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79_I_375

BGE 79 I 375

Bundesgericht (BGE) · 1953-01-01 · Deutsch CH
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Verwaltungs- und Disziplinarrecht.

dall'assoggettamento all'imposta si preserivono in einque

anni a contare dalla Ioro seadenza. Ci si potrebbe invero

ehiedere se il rinvio dell'art. 20 ep. 1 DSN II all 'art. 135

DIN valga anche per la riscossione dell'importo 8ottratto,

atteso ehe questo non vi e espressamente menzionato. La

risposta dev'essere affermativa. I1 decreto concernente il

nuovo sacrificio ha largamente fatto uso dei rinvio alle

disposizioni dei decreto eoncernente l'imposta per la

difesa nazionale (segnatamente in materia di procedura

di tassazione e di ricorso, di riscossione della contribuzione

e di contravvenzioni), limitandosi a disciplinare soItanto

gli istituti che sono peculiari ad una eontribuzione sulla

sostanza quale il nuovo sacrificio. Se il Iegislatore avesse

voluto derogare in tema di prescrizione al sistema dell'im-

posta per la difesa nazionale avrebbe previsto, come per

Ia perenzione, una disposizione speciale. Se non l'ha fatto

-

e non si vede un motivo plausibile per farlo -, si deve

concludere che intendeva dichiarare applicabile i1 disposto

dell'art. 135 DIN non solo per le muIte, ma anche per

l'importo della contribuzione sottratta.

Siccome il termine di prescrizione comincia a correre

dalla scadenza deI credito fiseale, la contribuzione litigiosa

non era prescritta il 30 dieembre 1952. Anzi, tale termine

non aveva ancora preso inizio, poiche la decisione accer-

tante l'importo sottratto e dovuto dal ricorrente non era

ancora cresciuta in giudicato (cf. PERRET, commentario,

art. 135 DIN, nota I).

Il Tribunale federale pronuncia :

Il ricorso e respinto.

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Registersachen. N0 64.

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II. REGISTERSACHEN

REGISTRES

64. Urteil der 11. Zivilabteilung vom 22. Dezember 1953 i. S.

Eheleute l\lerkelbaeh gegen Luzern, Regierungsrat.

Mit der Verwaltung8gericht8beschwerde kann nicht geltend gemacht

werden, dass der angefochtene Entscheid einem Kreisschreiben

.~es Bundes:ates widerspreche (Art. 104 OG).

Gütet'rechtsregUJfer. Ehevertrag zwischen einem im Ausland woh-

nenden Ausländer und dessen Ehefrau, die das Schweizerbfu-

ger:echt bei~ehalten hat. Eintragung im Register der schwei-

zerIschen Rennat der Ehefrau? (Art. 250 ZGB, Art. 39 der VO

betr. das Güterrechtsregister vom 27. September 1910).

Le ~oye:r:t consistant ~ d?,e que ~a decision attaquee viole une

Clrculalre du ConseIl federal nest pas propre a motiver un

recour8 de droit administratif (art. 104 OJ).

Regi8tre de8 regime8 matrimoniaux. Contrat de mariage passe entre

un etranger habitant l'etranger et sa femme qui a conserve sa

nationaliM suisse. Inscription dans le registre du lieu d'origine

de la femme en Suisse ? (Art. 250 CC, 39 de l'ordonnance sur le

registre des regimes matrimoniaux, du 27 septembre 1910.)

La censura che la decisione impugnata viola una circolare deI

Consiglio federale non e atta a motivare un ricor8o di diritto

amministrativo (art. 104 OG).

Regi8tro dei beni matrimoniali. Convenzione matrimoniale conclusa

tra uno straniero abitante all'estero e sua moglie che ha con-

servato la nazionalita svizzera. Iscrizione nel Iuogo di atti-

nenza della moglie in Isvizzera ? (art. 250 CC, 39 del regola-

mento 27 settembre 1910 sul registro dei beni matrimoniali).

Der niederländische Staatsangehörige Anton Nicoiaas

Merkelbach und seine Braut Gertrud Mary Allce Scherer

von Luzern, die gestützt auf Art. 9 des Bundesgesetzes

über Erwerb und Verlust des Schweizerbfugerrechts vom

29. September 1952 vor dem Zivilstands beamten die Er-

klärung abgegeben hatte, das Schweizerbfugerrecht bei-

behalten zu wollen, schlossen am 29. April 1953 in Luzern

einen Ehevertrag, mit dem sie den Güterstand der Güter-

trennung im Sinne von Art. 241 ff. des Schweizerischen

Zivilgesetzbuches (ZGB) vereinbarten. Durch die Urkunds-

person liessen sie diesen Vertrag unter Berufung auf das

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Verwaltungs- und Disziplinarrecht.

Kreisschreiben des Bundesrates vom 22. September 1911

(BBI 1911 S. 212, Ziff. 1) zur Eintragung in das Güter-

rechtsregister des Kantons Luzern anmelden. Am 7. Mai

1953 fand in Luzern die Trauung statt. Die Eheleute

Merkelbach-Scherer nahmen in den Niederlanden Wohn-

sitz, wo Merkelbach schon bisher gewohnt hatte. Mit Ver-

fügung vom 3. Juni 1953 wies der Güterrechtsregisterführer

ihr Eintragungsbegehren ab. Der Regierungsrat des Kan-

tons Luzern als kantonale Aufsichtsbehörde in Güter-

rechtsregistersachen hat die Beschwerde der Eheleute

Merkelbach gegen diese Verfügung am 14. Juli 1953 abge-

wiesen. Das Bundesgericht weist ihre Verwaltungsgerichts-

beschwerde ab.

Erwägungen:

1. -

Gegen den angefochtenen Entscheid ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 99 I lit. c OG zu-

lässig.

2. -

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann der

Beschwerdeführer nach Art. 104 OG nur geltend machen,

der Entscheid beruhe auf einer Verletzung von Bundes-

recht. Das Bundesrecht ist nach dieser Bestimmung ver-

letzt, wenn ein in einer eidgenössischen Vorschrift aus-

drücklich ausgesprochener oder daraus sich ergebender

Rechtssatz nicht oder nicht richtig angewendet worden ist.

a) Die Beschwerdeführer machen in erster Linie gel-

tend, der angefochtene Entscheid stehe im Widerspruch

mit dem Kreisschreiben vom 22. September 1911, das den

schweizerischen Ehegatten im Ausland gestattet, ihre Ehe-

verträge im Güterrechtsregister der Heimat eintragen zu

lassen, « sobald die allgemeinen Voraussetzungen der Ein-

tragungsfähigkeit (Art. 10 der Verordnung betr. das Güter-

rechtsregister vom 27. September 1910) gegeben sind und

im weitern der nach ausländischem Recht abgeschlossene

Ehevertrag dem ehelichen Güterrecht des schweizerischen

Zivilgesetzbuchs nicht widerspricht (vgl. auch Art. 39

Abs. 2 der Verordnung).» Dieses Kreisschreiben gehört

Registersachen. N0 64.

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jedoch entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer

nicht zum Bundesrecht im Sinne von Art. 104 OG. Die

Kreisschreiben des Bundesrates an die kantonalen Behör-

den betreffend die Vollziehung bundesrechtlicher Vor-

schriften (hier: der Vorschriften des ZGB und der Ver-

ordnung vom 27. September 1910 über die Führung des

Güterrechtsregisters) enthalten nicht allgemein verbind-

liche Rechtssätze, son(fern nur verwaltungsinterne Wei-

sungen an die kantonalen Behörden und stellen daher keine

Rechtsverordnungen, sondern nur sog. Verwaltungsver-

ordnungen dar (vgl. FLEINERjGucoMETTI, Schweiz. Bun-

desstaatsrecht, S. 130, 142, 772 ff.). Dementsprechend

werden sie nicht in der eidgenössischen Gesetzessammlung

veröffentlicht. Auf die Rüge, dass der angefochtene Ent-

scheid das Kreisschreiben vom 22. September 1911 ver-

letze, ist daher nicht einzutreten.

b) Art. 39 der Verordnung vom 27. September 1910, auf

den sich die Beschwerdeführer neben dem Kreisschreiben

berufen, sieht vor, dass ein von schweizerischen Ehegatten

im Ausland abgeschlossener, nach ausländischem Recht

gültiger Ehevertrag Dritten gegenüber nach den Bestim-

mungen des ausländischen Rechts Wirksamkeit erhalte und

dass im Falle der Rückkehr der Ehegatten in die Schweiz

die Eintragung der darin getroffenen Vereinbarungen in

das Güterrechtsregister des neuen Wohnsitzes zU bewilligen

sei, sofern die in Art. 10 für die Eintragungen aufgestellten

Voraussetzungen erfüllt seien und der Vertrag dem ehe-

lichen Güterrecht des ZGB nicht widerspreche. Aus dieser

Bestimmung lässt sich unmöglich ableiten, dass schwei-

zerische Ehegatten, die im Ausland wohnen, berechtigt

seien, ihren Ehevertrag in der Schweiz eintragen zu lassen,

oder dass gar eine mit ihrem Ehemann im Ausland woh-

nende Frau eines Ausländers, die das Schweizerbürgerrecht

beibehalten hat, das Recht habe, die Eintragung eines Ehe-

vertrags im Register ihrer schweizerischen Heimat zu ver-

langen. Ebensowenig ergibt sich ein solcher Anspruch aus

einer andern Bestimmung der Verordnung oder aus dem

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Verwaltungs. und Disziplinarrecht.

ZGB. Das ZGB (Art. 250) und die Verordnung kennen nur

die Eintragung in das Register des Wohnsitzes. Die Ab-

lehnung der von den Beschwerdeführern verlangten Ein-

tragung verstösst also weder gegen das Gesetz noch gegen

die Verordnung.

c) Ob das Gesetz und die Verordnung Eintragungen im

Register der Heimat geradezu verbieten oder ob es den

Registerbehörden allenfalls freistehe, solche Eintragungen

zu erlauben, trotzdem die Beteiligten keinen gesetzlichen

Anspruch darauf haben, kann dahingestellt bleiben. Selbst

wenn man nämlich letzteres annähme, wäre darin, dass die

Praxis die Eintragung von Verträgen im Ausland wohnen-

der Ehegatten nur duldet, wenn beide Gatten Schweizer

sind, nicht auch dann, wenn nur die Ehefrau Schweizerin

ist, keine Verletzung der durch Art. 4 BV garantierten

Rechtsgleichheit zu erblicken. Im Unterschied, der zwi-

schen diesen beiden Fällen besteht, könnte ohne 'Willkür

ein Grund zu verschiedener Behandlung gefunden werden.

Auch die Rüge der Verletzung von Art. 4 BV ist daher

unbegründet.

IH. UHRENINDUSTRIE

INDUSTRIE HORLOGERE

65. Arret du 27 novembre 1953 dans Ia cause Reinhor S. a r.l.

contre Ie Departement fMeral de l'economie publique.

I. Art. 3 al. 1 AIH : Lorsqu'une entreprise qui n'appartient pas

a I'industrie horlogere desire s'adjoindre une fabrication rentrant

dans cette industrie, sa demande d'autorisation a pour objet

I'ouverture d'une nouvelle entreprise. Consid. 1.

2. Art. 4 al. 1 AIH; « Importants interets de I'industrie horlogere».

-

Pouvoir d'examen du Tribunal federal.

-

Ces interets sont incompatibles avec un developpement

excessif de l'appareil de production.

-

Examen, de ce point de vue, d'une demande tendant a

l'ouverture d'une fabrique de boites de montres en or par un

bijoutier. Consid. 2.

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~

I

Uhrenindustrie. N0 65.

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3. Art. 4 al. 2 AIH : Examen de la meme demande du point de

vue de cette disposition legale. Consid. 3.

I. Art. 3, Abs. 1 UB: 'Wenn eine Unternehmung, die nicht zur

Uhrenindustrie gehört, sich einen Fabrikationszweig angliedern

will, der dazu gehört, so hat ihr Gesuch die Eröffnung einer

neuen Unternehmung zum Gegenstand. Erw. 1.

2. Art. 4, Abs. 1 UB: « Bedeutende Interessen der Uhrenindustrie ».

-

Umfang der Prüfung durch das Bundesgericht.

-

Diese Interessen verbieten eine übermässige Ausdehnung

des Produktionsapparates.

-

Prüfung des Gesuches eines Bijoutiers um Bewilligung der

Eröffnung einer Fabrik von Uhrenschalen in Gold. Erw. 2.

3. Art. 4, Abs. 2 UB : Prüfung des nämlichen Gesuches unter dem

Gesichtspunkte dieser Vorschrift. Erw. 3.

I. Art. 3 cp. 1 DISO : Se un'azienda estranea all'industria degli

orologi intende annettere un ramo di fabbricazione di quest'in-

dustria, la sua domanda di autorizzazione ha per oggetto

l'apertura d'una nuova azienda. Consid. 1.

2. Art. 4 cp. 1 DISO: «Importanti interessi dell'industria degli

orologi)).

-

Sindacato deI Tribunale federale.

-

Questi interessi si oppongono ad un estendimento eccessivo

dell'apparato di produzione.

-

Esame, da questo profilo, d'una domanda volta ad ottenere

l'autorizzazione di aprire una fabbrica di casse d'oro per

orologi da parte d'un gioielliere. Consid. 2.

3. Art. 4 cp. 2 DISO : Esame della stessa domanda in base a questo

disposto legale. Consid. 3.

A. -

La maison Reinhor S.a r.l., a Geneve, exploite une

fabrique de bijouterie-joaillerie. L'associe-gerant est Adrien

Reinhard. Toutefois, c'est Maurice Reinhard qui assure

en fait la direction technique. Ne en 1904, il a fait un

apprentissage de bijoutier et a obtenu le diplöme de

bijoutier-joaillier. Il a travaille comme ouvrier boitier,

du leT mai 1925 au 26 avril 1929, puis, a son propre

compte, du mois de juin 1929 au mois de juin 1932. De

mai 1936 a juin 1941, il a de nouveau travaille comme

ouvrier bijoutier-hoitier, puis des le debut de 1942 et

jusqu'en juillet 1943, comme ouvrier bijoutier. En avril

1945, il s'installa derechef a son compte, mais seulement

pour la fabrication de chaines et de bracelets en or. En

mars 1951, il devint l'un des associes de la maison Reinhor

S.a r.l., qui reprit son atelier.

Le 26 juin 1951, Reinhor demanda l'autorisation d'entre-

prendre la fabrication des bOltes de montres en or et en