Sachverhalt
Die Einwohnergemeinde der Stadt Aarau be-
treibt ein Elektrizitätswerk, für dessen Abgabe der elek-
trischen'Energie der Gemeinderat am 27. Dezember 1907
ein « Regulativ» erlassen hat. Nach § 8 dieses Regulativs
sind die Kosten für die « Hausinstallationen, von den Iso-
latoren bei der Einführung der Energie ins Gebäude weg
bis zu den Verbrauchskörpern, mit Einschluss diesen,
von dem Abonnenten zu bestreiten. Und ans<:hliessend
_ in Abs. 2 -
ist bestimmt: ~ Die Installationen und
I) die Lieferung der Gebrauchsl{örper dürfen nur durch
» das Werk besorgt werden oder durch
Installateur~,
374
o welche nach einem vom Gemeinderate aufge~ellten
)} Reglemente speziell hiezu ermächtigt· sind.» Das hier
vorgesehene Reg1ement ist bisher nicht erlassen worden;
dagegen hat der Gemeinderat zwei InstalIationsgeschäfte
-
die Firmen Kummler & Matter A.-G. und H. Schärer
in Aarau - zur Ausführung von InstalIationsarbeiten für
die Abonnenten des städtischen Elektrizitätswerkes durch
besondere Konzessionsverträge ermächtigt.
Im Sommer 1915 ge1angte der Rekurrent Kar) Landolt-
Frei, der nach ausgewiesener neunjähriger Tätigkeit als
Monteur für Schwach- und Starkstromanlagen bei ver-
schiedenen schweizerischen Elektrizitätsunternehmungen
in Aarau ein eigenes Installationsge~chäft eröffnet zu
haben scheint, mit dem Gesuch an den Gemeinderat, es
möchte ihm ebenfalls.die BewiHigung zur Erstellung von
Hausinstallationen im Bereiche des städtischen Elektri-
zitätswerkes erteilt werden. Gegen den ablehnenden Be-
scheid der Gemeindebehörde, die sich in erster Linie
darauf stützte, dass die Erteilung weiterer Installations-
konzessionen den Interessen des Elektrizitätswerkes, das
für plötzliche Störungen und Reparaturen eigenes Instal-
lationspersonal halte und dieses deshalb stets müsse be-
schäftigen können, zuwiderlaufen würde, und ferner auch
den Befähigungsausweis des (iesuchstellers als nicht ge-
nügend erachtete, beschwerte sich dieser letztere beim
Regierungsrat des Kantons Aargau unter Hinweis auf
das Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 1913 in Sachen
AUg. ElektrizitätsgeseHschaft Basel gegen St. Gallen we-
gen Verletzung der verfassungsmässigen Garantie der Ge-
werbefreiheit. Mit Besch1 uss vom 20. August 1915
wies der Regierungsrat die Beschwerde als unbegründet
ab, indem er in Erwägung zog: In St. Gallen seien die
Verhältnisse nach dem angerufenen Entscheide des Bun-
desgerichts wesentlich anders, als hier. Denn das dortige
Elektrizitätswerk befasse sich nicht selbst mit InstaJIa-
tionen auf eigene Rechnung, sondern habe über die Er-
teilung von InstalJationskonzessionen ein allgemeines
. Handels- und Gewerbefreiheit. N° 53.
375
. Reglement aufgestellt und publiziert, zu dessen B:din-
gungen jedermann ein Recht darauf habe, Install~tIons
arbeiten auszuführen. In Aarau dagegen bestehe em sol-
ches Reglement nicht, und aus den an zwei Firmen nur
ausnahmsweise erteilten Bewilligungen könnten nicht an-
dere Firmen dasselbe Anspruchsrecht ableiten, bezw. es
könne das Elektrizitätswerk nicht verpflichtet werden,
noch andere Geschäfte in gleicher Weise zu berücksich-
tigen und zuzulassen. Deshalb brauche nicht untersucht
zu werden, ob der Beschwerdeführer zur Ausführung der
fraglichen Arbeiten auch qualifiziert sei:
B. -
Gegen diesen Beschluss des RegIerungsrates und
den ihm zu Grunde liegenden Entscheid des Stadtrates
von Aarau hat Karl Landolt-Frei rechtzeitig den staats-
rechtlichen Rekurs an das Bundesgericht ergriffen und
Aufhebung derselben beantragt, Er macht wesentlich gel-
tend: Ein entscheidender Unterschied liege darin nicht,
dass das Elektrizitätswerk Aarau nicht das reine Kon-
zessionssystem habe, wie das Elektrizitätswerk St. Gallen,
sondern ein gemischtes System. Sobald ein Elektrizitäts-
werk nicht alle Installationen selbst besorge, sondern es
dem Abonnenten überlas~e, auch dritte Installateure da-
mit zu betrauen, habe es nicht mehr das Monopolsystem,
sondern das Konzessionssystem, auch wenn das Werk
selber ebenfalls Aufträge übernehme, was Aarau übrigens
nicht tue. Und es bedeute eine Verletzung der Rechts-
gleichheit und einem Verstos~ geg~? di~ G~rantie der
. Gewerbefreiheit, wenn das Werk fur dIe meht selbst
übernommenen Arbeiten einzelne Installateure zulasse,
die alldern aber nicht. Die Begünstiguog sei in diesem
Falle genau so stossend, wie wenn das \Verk auf jede
eigene Installationsübernahme .verzichte~ habe. Der Be-
fähigungsausweis aber könne Ihm an?esIc~ts der v~rge
legten Zeugnisse im Ernste auch sachlIch m~ht be~tnt~en
werden' seine Abweisung auf diese Zeugmsse hm ware
willkürlich und mit der. Garantie der Rechtsgleichheit
nicht vereinbar.
376
Staatsrecht.
c. - Der Gemeinderat Aarau hat namens des städti-
schen Elektrizitätswerkes auf Abweisung des Rekurses
angetragen. Er widerlegt die Behauptung des Rekurren-
ten, dass das Elektrizitätswerk Aarau selbst keine In-
stallationsaufträge übernehme, unter Hinweis auf die in
den Jahresrechnungen des \Verkes, speziell im vorgeleg-
ten Voranschlags entwurf pro 1916, aufgeführten Posten
für (l Installationen I} (Rechnung pro 19H: 117,407 Fr.
Einnahmen, bei 106,064 Fr. 40 Cts. Ausgaben; Voran-
schlag pro 1915 : 80,000 Fr. Einnahmen, bei 70,000 Fr.
Ausgaben; Voranschlagsentwurf pro 1916 : 70,000 Fr.
Einnahmen, bei 65,000 Fr. Ausgaben). Im übrigen hält
er, soweit wesentlich, daran fest, dass es sich beim Elek-
trizitätswerk Aarau hinsichtlich der Ausübung des !llstal-
lationsgeschäftes tatsächlich um ein gemischtes System
(eigene Ausführung der Arbeiten mit beschränkter Kon-
kUlrenz durch Privatgeschäfte) handle, zu dem die Ge-
meinde mit Rücksicht auf ihre besonderen Verlltiltuisse
im Interesse des ·Werkes gekommen sei.
Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat sich die-
ser Vernehmlassung ohne weitere Bemerkungen ange-
schlossen.
Erwägungen (1 Absätze)
E. 4 BV nichts einzuwenden. Zwar hätte der Gemeinderat korrekterweise die angerufene Regulativbestimmung mit seiner wirklichen Stellungnahme in Einklang bringen sollen; doch kann schon aus dieser blossen Programm- bestimmung als solcher ein Rechtsanspruch der privaten Installateure, wie ihn das darin vorgesehene Reglement selbst gewähren würde, noch nicht abgeleitet werden. Demnach hat das Bundesgericht erkannt: Der Rekurs wird abgewiesen.
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
53. Urteil vom 18. November 1915
i. S. Landolt-Frei gegen Einwohnergemeinde Aarau
lStädtisohes Elektrizitätswerk),
Art. 31 BV. Ausführung der Hausinstallationen im
Bereiche der Stromabgabe eines Gemeinde-Elektri-
zit ä ts werk es; Statthaftigkeit einer in s achli ch er
Weise beschränkten Zulassung der Konkurrenz privater
Installationsgeschäfte, sofern die Beschränkung im Interesse
des Werkes selbst erfolgt.
A. -
Die Einwohnergemeinde der Stadt Aarau be-
treibt ein Elektrizitätswerk, für dessen Abgabe der elek-
trischen'Energie der Gemeinderat am 27. Dezember 1907
ein « Regulativ» erlassen hat. Nach § 8 dieses Regulativs
sind die Kosten für die « Hausinstallationen, von den Iso-
latoren bei der Einführung der Energie ins Gebäude weg
bis zu den Verbrauchskörpern, mit Einschluss diesen,
von dem Abonnenten zu bestreiten. Und ans<:hliessend
_ in Abs. 2 -
ist bestimmt: ~ Die Installationen und
I) die Lieferung der Gebrauchsl{örper dürfen nur durch
» das Werk besorgt werden oder durch
Installateur~,
374
o welche nach einem vom Gemeinderate aufge~ellten
)} Reglemente speziell hiezu ermächtigt· sind.» Das hier
vorgesehene Reg1ement ist bisher nicht erlassen worden;
dagegen hat der Gemeinderat zwei InstalIationsgeschäfte
-
die Firmen Kummler & Matter A.-G. und H. Schärer
in Aarau - zur Ausführung von InstalIationsarbeiten für
die Abonnenten des städtischen Elektrizitätswerkes durch
besondere Konzessionsverträge ermächtigt.
Im Sommer 1915 ge1angte der Rekurrent Kar) Landolt-
Frei, der nach ausgewiesener neunjähriger Tätigkeit als
Monteur für Schwach- und Starkstromanlagen bei ver-
schiedenen schweizerischen Elektrizitätsunternehmungen
in Aarau ein eigenes Installationsge~chäft eröffnet zu
haben scheint, mit dem Gesuch an den Gemeinderat, es
möchte ihm ebenfalls.die BewiHigung zur Erstellung von
Hausinstallationen im Bereiche des städtischen Elektri-
zitätswerkes erteilt werden. Gegen den ablehnenden Be-
scheid der Gemeindebehörde, die sich in erster Linie
darauf stützte, dass die Erteilung weiterer Installations-
konzessionen den Interessen des Elektrizitätswerkes, das
für plötzliche Störungen und Reparaturen eigenes Instal-
lationspersonal halte und dieses deshalb stets müsse be-
schäftigen können, zuwiderlaufen würde, und ferner auch
den Befähigungsausweis des (iesuchstellers als nicht ge-
nügend erachtete, beschwerte sich dieser letztere beim
Regierungsrat des Kantons Aargau unter Hinweis auf
das Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 1913 in Sachen
AUg. ElektrizitätsgeseHschaft Basel gegen St. Gallen we-
gen Verletzung der verfassungsmässigen Garantie der Ge-
werbefreiheit. Mit Besch1 uss vom 20. August 1915
wies der Regierungsrat die Beschwerde als unbegründet
ab, indem er in Erwägung zog: In St. Gallen seien die
Verhältnisse nach dem angerufenen Entscheide des Bun-
desgerichts wesentlich anders, als hier. Denn das dortige
Elektrizitätswerk befasse sich nicht selbst mit InstaJIa-
tionen auf eigene Rechnung, sondern habe über die Er-
teilung von InstalJationskonzessionen ein allgemeines
. Handels- und Gewerbefreiheit. N° 53.
375
. Reglement aufgestellt und publiziert, zu dessen B:din-
gungen jedermann ein Recht darauf habe, Install~tIons
arbeiten auszuführen. In Aarau dagegen bestehe em sol-
ches Reglement nicht, und aus den an zwei Firmen nur
ausnahmsweise erteilten Bewilligungen könnten nicht an-
dere Firmen dasselbe Anspruchsrecht ableiten, bezw. es
könne das Elektrizitätswerk nicht verpflichtet werden,
noch andere Geschäfte in gleicher Weise zu berücksich-
tigen und zuzulassen. Deshalb brauche nicht untersucht
zu werden, ob der Beschwerdeführer zur Ausführung der
fraglichen Arbeiten auch qualifiziert sei:
B. -
Gegen diesen Beschluss des RegIerungsrates und
den ihm zu Grunde liegenden Entscheid des Stadtrates
von Aarau hat Karl Landolt-Frei rechtzeitig den staats-
rechtlichen Rekurs an das Bundesgericht ergriffen und
Aufhebung derselben beantragt, Er macht wesentlich gel-
tend: Ein entscheidender Unterschied liege darin nicht,
dass das Elektrizitätswerk Aarau nicht das reine Kon-
zessionssystem habe, wie das Elektrizitätswerk St. Gallen,
sondern ein gemischtes System. Sobald ein Elektrizitäts-
werk nicht alle Installationen selbst besorge, sondern es
dem Abonnenten überlas~e, auch dritte Installateure da-
mit zu betrauen, habe es nicht mehr das Monopolsystem,
sondern das Konzessionssystem, auch wenn das Werk
selber ebenfalls Aufträge übernehme, was Aarau übrigens
nicht tue. Und es bedeute eine Verletzung der Rechts-
gleichheit und einem Verstos~ geg~? di~ G~rantie der
. Gewerbefreiheit, wenn das Werk fur dIe meht selbst
übernommenen Arbeiten einzelne Installateure zulasse,
die alldern aber nicht. Die Begünstiguog sei in diesem
Falle genau so stossend, wie wenn das \Verk auf jede
eigene Installationsübernahme .verzichte~ habe. Der Be-
fähigungsausweis aber könne Ihm an?esIc~ts der v~rge
legten Zeugnisse im Ernste auch sachlIch m~ht be~tnt~en
werden' seine Abweisung auf diese Zeugmsse hm ware
willkürlich und mit der. Garantie der Rechtsgleichheit
nicht vereinbar.
376
Staatsrecht.
c. - Der Gemeinderat Aarau hat namens des städti-
schen Elektrizitätswerkes auf Abweisung des Rekurses
angetragen. Er widerlegt die Behauptung des Rekurren-
ten, dass das Elektrizitätswerk Aarau selbst keine In-
stallationsaufträge übernehme, unter Hinweis auf die in
den Jahresrechnungen des \Verkes, speziell im vorgeleg-
ten Voranschlags entwurf pro 1916, aufgeführten Posten
für (l Installationen I} (Rechnung pro 19H: 117,407 Fr.
Einnahmen, bei 106,064 Fr. 40 Cts. Ausgaben; Voran-
schlag pro 1915 : 80,000 Fr. Einnahmen, bei 70,000 Fr.
Ausgaben; Voranschlagsentwurf pro 1916 : 70,000 Fr.
Einnahmen, bei 65,000 Fr. Ausgaben). Im übrigen hält
er, soweit wesentlich, daran fest, dass es sich beim Elek-
trizitätswerk Aarau hinsichtlich der Ausübung des !llstal-
lationsgeschäftes tatsächlich um ein gemischtes System
(eigene Ausführung der Arbeiten mit beschränkter Kon-
kUlrenz durch Privatgeschäfte) handle, zu dem die Ge-
meinde mit Rücksicht auf ihre besonderen Verlltiltuisse
im Interesse des ·Werkes gekommen sei.
Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat sich die-
ser Vernehmlassung ohne weitere Bemerkungen ange-
schlossen.
Das Bundesgericht zieht
in Erwägung:
Der vorliegende Tatbestand unterscheidet· sich von
demjenigen des Urteils vom 6. Juni 1913 in Sachen Allg.
Elektrizitätsgesellschaft Basel gegen St. GaUen (AS 39 I
N° 33 S. 187 H.) insofel'll, als dort die Erteilung der Kon-
zession zur Ausführung elektrischer Einrichtungen im
Anschluss an das Elektrizitätswerk der Gemeinde in all-
gemeiner Weise reglementiert war, während hier der Er-
lass eines solchen Reglementes zwar im gemeinderätlichen
Regulativ für die Abgabe elektrischer Energie (§ 3 Abs. 2)
ebenfalls vorgesehen, jedoch tatsächlich nicht erfolgt ist.
Dies deshalb nicht, weil wie die Stellungnahme der Ge-
meindebehörde in diesem Streftfalle erkennen lässt, das
HandeJs- und Gewerbefreiheit. N° 53.
377
Werk die Arbeiten. welche zur vollen Beschäftigung des
ihm für gewisse Verrichtungen unentbehrlichen Installa-
tionspersonals erforderlich sind, selbst besorgen und nur
für das diese eigene Leistungsfähigkeit übersteigende
Arbeitsbedürfnis private InstaUationsgeschäfte in ent-
sprechend beschränkter Zahl zulassen will. St. G:u1en
hatte also für die Tätigkeit der privaten InstallatlOns-
geschäfte bei den Werkabonnenten allgeme~ne Bedin-
gungen aufgestellt und auf Grund derselben dIe Konkur-
renz dieser Geschäfte vor b e haI t s los anerkannt;
Aarau dagegen hat dieses _. allerdings ebenfalls in Aus-
sicht genommene -
System nicht verwirklicht, sondern
faktisch die Konkurrenz n ur in be sc hr än ktem
S i n n e nämlich unter Vorbehalt der dabei noch mög-
lichen Befriedigung seiner eigenen Leistungsfähigkeit.
zugtlassen .
Dieser tatsächliche Unterschied rechtfertigt, entgegen
der Auffassung des Rekurrenten, auch eine verschiede~e
rechtliche Behandlung der beiden Fälle. Das durch die
Praxis (vergl. AS 38 I N° 10 Erw. 2 S. 64) anerka~nte
und vom Rekurrenten auch nicht bestrittene Recht emes
Gemeinde-Elektrizitätswerkes, sich die Ausführung der
Hausinstallationen seiuer Abonnenten absolut, als Mono-
pol, vorzubehalten, umfasst naturgerr:äss. g~nd~ätzlich
auch die weniger weit gehende Befugms, hl€fur dIe Kon-
kurrenz privater Installationsgeschäfte nicht völlig, son-
dern nur in näher bestimmtem Masse oder Umfange
auszuschliessen. Immerhin darf dieser teilweise Konkur-
renzausschluss oder die ihm positiv entsprechende bIo s s
beschränkte Zulassung der Konkurrenz nicht
anders, als in sachlicher Weh.e und im Interesse des
Werkes selbst abgegrenzt sein, da nur unter solchen U~
ständen die darin liegende Beeinträchtigung der freIen
Ausübung des privaten Installationsgew~rbes dur?h das
Gemeindewerk sich rechtfertigen lässt. DIesem Erforder-
nis aber ist hier Genüge getan, indem, wie bereit~ fest-
gestellt, die angefochtene Beschränkung der pllvaten
378
StaatsreCh~
Konkurrenz lediglich bezweckt. dem Werke die hinrei-
chende Beschäftigung seines eigenen Installationsperso-
nals zu ermöglichen, und ferner nichts dafür vorliegt.
dass sich die Gemeindebehörde bei der Auswahl der zur
Erreichung dieses Zweckes nur in beschränkter Zahl zu-
zulassenden Privatinstallateure nicht von sachlichen Er-
wägungen (berufliche Tüchtigkeit der Bewerber. eventuell
Priorität der Bewerbung) hätte 1eiten lassen. Demnach
ist gegen die Abweisung des Konzessionsgesuches des
Rekurrenten aus dem Gesichtspunkte der Art. 31 und
4 BV nichts einzuwenden. Zwar hätte der Gemeinderat
korrekterweise die angerufene Regulativbestimmung mit
seiner wirklichen Stellungnahme in Einklang bringen
sollen; doch kann schon aus dieser blossen Programm-
bestimmung als solcher ein Rechtsanspruch der privaten
Installateure, wie ihn das darin vorgesehene Reglement
selbst gewähren würde, noch nicht abgeleitet werden.
Demnach hat das Bundesgericht
erkannt:
Der Rekurs wird abgewiesen.