Sachverhalt
1. 1.1
X.___ , geboren 1983, leidet an einer Muskeldystrophie ( Erstma nifestation im zwölften Lebensjahr, progredienter Verlauf, Urk. 12/146/3, Urk. 12/171/3). Aufgrund dieses Leidens wurden ihr verschie dene Hilfsmittel zugesprochen und sie bezieht eine Hilflosenentschädigung leichten Grades (seit Januar 2010) respektive e ine Hilflosenentschädigung mitt leren Grades (seit April 2010; Urk. 12/82, Urk. 12/84).
Die Versicherte war bis Ende April 2014 als Treuhänderin bei der Y.___ AG angestellt (Urk. 12/107/12) , wobei sie ab dem 7. November 2013 zu 40 % arbeitsunfähig geschrieben war (Urk. 12/107/13, Urk. 12/136/11) . Seit
Mai 2014 ist sie als Treuhänderin in einem 60%-Pensum bei der Z.___ GmbH angestellt (Urk. 12/156, Urk. 12/149/1) , bei welcher sie Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung ist (I nternet-Handelsregister-Auszug). 1.2
Am 14. März 2014 meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsan stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf die bestehende Muskel dystrophie zum Leistungsbezug (Berufliche Massnahmen/Rente) an (Urk. 12/110). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, wobei sie insbesondere Berichte bei den behandelnden Ärzte n einholte (Urk. 12/146, Urk. 12/171 ). Mit Vorbescheid vom 11. Februar 201 5 (Urk. 12/179) stellte die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf einen
Invalidi tätsgrad von 40 % die Ausrichtung einer Viertelsrente mit Wirkung ab dem 1. November 2014 in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte am 11. März 2015 Einwände (Urk. 12 /188 ), worauf die IV-Stelle
m it neuem Vorbe scheid vom 11. Mai 2015 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50 % die Ausrichtung einer halben Rente mit Wirkung ab 1. November 2014 in Aussicht stellte (Urk. 12 /195). Die Versicherte erhob dagegen am 10. Juni 201 5 erneut Ein wände (Urk. 12/204). Mit Verfügungen vom 1. Oktober 2015 (für die Zeit ab 1. Oktober 2015) und 29. Oktober 2015 (für den Zeitraum vom 1. November 2014 bis 30. September 2015) sprach die IV-Stelle der Versicherten wie ange kündigt eine halbe Rente zu (Urk. 2, Urk. 7/2). 2. 2.1
Mit Eingaben vom 30. Oktober 2015 respektive
26. November 2015 erhob X.___
gegen beide Verfügungen Beschwerde und beantragte, es sei ihr sowohl für den Zeitraum vom 1. November 2014 bis 30. September 2015 als auch für die Zeit ab 1. Oktober 2015 eine höhere als die halbe Rente zuzu sprechen (Urk. 1 S. 2, Urk. 7/1 S. 2). Mit Verfügung vom 3. Dezember 2015 wurden die zwei Beschwerdeverfahren vereinigt (Urk. 8 ). 2.2
Mit Beschwerdeantwort vom
30. Dezember 201 5 (Urk. 11 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-232) erklärte die Beschwerdegegnerin, es bestehe lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente , und beantragte eine Abänderung der ange fochtenen Verfügungen zuungunsten der Beschwerdeführerin ( reformatio in peius ). 2.3
Am 24. Februar 2016 fand eine Instruktionsverhandlung statt, wobei der Beschwerdeführerin im Anschluss an diese Verhandlung bis 7. März 2016 Frist angesetzt wurde, um schriftlich mitzuteilen, ob an der Beschwerde festgehalten werde (Urk. 15). Innert zweimalig erstreckter Frist (Urk. 17, Urk. 18) teilte die Beschwerdeführerin am 13. April 2016 mit, an der Beschwerde fes tzuhalten (Urk. 19) , wobei sie einen zusätzlichen Arztbericht z u den Akten reichte (Urk. 20/1) . Die Beschwerdeführerin ersuchte darum , die Kosten für diesen Bericht der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen . Ausserdem seien allfällige wei tere Fragen direkt an ihren behandelnden Speziala rz t zu stellen. Eventualiter sei bei einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin die bisherige Rente weiterhin auszurichten (Urk. 19 S. 3 f.). 2.4
Mit Besch luss vom 25. April 2016 (Urk. 22) zeigte das Gericht der Beschwerde führerin an, gestützt auf eine vorläufige Prüfung der Akten bestehe die Mög lichkeit, dass die angefochtene Verfügung in dem Sinne zu ihren Ungunsten abgeändert werde , als lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe , wes halb ihr Frist zur Stellungnahme oder zum Rückzug der Beschwerde angesetzt werde. Mit Eingabe vom 17. Mai 2016 (Urk. 24) teilte die Beschwerdeführerin mit, an der Beschwerde fest zuhalten und stellte zusätzlich den Eventualantrag, die angefochtenen Verfügungen seien zu ändern und die Sache se i, soweit ein Anspruch auf einen eine
Viertelsrente übersteigenden Rentenanspruch abge wiesen werde, aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung der medi zinischen Entwicklung der chronischen Erkrankung und der Arbeitsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zur gutachterlichen und beruflich-erwerblichen Abklärung zurückzuweisen. Subeventualiter sei en die angefochtenen Verfügun gen aufzuheben und die Sache
sei zur ergänzenden Abklärung der medizini schen Entwicklung der chronischen Erkrankung und der Arbeitsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zur gutachterlichen und beruflich-erwerblichen Abklärung zurückzuweisen (Urk. 24 S. 1 f.). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente , bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom mensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no ch zugemutet werden kön nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 2. 2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in den angefochtenen Verfügungen
(Urk. 2, Urk. 7/2) , gestützt auf die medizinischen Abklärungen sei die Beschwerdeführe rin seit November 2013 in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt . In der angestammten Tätigkeit als Treuhänderin bestehe noch ein e 60 % ige Arbeitsfähigkeit . Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bei der Y.___ AG im Jahr 2014 ein Einkommen von Fr. 109‘649.75 erzielt hätte. G estützt auf die vom Bundes amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
sei von einem Invalideneinkommen von Fr. 54‘322.80 auszugehen . Die Beschwer degegnerin ermittelte somit ein en Invalid i tätsgrad von 50 % und sprach der Beschwerdeführerin nach Ablauf des Wartejahres eine halbe Rente zu . 2.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen in den Beschwerde schrift en
vom 30. Oktober und 26. November 2015 (Urk. 1 , Urk. 7/1 ) im Wesentlichen vor , sie habe bei der Y.___ AG mehr verdient als von der Beschwerdegeg nerin angenommen, weshalb ihr Valideneinkommen entsprechend zu erhöhen sei. Beim Invalideneinkommen sei sodann zu beachten, dass auch bei einer ver bleibenden Arbeitsfähigkeit von 60 % lohnmindernde Faktoren zu berücksichti gen und die Tabel lenlöhne dementsprechend herabzusetzen seien. Dass
sie nur noch im Rahmen einer Teilzeittätigkeit und zudem ohne Ressourcen für Über stunden einsetzbar sei, wirke sich lohnmindernd aus. Zudem benötige sie mehr Zeit für Kundenbesuche und könne nur noch Kunden besuchen, die über roll stuhlgerechte Räume verfügen würden. Sie sei sodann aufgrund ihrer Mobili tätseinschränkung auch während der Anwesenheit im Büro langsamer, was die Leistung während der Präsenzzeit von 60 % senke. Zusätzlich sei sie auf die Unterstützung durch Mitarbeiter ang ewiesen . Es sei daher ein behinderungsbe dingter Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 25 % zu gewähren. Da eine Diskriminierung durch Statistik vorliege, sei allenfalls sogar ein höherer A bzug vorzunehmen . Ausserdem seien vom so ermittelten Invalide neinkommen invali ditätsbedingte K osten für den Arbeitsweg ab z uziehen. 2.3
Mit Beschwerdeantwort vom 30. Dezember 2015 (Urk. 11) hielt die Beschwerde gegnerin fest, sie habe das Valideneinkommen
in den angefochtenen Verfügun gen zu Unrecht gestützt auf das zuletzt erzielte Einkommen bei der Y.___ AG ermittelt. Da mit Blick auf das Kündigungsschreiben vom 20. Februar 2014 davon auszugehen sei, dass dieses Arbeitsverhältnis aus wirt schaftlichen Gründen aufgelöst worden sei, hätte für das Valideneinkommen
ebenfalls auf statistische Werte abgestellt werden müssen. Da die Beschwerde führerin in der angestammten Tätigkeit als Treuhänderin weiterhin zu 60 % arbeitsfähig sei – was durch die Beschwerdeführerin nicht bestritten werde – seien somit beide Vergleichseinkommen anhand derselben Grundlagen zu ermitteln. Demzufolge könne ein Prozentvergleich vorgenommen werden, womit ein Invaliditätsgrad von 40 % resultiere und somit lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente
bestehe . Gründe für einen behinderungs bedingten Abzug seien keine ersichtlich, da sämtliche Einschränkungen bereits bei der Beurtei lung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden seien. Selbst wenn jedoch ein Abzug von 15 % gewährt würde, ergäbe sich kein höherer Rentenanspruch . 2.4
I m Anschluss an die Instruktionsverhandlung vom
24. Februar 2016 reichte die Beschwerdeführerin einen durch ihren behandelnden Arzt ausgefüllten Frage bogen vom 8. April 2016 ein (Urk. 19 , Urk. 20 /1) und machte unter Verweis auf diesen Arztb ericht im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht von einer 60%ig en Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Ihre Arbeitsfähigkeit betrage lediglich 30 % . I m Übrigen
sei bei der Ermittlung des Invalideneinkom mens
zu berücksichtigen, dass sie alle ein bis zwei Jahre auf eine stationäre Rehabilitation von jeweils zwei bis drei Wochen angewiesen se i . 2.5
Stellungnehmend zum gerichtlichen Beschluss vom 25. April 2016 (Urk. 22) hielt die Beschwerdeführerin am
17. Mai 2016
(Urk. 24) sodann dafür , die medi zinische Beurteilung, wonach im Zeitpunkt der Verfügung eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe, beruhe auf einer unvol lständigen Sachver haltsabklärung . Die von der Beschwerdegegnerin eingeholten medizinischen Berichte würden zur Klärung der Streitfrage nicht genügen. Es handle sich bei den eingeholten Arztberichten um eher kurze Formulararztberichte. Die Beschwerdegegnerin hätte zusätzlich beruflich-erwerbliche Abklärungen vor nehmen müssen. Be i einer Abklärung vor Ort hätte sich die Beschwerdegegnerin ein Bild über die zusätzlich lohnwirksamen Auswirkungen bei der attestierten Teilarbeitsfähigkeit machen müssen. Sofern die Beschwerde nicht gutgeheissen werden könne, sei die Sache daher an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen.
Des Weiteren brachte
die Beschwerdeführerin
vor , die Arbeitsstelle bei der Y.___ AG sei ihr aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden. Ein Prozentvergleich sei daher unzulässig. Ein solcher sei im Übrigen auch nicht zulässig, da sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, die in der früheren Tätigkeit als Mandatsleiterin erforderlichen Überstunden zu leisten und Kun denbesuche zu machen (Urk. 24). 3. 3.1
3.1 .1
Prof. Dr. med. A.___ , Klinik für Neurologie des B.___ , attestierte nach einer am 7. November 2013 durch geführten Kontrolle ab diesem Datum eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit ( Bericht vom 7. November 2013, Urk. 12/128/1). Die Beschwerdeführerin gab an , zu 100 % in einem Treuhand büro angestellt zu sein , wobei sie sich in diesem Pensum überfordert fühle und auf 60 % reduzieren möchte (Urk. 12/128/2). 3.1 .2
Zuhanden des Krankentaggeldversicherers hielt Prof. Dr. A.___ am 26. März 2014 dafür, in der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich eine deutli che Muskelschwäche gezeigt, was mit der fortgeschrittenen lipomatösen Atro phie der Muskulatur übereinstimme. Anamnestisch habe sich nach der klini schen Erstmanifestation mit einer Schwäche in den Oberschenkeln und Beinen ein langsam progredienter Verlauf mit zunehmender Ausweitung der Symptome auf Schulter , Arme und Rumpf gezeigt. Klinisch zeigten sich Gesicht und Schlund sowie die kognitive Funktion nicht betroffen. Die Gehstrecke mit Hal ten betrage ungefähr fünf Meter. Die Beschwerdeführerin klage über vermin derte Mobilität durch die progrediente Muskelerkrankung, über Fussdeformitä ten sowie Rückenbeschwerden bei langem Sitzen. Sie sei in der bisherigen Tätigkeit als Treuhänderin bezogen auf ein 100%-Pensum aufgrund massiv verminderter Mobilität und Muskelkraft, vermehrter Erschöpfbarkeit sowie Schmerzen bei längerem Sitzen
aktuell zu 60 % arbeitsfähig . In Zukunft sei mit einem weiteren Rückgang der Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Urk. 12/136/5). 3 .1 .3
Gegenüber der Beschwerdegegnerin hielt Prof. Dr. A.___
stellungnehmend zur Arbeitsfähigkeit mit Bericht vom 14. Juli 2014 (Urk. 12/146) dafür, die Beschwerdeführerin sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Treuhänderin seit mindestens November 2013 bis auf weiteres zu 40 % arbeitsunfähig . Dies auf grund einer massiv verminderten Mobilität und Muskelkraft, einer vermehrten Erschöpfbarkeit sowie aufgrund von Schmerzen bei längerem Sitzen. Die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen Tätigkeit noch zu 60 % arbeitsfähig in einem zeitlich flexibel gestalteten Rahmen
(Urk. 12/146/5) . 3.1 .4
PD Dr. med. univ. C.___ , Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) , erachtete
in Beurteilung der Aktenlage am 22. August 2014 (Urk. 12/177/3 f.)
die Einschätzung der behandelnden Ärzte, wonach die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Treuhänderin noch zu 60 % arbeitsfähig sei, als nachvollziehbar . 3.1 .5
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. med. D.___ , FMH für Allge meinmedizin, berichtete am
27. November 2014 zuhanden der Beschwerdegeg nerin (Urk. 12/171), gemäss der Beschwerdeführerin habe anlässlich der letzten Kontrolle im Februar 2014 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Die Arbeits unfähigkeit werde vom B.___
attestiert . Die Beschwerdeführerin sei als Treuhän derin tätig und diese Arbeit sei , soweit ihr bekannt ,
als solche noch zumutbar (Urk. 12/171/4). 3.2
Wenn die Beschwerdegegnerin gestützt auf diese Arztberichte davon ausging, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zu 60 % arbeitsfä hig sei (E. 2.1), ist dies nicht zu beanstanden. So hielten die Ärzte übereinstim mend fest, dass noch eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig keit bestehe. Auch die Krankentaggeldversicherung ging von einer 60 %igen Arbeitsfähigkeit respektive einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit in der ange stammten Tätigkeit aus und erbrachte entsprechende Taggeldleistungen (Urk. 12/231/66 ; siehe Abrechnung en bis Ende September 2015, Urk. 12/231/65 , Urk. 12/224/4 ). Dies wurde denn von der Beschwerdeführerin – soweit ersicht lich – auch nie bemängelt. Die Beschwerdeführerin gab selber wiederholt an, zu 60 % arbeitsfähig zu sein, so beispielsweise anlässlich der Anmeldung im März 2014 ( Urk. 12/183), im Rahmen eines Gesuches um bauliche Massnahmen für den neuen Arbeitsplatz im März 2014 (Urk. 12/117) , im Rahmen des Standort gespräches
im April 2014 (Urk. 12/127/3 f. ), sowie im Rahmen der Abklärungen für Hilfsmittel im Zusammenhang mit dem Fahrzeug im Juli 2014 (Urk. 12/156). Auch im
Vorbescheidverfahren reichte sie schliesslich keine abweichenden medizinischen Beurteilungen zu den Akten , sondern legte ihren Ausführungen ausdrücklich eine medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % zugrunde (Urk. 12/188/3 , Urk. 12/204/3 f. ).
Dass die Beschwerdegegnerin trotz medizinischen übereinstimmenden Beurteilun gen der Arbeitsfähigkeit weitere Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit, namentlich eine Abklärung vor Ort, hätte vornehmen müssen
– wie die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren in der Stellungnahme vom 17. Mai 2016 nunmehr einwendet (Urk. 24 S. 4) - ist nicht einsichtig. 3.3
Soweit die Beschwerdeführerin
nun nach durchgeführter Instruktionsver handlung vom 24. Februar 2016 einen von Prof. Dr. A.___
am
8. April 2016 ausgefüllten Fragebogen einreicht (Urk. 20/1) , mit welchem
ihr eine Arbeits un fähigkeit von 70 % attestiert wird , vermag dies zu keiner anderen Beurteilung zu führen. Prof. Dr. A.___
hält
darin , bezugnehmend auf die von ihm mit
einem Bericht vom 21. Januar 2015 attestierte 60%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 20/1 S. 2 unten) und davon abweichend ,
dafür , die Arbeitsfähigkeit betrage 30 % bei einer zumutbaren Präsenzzeit von 60 % und einer
während dieser Präsenzzeit um 50 % verminderte n Leistungsfähigkeit .
Eine Begründung dafür, weshalb Prof. Dr. A.___ die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nunmehr weit geringer einschätzen sollte, als bisher von ihm attestiert und von der Beschwer deführerin wiederholt bestätigt (vgl. oben), lässt sich dem Schreiben nicht ent nehmen, weshalb diese Einschätzung - sollte damit eine rückwirkende Ände rung der Arbeitsfähigkeit bescheinigt werden - angesichts der oben angeführten übereinstimmenden Berichte und der übrigen Aktenlage nicht nachvollziehbar wäre. Es drängt sich denn vielmehr die Vermutung auf, dass der Fragenkatalog die aktuelle Beurteilung des behandelnden Arztes wiedergibt. Die gegenwärtige gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin bildet jedoch nicht Gegen stand des vorliegenden Verfahrens, sondern wäre allenfalls im Rahmen einer Revision zu überprüfen. Es
besteht damit kein Anlass, von der Beurteilung, wonach die Arbeitsfähigkeit
– zumindest im Zeitpunkt der angefochtenen Ver fügungen - 60 % betrug , abzuweichen , zumal die von Prof. Dr. A.___ genannten Einschränkungen (lang samer aufgrund Mobilitätseinschränkung, verminderte Muskelkraft) bereits Grund für die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % war (vgl. E. 3.1.1 ff . ) .
Wenn die Beschwerdeführerin sodann anführt , die Referentin habe anlässlich der Instruktionsverhandlung erwähnt, dass sich der medizinische Sachverhalt als allenfalls ungenügend abgeklärt erweisen könnte (Urk. 24 S. 4), i st darauf hinzuweisen, dass das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen soll, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen und oftmals nicht alleine gestützt auf die Einschätzung der behandelnden Ärzte Leistungen zugesprochen werden können ( BGE 125 V 351 E. 3b/cc, BGE 135 V 465 E. 4.5 ) . Vorliegend lassen jedoch die übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen eine abschliessende Beurteilung bis zum Verfügungszeitpunkt zu (E. 3.2), weshalb sich diesbezügliche gutachterliche Abklärungen erübrigen. 3.4
Es ist somit gestützt auf die vorliegende Aktenlage mit dem Beweis - grad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerde - führerin
– zumindest noch im Oktober 2015 - in der angestammten Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig war . 4. 4.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs (E. 1.3 ), wie sich die einge schränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in erwerblicher Hinsicht auswirkt. 4.2
Vorliegend kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführerin aus wirtschaftlichen
oder gesundheitlichen Gründen gekündigt wurde . Da die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zumindest zu 60 % arbeitsfähig ist (E. 3.4) , läuft der Einkommensvergleich auf einen Prozentvergleich hinaus (Urteil des Bundesge richts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015, E. 4.2.6)
und es resultiert eine Erwerbseinbusse von 40 %. 4.3
Lohnmindernde Faktoren liegen entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keine vor.
Einerseits wirkt sich bei Frauen Teilzeit arbeit proportional eher lohnerhöhend aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_379/2011 vom 26. August 2011, E. 4.2.2.2). Dass die Beschwerdeführerin im Übrigen früher regelmässig Überstunden geleistet hätte und nun aufgrund des Teilzeitpensums diesbezüglich eine zusätzliche Lohneinbusse erleide n würde (Urk. 1 S. 6 , Urk. 24 S. 5 ), ergibt sich nicht aus den Akten.
Was die als lohnmindernd geltend gemachten Einschränkungen in der Mobilität (Urk. 1 S. 6) betreffen, so sind diese bereits in der attestierten Verminderung der Arbeitsfähigkeit auf 60 % enthalten, weshalb sich eine erneute Berücksichti gung als lohnmindernder Faktor verbietet ( vgl. E. 3.1.1 ff. ).
Soweit sodann gewisse Tätigkeiten , wie schwere Bücher aus dem Gestell zu holen, Kunden mit Kaffee zu bedienen oder
schwere Pakete auf die Post zu bringen (Urk. 1 S. 7 ) , nicht mehr möglich sein sollte n , i st darauf hinzuweisen, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar ist, diese Tätigkeiten zu delegieren resp. den Arbeits platz entsprechend einzurichten. Dass dies zu einer relevanten zusätzlichen Einbusse führen würde, erscheint nicht nachvollziehbar, zumal davon au s gegangen werden darf, dass bei der Tätigkeit als qualifizierte Treu händerin
– unabhängig vom Gesundheitszustand - ein Sekretariat zur Verfü gung steht . D ie Beschwerdeführerin macht weiter invali ditätsbedingte Kosten im Zusam menhang mit dem privaten Fahrzeug geltend (Urk. 1 S. 10 ff. , Urk. 19 S. 2 , Urk. 24 S. 6 ) . Angesichts dessen, dass d ie Tramverbindung zwischen Wohn- und Arbeitsort durchgehend rollstuhlgängig ist (vgl. www.vbz.ch/handicap
) - was denn von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten w ird -
erscheint es nicht einsichtig , weshalb ihr die Benützu ng dieser öffentlichen Verkehrs mittel nicht zumutbar wäre. Wenn Prof. Dr. A.___ auf Ersuchen der Beschwerdeführerin am 8. April 2016 nunmehr dafürhält, auf grund der körperlichen Einschränkungen und de utlich verminderten körperli chen Belastbarkeit sei die regelmässige Benutzung von öffentlichen Verkehrs mitteln für den Arbeitsweg nicht zumutbar, unter anderem auch, weil dadurch die für die Erwerbstätigkeit zu verwendenden körperlichen Ressourcen einge schränkt würden (Urk. 24 S. 3), ist darauf hinzuweisen, dass Grund für die Attestierung der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit bereits die verminderte Mobi lität, Muskelkraft und vermehrte Erschöpfbarkeit war (E. 3.1.1 ff.) und entspre chende Einschränkungen somit bereits in der attestierten Arbeitsunfähigkeit mitberücksichtigt sind. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde führerin bereits invaliditätsbedingte Umbaukosten am privaten Fahrzeug ver gütet wurden (Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2015.00499 vom 2 2. September 2015), jährliche Amortisationsbeiträge ausgerichtet werden ( Urk. 12/74, Urk. 12/230/3 f.) und ohnehin nur invaliditätsbedingte Mehrkosten (unter Abzug allgemein üblicher Kosten) zu berücksichtigen wären.
Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin – unter Verweis auf den Bericht Prof. Dr. A.___ (Urk. 21 S. 3) - vor, sie sei alle ein bis zwei Jahre auf eine statio näre Rehabilitation von jeweils zwei bis drei Wochen angewiesen. Diese regel mässigen Abwesenheiten würden sich noch einmal zusätzlich lohnmindernd auswirken (Urk. 19 S. 2). Aus den Akten ergibt sich nicht, dass ein solcher Rehabilitationsaufenthalt bisher stattgefunden hätte (vgl. bspw. Urk. 12/171/3), was die Beschwerdeführerin denn auch selber nicht geltend macht. Bislang
sind somit auch keine Lohneinbussen entstanden. Dementsprechend können selbst redend auch keine berücksichtigt werden.
Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich eine Diskriminierung durch Statistik und damit weitere lohnmindernde Faktoren geltend macht (Urk. 1 S. 8 ff.), ist sie auf das zur Publikation vorgesehene Urteil des Bundesgerichts 9C_632/2015 vom 4. April 2016 zu verweisen. 5.
Zusam menfassend ergibt sich, dass der Invaliditätsgrad 40 % beträgt. Die ange fochtene n Verfügung en vom 1. und 29. Oktober 2015 sind deshalb aufzuheben, un d es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführer in nach Ablauf des Warte jahres anfangs November 2014 lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente hat . Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r unterliegenden Beschwerdeführer in aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen . Die angefochtenen Verfügungen vom 1. und 29. Oktober 2015 werden mit der Feststellung abgeändert, dass die Beschwerdeführe rin ab 1. November 2014 Anspruch auf eine Viertelsrente hat . 2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800 .-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3.
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie Schwarz - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , unter Beilage des Doppels der Urk. 24 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstF. Brühwiler
Erwägungen (7 Absätze)
E. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
E. 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art.
E. 1.3 ), wie sich die einge schränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in erwerblicher Hinsicht auswirkt. 4.2
Vorliegend kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführerin aus wirtschaftlichen
oder gesundheitlichen Gründen gekündigt wurde . Da die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zumindest zu 60 % arbeitsfähig ist (E. 3.4) , läuft der Einkommensvergleich auf einen Prozentvergleich hinaus (Urteil des Bundesge richts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015, E. 4.2.6)
und es resultiert eine Erwerbseinbusse von 40 %. 4.3
Lohnmindernde Faktoren liegen entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keine vor.
Einerseits wirkt sich bei Frauen Teilzeit arbeit proportional eher lohnerhöhend aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_379/2011 vom 26. August 2011, E. 4.2.2.2). Dass die Beschwerdeführerin im Übrigen früher regelmässig Überstunden geleistet hätte und nun aufgrund des Teilzeitpensums diesbezüglich eine zusätzliche Lohneinbusse erleide n würde (Urk. 1 S. 6 , Urk. 24 S. 5 ), ergibt sich nicht aus den Akten.
Was die als lohnmindernd geltend gemachten Einschränkungen in der Mobilität (Urk. 1 S. 6) betreffen, so sind diese bereits in der attestierten Verminderung der Arbeitsfähigkeit auf 60 % enthalten, weshalb sich eine erneute Berücksichti gung als lohnmindernder Faktor verbietet ( vgl. E. 3.1.1 ff. ).
Soweit sodann gewisse Tätigkeiten , wie schwere Bücher aus dem Gestell zu holen, Kunden mit Kaffee zu bedienen oder
schwere Pakete auf die Post zu bringen (Urk. 1 S. 7 ) , nicht mehr möglich sein sollte n , i st darauf hinzuweisen, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar ist, diese Tätigkeiten zu delegieren resp. den Arbeits platz entsprechend einzurichten. Dass dies zu einer relevanten zusätzlichen Einbusse führen würde, erscheint nicht nachvollziehbar, zumal davon au s gegangen werden darf, dass bei der Tätigkeit als qualifizierte Treu händerin
– unabhängig vom Gesundheitszustand - ein Sekretariat zur Verfü gung steht . D ie Beschwerdeführerin macht weiter invali ditätsbedingte Kosten im Zusam menhang mit dem privaten Fahrzeug geltend (Urk. 1 S. 10 ff. , Urk. 19 S. 2 , Urk. 24 S. 6 ) . Angesichts dessen, dass d ie Tramverbindung zwischen Wohn- und Arbeitsort durchgehend rollstuhlgängig ist (vgl. www.vbz.ch/handicap
) - was denn von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten w ird -
erscheint es nicht einsichtig , weshalb ihr die Benützu ng dieser öffentlichen Verkehrs mittel nicht zumutbar wäre. Wenn Prof. Dr. A.___ auf Ersuchen der Beschwerdeführerin am 8. April 2016 nunmehr dafürhält, auf grund der körperlichen Einschränkungen und de utlich verminderten körperli chen Belastbarkeit sei die regelmässige Benutzung von öffentlichen Verkehrs mitteln für den Arbeitsweg nicht zumutbar, unter anderem auch, weil dadurch die für die Erwerbstätigkeit zu verwendenden körperlichen Ressourcen einge schränkt würden (Urk. 24 S. 3), ist darauf hinzuweisen, dass Grund für die Attestierung der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit bereits die verminderte Mobi lität, Muskelkraft und vermehrte Erschöpfbarkeit war (E. 3.1.1 ff.) und entspre chende Einschränkungen somit bereits in der attestierten Arbeitsunfähigkeit mitberücksichtigt sind. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde führerin bereits invaliditätsbedingte Umbaukosten am privaten Fahrzeug ver gütet wurden (Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2015.00499 vom 2 2. September 2015), jährliche Amortisationsbeiträge ausgerichtet werden ( Urk. 12/74, Urk. 12/230/3 f.) und ohnehin nur invaliditätsbedingte Mehrkosten (unter Abzug allgemein üblicher Kosten) zu berücksichtigen wären.
Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin – unter Verweis auf den Bericht Prof. Dr. A.___ (Urk. 21 S. 3) - vor, sie sei alle ein bis zwei Jahre auf eine statio näre Rehabilitation von jeweils zwei bis drei Wochen angewiesen. Diese regel mässigen Abwesenheiten würden sich noch einmal zusätzlich lohnmindernd auswirken (Urk. 19 S. 2). Aus den Akten ergibt sich nicht, dass ein solcher Rehabilitationsaufenthalt bisher stattgefunden hätte (vgl. bspw. Urk. 12/171/3), was die Beschwerdeführerin denn auch selber nicht geltend macht. Bislang
sind somit auch keine Lohneinbussen entstanden. Dementsprechend können selbst redend auch keine berücksichtigt werden.
Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich eine Diskriminierung durch Statistik und damit weitere lohnmindernde Faktoren geltend macht (Urk. 1 S. 8 ff.), ist sie auf das zur Publikation vorgesehene Urteil des Bundesgerichts 9C_632/2015 vom 4. April 2016 zu verweisen. 5.
Zusam menfassend ergibt sich, dass der Invaliditätsgrad 40 % beträgt. Die ange fochtene n Verfügung en vom 1. und 29. Oktober 2015 sind deshalb aufzuheben, un d es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführer in nach Ablauf des Warte jahres anfangs November 2014 lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente hat . Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r unterliegenden Beschwerdeführer in aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen . Die angefochtenen Verfügungen vom 1. und 29. Oktober 2015 werden mit der Feststellung abgeändert, dass die Beschwerdeführe rin ab 1. November 2014 Anspruch auf eine Viertelsrente hat . 2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800 .-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3.
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie Schwarz - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , unter Beilage des Doppels der Urk. 24 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstF. Brühwiler
E. 1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no ch zugemutet werden kön nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 2. 2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in den angefochtenen Verfügungen
(Urk. 2, Urk. 7/2) , gestützt auf die medizinischen Abklärungen sei die Beschwerdeführe rin seit November 2013 in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt . In der angestammten Tätigkeit als Treuhänderin bestehe noch ein e 60 % ige Arbeitsfähigkeit . Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bei der Y.___ AG im Jahr 2014 ein Einkommen von Fr. 109‘649.75 erzielt hätte. G estützt auf die vom Bundes amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
sei von einem Invalideneinkommen von Fr. 54‘322.80 auszugehen . Die Beschwer degegnerin ermittelte somit ein en Invalid i tätsgrad von 50 % und sprach der Beschwerdeführerin nach Ablauf des Wartejahres eine halbe Rente zu . 2.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen in den Beschwerde schrift en
vom 30. Oktober und 26. November 2015 (Urk. 1 , Urk. 7/1 ) im Wesentlichen vor , sie habe bei der Y.___ AG mehr verdient als von der Beschwerdegeg nerin angenommen, weshalb ihr Valideneinkommen entsprechend zu erhöhen sei. Beim Invalideneinkommen sei sodann zu beachten, dass auch bei einer ver bleibenden Arbeitsfähigkeit von 60 % lohnmindernde Faktoren zu berücksichti gen und die Tabel lenlöhne dementsprechend herabzusetzen seien. Dass
sie nur noch im Rahmen einer Teilzeittätigkeit und zudem ohne Ressourcen für Über stunden einsetzbar sei, wirke sich lohnmindernd aus. Zudem benötige sie mehr Zeit für Kundenbesuche und könne nur noch Kunden besuchen, die über roll stuhlgerechte Räume verfügen würden. Sie sei sodann aufgrund ihrer Mobili tätseinschränkung auch während der Anwesenheit im Büro langsamer, was die Leistung während der Präsenzzeit von 60 % senke. Zusätzlich sei sie auf die Unterstützung durch Mitarbeiter ang ewiesen . Es sei daher ein behinderungsbe dingter Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 25 % zu gewähren. Da eine Diskriminierung durch Statistik vorliege, sei allenfalls sogar ein höherer A bzug vorzunehmen . Ausserdem seien vom so ermittelten Invalide neinkommen invali ditätsbedingte K osten für den Arbeitsweg ab z uziehen. 2.3
Mit Beschwerdeantwort vom 30. Dezember 2015 (Urk. 11) hielt die Beschwerde gegnerin fest, sie habe das Valideneinkommen
in den angefochtenen Verfügun gen zu Unrecht gestützt auf das zuletzt erzielte Einkommen bei der Y.___ AG ermittelt. Da mit Blick auf das Kündigungsschreiben vom 20. Februar 2014 davon auszugehen sei, dass dieses Arbeitsverhältnis aus wirt schaftlichen Gründen aufgelöst worden sei, hätte für das Valideneinkommen
ebenfalls auf statistische Werte abgestellt werden müssen. Da die Beschwerde führerin in der angestammten Tätigkeit als Treuhänderin weiterhin zu 60 % arbeitsfähig sei – was durch die Beschwerdeführerin nicht bestritten werde – seien somit beide Vergleichseinkommen anhand derselben Grundlagen zu ermitteln. Demzufolge könne ein Prozentvergleich vorgenommen werden, womit ein Invaliditätsgrad von 40 % resultiere und somit lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente
bestehe . Gründe für einen behinderungs bedingten Abzug seien keine ersichtlich, da sämtliche Einschränkungen bereits bei der Beurtei lung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden seien. Selbst wenn jedoch ein Abzug von 15 % gewährt würde, ergäbe sich kein höherer Rentenanspruch . 2.4
I m Anschluss an die Instruktionsverhandlung vom
24. Februar 2016 reichte die Beschwerdeführerin einen durch ihren behandelnden Arzt ausgefüllten Frage bogen vom 8. April 2016 ein (Urk. 19 , Urk. 20 /1) und machte unter Verweis auf diesen Arztb ericht im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht von einer 60%ig en Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Ihre Arbeitsfähigkeit betrage lediglich 30 % . I m Übrigen
sei bei der Ermittlung des Invalideneinkom mens
zu berücksichtigen, dass sie alle ein bis zwei Jahre auf eine stationäre Rehabilitation von jeweils zwei bis drei Wochen angewiesen se i . 2.5
Stellungnehmend zum gerichtlichen Beschluss vom 25. April 2016 (Urk. 22) hielt die Beschwerdeführerin am
17. Mai 2016
(Urk. 24) sodann dafür , die medi zinische Beurteilung, wonach im Zeitpunkt der Verfügung eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe, beruhe auf einer unvol lständigen Sachver haltsabklärung . Die von der Beschwerdegegnerin eingeholten medizinischen Berichte würden zur Klärung der Streitfrage nicht genügen. Es handle sich bei den eingeholten Arztberichten um eher kurze Formulararztberichte. Die Beschwerdegegnerin hätte zusätzlich beruflich-erwerbliche Abklärungen vor nehmen müssen. Be i einer Abklärung vor Ort hätte sich die Beschwerdegegnerin ein Bild über die zusätzlich lohnwirksamen Auswirkungen bei der attestierten Teilarbeitsfähigkeit machen müssen. Sofern die Beschwerde nicht gutgeheissen werden könne, sei die Sache daher an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen.
Des Weiteren brachte
die Beschwerdeführerin
vor , die Arbeitsstelle bei der Y.___ AG sei ihr aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden. Ein Prozentvergleich sei daher unzulässig. Ein solcher sei im Übrigen auch nicht zulässig, da sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, die in der früheren Tätigkeit als Mandatsleiterin erforderlichen Überstunden zu leisten und Kun denbesuche zu machen (Urk. 24). 3. 3.1
3.1 .1
Prof. Dr. med. A.___ , Klinik für Neurologie des B.___ , attestierte nach einer am 7. November 2013 durch geführten Kontrolle ab diesem Datum eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit ( Bericht vom 7. November 2013, Urk. 12/128/1). Die Beschwerdeführerin gab an , zu 100 % in einem Treuhand büro angestellt zu sein , wobei sie sich in diesem Pensum überfordert fühle und auf 60 % reduzieren möchte (Urk. 12/128/2). 3.1 .2
Zuhanden des Krankentaggeldversicherers hielt Prof. Dr. A.___ am 26. März 2014 dafür, in der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich eine deutli che Muskelschwäche gezeigt, was mit der fortgeschrittenen lipomatösen Atro phie der Muskulatur übereinstimme. Anamnestisch habe sich nach der klini schen Erstmanifestation mit einer Schwäche in den Oberschenkeln und Beinen ein langsam progredienter Verlauf mit zunehmender Ausweitung der Symptome auf Schulter , Arme und Rumpf gezeigt. Klinisch zeigten sich Gesicht und Schlund sowie die kognitive Funktion nicht betroffen. Die Gehstrecke mit Hal ten betrage ungefähr fünf Meter. Die Beschwerdeführerin klage über vermin derte Mobilität durch die progrediente Muskelerkrankung, über Fussdeformitä ten sowie Rückenbeschwerden bei langem Sitzen. Sie sei in der bisherigen Tätigkeit als Treuhänderin bezogen auf ein 100%-Pensum aufgrund massiv verminderter Mobilität und Muskelkraft, vermehrter Erschöpfbarkeit sowie Schmerzen bei längerem Sitzen
aktuell zu 60 % arbeitsfähig . In Zukunft sei mit einem weiteren Rückgang der Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Urk. 12/136/5). 3 .1 .3
Gegenüber der Beschwerdegegnerin hielt Prof. Dr. A.___
stellungnehmend zur Arbeitsfähigkeit mit Bericht vom 14. Juli 2014 (Urk. 12/146) dafür, die Beschwerdeführerin sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Treuhänderin seit mindestens November 2013 bis auf weiteres zu 40 % arbeitsunfähig . Dies auf grund einer massiv verminderten Mobilität und Muskelkraft, einer vermehrten Erschöpfbarkeit sowie aufgrund von Schmerzen bei längerem Sitzen. Die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen Tätigkeit noch zu 60 % arbeitsfähig in einem zeitlich flexibel gestalteten Rahmen
(Urk. 12/146/5) . 3.1 .4
PD Dr. med. univ. C.___ , Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) , erachtete
in Beurteilung der Aktenlage am 22. August 2014 (Urk. 12/177/3 f.)
die Einschätzung der behandelnden Ärzte, wonach die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Treuhänderin noch zu 60 % arbeitsfähig sei, als nachvollziehbar . 3.1 .5
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. med. D.___ , FMH für Allge meinmedizin, berichtete am
27. November 2014 zuhanden der Beschwerdegeg nerin (Urk. 12/171), gemäss der Beschwerdeführerin habe anlässlich der letzten Kontrolle im Februar 2014 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Die Arbeits unfähigkeit werde vom B.___
attestiert . Die Beschwerdeführerin sei als Treuhän derin tätig und diese Arbeit sei , soweit ihr bekannt ,
als solche noch zumutbar (Urk. 12/171/4). 3.2
Wenn die Beschwerdegegnerin gestützt auf diese Arztberichte davon ausging, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zu 60 % arbeitsfä hig sei (E. 2.1), ist dies nicht zu beanstanden. So hielten die Ärzte übereinstim mend fest, dass noch eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig keit bestehe. Auch die Krankentaggeldversicherung ging von einer 60 %igen Arbeitsfähigkeit respektive einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit in der ange stammten Tätigkeit aus und erbrachte entsprechende Taggeldleistungen (Urk. 12/231/66 ; siehe Abrechnung en bis Ende September 2015, Urk. 12/231/65 , Urk. 12/224/4 ). Dies wurde denn von der Beschwerdeführerin – soweit ersicht lich – auch nie bemängelt. Die Beschwerdeführerin gab selber wiederholt an, zu 60 % arbeitsfähig zu sein, so beispielsweise anlässlich der Anmeldung im März 2014 ( Urk. 12/183), im Rahmen eines Gesuches um bauliche Massnahmen für den neuen Arbeitsplatz im März 2014 (Urk. 12/117) , im Rahmen des Standort gespräches
im April 2014 (Urk. 12/127/3 f. ), sowie im Rahmen der Abklärungen für Hilfsmittel im Zusammenhang mit dem Fahrzeug im Juli 2014 (Urk. 12/156). Auch im
Vorbescheidverfahren reichte sie schliesslich keine abweichenden medizinischen Beurteilungen zu den Akten , sondern legte ihren Ausführungen ausdrücklich eine medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % zugrunde (Urk. 12/188/3 , Urk. 12/204/3 f. ).
Dass die Beschwerdegegnerin trotz medizinischen übereinstimmenden Beurteilun gen der Arbeitsfähigkeit weitere Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit, namentlich eine Abklärung vor Ort, hätte vornehmen müssen
– wie die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren in der Stellungnahme vom 17. Mai 2016 nunmehr einwendet (Urk. 24 S. 4) - ist nicht einsichtig. 3.3
Soweit die Beschwerdeführerin
nun nach durchgeführter Instruktionsver handlung vom 24. Februar 2016 einen von Prof. Dr. A.___
am
8. April 2016 ausgefüllten Fragebogen einreicht (Urk. 20/1) , mit welchem
ihr eine Arbeits un fähigkeit von 70 % attestiert wird , vermag dies zu keiner anderen Beurteilung zu führen. Prof. Dr. A.___
hält
darin , bezugnehmend auf die von ihm mit
einem Bericht vom 21. Januar 2015 attestierte 60%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 20/1 S. 2 unten) und davon abweichend ,
dafür , die Arbeitsfähigkeit betrage 30 % bei einer zumutbaren Präsenzzeit von 60 % und einer
während dieser Präsenzzeit um 50 % verminderte n Leistungsfähigkeit .
Eine Begründung dafür, weshalb Prof. Dr. A.___ die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nunmehr weit geringer einschätzen sollte, als bisher von ihm attestiert und von der Beschwer deführerin wiederholt bestätigt (vgl. oben), lässt sich dem Schreiben nicht ent nehmen, weshalb diese Einschätzung - sollte damit eine rückwirkende Ände rung der Arbeitsfähigkeit bescheinigt werden - angesichts der oben angeführten übereinstimmenden Berichte und der übrigen Aktenlage nicht nachvollziehbar wäre. Es drängt sich denn vielmehr die Vermutung auf, dass der Fragenkatalog die aktuelle Beurteilung des behandelnden Arztes wiedergibt. Die gegenwärtige gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin bildet jedoch nicht Gegen stand des vorliegenden Verfahrens, sondern wäre allenfalls im Rahmen einer Revision zu überprüfen. Es
besteht damit kein Anlass, von der Beurteilung, wonach die Arbeitsfähigkeit
– zumindest im Zeitpunkt der angefochtenen Ver fügungen - 60 % betrug , abzuweichen , zumal die von Prof. Dr. A.___ genannten Einschränkungen (lang samer aufgrund Mobilitätseinschränkung, verminderte Muskelkraft) bereits Grund für die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % war (vgl. E. 3.1.1 ff . ) .
Wenn die Beschwerdeführerin sodann anführt , die Referentin habe anlässlich der Instruktionsverhandlung erwähnt, dass sich der medizinische Sachverhalt als allenfalls ungenügend abgeklärt erweisen könnte (Urk. 24 S. 4), i st darauf hinzuweisen, dass das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen soll, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen und oftmals nicht alleine gestützt auf die Einschätzung der behandelnden Ärzte Leistungen zugesprochen werden können ( BGE 125 V 351 E. 3b/cc, BGE 135 V 465 E. 4.5 ) . Vorliegend lassen jedoch die übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen eine abschliessende Beurteilung bis zum Verfügungszeitpunkt zu (E. 3.2), weshalb sich diesbezügliche gutachterliche Abklärungen erübrigen. 3.4
Es ist somit gestützt auf die vorliegende Aktenlage mit dem Beweis - grad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerde - führerin
– zumindest noch im Oktober 2015 - in der angestammten Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig war . 4. 4.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs (E.
E. 5 (Urk. 11 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-232) erklärte die Beschwerdegegnerin, es bestehe lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente , und beantragte eine Abänderung der ange fochtenen Verfügungen zuungunsten der Beschwerdeführerin ( reformatio in peius ). 2.3
Am 24. Februar 2016 fand eine Instruktionsverhandlung statt, wobei der Beschwerdeführerin im Anschluss an diese Verhandlung bis 7. März 2016 Frist angesetzt wurde, um schriftlich mitzuteilen, ob an der Beschwerde festgehalten werde (Urk. 15). Innert zweimalig erstreckter Frist (Urk. 17, Urk. 18) teilte die Beschwerdeführerin am 13. April 2016 mit, an der Beschwerde fes tzuhalten (Urk. 19) , wobei sie einen zusätzlichen Arztbericht z u den Akten reichte (Urk. 20/1) . Die Beschwerdeführerin ersuchte darum , die Kosten für diesen Bericht der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen . Ausserdem seien allfällige wei tere Fragen direkt an ihren behandelnden Speziala rz t zu stellen. Eventualiter sei bei einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin die bisherige Rente weiterhin auszurichten (Urk. 19 S. 3 f.). 2.4
Mit Besch luss vom 25. April 2016 (Urk. 22) zeigte das Gericht der Beschwerde führerin an, gestützt auf eine vorläufige Prüfung der Akten bestehe die Mög lichkeit, dass die angefochtene Verfügung in dem Sinne zu ihren Ungunsten abgeändert werde , als lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe , wes halb ihr Frist zur Stellungnahme oder zum Rückzug der Beschwerde angesetzt werde. Mit Eingabe vom 17. Mai 2016 (Urk. 24) teilte die Beschwerdeführerin mit, an der Beschwerde fest zuhalten und stellte zusätzlich den Eventualantrag, die angefochtenen Verfügungen seien zu ändern und die Sache se i, soweit ein Anspruch auf einen eine
Viertelsrente übersteigenden Rentenanspruch abge wiesen werde, aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung der medi zinischen Entwicklung der chronischen Erkrankung und der Arbeitsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zur gutachterlichen und beruflich-erwerblichen Abklärung zurückzuweisen. Subeventualiter sei en die angefochtenen Verfügun gen aufzuheben und die Sache
sei zur ergänzenden Abklärung der medizini schen Entwicklung der chronischen Erkrankung und der Arbeitsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zur gutachterlichen und beruflich-erwerblichen Abklärung zurückzuweisen (Urk. 24 S. 1 f.). Das Gericht zieht in Erwägung: 1.
E. 6 ATSG) gewesen sind; und c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art.
E. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente , bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).
Volltext (verifizierbarer Originaltext)
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2015.01129 damit vereinigt IV.2015.01220 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin F. Brühwiler Urteil vom
6. Juni 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz Sigg Schwarz Advokatur Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1
X.___ , geboren 1983, leidet an einer Muskeldystrophie ( Erstma nifestation im zwölften Lebensjahr, progredienter Verlauf, Urk. 12/146/3, Urk. 12/171/3). Aufgrund dieses Leidens wurden ihr verschie dene Hilfsmittel zugesprochen und sie bezieht eine Hilflosenentschädigung leichten Grades (seit Januar 2010) respektive e ine Hilflosenentschädigung mitt leren Grades (seit April 2010; Urk. 12/82, Urk. 12/84).
Die Versicherte war bis Ende April 2014 als Treuhänderin bei der Y.___ AG angestellt (Urk. 12/107/12) , wobei sie ab dem 7. November 2013 zu 40 % arbeitsunfähig geschrieben war (Urk. 12/107/13, Urk. 12/136/11) . Seit
Mai 2014 ist sie als Treuhänderin in einem 60%-Pensum bei der Z.___ GmbH angestellt (Urk. 12/156, Urk. 12/149/1) , bei welcher sie Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung ist (I nternet-Handelsregister-Auszug). 1.2
Am 14. März 2014 meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsan stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf die bestehende Muskel dystrophie zum Leistungsbezug (Berufliche Massnahmen/Rente) an (Urk. 12/110). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, wobei sie insbesondere Berichte bei den behandelnden Ärzte n einholte (Urk. 12/146, Urk. 12/171 ). Mit Vorbescheid vom 11. Februar 201 5 (Urk. 12/179) stellte die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf einen
Invalidi tätsgrad von 40 % die Ausrichtung einer Viertelsrente mit Wirkung ab dem 1. November 2014 in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte am 11. März 2015 Einwände (Urk. 12 /188 ), worauf die IV-Stelle
m it neuem Vorbe scheid vom 11. Mai 2015 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50 % die Ausrichtung einer halben Rente mit Wirkung ab 1. November 2014 in Aussicht stellte (Urk. 12 /195). Die Versicherte erhob dagegen am 10. Juni 201 5 erneut Ein wände (Urk. 12/204). Mit Verfügungen vom 1. Oktober 2015 (für die Zeit ab 1. Oktober 2015) und 29. Oktober 2015 (für den Zeitraum vom 1. November 2014 bis 30. September 2015) sprach die IV-Stelle der Versicherten wie ange kündigt eine halbe Rente zu (Urk. 2, Urk. 7/2). 2. 2.1
Mit Eingaben vom 30. Oktober 2015 respektive
26. November 2015 erhob X.___
gegen beide Verfügungen Beschwerde und beantragte, es sei ihr sowohl für den Zeitraum vom 1. November 2014 bis 30. September 2015 als auch für die Zeit ab 1. Oktober 2015 eine höhere als die halbe Rente zuzu sprechen (Urk. 1 S. 2, Urk. 7/1 S. 2). Mit Verfügung vom 3. Dezember 2015 wurden die zwei Beschwerdeverfahren vereinigt (Urk. 8 ). 2.2
Mit Beschwerdeantwort vom
30. Dezember 201 5 (Urk. 11 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 12/1-232) erklärte die Beschwerdegegnerin, es bestehe lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente , und beantragte eine Abänderung der ange fochtenen Verfügungen zuungunsten der Beschwerdeführerin ( reformatio in peius ). 2.3
Am 24. Februar 2016 fand eine Instruktionsverhandlung statt, wobei der Beschwerdeführerin im Anschluss an diese Verhandlung bis 7. März 2016 Frist angesetzt wurde, um schriftlich mitzuteilen, ob an der Beschwerde festgehalten werde (Urk. 15). Innert zweimalig erstreckter Frist (Urk. 17, Urk. 18) teilte die Beschwerdeführerin am 13. April 2016 mit, an der Beschwerde fes tzuhalten (Urk. 19) , wobei sie einen zusätzlichen Arztbericht z u den Akten reichte (Urk. 20/1) . Die Beschwerdeführerin ersuchte darum , die Kosten für diesen Bericht der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen . Ausserdem seien allfällige wei tere Fragen direkt an ihren behandelnden Speziala rz t zu stellen. Eventualiter sei bei einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin die bisherige Rente weiterhin auszurichten (Urk. 19 S. 3 f.). 2.4
Mit Besch luss vom 25. April 2016 (Urk. 22) zeigte das Gericht der Beschwerde führerin an, gestützt auf eine vorläufige Prüfung der Akten bestehe die Mög lichkeit, dass die angefochtene Verfügung in dem Sinne zu ihren Ungunsten abgeändert werde , als lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe , wes halb ihr Frist zur Stellungnahme oder zum Rückzug der Beschwerde angesetzt werde. Mit Eingabe vom 17. Mai 2016 (Urk. 24) teilte die Beschwerdeführerin mit, an der Beschwerde fest zuhalten und stellte zusätzlich den Eventualantrag, die angefochtenen Verfügungen seien zu ändern und die Sache se i, soweit ein Anspruch auf einen eine
Viertelsrente übersteigenden Rentenanspruch abge wiesen werde, aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung der medi zinischen Entwicklung der chronischen Erkrankung und der Arbeitsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zur gutachterlichen und beruflich-erwerblichen Abklärung zurückzuweisen. Subeventualiter sei en die angefochtenen Verfügun gen aufzuheben und die Sache
sei zur ergänzenden Abklärung der medizini schen Entwicklung der chronischen Erkrankung und der Arbeitsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zur gutachterlichen und beruflich-erwerblichen Abklärung zurückzuweisen (Urk. 24 S. 1 f.). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente , bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom men ), in Bezie hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen ). Der Einkom mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b eiden hypo thetischen Erwerbsein kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom mensvergleichs ; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). 1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits unfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no ch zugemutet werden kön nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 2. 2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in den angefochtenen Verfügungen
(Urk. 2, Urk. 7/2) , gestützt auf die medizinischen Abklärungen sei die Beschwerdeführe rin seit November 2013 in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt . In der angestammten Tätigkeit als Treuhänderin bestehe noch ein e 60 % ige Arbeitsfähigkeit . Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bei der Y.___ AG im Jahr 2014 ein Einkommen von Fr. 109‘649.75 erzielt hätte. G estützt auf die vom Bundes amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
sei von einem Invalideneinkommen von Fr. 54‘322.80 auszugehen . Die Beschwer degegnerin ermittelte somit ein en Invalid i tätsgrad von 50 % und sprach der Beschwerdeführerin nach Ablauf des Wartejahres eine halbe Rente zu . 2.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen in den Beschwerde schrift en
vom 30. Oktober und 26. November 2015 (Urk. 1 , Urk. 7/1 ) im Wesentlichen vor , sie habe bei der Y.___ AG mehr verdient als von der Beschwerdegeg nerin angenommen, weshalb ihr Valideneinkommen entsprechend zu erhöhen sei. Beim Invalideneinkommen sei sodann zu beachten, dass auch bei einer ver bleibenden Arbeitsfähigkeit von 60 % lohnmindernde Faktoren zu berücksichti gen und die Tabel lenlöhne dementsprechend herabzusetzen seien. Dass
sie nur noch im Rahmen einer Teilzeittätigkeit und zudem ohne Ressourcen für Über stunden einsetzbar sei, wirke sich lohnmindernd aus. Zudem benötige sie mehr Zeit für Kundenbesuche und könne nur noch Kunden besuchen, die über roll stuhlgerechte Räume verfügen würden. Sie sei sodann aufgrund ihrer Mobili tätseinschränkung auch während der Anwesenheit im Büro langsamer, was die Leistung während der Präsenzzeit von 60 % senke. Zusätzlich sei sie auf die Unterstützung durch Mitarbeiter ang ewiesen . Es sei daher ein behinderungsbe dingter Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 25 % zu gewähren. Da eine Diskriminierung durch Statistik vorliege, sei allenfalls sogar ein höherer A bzug vorzunehmen . Ausserdem seien vom so ermittelten Invalide neinkommen invali ditätsbedingte K osten für den Arbeitsweg ab z uziehen. 2.3
Mit Beschwerdeantwort vom 30. Dezember 2015 (Urk. 11) hielt die Beschwerde gegnerin fest, sie habe das Valideneinkommen
in den angefochtenen Verfügun gen zu Unrecht gestützt auf das zuletzt erzielte Einkommen bei der Y.___ AG ermittelt. Da mit Blick auf das Kündigungsschreiben vom 20. Februar 2014 davon auszugehen sei, dass dieses Arbeitsverhältnis aus wirt schaftlichen Gründen aufgelöst worden sei, hätte für das Valideneinkommen
ebenfalls auf statistische Werte abgestellt werden müssen. Da die Beschwerde führerin in der angestammten Tätigkeit als Treuhänderin weiterhin zu 60 % arbeitsfähig sei – was durch die Beschwerdeführerin nicht bestritten werde – seien somit beide Vergleichseinkommen anhand derselben Grundlagen zu ermitteln. Demzufolge könne ein Prozentvergleich vorgenommen werden, womit ein Invaliditätsgrad von 40 % resultiere und somit lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente
bestehe . Gründe für einen behinderungs bedingten Abzug seien keine ersichtlich, da sämtliche Einschränkungen bereits bei der Beurtei lung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden seien. Selbst wenn jedoch ein Abzug von 15 % gewährt würde, ergäbe sich kein höherer Rentenanspruch . 2.4
I m Anschluss an die Instruktionsverhandlung vom
24. Februar 2016 reichte die Beschwerdeführerin einen durch ihren behandelnden Arzt ausgefüllten Frage bogen vom 8. April 2016 ein (Urk. 19 , Urk. 20 /1) und machte unter Verweis auf diesen Arztb ericht im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht von einer 60%ig en Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Ihre Arbeitsfähigkeit betrage lediglich 30 % . I m Übrigen
sei bei der Ermittlung des Invalideneinkom mens
zu berücksichtigen, dass sie alle ein bis zwei Jahre auf eine stationäre Rehabilitation von jeweils zwei bis drei Wochen angewiesen se i . 2.5
Stellungnehmend zum gerichtlichen Beschluss vom 25. April 2016 (Urk. 22) hielt die Beschwerdeführerin am
17. Mai 2016
(Urk. 24) sodann dafür , die medi zinische Beurteilung, wonach im Zeitpunkt der Verfügung eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe, beruhe auf einer unvol lständigen Sachver haltsabklärung . Die von der Beschwerdegegnerin eingeholten medizinischen Berichte würden zur Klärung der Streitfrage nicht genügen. Es handle sich bei den eingeholten Arztberichten um eher kurze Formulararztberichte. Die Beschwerdegegnerin hätte zusätzlich beruflich-erwerbliche Abklärungen vor nehmen müssen. Be i einer Abklärung vor Ort hätte sich die Beschwerdegegnerin ein Bild über die zusätzlich lohnwirksamen Auswirkungen bei der attestierten Teilarbeitsfähigkeit machen müssen. Sofern die Beschwerde nicht gutgeheissen werden könne, sei die Sache daher an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen.
Des Weiteren brachte
die Beschwerdeführerin
vor , die Arbeitsstelle bei der Y.___ AG sei ihr aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden. Ein Prozentvergleich sei daher unzulässig. Ein solcher sei im Übrigen auch nicht zulässig, da sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, die in der früheren Tätigkeit als Mandatsleiterin erforderlichen Überstunden zu leisten und Kun denbesuche zu machen (Urk. 24). 3. 3.1
3.1 .1
Prof. Dr. med. A.___ , Klinik für Neurologie des B.___ , attestierte nach einer am 7. November 2013 durch geführten Kontrolle ab diesem Datum eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit ( Bericht vom 7. November 2013, Urk. 12/128/1). Die Beschwerdeführerin gab an , zu 100 % in einem Treuhand büro angestellt zu sein , wobei sie sich in diesem Pensum überfordert fühle und auf 60 % reduzieren möchte (Urk. 12/128/2). 3.1 .2
Zuhanden des Krankentaggeldversicherers hielt Prof. Dr. A.___ am 26. März 2014 dafür, in der klinisch-neurologischen Untersuchung habe sich eine deutli che Muskelschwäche gezeigt, was mit der fortgeschrittenen lipomatösen Atro phie der Muskulatur übereinstimme. Anamnestisch habe sich nach der klini schen Erstmanifestation mit einer Schwäche in den Oberschenkeln und Beinen ein langsam progredienter Verlauf mit zunehmender Ausweitung der Symptome auf Schulter , Arme und Rumpf gezeigt. Klinisch zeigten sich Gesicht und Schlund sowie die kognitive Funktion nicht betroffen. Die Gehstrecke mit Hal ten betrage ungefähr fünf Meter. Die Beschwerdeführerin klage über vermin derte Mobilität durch die progrediente Muskelerkrankung, über Fussdeformitä ten sowie Rückenbeschwerden bei langem Sitzen. Sie sei in der bisherigen Tätigkeit als Treuhänderin bezogen auf ein 100%-Pensum aufgrund massiv verminderter Mobilität und Muskelkraft, vermehrter Erschöpfbarkeit sowie Schmerzen bei längerem Sitzen
aktuell zu 60 % arbeitsfähig . In Zukunft sei mit einem weiteren Rückgang der Arbeitsfähigkeit zu rechnen (Urk. 12/136/5). 3 .1 .3
Gegenüber der Beschwerdegegnerin hielt Prof. Dr. A.___
stellungnehmend zur Arbeitsfähigkeit mit Bericht vom 14. Juli 2014 (Urk. 12/146) dafür, die Beschwerdeführerin sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Treuhänderin seit mindestens November 2013 bis auf weiteres zu 40 % arbeitsunfähig . Dies auf grund einer massiv verminderten Mobilität und Muskelkraft, einer vermehrten Erschöpfbarkeit sowie aufgrund von Schmerzen bei längerem Sitzen. Die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen Tätigkeit noch zu 60 % arbeitsfähig in einem zeitlich flexibel gestalteten Rahmen
(Urk. 12/146/5) . 3.1 .4
PD Dr. med. univ. C.___ , Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) , erachtete
in Beurteilung der Aktenlage am 22. August 2014 (Urk. 12/177/3 f.)
die Einschätzung der behandelnden Ärzte, wonach die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Treuhänderin noch zu 60 % arbeitsfähig sei, als nachvollziehbar . 3.1 .5
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. med. D.___ , FMH für Allge meinmedizin, berichtete am
27. November 2014 zuhanden der Beschwerdegeg nerin (Urk. 12/171), gemäss der Beschwerdeführerin habe anlässlich der letzten Kontrolle im Februar 2014 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Die Arbeits unfähigkeit werde vom B.___
attestiert . Die Beschwerdeführerin sei als Treuhän derin tätig und diese Arbeit sei , soweit ihr bekannt ,
als solche noch zumutbar (Urk. 12/171/4). 3.2
Wenn die Beschwerdegegnerin gestützt auf diese Arztberichte davon ausging, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zu 60 % arbeitsfä hig sei (E. 2.1), ist dies nicht zu beanstanden. So hielten die Ärzte übereinstim mend fest, dass noch eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig keit bestehe. Auch die Krankentaggeldversicherung ging von einer 60 %igen Arbeitsfähigkeit respektive einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit in der ange stammten Tätigkeit aus und erbrachte entsprechende Taggeldleistungen (Urk. 12/231/66 ; siehe Abrechnung en bis Ende September 2015, Urk. 12/231/65 , Urk. 12/224/4 ). Dies wurde denn von der Beschwerdeführerin – soweit ersicht lich – auch nie bemängelt. Die Beschwerdeführerin gab selber wiederholt an, zu 60 % arbeitsfähig zu sein, so beispielsweise anlässlich der Anmeldung im März 2014 ( Urk. 12/183), im Rahmen eines Gesuches um bauliche Massnahmen für den neuen Arbeitsplatz im März 2014 (Urk. 12/117) , im Rahmen des Standort gespräches
im April 2014 (Urk. 12/127/3 f. ), sowie im Rahmen der Abklärungen für Hilfsmittel im Zusammenhang mit dem Fahrzeug im Juli 2014 (Urk. 12/156). Auch im
Vorbescheidverfahren reichte sie schliesslich keine abweichenden medizinischen Beurteilungen zu den Akten , sondern legte ihren Ausführungen ausdrücklich eine medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % zugrunde (Urk. 12/188/3 , Urk. 12/204/3 f. ).
Dass die Beschwerdegegnerin trotz medizinischen übereinstimmenden Beurteilun gen der Arbeitsfähigkeit weitere Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit, namentlich eine Abklärung vor Ort, hätte vornehmen müssen
– wie die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren in der Stellungnahme vom 17. Mai 2016 nunmehr einwendet (Urk. 24 S. 4) - ist nicht einsichtig. 3.3
Soweit die Beschwerdeführerin
nun nach durchgeführter Instruktionsver handlung vom 24. Februar 2016 einen von Prof. Dr. A.___
am
8. April 2016 ausgefüllten Fragebogen einreicht (Urk. 20/1) , mit welchem
ihr eine Arbeits un fähigkeit von 70 % attestiert wird , vermag dies zu keiner anderen Beurteilung zu führen. Prof. Dr. A.___
hält
darin , bezugnehmend auf die von ihm mit
einem Bericht vom 21. Januar 2015 attestierte 60%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 20/1 S. 2 unten) und davon abweichend ,
dafür , die Arbeitsfähigkeit betrage 30 % bei einer zumutbaren Präsenzzeit von 60 % und einer
während dieser Präsenzzeit um 50 % verminderte n Leistungsfähigkeit .
Eine Begründung dafür, weshalb Prof. Dr. A.___ die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nunmehr weit geringer einschätzen sollte, als bisher von ihm attestiert und von der Beschwer deführerin wiederholt bestätigt (vgl. oben), lässt sich dem Schreiben nicht ent nehmen, weshalb diese Einschätzung - sollte damit eine rückwirkende Ände rung der Arbeitsfähigkeit bescheinigt werden - angesichts der oben angeführten übereinstimmenden Berichte und der übrigen Aktenlage nicht nachvollziehbar wäre. Es drängt sich denn vielmehr die Vermutung auf, dass der Fragenkatalog die aktuelle Beurteilung des behandelnden Arztes wiedergibt. Die gegenwärtige gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin bildet jedoch nicht Gegen stand des vorliegenden Verfahrens, sondern wäre allenfalls im Rahmen einer Revision zu überprüfen. Es
besteht damit kein Anlass, von der Beurteilung, wonach die Arbeitsfähigkeit
– zumindest im Zeitpunkt der angefochtenen Ver fügungen - 60 % betrug , abzuweichen , zumal die von Prof. Dr. A.___ genannten Einschränkungen (lang samer aufgrund Mobilitätseinschränkung, verminderte Muskelkraft) bereits Grund für die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % war (vgl. E. 3.1.1 ff . ) .
Wenn die Beschwerdeführerin sodann anführt , die Referentin habe anlässlich der Instruktionsverhandlung erwähnt, dass sich der medizinische Sachverhalt als allenfalls ungenügend abgeklärt erweisen könnte (Urk. 24 S. 4), i st darauf hinzuweisen, dass das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen soll, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen und oftmals nicht alleine gestützt auf die Einschätzung der behandelnden Ärzte Leistungen zugesprochen werden können ( BGE 125 V 351 E. 3b/cc, BGE 135 V 465 E. 4.5 ) . Vorliegend lassen jedoch die übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen eine abschliessende Beurteilung bis zum Verfügungszeitpunkt zu (E. 3.2), weshalb sich diesbezügliche gutachterliche Abklärungen erübrigen. 3.4
Es ist somit gestützt auf die vorliegende Aktenlage mit dem Beweis - grad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerde - führerin
– zumindest noch im Oktober 2015 - in der angestammten Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig war . 4. 4.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs (E. 1.3 ), wie sich die einge schränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in erwerblicher Hinsicht auswirkt. 4.2
Vorliegend kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführerin aus wirtschaftlichen
oder gesundheitlichen Gründen gekündigt wurde . Da die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zumindest zu 60 % arbeitsfähig ist (E. 3.4) , läuft der Einkommensvergleich auf einen Prozentvergleich hinaus (Urteil des Bundesge richts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015, E. 4.2.6)
und es resultiert eine Erwerbseinbusse von 40 %. 4.3
Lohnmindernde Faktoren liegen entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keine vor.
Einerseits wirkt sich bei Frauen Teilzeit arbeit proportional eher lohnerhöhend aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_379/2011 vom 26. August 2011, E. 4.2.2.2). Dass die Beschwerdeführerin im Übrigen früher regelmässig Überstunden geleistet hätte und nun aufgrund des Teilzeitpensums diesbezüglich eine zusätzliche Lohneinbusse erleide n würde (Urk. 1 S. 6 , Urk. 24 S. 5 ), ergibt sich nicht aus den Akten.
Was die als lohnmindernd geltend gemachten Einschränkungen in der Mobilität (Urk. 1 S. 6) betreffen, so sind diese bereits in der attestierten Verminderung der Arbeitsfähigkeit auf 60 % enthalten, weshalb sich eine erneute Berücksichti gung als lohnmindernder Faktor verbietet ( vgl. E. 3.1.1 ff. ).
Soweit sodann gewisse Tätigkeiten , wie schwere Bücher aus dem Gestell zu holen, Kunden mit Kaffee zu bedienen oder
schwere Pakete auf die Post zu bringen (Urk. 1 S. 7 ) , nicht mehr möglich sein sollte n , i st darauf hinzuweisen, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar ist, diese Tätigkeiten zu delegieren resp. den Arbeits platz entsprechend einzurichten. Dass dies zu einer relevanten zusätzlichen Einbusse führen würde, erscheint nicht nachvollziehbar, zumal davon au s gegangen werden darf, dass bei der Tätigkeit als qualifizierte Treu händerin
– unabhängig vom Gesundheitszustand - ein Sekretariat zur Verfü gung steht . D ie Beschwerdeführerin macht weiter invali ditätsbedingte Kosten im Zusam menhang mit dem privaten Fahrzeug geltend (Urk. 1 S. 10 ff. , Urk. 19 S. 2 , Urk. 24 S. 6 ) . Angesichts dessen, dass d ie Tramverbindung zwischen Wohn- und Arbeitsort durchgehend rollstuhlgängig ist (vgl. www.vbz.ch/handicap
) - was denn von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten w ird -
erscheint es nicht einsichtig , weshalb ihr die Benützu ng dieser öffentlichen Verkehrs mittel nicht zumutbar wäre. Wenn Prof. Dr. A.___ auf Ersuchen der Beschwerdeführerin am 8. April 2016 nunmehr dafürhält, auf grund der körperlichen Einschränkungen und de utlich verminderten körperli chen Belastbarkeit sei die regelmässige Benutzung von öffentlichen Verkehrs mitteln für den Arbeitsweg nicht zumutbar, unter anderem auch, weil dadurch die für die Erwerbstätigkeit zu verwendenden körperlichen Ressourcen einge schränkt würden (Urk. 24 S. 3), ist darauf hinzuweisen, dass Grund für die Attestierung der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit bereits die verminderte Mobi lität, Muskelkraft und vermehrte Erschöpfbarkeit war (E. 3.1.1 ff.) und entspre chende Einschränkungen somit bereits in der attestierten Arbeitsunfähigkeit mitberücksichtigt sind. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde führerin bereits invaliditätsbedingte Umbaukosten am privaten Fahrzeug ver gütet wurden (Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2015.00499 vom 2 2. September 2015), jährliche Amortisationsbeiträge ausgerichtet werden ( Urk. 12/74, Urk. 12/230/3 f.) und ohnehin nur invaliditätsbedingte Mehrkosten (unter Abzug allgemein üblicher Kosten) zu berücksichtigen wären.
Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin – unter Verweis auf den Bericht Prof. Dr. A.___ (Urk. 21 S. 3) - vor, sie sei alle ein bis zwei Jahre auf eine statio näre Rehabilitation von jeweils zwei bis drei Wochen angewiesen. Diese regel mässigen Abwesenheiten würden sich noch einmal zusätzlich lohnmindernd auswirken (Urk. 19 S. 2). Aus den Akten ergibt sich nicht, dass ein solcher Rehabilitationsaufenthalt bisher stattgefunden hätte (vgl. bspw. Urk. 12/171/3), was die Beschwerdeführerin denn auch selber nicht geltend macht. Bislang
sind somit auch keine Lohneinbussen entstanden. Dementsprechend können selbst redend auch keine berücksichtigt werden.
Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich eine Diskriminierung durch Statistik und damit weitere lohnmindernde Faktoren geltend macht (Urk. 1 S. 8 ff.), ist sie auf das zur Publikation vorgesehene Urteil des Bundesgerichts 9C_632/2015 vom 4. April 2016 zu verweisen. 5.
Zusam menfassend ergibt sich, dass der Invaliditätsgrad 40 % beträgt. Die ange fochtene n Verfügung en vom 1. und 29. Oktober 2015 sind deshalb aufzuheben, un d es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführer in nach Ablauf des Warte jahres anfangs November 2014 lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente hat . Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r unterliegenden Beschwerdeführer in aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1.
Die Beschwerde wird abgewiesen . Die angefochtenen Verfügungen vom 1. und 29. Oktober 2015 werden mit der Feststellung abgeändert, dass die Beschwerdeführe rin ab 1. November 2014 Anspruch auf eine Viertelsrente hat . 2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800 .-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge stellt. 3.
Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie Schwarz - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle , unter Beilage des Doppels der Urk. 24 - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstF. Brühwiler