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58_III_184

BGE 58 III 184

Bundesgericht (BGE) · 1932-01-01 · Deutsch CH
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18!

du fardeau de la preuve dans le proces au fond, pas plus

d'ailleurs que la situation juridique des parties l'une a

l'egard de l'autre relativement aleurs moyens. Il va donc

de soi que si Lavanchy donne suite a la sommation de

l'office, il pourra se borner a faire etat des droits qu'il

tient de la vente, et ce sera aux creanciers saisissants a

demontrer que la vente ne leur est pas opposable, en

prouvant que le demandeur avait connaissance de la

saisie lorsqu'il a trait6 avec le debiteur.

Si le proces tourne a l'avantage des creanciers, il appar-

tiendra evidemment a l'office de proc6der a une vente

aux encheres des objets qui peuvent encore exister.

La Ohambl'e des Poursuites cl des Faillites prononce :

Le recours est admis en ce sens que l'office est invite

a s'enquerir tout d'abord de l'existence des biens qui ont

fait l'objet de la saisie, puis, s'il en existe encore, a fixer

au tiers revendiquant, Lavanchy, un d6lai de dix jours

pour faire valoir ses droits en justice en conformit6 de

l'art. 107 LP.

45. Entscheid vom ~O. Dezember 1939 i. S. Schneider.

B etre i b u n g

ge gen die Ehe fra u unter Umgehung

des Ehemannes: Behauptet der Gläubiger, der vorhandene

Hausrat sei Sondergut der Frau, so ist derselbe zu pfänden und

das Widerspruchsverfahren zn et·öffnen.

SchKG Art. 47

und 106 ff.

Poursuite dirigee oontre la lemme en omettant le mari: lorsque le

ereancier allegue que les ustensiles da menage appartiennent

en propre a la femme, l'office saisira ces biens et introduira la

procooure de revendication. Art. 47 et 106 et sv. LP.

Esecuzione diretta contro la moglie lasciando da parte il marito :

allorche il ereditore pretende ehe gli arredi domestici sono dei

beni riservati della moglie, l'ufficio dovrapignorarli ed ini-

ziare il procedimento di rivendicazione.

Schnldbetreibun!!~- und Konkm ..,reeht. Xo 45.

18,;

A. -

In der Betreibung des Rekurrenten gegen Frau

Spiess stellte das Betreibungsamt Rheinfelden am 20. Ok-

tober 1932 die Pfändungsurkunde mangels pfändbaren Ver-

mögens oder Erwerbes der Schuldnerin als Verlustschein

aus. Hiegegen führte der Rekurrent Beschwerde mit dem

Antrag, das Amt anzuweisen, Nähmaschine, Rohrsessel

oder andere Hausratgegenstände zu pfänden.

B. -

Mit Entscheid vom 9. Dezember 1932 hat die obere

kantonale Aufsichtsbehörde die Beschwerde abgewiesen

mit der Begründung, der vorhandene Hausrat sei auf

keinen Fall Sondergut der Schuldnerin, sondern höchstens

eingebrachtes Gut, an dem der Ehemann nach Gesetz

Verwaltung und Gewahrsam habe; infolgedessen sei die

Pfändung desselben in einer bloss gegen die Ehefrau ge-

richteten Betreibung ausgeschlossen.

G. -

Diesen Entscheid zog der Rekurrent rechtzeitig

an das Bundesgericht weiter mit dem Antrag auf Gut-

heissung der Beschwerde.

Die Schuldbetreibungs- und Konl.:uTskammer

zieht in Erwägung:

Allerdings hat ~s Bundesgericht schon wiederholt

entschieden (vgl. BGE 58 III 104 und dortige Zitate),

dass auf Grund eines ausschliesslich der Ehefrau persönlich

zugestellten Zahlungsbefehls nur Vermögensstücke ge-

pfändet werden können, die zu ihrem Sondergut gehören,

nicht auch solche, die zum eingebrachten Frauengut

gehören. Allein im vorliegenden Fall hat der Rekurrent

schon vor den kantonalen Instanzen ausdrücklich den

Standpunkt eingenommen, der Hausrat der Eheleute

Spiess, dessen Pfändung er verlangt, sei Sondergut der

betriebenen Schuldnerin.

Ob diese Behauptung den

Tatsachen entspricht oder ob der Hausrat zu dem mit den

ehemännlichen Nutzungsrechten belasteten eingebrachten

Frauengut gehört oder gar Eigentum des Ehemannes ist,

sind Fragen des materiellen Zivilrechtes, zu deren Beant-

wortung nicht die Betreibungsbehörden, s.ondern aus-

Rchliesslich die ordentli<:,hen Gerichte im Widerspruchsver-

fahren berufen sind. Dem Gläubiger darf die Möglichkeit,

einen solchen gerichtlichen Entscheid herbeizuführen, nicht

durch Verweigerung der Pfändung verunmöglicht werden

(vgl. BGE 53 III 4). Die verlangte Pfändung ist daher

zu vollziehen und im Fall rechtzeitiger Anmeldung (vgl.

BGE 53 III 5) von Eigentum oder Nutzungsrechten durch

den Ehemann das Widerspruchsverfahren zu eröffnen.

Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Kon"h;urskammer :

In Gutheissung des Rekurses wird der angefochtene

Entscheid aufgehoben und das Betreibungsamt Rhein-

feIden angewiesen, den Hausrat soweit notwendig zu

pfänden und gegebenenfalls das Widerspruchsverfahren

einzuleiten.