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Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
Les recourants sont a Ia fois entrepreneurs et action-
naires de Ia Societe immobiliere de l'avenue de Ia Gare.
Ils sont recherches en l'espece en Ieur qualite d'action-
naires. L'art. 13 des statuts de Ia societe obligeait les
recourants a elire domicile a Lausanne. La societe Hait
des Iors fondee ales poursuivre au for de Lausanne.
D. - Binz freres ont recouru en temps utile contre cette
decision au Tribunal federal en reprenant les conclusions
formulees devant Ies autorites cantonales. Ils contestent
que rart. 13 des statuts de Ia sociHe poursuivante auto-
rise celle-ci a introduire contre eux une poursuite au for
de Lausanne.
Statuant sur ces faits et considerant
en droit:
Il n'est point necessaire de resoudre en l'espece Ia
question discutable de savoir si rart. 13 des statuts de Ia
Societe immobiliere de l'avenue de Ia Gare cree un for
special pour les contestations qui concernellt les obliga-
tions decoulant de Ia souscription d'actions. En effet,
meme si l'on admet l'existence de ce for judiciaire special,
ce fait est sans portee pour le for -de Ia poursuite. Les dis-
positions de la Ioi fMeraie sur le for de la poursuite des
debiteurs domicilies e n S u iss e sont d'ordre public et
ne peuvent eire modifiees par Ia convention des parties
(cf. JAEGER, Art. 46, nos 2 et 3 p. 87). Les parties petlVent
seulement convenir d'un domicile special pour Ia solution
d'un litige par les tribunaux; mais le for du proces n'est
pas identique avec le for de la poursuite. Ce dernier for
interesse egalement les autres creanciers, tandis que le for
judiciaire n'interesse que les parties en cause. En conse-
quence, l'election d'un domicile particulier, different du
domicile ordinaire (qui est determinant pour Ie for de la
poursuite) ne cree point un for special de poursuite. Cela
resulte d'ailleurs aussi de Ia teneur claire et nette de Ia
loi : rart. 50 LP ne prevoit Ia poursuite au domicile special
und Konkurskammer. N° 23.
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elu que pour le debiteur domicilie a I:etranger et qui a elu
un domicile special en Suisse, c'est-a-dire pour le debiteur
qui n'a pas en Suisse un domicile creant un for general de
poursuite. En revanche, dans les cas OU ce for general
existe en Suisse, toutes les poursuites doivent avoir lieu
a cet endroit. Meme la creation d'une succursale et son
inscription au registre du commerce (faits qui etablissent
un domicile judiciaire) ne sont pas de nature, d'apres Ia
jurisprudence constante du Tribunal federal, a fonder un
for de poursuite au siege de Ia succursale (v. J AEGER, art. 46
n° 3 p. 87, et n° 9 p. 93; RO M. spec. 9 p. 186 et 187 *).
Par ces motlis,
La Chambre des Poursuites et des Faillites
prononce:
Le recours est admis; en consequence, le commande-
ment de payer, poursuite n° 44811, notifie auxrecourants
le 5 janvier 1914, est annule.
23. Entscheid vom 6. Mai 1914 i. S. ktgeber.
Art. 31 Abs. 3 SchKG. Als staatlich anerkannter Feiertag gilt
nur ein solcher, der -
nach dem massgebenden kantonalen
Recht -
für alle Konfessionen verbindlich ist und an dem
die staatlichen Bureaux geschlossen sind.
A. -
Durch Entscheid vom 10. März 1914 wies die
obere Aufsichtsbehörde des Kantons Thurgau eine Be-
schwerde der Eleonore Ratgeber in Zürich gegen verschie-
dene VerfÜgungen des Betreibungsamtes Arbon ab. Dieser
Entscheid wurde am131. März an die Parteien gesandt.
B. -
Gegen diesen Entscheid « vom 10. /31. März 1914)
hat die Rekurrentin mit Eingabe vom 11. April beim
Bundesgerichte Beschwerde geführt. Die Eingabe ist am
• Ed. gen. S2 I p. 416.
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Entscheidungen der SChuldbetreibungs-
1~. April abends 5 Uhr 45 bei der Post zur Beförderung an
die kantonale Aufsichtsbehörde aufgegeben worden.
C. -
Die kantonale Aufsichtsbehörde hat zur Be-
schwerde bemerkt, dass sie verspätet sei, weil der ange-
fochtene Entscheid am 31. März den Parteien zugestellt
worden sei und die Rekurrentin nicht behauptet habe,
dass sie ihn erst später erhalten habe. Einen vom Ver-
treter der Rekurrentin unterzeichneten Empfangschein
hat die kantonale Aufsichtsbehörde nicht eingesandt.
Auf eine Anfrage des Instruktionsrichters, ob der Kar-
freitag im Kanton Thurgau ein staatlich anerkannter
Feiertag sei, hat sie sodann folgende Antwort erteilt :
{(..... teilen wir Ihnen mit, dass das Gesetz betreffend die
I) Kirchenordnung der evangelischen Konfession des Kan-
I) tons Thurgau vom 5. Mai 1872 in § 39 bestimmt, dass
I) als Festtag in der evangelischen Landeskirche unter
I) andern gefeiert wird der Karfreitag. Andere einschlägige
I) Gesetzesbestimmungen können wir Ihnen keine benen-
I) nen; hingegen mag noch erwähnt werden, dass die katho-
l) lische Landeskirche diesen Feiertag nicht kennt. Es kann
» demnach der Karfreitag als staatlich anerkannter Feier-,
I) tag nur für die Angehörigen der evarigelischen Konfes-
I) sion in Frage kommen.
,
Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
Da nach der eigenen Angabe der Rekurrentin ihr der
Entscheid am 31. März 1914 zugestellt wurde, so lief die
Beschwerdefrist am Karfreitag ab. Der Rekurs ist deshalb
nur dann rechtzeitig ergriffen worden, wenn der genannte
Tag ein staatlich anerkannter Feiertag im Sinne des
Art. 31 Abs. 3 SchKG ist. Massgebend für die Frage, ob
ein bestimmter rag als solcher Feiertag anzusehen sei,
ist das öffentfiche Recht desjenigen Kantons, in dem die
an die Frist gebundene Handlung - hier die Einreichung
der Beschwerde bei der kantonalen Aufsichtsbehörde _
und Konkurskammer. N° 23.
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vorzunehmen ist; denn Normen des eidgenössischen
Rechts über die allgemeine Anerkennung von Feiertagen
bestehen nicht (vgl. BGE 27 II S. 40). Allerdings bestimmt
§ 55 des eidgenössischen Transportreglementes, dass be-
stimmte Tage, so auch der Karfreitag, als «allgemeine
Feiertage l) gelten sollen. Dies bezieht sich aber lediglich
auf die Einschränkung des Eisenbahnbetriebes, nicht auf
das allgemeine bürgerliche Leben. Verschiedene Kantone
bezeichnen denn auch die im Transportreglement genann-
ten Feiertage besonders noch als allgemeine Feiertage,
und andere erkennen bloss einzelnen unter ihnen diesen
Charakter für das allgemeine bürgerliche Leben zu. Ob
im vorliegenden Fall der Karfreitag als staatlich aner-
kannter Feiertag gelten solle, ist somit nach thurgauischem
Rechte zu beurteilen. Danach ist nun, wie sich aus dem
Bericht der kantonalen Aufsichtsbehörde ergibt, der Kar-
freitag lediglich für die Angehörigen der evangelischen
Landeskirche auf Grund des für diese massgebenden Kir-
chenordnungsgesetzes ein Feiertag. Ein solcher Feiertag,
der nicht für die Angehörigen aller Konfessionen eines
Kantons verbindlich ist und an dem die staatlichen Bu-
reaux nicht geschlossen sind, gilt nicht als staatlich aner-
kannt im' Sinne des Art. 31 Abs. 3 SchKG. Der Rekurs
ist infolgedessen,verspätet.
Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer
erkannt:
Auf den Rekurs wird nicht eingetreten.