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47_III_116

BGE 47 III 116

Bundesgericht (BGE) · 1921-01-01 · Deutsch CH
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Sanierung von Hotelunternehmungen. N0 35.

35. Auszug aus dem Besohluss vom aa. September 1Sa1

i. S. Bürer.

Die Ausdehnung des Pfandnachlassverfahrens auf andere

als zum Fortbetrieb des Hotelgewerbes notwendige oder

mit solchen gemeinsam verpfändete Grundstücke durch

die Nachlassbehörde ist für das Schätzungsverfahren nicht

verbindlich.

Gemäss Art. 19 HPfNV werden zur Durchführung

des Pfandnachlassverfahrens Geldmittel der Eidgenos-

senschaft in Anspruch genommen. Die Ausdehnung

des Verfahrens .auf andere als Hotelgrundstücke würde

daher eine bestimmungswidrige Verwendung von Bundes-

mitteln nach sich ziehen. Demnach kann es den Nach-

lassbehörden nicht zustehen, im Einverständnis mit den

Beteiligten das Pfandnachlassverfahren auch mit Bezug

auf andere als zum Fortbetrieb des Hotelgewerbes not-

wendige oder mit solchen gemeinsam. verpfändete

Grundstücke zu eröffnen, und wenn es dennoch ge-

schieht, ist ihr Entscheid für das Schätzungsverfahren

nicht massgebend. Vielmehr ist es Aufgabe des mit der

Leitung des Schätzungsverfahrens betrauten Bundes-

gerichtes, eine bestimmungswidrige Verwendung von

Bundesmitteln dadurch zu verhindern, dass es das

Schätzungsverfahren gegebenenfalls

auf

diejenigen

Grundstücke einschränkt, für welche das Pfandnach-

lassverfahren überhaupt zuiässig ist. Dies trifft bezüg-

lich der Villa J ulia und des Wohnhauses mit Scheune

nicht zu (vergI. Beschlüsse der Schuldbetreibungs- und

Konkurskammer vom 24. Mai und 1. Juni), und sie

können deshalb für das P fan d nachlassverfahren

weiter nicht in Betracht fallen. Mit Recht hat daher

die

Schätzung~k(jrnmistion eine Schätzung derselben

nicht vorgenommen.

..,

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A. Schuldhetreihungs- und KonkursrechL.

Poursuite et faiIliLe.

I. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULDBETREIBUNGS-

UND KONKURSKAMMER

ARRßTS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES

ET DES FAILLITES.

36. Arret du 30 juillet 1921 dans la cause Flotron et. oonsorts.

Art. 19 LP. La dccision du commissaire au sursis refusant

de laisser participer aux dEmbcrations un creancier qui n'a

pas fait sa production en tcmps utile, n'est pas une mesurl'

susceptible d'etre dCferee au Tribunal federaI.

La soch~te anonyme « Fabrique d'Ebauches l" a Lauc)'

(Geneve), ayant obtenu un sursis concordataire, nn delai

a ete fixe aux creanciers, conformement a l'art. 300 LP,

ppur indiquer leurs creances au commissaire. Un certain

nombre de creanciers n'ont pas produitdans le delai fixe.

Le 14 juin 1921.10rs de l'assemblee des creanciers, par l'or-

gane de leur representant, Me Nahrath, ils ont neanmoins

sollicite du commissaire l'autorisation de prendre part

aux deliberations. Le commissaire ayant refuse de faire

droit acette demande, Hs ont porte plainte a l'auto rite

de surveillance en concluant a ce qu'il fftt enjoint an

commissaire de tenir compte dans son rapport des voix

qu'ils avaient donnees pour l'acceptation du concordat.

Par decision du 9 juillet 1921, l'autorite de surveillance

des offices de poursuite pour dettes et de faillite du can-

ton de Geneve a rejete la plainte, estimant qu'en presence

AS 47 III- 192'2

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