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MKGE 6 Nr. 46

MKGE 6 Nr. 46 — B. e. T. D. 9 B

Mkg · 1953-06-30 · Deutsch CH
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

113 Nr. 46 in cassazione al condannato stesso, avvertendolo che il Trihunale Mili- tare di cassazione avrehhe anche potuto non prendere in considerazione il ricorso, per tardività. Il ricorso in cassazione venne poi motivato dai condannato stesso entro questo nuovo termine. Il ricorso inoltrato dai condannato puõ essere considerato tempe- stÍ'vo. E' vero che il ricorrente ha ricevuto una copia della lettera scritta dai Gran giudice al difensore il 15 aprile 1953; non si poteva tuttavia pretendere da lui che egli avesse a far pressione sul difensore d'officio affinche questi inoltrasse la motivazione del ricorso entro il termine fissato. Il ricorrente poteva ritenere che il suo difensore avrehbe co- scienziosamente e tempestivamente evaso il suo mandato. L'assegnazione di un nuovo termine al ricorrente era quindi ammissihile. In tma precedente sentenza (Sentenze TMC, Vol. 4, No. 163), il Tribunale militare federale di cassazione ha preso in considerazione il ricorso nonostante fosse stato inoltrato tardivamente. In quella fatti- specie, dietro istanza d~l difensore, impegnato dai servizio militare, il Gran giudice gli aveva prorogato il termine per la presentazione della n1otivazione oltre i tre giorni previsti dai vecchio art. 189, al. 3 OGPPM. Il Trihunale ha ritenuto allora che non sarehhe stato equo f ar sopportare al condannato le conseguenze di un errore commesso dai Gran giudice e privarlo della possihilità di ricorrere in cassazione. Nel caso concreto non si tratta di un errore del Gran giudice, hensi di un'omissione del difen- sore, il quale malgrado il servizio militare avrehhe dovuto f ar in modo da osservare il termine assegnatogli per l'inoltro della motivazione. Avendo successivamente il Gran giudice assegnato un nuovo termine direitamente al condannato, il Tribunale militare federale di cassazione ritiene che la motivazione inoltrata tempestivamente da quest'ultimo debha essere presa in considerazione, altrimenti il ricorrente sarehhe .. pri va to del rimedio della cassazione p er il f atto eh e il suo difensore non aveva osservato il termine fissatogli. (30 giugno 1953, B. e. T. D. 9 B) 46. Zeitablauf als Voraussetzung der Wiedereinsetzung in die bürgerliche Ehrenfahigkeit; Ermessen des Richters (Art. 57 MStG). Condition de temps pour la réintégration dans l'exercice des droits civiques; pouvoir d'appréciation du juge (art. 57 CPM). J} trascorrimento di Ull certo tempo e premessa necessaria per la reintegrazione nei diritti civici: Facoltà d'apprezzamento del giu- dice (art. 57 CPM).

Nr. 46 114 Gemass Art. 57 MStG kann der Verurteilte auf sein Gesuch in die hürgerliche Ehrenfahigkeit wieder eingesetzt werden, wenn das Urteil sei t mindestens zwei J ahren vollzogen ist, das Verhalten des Gesuch- stellers die Wiedereinsetzung rechtfertigt und er den gerichtlich oder vergleichsweise festgestellten Schaden, soweit es ihm zuzumuten war, ersetzt hat. · Die zweijahrige .Frist wird im Falle der Bewahrung vom Tage der bedingten Entlassung an gerechnet (MI(GE 5 N r. 14, 62; BGE 79 IV 4). Da sich M. bewahrt hat, ist sie ahgelaufen. Auch das Erfordernis der Schadensdeckung steht der Rel1ahilitation nicht im W ege, da weder ge- richtlich no eh vergleichsweise f estgestellt w orden ist, das s d ur eh di e strafharen Handlungen des Gesuchstellers ein Schaden entstanden sei. Das V erhalten des V erurteilten sei t der Entlassung aus dem Zuchthaus verhietet an sich die Wiedereinsetzung in die bürgerliche Ehrenfahigkeit ebenfalls nicht. Art. 57 MStG hat indessen nicht den Sinn, dass jeder Verurteilte, der sicl1 wahrend mindestens zwei J ahren wohlverhalten un d d en Scha- den ersetzt oder keinen solchen zu ersetzen gehabt hat, Anspruch auf diese Massnahme habe. W enn diese V oraussetzungen erfüllt sind, steht die Wiedereinsetzung im Ermessen des Richters, freilich nicht in dem Sinne, dass er si e . gleich einern Gnadenakte nach freiern Belieben ge- wahren oder verweigern kõnnte, aber doch so, dass der Schwere des V erschuldens des V erurteiltel}. un d inshesondere dern G rade der Ehrlo- sigkeit, die dieser durch seine Tat offenhart hat, Rechnung zu tragen ist ( vgl. MJ(GE 5 N r. 95). Da di e Dauer d er Einstellung in der bürgerlichen Ehrenfahigkeit nach diesen Gesichtspunkten zugernessen wird, kanu es nicht der Sinn des Gesetzes sein, dass die nach Verhüssung der Haupt· strafe unter der Voraussetzung blossen Wohlverhaltens und allenfalls d er Schadensdeckung schematisch auf zwei J ahre verkürzt werde. Das widersprache auch dern Gedanken, der den Gesetzgeber hei der Rege- lung der bedingteh Entlassung geleitet hat. Da diese erst nach V erhüs- sung von zwei Dritteln der Zuch.thaus- oder Gefangnisstrafe zulassig ist (Art. 31 MStG), hat der Richter in der Regel aucl1 die Wiedereinsetzung in die hürgerliche Ehrenfahigkeit frühstens nach Ahlauf von zwei Drit- teln ihrer Dauer, gerechnet von der V erhüssung der Freiheitsstrafe an, zu bewilligen. Vor Ablauf dieser Zeit wird er dann das Gesuch gut- heissen, wenn das V erhalten des Gesuchstellers sei t de r V erurteilung die Ehrlosigkeit der Tat zurn rnindesten teilweise aufwiegt, dem Richter eine gewisse Achtung vor dem Verurteilten aufdrangt, der im Urteil nicht hat Rechnung getragen werden kõnnen, insbesondere wenn der Verurteilte seit der Verurteilung eine hesonders verdienstliche Tat he- gangen hat ( analog Art. 59, Abs. 3 MStG). W er dagegen trotz W ohlver- haltens an einer inneren Besserung zweifeln lasst oder durch sein V er-