuhhändler Dreher an. Am 5. Juni 1939 liess er sich auf dessen Veranlassung als Inhaber der Firma Elma- Schuhe Werner Barbey in das Handelsregister des Kantons Zürich eintragen, was am 9. gL M. im Schweizerischen Handelsamtsblatt bekanntgemacht wurde. Der Eintrag blieb bestehen bis zur Löschung am 2. Februar 1940. Am 24. Oktober 1939 wurde Barbey aus einer für Dreher eingegangenen Bürgschaft betrieben. Der Gläubiger stellte das Konkursbegehren. Der' Konkursrichter, von der Entmündigung benachrichtigt, setzte das Erkenntnis gemäss Art. 173 II SchKG aus und überwies den Fall der Aufsichtsbehörde. B. - Die untere Aufsichtsbehörde erklärte die Betrei- bung in Anwendung von Art. 47 1 SchKG nichtig. Die vom Gläubiger angerufene obere kantonale Aufsichts- behörde liess ihr dagegen mit Entscheid vom 23. Mai 1940 den JI'ortgang. Sie hielt den Fall von Art. 47 III SchKG für gegeben, wonach die Betreibung für Forderungen aus einem nach Art. 412 ZGB bewilligten Geschäftsbetriebe Hchuhlhetr!'ihulIgs" und Konk"rsrecht. Xc 6. 27 gegen den wenngleich entmündigten Schuldner persönlich am Orte des Geschäftssitzes zu führen ist : Eine Bewilli- gung der offenbar von der Eintragung gar nicht unter- richteten Vormundschaftsbehörde liege zwar nicht vor. Der veröffentlichte Eintrag des Schuldners als Inhabers einer Einzelfirma im Handelsregister sei jedoch gegenüber jedermann und somit auch gegenüber der Vormund- schaftsbehörde wirksam. Er begründe eine unwiderlegbare Vermutung dafür, dass der Geschäftsbetrieb von der Vormundschaftsbehörde bewilligt worden sei. C. - Der Vertreter des Schuldners zieht diesen Ent- scheid an das Bundesgericht mit dem erneuten Antrag, die Betreibung sei nichtig zu erklären und die Konkurs- androhung aufzuheben. Die SchUldbetreibungs- und KonkuTskammer zieht in Erwägung :
1. - Gesetzt auch, eine Bewilligung im Sinne von Art. 412 ZGB liege vor, so hätte die kantonale Aufsichts- behörde die Betreibung gegen den entmündigten Schuldner" d~ch nicht als zulässig erklären sollen, ohne zuvor dessen Urteilsfähigkeit zu prüfen, woran nach den Akten ernstlich zu zweifeln ist. Urteilsunfähigkeit des Schuldners gebietet die Aufhebung der gegen ihn persönlich angehobenen Betreibung von Amtes wegen, ohne dass die vormund- schaftlichen Behörden eingeschritten zu sein brauchen (BGE 65 III 45). Solchenfalls besteht eben Geschäfts- unfahigkeit aus einem von jeglicher vormundschaftlicher Massnahme unabhängigen Grunde (Art. 17 ZGB). Ob eine allfallige Entmündigung gemäss Art. 412 ZGB gemil- dert worden ist, bleibt bei Urteilsunfahigkeit ebenso unbeachtlich wie das Fehlen einer Entmündigung über- haupt.
2. - Indessen braucht die Sache nicht zu näherer Abklärung der Frage der Urteilsfähigkeit an die Vorinstanz zurückgewiesen zu werden, da die Betreibung ohnehin entgegen deren Auffassung wegen der fortbestehenden
28 Entmündigung. des Schuldners nichtig jst .. Dass eine in Wirklichkeit ",eder ausdrücklich noch stillschweigend erteilte Bewilligung der Vormundschaftsbehörde aus dem vom Schuldner eigenmächtig nachgesuchten Eintrag im Handelsregister hergeleitet werden könne, trifft nicht zu. So entscheiden hiesse nichts anderes als dem Entmündigten die Macht zugestehen, durch eigenmächtiges Vorgehen sich selbst eine (beschränkte) Geschäftsfähigkeit zu verleihen, wozu doch nach Art. 412 ZGB (auch anwendbar bei elterlicher Gewalt, Art. 280) nur die Vormundschafts- behörde befugt ist. Ein derartiger Einbruch in die Gewalt der Vormundschaftsbehörde ist mit dem Vormundschafts- recht unvereinbar. Eine Bewilligung der Vormundschafts- behörde ist nach der erwähnten Bestimmung unerlässlich, und sie muss sich aus deren eigenem Verhalten ergeben. - Auch begründet der Eintrag einer Einzelfirma im Handelsregister nicht etwa für sich allein schon eine Fiktion der Handlungsfähigkeit des Firmainhabers, die auch für die Betreibungsbehörden verbindlich wäre. Die Handlungsfähigkeit ist gar keine durch das Handels- register auszuweisende Tatsache; . sie gehört nicht zu dem Registerinhalt, der nach Art. 932 II OR nach Mass- gabe seiner Veröffentlichung Dritten gegenüber wirksam wird und nach Art. 933 I OR als allgemein bekannt zu gelten hat. Vielmehr ist anerkannt, dass die Geltend- machung der Handlungsunfähigkeit auch gegenüber einem Handelsregistereintrag vorbehalten bleibt, wie denn dieses Register öffentlichen Glauben nur unter bestimmten Einschränkungen geniesst (EugenHuBER, Zum schwei- zerischen Sachenrecht, 114 ff.; WIELAND, Handelsrecht I 234/238; HIS, zu OR 933 NI'. 21-28). Vollends ist die Vormundschafts behörde , hinter deren Rücken der Ent- mündigte sich hat eintragen lassen, an den Eintrag nicht gebunden. Weder kann, wie dargetan, der Entmündigte selbst über seine Handlungsfähigkeit bestimmen, noch steht den Handelsregisterbehörden die (stillschweigende) Bewilligung eines Geschäftsbetriebes durch Vollzug einer Schuldbetreibun!(s- und Konkursrecht. ~o 6. 29 Anmeldung zu ; der Registerführer hätte denn auch nach seinem Bericht den Vollzug der vorliegenden Anmeldung bei Kenntnis der Entmündigung verweigert. Aus dem weitergehenden öffentlichen Glauben des Grundbuches lässt sich nichts Abweichendes herleiten. Auch das Grund- buch macht übrigens die Handlungsunfähigkeit eines Verfügenden nicht unbeachtlich; vielmehr ist der auf solcher Verfügung beruhende Rechtserwerb trotz Ein- trages im Grundbuch mangelhaft. Die Fiktion der Hand- lungs- und demgemäss der Prozessfähigkeit einer Person lässt sich aus dem Grundbuch nicht herleiten, und damit steht es im Einklang, dass auch das Handelsregister darüber nicht Recht schafft und namentlich nicht wirksam getrof- fenen vormundschaftlichen Massnahmen entgegensteht.
3. - Um gutgläubigen Dritten gegenüber wirksam zu werden, bedarf die Entmündigung allerdings nach Art. 375 III ZGB der Veröffentlichung, und bei Verlegung des Wohnsitzes gemäss Art. 377 (in einen andem Vor- mundschaftskreis) hat nach Abs. 3 daselbst nochmals eine Veröffentlichung stattzufinden. Es kann jedoch dahin- gestellt bleiben, ob diesen Vorschriften im vorliegende~ Falle richtig nachgelebt wurde, und was sich allenfalls in materiellrechtlicher Beziehung aus ihrer Missachtung ergeben möchte (vgl. BGE 54 II 346). Für die Prozess- fähigkeit und demgemäss auch für die Fähigkeit, im Zwangsvollstreckungsverfahren die Stellung einer Partei selbständig zu versehen, ist die Entmündigung ohne weiteres zu beachten, gleichgültig ob sie überhaupt zu veröffentlichen ist und ob dies in richtiger Weise geschieht. Wie schon die entsprechenden Bestimmungen von Art. 6 des Bundesgesetzes von 1881 betreffend die persönliche Handlungsfähigkeit (BGE 27 I 114 - Sep.-Ausg. 4 S. 22), so schützt auch Art. 375 III ZGB gegenüber einer nicht veröffentlichten Entmündigung nur den guten Glauben im rechtsgeschäftlichen Verkehr, hindert dagegen nicht die Anwendung von Art. 47 1 SchKG ohne Rücksicht auf eine Veröffentlichung. Diese Bestimmung ist, da eine
30 Bewilligung der Vonnundschaftsbehörde im Sinne von Art. 412 ZGB/47 III SchKG nicht vorliegt, auch hier anwendbar und.der Rekurs daher begründet. Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer : Der Rekurs wird gutgeheissen und die Betreibung Nr. 4138/1939 des Betreibungsamtes Winterthur I samt der Konkursandrohung vom 20. November 1939 als nichtig aufgehoben.
7. Arrt!t du 24 julllet 1940 dans la cause P. Lorsque le tiers detenteur d'uu coffre-fort clans lequel se trouvent des biens appartenant au debiteur refuse de l'ouvrir ou de renseigner l'office .sur son contenu, le creancier peut exiger l'ouverture forcee du cofire afin de permettre l'execution da la saisie. PländungB'VoUzug : Wenn der Dritte, bei dem sich Vermögen des Schuldners in einem Schrankfach befindet, sich weigert, das Fach zu öffnen oder dessen Inhalt dem Betreibungsamt bekanntzugeben, so kann der Gläubiger die zwangsweise Oeffnung verlangen. Se iI terzo detentore d 'una cassaforte neUa. quale si trovano beni appartenenti al debitore rifiuta di aprirla 0 di indicarne iI contenuto aU'ufficio, il creditore puo domandare l'apertura forzata della cassaforte. A. - Fondee sur un jugement executoire, Dame P. a fait exercer au prejudi~ de son ex-mari, domicilie a Paris, deux sequestres, l'un pour5148 fr., l'autre pour 175050 fr., sur des valeurs en depöt a la Banque populaire suisse. Ayant continue sa poursuite et celle-ci etant restee sans opposition, elle a requis la saisie de ces memes valeurs, qui eut lieu le 8 fevrier 1940. Le proces-verbaJ relate l' operation en ces tennes : « Il est place sous le poids de Ja saisie: en mains de la Banque populaire suisse a Lausanne, toutes les valeurs que le debiteur possede dans cet etablissement, a savoir notamment: creances, nume- raires, titres au porteur, actions, livrets d'epargne, papiers valeurs, avoirs de toutes natures, en depöt sous compOO Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N0 7. 3l joint et plus precisement celles contenues dans le safe n° 797. Cette saisie est imposee a concurrence de la totalite ». Le proces-verbal contient en outre la mention suivante : « Le debiOOur ne s'est pas presente le jour de la saisie. D'autre part la Banque populaire suisse, malgre somma- tions, a refuse categoriquement a 1'0ffice de proceder a l'ouverture du safe, se retranchant a ce sujet derriere la jurisprudence copstante en la matiere. L'inventaire du susdit safe est donc renvoye a une date ulterieure. Le debiteur n'ayant pas excuse son absence, ni donne l'auto- risation d'ouvrir le safe, est passible d'une plainte penale conformement aux art. 91 LP et 70 lettre a de la loi vaudoise d'application. En consequence, il sera poursuivi penalement sitöt son passage signale en Suisse, a moins d'une renonciation expresse de la creanciere ou de son mandataire )). . La creanciere a requis alors 1'0ffice de proceder a 1'0u- verture forcee du safe en offrant de deposer la somme qui serait reclamee pour garantir la remise en etat des lieux. L'office ayant refuse de donner suite a sa requeOO, elle s'est adressee successivement a l'autorite inferieure et a l'autorite superieure de surveillance qui l'ont egalemant deboutee de ses conclusions. B. - Dame P. a recouru a la Chambre des Pour- suites et des Faillites du Tribunal federal en reprenant les conclusions da la plainOO. Elle soutient an resume que si la jurisprudence invoquee contre elle peut se justifier quand il s'agit d'un sequestre, il ne saurait en etre de meme en cas da saisie, alors surtout que le creancier est au benefice d'un titre executoire. Oonsiderant en droit : Dans l'arret du 3 juin 1937 (RO 63 III 63) auquel se refere la decision attaquee, la Chambre des Poursuites et des Faillites du Tribunal federal a admis, en modifi-