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59_III_264

BGE 59 III 264

Bundesgericht (BGE) · 1933-11-04 · Deutsch CH
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264 Pfsndnachl8.SSVE't'fahren. No 61>

65. Auszug aus dem Entscheid vom a4. November 1933

i. S. Amtsersparniskasse Burgdorf und Gartenmann gegen Gemg. Das PfsndnschIsssverfahren kann such über ein Gebäude eröffnet werden, das nur zum Teil einem Hot eibetriebe dient. La. procbJure de wncordat kypotMcaire peut 6tre introduite m6me Apropos d'un immeuble qui ne sert qu'en partie A une entreprise Mteliere. Procedura del concordato ipotecarW. - Puö essere sperta. a.nche in merito a.d uno stabile ehe serve solo in parte a.d un'industria. a.lberghiera. Der Rekursgegner hat vom zweiten Rekurrenten das Hotel Beau-Rivage in Thun gekauft, in dem er ein Hotel mit rund 50 Betten, sowie ein Restaurant und eine Confiserie (ohne eigene Zuckerbäckerei) betreibt, während ein grosser Teil des Hauses von Läden und Wohnungen im Mietwerte von rund 20,000 Fr. in Anspruch ge- nommen wird. Dem Gesuch des Rekursgegners um Eröffnung des Pfandnachlassverfahrens ist entsprochen worden. Aus den Gründen: Der Rekursgegner ist Eigentümer eines Hotels und kann als solcher gemäss Art. r des Bundesbeschlusses vom

30. September 1932 das Nachlassverfahren für Grund- pfandforderungen in Anspruch nehmen. Sein daheriges Recht wird nicht beeinträchtigt durch die Tatsache, dass nur ein Teil seines Gebäudes, vielleicht nicht einmal der grossere, zum Betrieb des Hotels, dagegen der andere, kaum minder grosse Teil zu anderen Zwecken dient, die mindestens teilweise (nämlich die Mietwohnungen) in keinem Zusammenhange mit dem Hotelbetriebe stehen. Vielmehr wird dieser Umstand in genügender Weise berücksichtigt, wenn der vom Fremdenverkehr unabhän- Bäuerliches Sanierungsverfahren. No 66. 265 gige Ertrag dieses Teiles des Hauses bei der Pfandschätzung gebührend in Rechnung gestellt wird - während durch eine gegenteilige Entscheidung der Rekursgegner der un~r bestimmten Voraussetzungen allen Hoteleigen- Wmern in Aussicht gestellten Wohltat ohne zwingenden Grund beraubt würde. C. Bäuerliches Sanierungsverfahren. ProLection des agriculteurs dans la g8ne. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD- BETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER ARR1TITS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES

66. Entscheid vom la. Oktober 1933 i. S. Fray. Ist über einen Bauer der K 0 n kur s eröffnet, so darf das Konkursamt (Konkursverwa.ltung) die Verwertung nicht schon auf das biosse Gesuch um Einleitung des (freiwilligen oder amtliohen) b ä u e r I i 0 h e n S s nie run g s ver - fa h ren s einstellen, sondern nur auf Eröffnung des amtliohen Sa.nierungsverfahrens duroh die Naohlassbehörde hin. Lorsqu'un agriculteur a eM deomre en etat de /aillite, 1e depöt d'une requete tendant A l'ouverture de La procbJure d'a8aai- niaaement agricole - «vo10ntaire» ou offioielle - ne sulfit pas pour permettre A l'office des faillites ou A I'administration de suspendre 1a rOOJisation. Celle-ci ne peut 6tre suspendue que 10rsque 1a prooMure offioielle d'assainissement a 13M ouverte par l'autoriM de oonoordat_ Se il fallimento di un agriooltore e stato diohia.rato, il deposito di un' iatanza tendente all'apertura del prooedimento di Bi,ate- mazione agricola - vo10ntario od ufficiale - non 1egittima. AB 59 m - 1933