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58_III_79

BGE 58 III 79

Bundesgericht (BGE) · 1932-01-01 · Italiano CH
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78 Sclmldlletreillungs- und Konkursrecht. N' 19. Considerando in diritto : L'autorita eantonale ha dato ai prineipi sanciti dalle sentenze Meier e May (RU 44 III 53 e 45 III 22) una portata ehe non hanno. Se il Tribunale federale ha infatti ammesso ehe il debitore non pub opporre la norma dell'art. 93 LEF - secondo cui i salari non possono esser pignorati se non in quanto non siano assolutamente necessari al sostentamento deI debitore edella sua famiglia - ad un membro della famiglia eol quale non eonvive, ma a eui deve gli alimenti, la ragione ne e ehe il salario del debitore deve servire al mantenimento di tutti i membri della famiglia verso eui questi ha degli obblighi alimentari, anehe se non vivono eon lui. Queste eondizioni non si verifieano in eonereto. Dagli aceertamenti dell'autorita cantonale risulta infatii ehe le figlie Monica e Frieda, cui in forza della sentenza deI Tribunale della Plessur il rieorrente doveva eorrispondere degli alimenti fino al dieiottesimo anno, hanno ora rispettivamente 24 e 19 anni (la seeonda ebbe 19 anni l'll febbraio 1932), Poiehe all'atto deI pignoramento deI salario (12 febbraio) l'una e l'altra avevano piu di dieiotto anni, esse non sono quindi piu comprese fra i membri della famiglia, intesa nel senso dell'art. 93 LEF, cui il ricorrente deve degli alimenti e q uesti pub senz' altro prevalerSi rimpetto ad esse della regola dell'art. 93 in un'eseeuzione in cui, come in concreto, la madre ehiede in loro norne il pagamento di pensioni alimentari arretrate. Il quesito si presenta invece sott'altra forma per quanto coneerne il credito deI figlio Hans, il quale, secondo una dichiarazione delIa parte appellata, eompirebbe i 18 anni solo il 28 maggio prossimo. Anche in questo easo la solu- zione non pub perb essere diversa. ColI'esecuzione in esame la di lui madre ha infatti reclamato, a nome dei tre figli, il pagamento d'una somma globale corrispondente al totale delle pensioni alimentari arretrate. Poiehe il pignoramento deve essere necessariamente uno ed identieo Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 20. 79 per tutto l'importo deI eredito, e pertanto pratieamente impossibile d'ammettere ehe il debitore possa invoeare l'art. 93 per due delle poste ehe 10 eostituiseono e non per Ja terza. Si aggiunga a cio ehe, se il eredito su cui si fonda l'ese- euzione deriva da un obbligo alimentare, questo earattere non puo invece piu essergli riconosciuto nel diritto d'ese- euzione. Gli alimenti sono infatti destinati a servire ai bisogni presenti e futuri. Ora, nella fattispeeie il credito su cui si fonda l'eseeuzione, e pel quale fu respinta l'oppo- sizione, si compone di ben einque annuita arretrate di pensione alimentare ehe addizionate formano un vero e proprio capitale, eapitale deI quale la ereditrice non abbisogna certo nella sua totalita per provvedere ai bisogni attuali deI figlio Hans. La eausadev'essere quindi rinviata all'autorita canto- nale affinehe decida se, ed entro quali limiti, pub essere operata una ritenuta sul salario deI debitore benehe questi possa prevalersi dell'art. 93 LEF. La Camera Esecuzioni e FallimentJi pronuncia: La decisione 6 aprile 1932 e annullata e la causa e rinviata all, Autorita di Vigilanza deI Cantone Tieino affineM proceda ad un nuovo giudizio nel senso dei considerandi.

20. Entscheid vom 11. Ma.i 1939 i. S. Müller. P f ä n dun g s voll zug: Art. 89, 96 und 98 SchKG. Ersatzstücke für untergegangene oder vom Schuldner veräusserte Pfändungsobjekte fallen nicht ohne weiteres, sondern nur auf Grund einer neuen Pfändungsverfügullg in den Pfändungs- nexus (Erw. 1). Ohne ausdrückliche Pfändungserklärung des Amtes gegenüber dem Schuldner kommt eine Pfändung nicht zustande; aus was für Gründen sie unterblieb, ist gleichgültig (Erw. 2). Die amtliche Verwahrung einer nicht förmlich gepfändeten Sache ersetzt die Pfändungsverfügung nicht (Erw. 3).

~,·ha!{1j'ftn'il.~ln~~'- lind Ko:~kur~re('h!. ~o 20. E./A'u!ioll de in sa;"ie : al·t.. 89, 96 et 98 LP. L,,-- bi",ns 1 prenetre <:ous sa ganle un objet qui n 'a pas eM :"ai;;i en bonne et due forme (consid. 3). Escc/lzione del pignoramento : art. 89, 96 e 98 LEF. I beni aequistati in sostituzione di eose pignorate, ehe furono distrutte 0 alienate, non vanno eompresi nell'esecuzione senz'altro, ma solo in virtu d'una nuova deeisione di pigno- ramento (eonsid. 1). Non v'e pignoramento senza una dichiarazione esplieita di pigno- ramento dell'ufficio 801 debitore; pOl.'O importano al riguardo i motivi per eui essa fu omessa (consid. 2). L'ufficio non puö sostituire la deeisione di pignoramento pren- dendo in custodia i beni ehe non furono pignorati regolarmente (confiid. 3). Am 8. September 1931 pfändete das Betreibungsamt Wil in der Betreibung NI'. 3708 beim Schuldner Jean Müller u. a. ein Personenauto Marke « Essex)), Mod. 1928. Dieser Pfändung wurden am 9. September und 6. Oktober drei weitere Betreibungen angeschlossen (Gruppe NI'. 464). In der Zeit vom 26. Oktober bis 12. November bildete das Betreibungsamt wiederum für drei neue Betreibungen, worunter die Betreibung des Rekurrenten NI'. 3947, die Gruppe NI'. 477; in den betreffenden Pfändungsurkunden wurden die nämlichen Objekte wie für Gruppe 464 als im Sinn von Art. HO Abs. 3 SchKG gepfändet aufge- führt, insbesondere auch das Auto « Essex». Diese Pfän- dung erfolgte jedoch nach Feststellung der Vorinstanz im Amtslokal des Betreibungsamtes auf Grund des Pfän- dungsprotokolls vom 8. September, ohne dass sich der Beamte an Ort und Stelle darüber vergewisserte, ob die sämtlichen darin aufgeführten Objekte wirklich noch vorhanden waren. Auf Verlangen des Rekurrenten beauf- tragte das Amt sodann am 9. Dezember das Bezirks- Schuldbetreihungs- und Konkursrecht. ~o 20. 81 amt WiI, das Auto zu beschlagnahmen und in das Gantlokal überzuführen. Als dann am 13. Januar 1932 d:e Versteigerung stattfinden sollte, stellte sich heraus, dass das beschlagnahmte Auto ein « Jordan» war, und der Schuldner gab zu, er habe den « Essex» am 4. Oktober 1931 gegen diesen « Jordan)) abgetauscht. In- folgedessen setzte das Amt die Steigerung ab und teilte den Gläubigern den Sachverhalt durch Zirkular mit. Hierauf stellte der Rekurrent zunächst beim Betreibungs- amt und, nachdem er von diesem abgewiesen worden war, durch Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde den Antrag, das Amt zu verhalten, in der Pfändungsurkunde vom 12. November 1931 die Pfandnummer 1 dem wirk- lichen Pfändungsvorgang entsprechend abzuändern in: (ein Auto, Marke Jordan », und gleichzeitig festzustellen, « dass dieses Auto Jordan am 12. November, spätest~ms am Tag der amtlichen Beschlagnahme rechtswirksam für den Beschwerdeführer gepfändet wurde und dass dieses Pfändungsrecht des Beschwerdeführers zeitlich allen Gläu- bigern vorausgeht, welche nicht vor der erwähnten amt- lichen Beschlagnahmung das Auto Marke Jordan be- schlagnahmen und pfänden liessen I). Die Beschwerde wurde von beiden kantonalen Instan- zen abgewiesen, worauf der Rekurrent rechtzeitig an das Bundesgericht gelangte unter Wiederholung seines Be- schwerdeantrages. Die Sckuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung:

1. Mit der Vorinstanz ist einmal der Standpunkt des Rekurrenten abzulehnen, eine Pfändung erstrecke sich, wenn der Schuldner die gepfändete Sache trotz dem Yer- bot des Art. 96 SchKG veräussert, einfach auf das vom Schuldner dafür angeschaffte Ersatzstück. Dass dem nicht so sein kann, ergibt sich schon aus dem Umstand, dass die Pfändung nach Art. 96 II SchKG nur dem gut- gläubigen Dritten nicht entgegengehalten werden kanIi,

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. ~o 20. dagegen gegenüber einem bösgläubigen Erwerber des gepfändeten Gegenstandes weiterhin wirksam bleibt. Er- satzstücke (für veräusserte oder untergegangene gepfändete Sachen) fallen nur auf Grund einer neuen, gerade auf sie bezüglichen Pfändungsverfügung in den Pfändungsnexus.

2. Kann daher der 'Vagen « Jordan» nicht schon auf Grund des Anschlusses der Gruppe Nr. 477 an die Pfän- dung für die Gruppe Nr. 464 als gepfändet gelten, so fragt sich, ob es am 26. Oktober/12. November zu einer (erstmaligen) Pfändung dieses Wagens für die Gruppe Nr. 477 gekommen sei. Auch das ist jedoch mit der Vor- instanz zu verneinen: Sowohl aus dem Wortlaut der Pfändungsurkunde als auch aus dem Verhalten des Be- treibungsbeamten anlässlieh der Entdeckung des Tausches geht eindeutig hervor, dass der Beamte am 26. Oktober/12. November nicht etwa glaubte, den « Jordan» zu pfänden und dabei irrtümlich den Wagen als « Essex » bezeichnete, sondern dass er die Pfändung des « Essex» verfügte, allerdings in der irrigen Annahme, derselbe befinde sich immer noch im Besitz und Eigentum des Schuldners. Wohl kann vermutet werden, dass der Beamte, wenn ihm damals der wahre Sachverhalt bekannt gewesen wäre - und diese Kenntnis hätte er bei vorschriftsgemässem Vollzug der Pfändung sofort erlangt - den « Jordan » gepfändet hätte. Allein das ist eben tatsächlich nicht geschehen. Ohne ausdrückliche Pfändungserklärung des Amtes gegenüber dem Schuldner kommt eine Pfändung nicht zustande; aus was für Gründen die Erklärung unterblieb, ist dabei unerheblich.

3. Auch durch die vom Betreibungsamt verfügte amtliche Verwahrung des « Jordan» kam keine Pfändung dieses Wagens zustande. Die amtliche Verwahrung ist lediglich eine Massnahme zur Sicherung einer Pfändung, hat daher nicht selbst die Bedeutung einer Pfändung, sondern setzt den Bestand einer Pfändungsverfügung bereits voraus. Der « Jordan» konnte nur durch eine ausdrückliche, förmliche Nachpfändung in den Pfändungsnexus einbezo- Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 21. 83 gen werden. Warum eine solche bis heute nicht vor- genommen wurde, ist unerklärlich; an einem dahinzie- lenden Gläubigerantrag fehlte es jedenfalls nicht. Aus- drücklich ist dabei aber festzustellen, dass eine Nach- pfändung nicht etwa, wie der Rekurrent meint, nur zu Gunsten der Gruppe Nr. 477 erfolgen wird. Da man es dabei mit einer Nachpfändung, nicht blos einer Ergän- zungspfändung im Sinn von Art. llO Abs. 1 SchKG zu tun hat, steht dem Anschluss neuer Gläubiger binnen der Frist des Art. llO Abs. 2 SchKG nichts entgegen. Allerdings kann dadurch das Betreibungsergebnis zu Ungunsten des Rekurrenten beeinflusst werden; es geht jedoch nicht an, den Eintritt eines solchen Schadens dadurch zu verhindern, dass andere Gläubiger in ihren gesetzlichen Rechten verkürzt werden. Dem Rekurrenten bleibt daher nichts anderes übrig, als gegebenenfalls den Betreibungsbeamten für einen Schaden gemäss Art. 5 SchKG verantwortlich zu machen. Demnach erkennt die Schuldbetr.-

u. Konkurska'flJ,mer: Der Rekurs wird abgewiesen.

21. .Arret du 12. Mai 1932 dans la cause Begamey. Contrat de vente contenant une stipulation en vertu de laquelle l'acheteur s'engage a servir une rente au vendeur. Cette rente est relativement insaisissable, conformement a I 'art. 93 LP. Kaufvertrag, durch welchen sich der Käufer verpflichtete, dem Verkäufer eine Rente zu bezahlen: diese Rente ist gemäss Art. 93 SchKG relativ unpfändbar. Contratto di compera-vendita, nel quale e stipulato, ehe il com- pratore si obbliga alla prestazione di una rendita a favore deI venditore : questa rendita e pignorabile solo in modo relativo a sensi dell'art 93 LEF. A. - Dans une poursuite dirigee contre Reganiey par Benoit Seligmann, l'office des poursuites aElaisi, le