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63_I_187

BGE 63 I 187

Bundesgericht (BGE) · 1937-01-01 · Deutsch CH
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Staatsrecht.

autre interpretation. Selon les termes de la loi, le droit

commun est applicable, non pas si l'acte n'est pas re primi,

mais si l'infraction n'est pas prevue par le Code penal

militaire. Quand ce code a prevu l'infraction, c'est-a-dire

l'a decrite dans ses elements constitutifs (Tatbestands-

merkmale), c'est a lui qu'il appart~ent, non seulement de

determiner les circonstances aggravantes ou attenuantes

qui influent sur la modalite de peine, mais aussi de fixer

les conditions extrinseques qui, le cas echeant, rendent

une infraction non punissable {depot d'une plainte, pres-

cription, conditions de punissabilite, ou, selon BELING,

Lehre vom Verbrechen, p. 51 ss, p. 201 et ouvrages cites,

« Strafdrohungsbedingungen »; cf. aussi lIAFTER, Lehr-

buch des schweiz. Strafrechts, p. 123 ss). Il suffirait donc

que l'infraction, d'apres ses elements constitutifs, fnt

prevue par le CPM pour qu'elle dftt etre soumise a la

juridiction militaire: en d'autres termes, les tribunaux

civils ne deviendraient pas competents du seul fait que,

pou!" une raison ou pour une autre, l'infmction prevue par

le·CPM ne semit pas poursuivie par les autorites militaires.

En l'espece, quelle que soit I'interpretation adoptee,

la juridiction militaire ne pouvait etre saisie, car, non

seulement le CPM ne permet pas de punir l'acte commis

par le recourant, mais il ne prevoit pas l'infraction pour

laquelle J. a ete condamne. En effet, si le Code penal

fribourgeois (art. 110) et le Code penal militaire (art. 156)

repriment le delit commis par celui qui fait subir l'acte

sexuel a un enfant de moinS de 16 ans, le Code fribourgeois

(art. 112) punit en outre celui qui seduit une mineure agee

de plus de 16 ans, en abusant de son inexperience ou en lui

faisant des promesses fallacieuses. Dans ce dernier cas, la

jeune filIe, qui est l'objet de la {(seduction», n'est plus

protegee par la norme prohibailt d'une maniere absolue

Jes relations sexuelles avec une enfant de moins de 16 ans.

Il s'agit donc bien d'une infraction distincte, caracterisee

par des elements constitutifs particuliers. Cette infraction,

qui figure egalement dans le projet de Code penal fedeml

Orga.nisa.tion der Bundesrechtspflege. No

;~~.

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(Avant-projet, art. 175; projet, art. 171; Conseil national

1929, p. 169 et Conseil des Etats 1931, p. 534), n'est pas

prevue par le CPM. Il s'ensuit que la juridiction ordinaire

etait seule competente.

Par ces nwti/s, le Tribunal fidlral

rejette le recours.

VI. ORGANISATION DER BUNDESRECHTSPFLEGE

ORGANISATION JUDICIAIRE FEDERALE

36. Urteil vom 10. September 1937

i. S. Schmocker gegen Eidgenössische Alkoholverwaltung.

Art. 317 BStrP: Umwandlung uneinbringlicher Geldbussen in

Gefängnis im Verfahren bei Übertretung fiskalischer Bundes-

gesetze. Rechtsmittel gegen die richterliche Umwandlungsver-

fügung.

Fritz Schmocker wurde mit Verfügung der eidgenössi-

schen Alkoholverwaltung vom 8. August 1936, bestätigt

durch Beschwerdeentscheid des eidgenössischen Finanz-

und Zolldepartements vom 29. Oktober 1936, wegen

Zuwiderhandlung gegen das Alkoholgesetz zu einer Busse

von Fr. 5000.- verurteilt. Ein Gesuch des Gebüssten um

Gestattung von Ratenzahlungen wies die Alkoholverwal-

tung am 1. April 1937 ab. Als eine gleichzeitig für eine

andere Forderung der Alkoholverwaltung durchgeführte

Betreibung des Schmocker einen Verlustschein ergab,

stellte diese ~hörde gestützt auf Art. 317 BStrP, womach

im Verfahren bei Übertretung fiskalischer Bundesgesetze

uneinbringliche Bussen vom Richter in Gefängnis umge-

wandelt werden, beim Amtsgericht Solothurn-Lebem das

Gesuch, die genannte Busse von Fr. 5000.- sei durch eine

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Staatsrecht.

dreimonatige Gefängnisstrafe zu ersetzen.

Das Amts-

gericht entspra,.ch dem Gesuch am 10. Mai 1937.

Mit der vorliegenden, am 17. Mai 1937 beim Bundes-

gericht eingereichten staatsrechtlichen Beschwerde macht

Schmocker im wesentlichen geltend : Darin dass die Alko-

holverwaltung das Gesuch des Rekurrenten um Bewilli-

gung von Ratenzahlungen abwies, während sie gleichzeitig

diese Erleichterung den wegen desselben Delikts neben

ihm Verurteilten gewährte, liege eine Rechtsungleichheit.

Art. 69 Abs. 3 des Alkoholgesetzes sehe vor, dass eine

Busse durch die Alkoholverwaltung ganz oder teilweise

gestundet oder erlassen werden könne, wenn besondere

Verhältnisse die Eintreibung für den Zahlungspflichtigen

als grosse Härte erscheinen liessen. Dieser Fall sei hier

gegeben. Ferner hätten vor der Umwandlung der Busse

in Gefängnis die gleichzeitig mit dem Rekurrenten verur-

teilten und solidarisch mit ihm haftenden Personen

herangezogen werden sollen. Das Amtsgericht Solothurn-

Lebern habe den Rekurrenten in der streitigen Angelegen-

heit weder vorgeladen noch einvernommen.

Die Be-

schwerdebegehren lauten: « ••• II. Es sei mir, gleich wie

den andern Mitverurteilten, die Möglichkeit von Raten-

zahlungen im Rahmen meiner Einkommensverhältnisse

zu bewilligen; III. Es sei die Busse auf eine meinen Ver-

hältnissen angepasste Höhe zu reduzieren, wie Art. 69 des

Alkoholgesetzes es auch für J,.eute in bedrängter Lage vor-

sieht; IV. Es seien die solidarisch Mithaftenden zur

Zahlung mitheranzuziehen. . ..))

Die eidgenössische Alkoholverwaltung beantragt, auf

die Beschwerde nicht einzutreten.

Das Amtsgericht

Solothurn-Lebern hat seinerseits eine kurze Vernehmla,s-

i"ung eingereicht.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung :

Wenn der Rekurrent glaubte, einen teilweisen Erlass der

über ihn verhängten Busse oder doch die Bewilligung von

Ratenzahlungen beanspruchen zu können, so hätte er

Organisation der BundAArcchtspflege. :\,"0 :lti.

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dieses Begehren im Administrativverfahren gemäss Art. 69

Abs. 3 in Verbindung mit Art. 50 des Alkoholgesetzes

stellen, bezw. weiterverfolgen müssen. Das Bundesgericht

ist in der fraglichen Hinsicht nicht zuständig. Das Gleiche

gilt für das Verlangen des Rekurrenten, die Alkoholver-

waltung hätte die solidarisch mit ihm haftenden andern

Verurteilten auf Zahlung der Busse belangen sollen.

Nachdem übrigens inzwischen die Busse nach Art. 317

BStrP in eine Gefängnisstrafe umgewandelt worden ist,

geht das Interesse des Rekurrenten unmittelbar nur noch

auf Aufhebung dieser richterlichen Massnahme. Hiefür

hätte aber -

ganz abgesehen von der Frage allfälliger

vorerst zu ergreifender kantonaler Rechtsmittel -

auf

dem Boden des Bundesrechts nach der übereinstimmenden

Auffassung der staatsrechtlichen Abteilung und des Kas-

sationshofs die Nichtigkeitsbeschwerde an die letztere

Behörde gemäss Art. 310 BStrP offen gestanden. Freilich

ist die Vorschrift von Art. 317 BStrP über die Bussenum-

wandlung bei Übertretung fiskalischer Bundesgesetze unter

die Strafvollzugsbestimmungen des betreffenden Ab-

schnittes eingeordnet, und das Gesetz sieht für Anordnun-

gen des Strafvollzugs die Nichtigkeitsbeschwerde an das

Bundesgericht nicht vor. Der Sache nach handelt es sich

aber bei jener Umwandlung, zumal sie ausdrücklich dem

Richter übertragen wird, um einen materiellen Entscheid,

eine Ergänzung des seinerzeit ergangenen Bussenerkennt-

nisses, auf welche Art. 310 BStrP als anwendbar betrachtet

werden muss. Der Rekurrent kann daher mit seiner

staatsrechtlichen Beschwerde auch nicht die Frage auf-

werfen, ob die Umwandlung der Busse von der vorherigen

Belangung der solidarisch Mithaftenden abhängig war, und

ob ihm im amtsgerichtlichen Verfahren Gelegenheit zur

Aussprache ltatte gegeben werden sollen. Eine Über-

weisung der Sache an den Kassationshof kommt schon des-

halb nicht in Betracht, weil die formellen Voraussetzungen

der Nichtigkeitsbeschwerde (Einlegung innert zehn Tagen

bei der erkennenden Behörde, Einreichung der schrift-

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Verwaltungs- und Disziplinarreehtspflege.

lichen BegründUng innert weiteren zwanzig Tagen bei der

gleichen Stelle"Art. 312 und 272 BStrP) nicht erfüllt sind.

Demnach erkennt das Bundesgericht :

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

B. VERWALTUNGS-

UND DISZIPLINARRECHTSPFLEGE

JURIDICTION ADMINISTRATIVE

ET DISCIPLINAIRE

I. REGISTERSACHEN

REGISTRES

37. Arrit de 1a Ire Section civile du aa septem'bre 1937

dans la MUse lIetti

contre President d.u Tribunal civil da 1a Sarlne.

In8cription au regi8tre du oommerce. -

L'ingenieur qui exooute

des ouvrages pour son propre compte en vertu de contrats

d'entreprise exerce une industrie; il est sujet a. l'inscription

au registre du commerce si son chiffre d'affaires atteint le

montant prevu par la loi, s'il se livre a un complexe d'affaires

successives de meme genre en vue d'en retirer d'une mamere

continue des benefices et s'il exerce son activite en la forme

commerciale.

L'autorite comp6tente pour ordonner I'inscription est celle du

lieu ou I'ingenieur a le centre stahle de SOll activite profession-

neUe.

Registersachen. ND 37.

191

A la demande de J. Firmann-Castella. a Bulle, formuloo

le 8 mars 1937, le President du Tribunal de la Sarine a

ordonne le 4 juin 1937 l'inscription du recourant au

registre du commerce de Fribourg, en substance par les

motifs suivants:

Depuis 1925, B. Hefti est domicilie a Fribourg Oll il

exerce la profession d'ingenieur. En 1937, sans abandonner

son domicile, il a construit dans les cantons de Vaud et du

Valais trois teIeferiques, soit notamment le «monte-pente»

de Bretaye sur Villars au prix forfaitaire de 25000 fr.

Firmann Iui a fourni des materieux pour plus de 6000 fr.

En consequence, l'autoriM cantonale de surveillance du

registre du commerce estime que le MS de Hefti tombe sons

le coup de l'art. 13 RRC du 6 mai 1890.

Le present recours de droit administratif tend a faire

prononcer « que ni l'office du registre du .commerce de

l'arrondissement de la Sarine ni le President ~du Tribunal

dudit arrondissement ne sont competents pour ordonner

l'inscription de :M. Beda Hefti au registre du commerce

et principalement que M. B. Hefti n'est pas tenu de se

faire inscrire au registre du commerce ».

Le recourant fait valoir qu'il a invente un « monte-

pente» pour skieurs et depose une .demande de brevet.

Pour faire connaitre son MIeferique, il a du l'installer lui-

meme « pret a fonctionner ». Aussi a-t-il conclu l'hiver

passe trois contrats d'entreprise a forfait pour les monte-

skieurs de Bretaye, des Rochers de Naye et de Montana.

Les travaux ont dure de septembre 1936 a janvier 1937.

Leur cout total a 15M de 100000 a llO 000 fr. Mais le re-

courant n'a pas pour autant exploite une entreprise de

construction ayant une certaine importance ecOnOlniqUe.

Il s'est borne a executer certains travaux d'ingenieur pen-

dant quelqu~ mois. Cette activiM avait du reste cesse

longtemps avant le depot de la demande d'inscription.

A l'avenir il ne se chargera plus des travaux d'installation

et se bornera a tirer profit des licences accordoos pour son

invention .. L'art. 13 RRC n'est donc pas applicable. Au