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Sanierung von Hotelunternehmungen. N0 35.
35. A.uszug aus dem Besohluss vom aa. September lSa1
i. S. Bürer.
Die Ausdehnung des Pfandnachlassverfahrens auf andere
als zum Fortbetrieb des Hotelgewerbes notwendige oder
mit solchen gemeinsam verpfändete Grundstücke durch
die Nachlassbehörde ist für das Schätzungsverfahren nicht
verbindlich.
Gemäss Art. 19 HPfNV werden zur Durchführung
des Pfandnachlassverfahrens Geldmittel der Eidgenos-
senschaft in Anspruch genommen. Die Ausdehnung
des Verfahrens .auf andere als Hotelgrundstücke würde
daher eine bestimmungswidrige Verwendung von Bundes-
mitteln nach sich ziehen. Demnach kann es den Nach-
lassbehörden nicht zustehen, im Einverständnis mit den
Beteiligten das Pfandnachlassverfahren auch mit Bezug
auf andere als zum Fortbetrieb des Hotelgewerbes not-
wendige oder mit solchen gemeinsam. verpfändete
Grundstücke zu eröffnen, und wenn es dennoch ge-
schieht, ist ihr Entscheid für das Schätzungsverfahren
nicht massgebend. Vielmehr ist es Aufgabe des mit der
Leitung des Schätzungsverfahrens betrauten Bundes-
gerichtes, eine bestimmungswidrige Verwendung von
Bundesmitteln dadurch zu verhindern, dass es das
Schätzungsverfahren gegebenenfalls
auf
diejenigen
Grundstücke einschränkt, für welche das Pfandnach-
lassverfahren überhaupt zuiässig ist. Dies trifft bezüg-
lich der Villa Julia und des Wohnhauses mit Scheune
nicht zu (vergl. Beschlüsse der Schuldbetreibungs- und
Konkurskammer vom 24. Mai und 1. Juni), und sie
können deshalb für das P fan d nachlassverfahren
weiter nicht in Betracht fallen. Mit Recht hat daher
die
Schätzung~k(jmmisdon eine Schätzung derselben
nicht vorgenommen.
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A. Schuldbetreibungs- und KonkursrechL.
PoursuiLe et faillite.
I. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULDBETREIBONGS-
UND KONKURSKAMMER
ARRßTS DE LA CHAMBRE DES POURSU ITES
ET DES FAILLITES.
36. Arret du SO juillet 1921 dans la cause Flotron et consorts.
Art. 19 LP. La decision du commissaire au sursis refusant
de laisser participer aux deliberations un creancier qui n'a
pas fait sa production eu tcmps utile, n'est pas une mesun'
susceptible d'etrc defCree au Tribunal fMeraI.
La societe anonyme «(Fabrique d'Ebauches "t a Lancy
(Geneve). ayant obtenu un sursis concordataire, un delai
a He fixe aux creanciers. conformement a l'art. 300 LP.
ppur indiquer leurs creances au commissaire. Dn certain
nombre de creanciers n'ont pas produit dans le delai fixe.
Le 14juin 1921.lorsde l'assembleedescreanciers.parl'or-
gaue de leur representant, Me Nahrath, ils ont neanmoins
sollicite du commissaire l'autorisation de prendre part
aux deliberations. Le commissaire ayant refuse de faire
droit a cette demande. Hs ont porte plainte a l'auto rite
de surveillance en concluant a ce qu'il fUt enjoint au
commissaire de tenir compte dans son rapport des voix
qu'ils avaient donnees pour l'acceptation du concordat.
Par decision du 9 juillet 1921.l'autorite de surveillance
des offices de poursuite pour dettes et de faillite du can-
ton de Geneve a rejete la plainte. estimant qu'en presence
AS 47 In -
1922
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Scbuldbeueibungs- und Konkursrecht. N° 36.
du texte formel de rart. 300 LP le commissarre ne pou-
vait proceder autrement qu'ill'avait fait.
C'est contre cette decision qu'est dirige le present
recours. Les recourants soutiennent que l'instance can-
tonale a donne de l'art. 300 LP une interpret:>tion trop
formaliste et rigoureuse et qu'il suffit en realite que les
creanciers se presentent a l'assemblee durant Ia delibe-
ration pour avoir le droit de participer aux votations.
Considerant en droit :
C'est aux autorites de concordat qu'il incombera de
trancher definitivement Ia question de savoir si le projet
de concordat areuni les majorites legales et s'U y a lieu
de tenir compte a cet egard des voix et des creances des
recourants. Cela etant, -le Tribunal federal n'a evidemment
pas qualite pour donner au commissaire des diredions
sur Ia fa!;on de supputer les suffrages emis Iors de l'as-
semblee. Ce la equivaudrait en effet a prejuger Ia ques-
tion du succes de Ia procedure de concordat, alors que
cette question doit arriver intacte devant l'autorite
chargee d'en juger.
Au surplus, i1 y a lieu de relever egalement que Ia
mesure critiquee ne constitue 'pas une decision suscep-
tible de faire l'objet d'un recours au Tribunal federal
(art. 19 LP), car le rapport que le commissaire aura a
presenter a l'autorite de c9ncordat n'est, comme Ia loi
l'indique elle-meme, qu'un « avis)1, destine sans doute
a eclairer les juges mais que ceux-ci sont libres de suivre
ou de rejeter.
La Chambre des Pourslliles el des Faillites prononce:
Il n'{'st pas entre en matii're sur le recours.
Scbuldbetreibungs- und Kunkursrecht. N° 37.
37. Auszug a.us dem Entscheid vom 11. Oktober 1921
i. S. de Wene ..
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Kompetenz der Schuldbetreibungs-
und
K 0 n kur s kam m er, olme dass ein Rekurs vorliegt. an
die K 0 n kur s ä m t e r all g e m ein eWe i s u n gen
z u e r t eil e n. In ein einzelnes Konkursverfahren kann
das Bundesgericht dagegen nur auf Grund eines gegen die
Verfügung eines kantonalen Amtes gerichteten Rekurses
eingreifen.
Das Bundesgericht hat allerdings die Oberaufsicht
über das ganze Betreibungswesen und ist daher befugt
sich im allgemeinen über die Amtsführung der Aemter
ohne speziellen Rekurs durch Inspektionen zu orien-
tieren und gestützt darauf 'Weisungen zu erteilen. In
ein einzelnes Konkursverfahren dagegen kann es nur
. eingreifen auf Grund eines gegen die Verfügung eines
kantonalen Amtes gerichteten Rekurses. Hievon darf,
wenn nicht das Verfahren anarchisch werden soll, nicht
abgegangen werden. Die Kantone alleiR haben die
Disziplinarbefugnis über die Konkursbeamten, sie al-
lein auch sind für die Geschäftsführung der Beamten
verantwortlich. Wenn .daher zwar ihnen das Rt.cht
zugestanden werden mag, ohne dass Beschwerde er-
hoben worden wäre, in ein pendentes Verfahren einzu-
~eifen, um eine Schädigung zu verhüten oder schon
gestifteten Schaden nach Möglichkeit wieder gutzu-
machen und damit auch ihre Haftung zu vermeiden,
so kann dagegen, da eine solche Ersatzpflicht für den
Bund nicht in Frage kommt, dem Bundesgericht, das
keinerlei Disziplinarbefugnis hat, dessen Aufgabe sich
vielmehr darauf beschränkt, für die gleichmässige An-
wendung des Gesetzes zu sorgen, eine solche Kompe-
tenz nicht zustehen. Dazu kommt übrigens im vorlie-
genden Fall, dass das Konkursverfahren gegen den
Beschwerdeführer bereits abgeschlossen ist. Schon aus
diesem Grunde erscheint daher ein Eingreifen des Bundes-
gerichts ausgeschlossen.