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59_III_121

BGE 59 III 121

Bundesgericht (BGE) · 1933-01-01 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. :,\0 2;.

Oonsiderant en droit :

l. -

Il est de jurisprudence constante qu'on doit

entendre comme salaire au sens de l'art. 93 LP toutes

sommes representant essentiellement la retribution d'un

travail personnel et notamment la retribution d'une

activiM liberale. D'autre part, il semble bien resulter du

dossier que suivant l'accord intervenu entre le debiteur

et son associe et sous reserve d'une repartition annuelle

d'un benefice superieur, chacun d'eux per<;oit chaque mois

une somme fixe ll, titre de remuneration de ses services.

Oette remuneration peut donc etre assimiIee ll, un traite-

ment qui serait du par la societe formee entre les associes.

La disposition de l'art. 93 LP apparait ainsi comme

applicable.

2. -

O'est ll, bon droit que le recourant se r@3re aux

motifs qui ont inspire la regle posee par la jurisprudence

et selon laquelle la saisie d'un salaire non echu ne saurait

durer au dela d'une annee. Cette regle, en effet, n'a ete

dictee que par le souei des interets du debiteur; il fallait

eviter que sa liberte ne fUt par trop restreinte du fait d'une

indisponibiIite illimitee du produit de son travail (RO 35 I

p. 767). Lors donc qu'll, l'expiration de ce temps, le debi-

teur lui-meme se declare dispose ll, continuer ll, s'acquitter

de sa dette de la meme fa<;on, c'est-ll,-dire par des verse-

ments en especes preleves sur son salaire, il est clair que

les motifs qui ont command~ la limitation de la saisie ne

peuvent etre invoques. Aussi bien on ne voit pas en l'espece

la raison pour laquelle les creaneiers pourraient s'opposer

a ce mode de reglement, si ce n'est celle de priver le debi-

teur du droit d'exercer ses professions, raison qui ne

saurait evidemment etre prise en consideration.

Il s'ensuit donc que, contrairement a l'opinion de

l'autorite cantonale, la saisie doit etre maintenue pour une

nouvelle annee. Quant a la question de savoir ce qu'il en

sera a l'expiration de cette periode, il n'y a pas lieu de

s'y arreter presentement.

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 28.

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La Ohambre des Poursuites et des Faillites prononce :

Le recours est admis en ce sens que la decision attaquee

est annulee et l'office invite a maintenir la saisie pour une

nouvelle annee.

28. Entsoheid vom 28. April 1933 i. S. BendiDer.

Wer erfährt, dass über seine Drittansprache kein W i der·

s p r u 0 h s ver f a h ren eingeleitet wird, erleidet keinen

Rechtsverlust, wenn er nicht binnen zehn Tagen Beschwerde

führt (Erw. 1).

Gegenstand des Widerspruchsverfahrens können auch die vom

Will e n s voll s t r e 0 k e r beanspruchten Rechte bilden

(Erw.2).

Celui qui apprend que Ba revendication n'a pas et6 suivie de Ia.

procedure d'opposition ne perd point son droit de recours lors-

qu'il ne porte pas plainte dans les dix jours (consid. 1).

Las droits revendiques par l'executeur testamentaire peuvent

aussi faire l'objet de la. procedure d'opposition (consid. 2).

Chi e venuto a. sapere che 180 sua rivendicazione non ha dato luogo

al procedimento di opposizione non subisce svantaggio ginridico

se non se ne aggrava entro dieci giorni (consid. 1).

Anche i diritti vantati dall'esecutore testamentario possono for-

mare oggetto di rivendicazione (consid. 2).

Ä. -

In der Betreibung des Rekurrenten gegen Frau

Merz geb. Busch gesch. Ambühl pfändete das Betreibungs-

amt Grüningen 4 bei der Bank A.-G. Leu & Oie in Zürich

liegende Gemeinde- und Bankobligationen (No. 1-4 der

Pfändungsurkunde), welche die Schuldnerin von ihrem

im Juni 1928 verstorbenen Grossonkel Jakob Friedrich

Meyer unter folgender Testamentsklausel geerbt hatte :

II Der Betrag des Erbteiles von Marie Busch soll wegen

arbeitsscheuen leichtsinnigen Lebens derselben in Verwal-

tung der A.-G. Leu & Oie bleiben und es sollen derselben

nur die Zinsen zu freier Verfügung überlassen werden »,

und deren Zinsen die Schuldnerin am 22. September

1928 an den Vormund ihres 1922 geborenen Sohnes aus

122

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 28.

erster Ehe, Amtsvormund J. Kunz in Luzern, zur Bestrei-

tung der Kostgelder abgetreten hatte. Die Pfändungs-

urkunde vom 27. Juni 1932 enthält folgende « Bemer-

kungen)} :

« Vindikation

Laut Schreiben der A.-G. Leu & eIe in Zürich I, dat.

18. 3. und 8. 6. 1932 werden die Objekte 1-6 zufolge

Nacherbeinsetzung vom Sohn der Schuldnerin, Arthur

Jakob Ambühl, geboren 1922, vertreten durch Amts-

vormund J. Kunz in Luzern, bezw. von den Erben der

Schuldnerin zu Eigentum angesprochen.

NB. Zufolge Testament wurde der Schuldnerin die

lebenslängliche Verfügung über das Erbschaftsvermögen

sub Ziff. 1-5 entzogen und muss dasselbe bis zum Tode

der Schuldnerin in Verwaltung der Testamentsvollstrek-

kerin Bank A.-G. Leu & eie in Zürich 1 verbleiben.

NB. Die Pfändungsobjekte wurden in Gewahrsam der

Bank A.-G. Leu & eie in Zürich belassen.

Fristansetzung :

Dem Gläubiger wird hiemit eine Frist von zehn Tagen ....

angesetzt, innerhalb welcher er gegen den Drittansprecher

Arthur Jakob Ambühl, geb. 1922, vertreten durch Amts-

vormund J. Kunz in Luzern, Klage erheben kann ... })

Hierauf erhob der Rekurrent Kiage bezüglich der

4 gepfändeten Obligationen' -

dagegen nicht bezüglich

zweier weiterer Pfändungsobjekte, die daher endgültig

aus der Pfändung gefallen sind -

mit dem Erfolg, dass

die Klage zugesprochen wurde.

Als der Rekurrent nun die Verwertung verlangte und

dies der A.-G. Leu & eie am 9. Januar 1933 mitgeteilt

wurde, führte sie am 12. Januar 1933 Beschwerde mit

dem Antrag, das Betreibungsamt Grüningen sei anzu-

weisen, den dem Betreibungsamt Zürich 1 erteilten Ver-

wertungsauftrag zu widerrufen.

B. -

Die kantonalen' Aufsichtsbehörden haben die

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 28.

123

Beschwerde gutgeheissen und das Betreibungsamt Grü-

ningen angewiesen, dem Rekurrenten Frist zur Einleitung

der Widerspruchsklage anzusetzen.

G. -

Den Entscheid der obern Aufsichtsbehörde vom

30. März 1933 hat der Rekurrent an das Bundesgericht

weitergezogen mit dem Antrag auf Abweisung der Be-

schwerde.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

zieht in Erwägung :

1. -

Als unbegründet erweist sich zunächst die Ver-

spätungseinrede des Rekurrenten.

Verwirkung einer

Drittansprache tritt nur dann ein, wenn sie schuld-

hafterweise nicht binnen zehn Tagen seit Kenntnis von

der Pfändung beim Betreibungsamt angemeldet wird,

jedoch entgegen der Ansicht des Rekurrenten nicht schon

dann, wenn das Betreibungsamt auf die Anmeldung einer

Drittansprache hin das Widerspruchsverfahren nicht ein-

leitet und der dies wissende Drittansprecher deswegen

nicht ohne Säumnis Beschwerde führt -

aus dem ein-

fachen Grunde, dass die Nichteinleitung des Widerspruchs-

verfahrens eine Rechtsverweigerung darstellt, wegen der

jederzeit Beschwerde geführt werden kann (vgl. z. B. BGE

48III S. 34/5; es wäre denn, dass eine ausdrückliche Ver-

fügung getroffen wird, aus der sich ergibt, dass das

Widerspruchsverfahren nicht eingeleitet werden wolle, was

hier vor Erteilung des Verwertungsauftrages nie geschehen

ist).

2. -

Freilich enthalten die erwähnten Schreiben der

Rekursgegnerin, welche Anlass zu dem angeführten Ver-

merk in der Pfändungsurkunde gegeben haben, keine

prägnante Bezeichnung des von ihr in Anspruch genom-

menen Rechtes. Allein für die Gültigkeit der Anmeldung

der Drittansprache war dies gar nicht erforderlich, weil

ja das Widerspruchsverfahren immer' einzuleiten ist,

sobald ein Dritter ein die Pfändung ausschliessendes oder

zurückdrängendes Recht an den gepfändeten Vermögens-

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~chuldb"trejbllngs- und Konkul'srechL No 28.

gegenständen geltend macht, wobei es gleichgültig ist,

welcher Art dieses Recht sei (vorausgesetzt allerdings,

dass es nicht ein durch ein Betreibungsverfahren begrün-

detes Pfändungspfandrecht sei) (BGE 48 III S. 221 und

frühere dort zitierte Entscheide). Hieran ist entgegen der

Kritik des Rekurrenten festzuhalten, weil bei dem von

ihm postulierten Ausschluss anderer als eigentums- oder

pfandrechtsähnlicher Rechte vom Widerspruchsverfahren

keine Möglichkeit bestünde, Streitigkeiten über solche

Rechte in sachgemässer Weise entscheiden zu lassen,

zumal derartige Streitigkeiten insbesondere nicht in den

Kompetenzbereich der Aufsichtsbehörden einbezogen wer-

den können. Dass aber die Rekursgegnerin ein solches

Recht für sich in Anspruch nehme, musste aus ihrer

Stellungnahme zu dem. Pfändungsvorhaben geschlossen

werden, weil nicht erfindlich wäre, zu welch anderem

Zwecke sie dem die Pfändung vollziehenden Betreibungs-

amt überhaupt die im ersten NB verurkundete Angabe

gemacht hätte, als um darauf aufmerksam zu machen,

dass sie die gepfändeten Obligationen nicht ohne weiteres

werde zur Verwertung herausgeben können. Dies hatte

denn auch die untere Aufsichtsbehörde schon in ihrem

Beschwerdeentscheid vom 12. Mai 1932 hervorgehoben,

der wegen anfänglicher Verweigerung der Pfändung not-

wendig geworden war. Um die Einleitung des Wider-

sprucbsverfahrens zu veranl~ssen, genügt ja die blosse

Behauptung eines solchen Rechtes, ohne dass es den

Betreibungsbehörden zustünde, von der Einleitung des

Widerspruchsverfahrens abzusehen, wenn ihrer Ansicht

nach ein die Pfändung ausschliessendes oder zurück-

drängendes Recht selbst unter der Voraussetzung der

Richtigkeit der dafür vorgebrachten Tatsachen nicht

anerkannt werden könnte. Gerade im vorliegenden Falle

springt in die Augen, dass hierüber nur in Auslegung

einer rechtsgeschäftlichen Willenserklärung und Anwen-

dung materiellen Erbrechtes entschieden werden kann,

die den Zivilgerichten vorbehalten bleiben müssen. Mit

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 29.

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Recht haben daher die Vorinstanzen die Einleitung des

Widerspruchsverfahrens über die Streitfrage angeordnet,

welcher Art die der Rekursgegnerin als Willensvollstrek-

kerin zustehenden Rechte seien (insbesondere im Falle,

dass die Rekursgegnerin eine Nacherbeneinsetzung zu

vollziehen beauftragt sei, was zunächst entschieden wer-

den muss), und ob diese Rechte den pfändenden Gläubigern

des Erben entgegengehalten werden können.

Demnach erkennt die SchuJiibetr.- 'U. Konkur8kammer :

Der Rekurs wird abgewiesen.

29. Entsoheid vom 16. Kai 1933 i. S. Steinmann.

Rechtsvorschlag wegen mangelndem neuen

Ver m ög e n (Art. 265 und 75 SchKG) :

Das Betreibungsamt hat nicht zu untersuchen, ob dem Schuldner

diese Einrede formell überhaupt zusteht;

anerkennt der Schuldner nachträglich, dass gegen ihn nie ein

Konkurs durchgeführt wurde, so fällt damit nur die Be-

gründung des Rechtsvorschlages dahin; der Rechtsvorschlag

selbst bleibt bestehen.

Opposition indiquant oomme motif que le debiteur n'est pas revenu

a meüleure fortune (Art. 265 et 75 LP).

TI n'appartient pas a l'office des poursuites d'examiner si, a la

forme, le debiteur est habile a soulever cette exception.

Si, par la suite, le debiteur reconnait qu'i! n'a jamais fait l'objet

d'une procedure de faillite, c'est seulement le motif d'opposi-

tion indique qui disparait; l'opposition meme subsiste.

Opposizione adducente eome motivo ehe il debitore non ha acquistato

nuovi beni (Art. 265 e 75, LEF).

L'ufficio non ha veste per indagare, se il debitore e legittimato

a sollevare quest'eccezione.

Se in seguito il debitore riconosce che non e mai stato oggetto

di procedura fallimentare, solo il motivo dell'opposizione eade:

l'opposizione stessa permane.

A. -

Am 12. Oktober 1932 erhob der Rekurrent in der

von der Berner Kantonalbank DeIsberg gegen ihn angeho-