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57_III_172

BGE 57 III 172

Bundesgericht (BGE) · 1931-10-04 · Deutsch CH
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172 :-;"huldh"irPibungs- uml Konkursrecht. N0 44.

44. Entscheid vom a4. Oktober 1931 i. S. Räsler. \Ve~ einen \Vo}ll1sitz aufgibt" ohne einen neuen zu begründen, Ist a mAu f e n t haI t s 0 r t e , nicht am bisherigen W ohnOl't~ zu b e t I' e i ben. Art. 48 SchKG (Erw. 1). - Die Frage, ob der P f ä 11 dun gei 11 er« alt bel' n i s c h e n Witwe» das Verfangenschaftsrecht ihrer Kin der entgegenstehe, ist im Widerspruchsverfahrell auszutragen (Erw. 2). Celui qui abandonne son domicile sans s'en croor un nouveau doit ~tre poursuivi a l' endroit 011, il se trouve et non pas au lien oil il avait son precedent domicile. Art. 48 LP (consid. I). La, question de savoir si les droits que l'art. 148 de Ia loi bernoise :'lur l'introrluction du code civil suisse confere aux enfants darLs la sucoession paternelle sur las biens soumis au droit .natrimonial da l'ancienne partie du Canton (Verfangen- .9c/w,jtsrechtj font obstacla a une saisie contre Ia mere doit se juger dans la procedure de revel1dication des art. 106 a 109 LP (consid. 2). . ('hi abbandollll. il "uo domicilio senza acquistarne altro dev' 68sere 6801l,SSO al luogo dooe .n troM e non a quello dove dimorava prima. Art. 48 LEF (consid. I). . La qU~'ltione se i diritti che Part. 148 della legge bernese sul. l'intl'oduzione deI codice civile, concede ai figli nella successione paterl1a sui oolli soggetti al diritto matrimoniale dell'antica parte deI Cantone (Verfangenschaftsrecht) ostino ad un pigno- rament.o dil'etto c011tro Ia madre, dev'essere decisa 11eI proce- oIimento di rivendicazione dagIi art. 106-109 LEF (consid. 2). A. -- Die Rekurrentin ist die Witwe eines Berner (.berländer Landwirtes und Mutter eines im Jahre 1913 /o!f'borenen gemein.. 1' Kinder bezw. ihrer Vertreter eingegangen worden ist. Um die Einleitung des Widerspruchsverfahrens herbei- zuführen, braucht also die Rekurrentin einfach das Betrei- bungsamt auf das Verfangenschaftsrecht ihres Kindes aufmerkRam zu machen. Dies ist durch die binnen zehn Tagen seit der Zustellung der Pfändungsurkunde geführte Beschwerde in genügender Weise geschehen (ganz abge- sehen von der Frage, ob die Versäumnis der Ansprache- frist dmch die l'Iutter ungeachtet des virtuell bestehenden [nteressengegensatzes dem Kind entgegengehalten werden könnte, wie das Betreibungsamt zu glauben scheint). lJemnach erkennt (lie Sch~tldbetr.- u. Konkurskamme1' : Dt'l' R{'lnm, ,,,ird abgewiesen.

45. Entscheid vom 27. Oktober 1931 i. S. ltanton Bern. Im Konkurs ist HilI' üann Y01U K 0 110 kat i 0 11 I> Y er fa h ren ii her ö f fe nt J ich r e c h tl ich e :F 0 l' der II n gen (und Akwssorien solcher) abzusehen, wenn feststeht, dass andere Behörden als die Zh'ililerichte' zur Ents('heidung darüber zn~täntlig sind. Dan" la faillite il Il'Y a Iieu de 8upprimer la procedure de co11o- cation ponI' les crermces de rj;roit public (et leur8 accessoires) 'lue s'il est etabli que les cOllstatatioll8 Y relatiyes ressortissent a cl'autres antorites qu'aux tribllnaux ch-ils. Nel fallimento e lecito sopprimere il pl'ocedimento (li collocaziolle per i credi.ti di diritto pubblico (e 101'0 acces..<;ori) solo ove risulti, ehe le contestazioni, ehe li concernono, non ROllO di cOlnpetenza ,lei tribunali civili. In den Konkursen über Johann Kocher, Gottfried Kocher und Emil Grimm liess das Konkursamt Bern- Stadt die von den Rekurrenten angemeldeten Grund- steuern in den Kollokationsplänen bezw. Lastenver- zeichnissen als grundpfandversicherte Forderungen zu, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N0 45. 177 dagegen die Steuerzuschläge nur als unversicherte For- derungen fünfter Klasse. Hiegegen führten die Rekurrenten Beschwerden unter Hinweis auf BGE 48 III S. 228 ff. und nach Abweisung durch die kantonale Aufsichtsbehörde Rekurs an das Bundesgericht mit den Anträgen, es seien die das Grund- pfandrecht für die Steuerzuschläge abweisenden Kollo- kationsverfügungen aufzuheben und das Konkursamt anzuweisen, die Grundsteuerzuschläge in den Lasten- verzeichnissen pro memoria vorzumerken, sowie die erforderlichen Vorkehren für die definitive Anerkennung oder Ablehnung der Grundpfandsicherung der in Rede stehenden Grundsteuerzuschläge zu treffen. Die Sch~tldbetreibungs- und Konkurskamme1' zieht in Erwägung: Nach dem angerufenen Präjudiz sollen öffentlichrecht- liche Forderungen nicht zum Gegenstand einer Kollo- kationsverfügung gemacht werden, die dann durch Klage beim Konkursgericht angefochten werden müsste - das doch nicht zur Entscheidung über den Bestand solcher Forderungen berufen wäre, sondern sich darauf zu beschränken hätte, sein Urteil bis zm Entscheidung der zuständigen Verwaltungs- oder Verwaltungsgerichts- behörde auszusetzen und schliesslich dementsprechend auszufällen -, sondern zunächst lediglich pro memoria im Kollokationsplan vorgemerkt und erst nach Massgabe des Entscheides der zuständigen Verwaltungs- oder Ver- waltungsgerichtsbehörde definitiv eingestellt werden. Dass diese Rechtsprechung durch Art. 119 A bs. 3 des seither erlas- senen Bundesgesetzes über das Zollwesen vom 1. Oktober 1925 erschüttert worden sei, wie die Vorinstanz anschlies- send an BLUMENSTEIN, Steuerrecht S. 659 und 674, sowie Berner Festgabe für das Bundesgericht S. 228 und 258, meint, kann nicht zugegeben werden. Denn die Vor- schrift, dass « die rechtskräftige Feststellung zollrecht- licher Ansprüche auf. Grund des vorliegenden Gesetzes