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Fischerei. N° 33.
cassation du canton de Vaud. Celle-ci a rejete le recours.
Elle a considere notamment que Dupertuis avait commis
<< la contravention prevue a l'art. 19 al. 2 de l'arrete can-
tonal du 20 noyembre 1951 sur l'exercice de la peche en
1952)) et que le tribunal de premiere instance n'avait pas
<< depasse les limites fixees aux art. 31 et 32 de la loi fäde-
rale n.
Contre cet arret, Dupertuis a forme un pourvoi en
nullite, que le Tribunal fäderal a declare irrecevable.
Extrait des motifs:
2. -
L'art. 5 eh. 2 de la loi föderale sur la peche du
21 decembre 1888 interdit notamment l'emploi de har-
pons; celui qui viole cette defense est passible d'une
amende de 5 a 400 fr. en vertu de l'art. 31 eh. l.
D'autre part, l'art. 19 al. l de l'arrete cantonal du
20 novembre 1951 sur l'exercice de la peche en 1952
defendait tous les modes de peche non expressement auto-
rises dans les dispositions anterieures. En outre, son al. 2
avait la teneur suivante :
" Celui qui circule a proximite des cours d'eau porteur de tels
engins ou produits est cense en faire usage et repute en contra-
vention. »
Ceux qui commettaient des contraventions ne relevant
que de l'arrete cantonal etaient punissables d'une amende
de 5 a 400 fr., en vertu de l'art. 62 al. 2 dudit arrete.
En l'espece, les juges cantonaux n'ont pas condamne
le recourant pour avoir employe un engin prohibe. Ils lui
ont inflige une amende simplement pour avoir circule a
proximite d'un cours d'eau en etant porteur d'un tel engin.
Or, ce comportement n'est pas interdit par la loi föderale
sur la peche; il ne l'est que par l'arrete cantonal du
20 novembre 1951. Bien que la Cour de cassation vaudoise
renvoie, sans doute par erreur, aux art. 31 et 32 de la loi
füderale, on doit donc admettre que la contravention
retenue a la charge de Dupertuis est celle de l'art. 19 al. 2
de l'arrete cantonal et que la peine a ete prononcee en
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Ausverkaufsordnung. N° 34.
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vertu de l'art. 62 al. 2 du meme arrete. Des lors, le pourvoi
en nullite est irrecevable, a moins que les dispositions
cantonales appliquees ne violent le droit föderal.
3. -
Selon l'art. 27 de la loi fäderale sur la peche, les
cantons peuvent prendre des mesures plus severes que la
Conföderation pour la protection et l'augmentation des
poissons et des ecrevisses. En vertu de cette disposition,
ils ont le droit, non pas de prevoir pour les infractions
instituees par la legislation föderale des peines plus fortes
que cette derniere, mais de creer des contraventions inde-
pendantes et de les sanctionner par des peines (art. 22 al. 1
du reglement d'execution pour la loi federale sur la peche,
du 3 juin 1889). L'art. 19 al. 2 de l'arrete cantonal du
20 novembre 1951 remplissait ces conditions. En effet,
malgre sa teneur ambigue, il n'etablissait pas une simple
presomption de fait, mais il creait une contravention
sui generis non prevue par la Iegislation de la Confödera-
tion. D'autre part, l'interdiction de circuler a proximite
des cours d'eau en portant des engins prohibes est une
mesure e:fficace pour empecher l'emploi d'appareils inter-
dits et proteger les poissons. Une mesure correspondante
figure du reste dans la loi föderale sur la chasse et la pro-
tection des oiseaux du 10 juin 1925 (art. 41). Ainsi l'art. 19
al. 2 de l'arrete cantonal du 20 novembre 1951 ne violait
pas le droit fäderal, de sorte que le pourvoi est irrecevable.
IV. AUSVERKAUFSORDNUNG
ORDONNANCE SUR LES LIQUIDATIONS
34. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 2. O!ktobell'
1953 i. S. Maurer gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Züll'icb.
Art. 16 Abs. l, 20 Abs. 1 lit. f Ausverkaufsordnung. Beim Übergang
vom Grosshandel zum Kleinhandel macht die Gleichartigkeit
der verkauften \Varen die beiden Geschäfte nicht minder zu
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Ausverkaufsordnung. N° 34.
gleichartigen, als wenn ein Kleinhändler wieder ein Kleinhan-
delsgeschäft eröffnet.
Art. 16 al. 1 et 20 al. 1 litt. f de l'ordonnanee sur le8 liquUJ.ations.
Lorsqu'un ancien commer<;ant en gros ouvre un magasin de
detail pour y debiter des marchandises semblables a celles qu'il
vendait auparavant, les deux commerces sont similaires, comme
si un detaillant ouvrait de nouveau un magasin de vente au
detail.
Art.16 cp.1, 20 cp. 1 lett. f deU'ordinanza sulle liquidazioni. Quando
un commerciante, ehe vendeva prima all'ingrosso, apre un'azienda
per la vendita al minuto di merci simili a quelle ehe vendeva
prima all'ingrosso, le due aziende sono considerate come dello
stesso genere, cosi come se un commerciante ehe vendeva
prima al minuto aprisse di nuovo un'azienda per la vendita
al minuto.
·
A. -
Rudolf Maurer führte in Zürich als Einzelinhaber
ein· Grosshandelsgeschäft für Möbel, Teppiche und andere
Gebrauchsgegenstände.
Am 3. November 1950 bewilligte die Direktion der
Polizei des Kantons Zürich ihm wegen beabsichtigter Auf-
gabe seines Grosshandelsgeschäftes, in einem Totalausver-
kauf Teppiche im Werte von etwa Fr. 38,000.- abzu-
setzen. Sie verbot ihm gemäss Art. 16 der Verordnung vom
16. April 1947 über Ausverkäufe und ähnliche Veranstal-
tungen (AO), innert einer Sperrfrist von drei Jahren seit
Beendigung des Ausverkaufes, d.h. seit 31. Dezember
1950, in der Schweiz ein gleichartiges Geschäft zu eröffnen,
und machte ihn darauf aufmerksam, dass der Eröffnung
die in Art. 16 Abs. 2 AO angeführten Fälle gleichgestellt
seien. Maurer führte den Ausverkauf durch.
Im Sommer 1952 beteiligte er sich an der im Frühjahr
des gleichen Jahres gegründeten Säntis Möbel A.G. in
Tagelswangen, die Bett- und Polsterwaren herstellt und
mit solchen sowie mit Möbeln und Teppichen Kleinhandel
treibt. Von den zweihundert Aktien dieser Gesellschaft
übernahm er hundertundzwei. Er trat als Präsident in den
Verwaltungsrat ein.
B. -
Am 30. April 1953 verurteilte das Obergericht des
Kantons Zürich Maurer wegen fahrlässiger Übertretung
von Art. 20 lit. f AO zu Fr. 50.- Busse.
C. -
Maurer führt Nichtigkeitsbeschwerde mit dem
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Ausverkaufsordnung .. N• 34.
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Antrag, das Urteil sei aufzuheben und er sei freizusprechen.
Er macht unter anderem geltend, das Geschäft der Säntis
Möbel A.G. sei, weil diese Firma Kleinhandel treibe, nicht
gleicher Art wie das von ihm als Einzelkaufmann aufge-
gebene Grosshandelsgeschäft.
Der Kassationshof zieht in Erwägung :
l. -
Gemäss Art. 16 Abs. l AO hat die zuständige
Behörde bei der Bewilligung eines Totalausverkaufes dem
Gesuchsteller zu verbieten, innert einer Sperrfrist von
einem bis zu fünf Jahren seit Beendigung des Totalaus-
verkaufes ein gleichartiges Geschäft in der Schweiz zu
eröffnen. Der Eröffnung eines gleichartigen Geschäftes
stellt Art. 16 Abs. 2 unter anderem die massgebliche Be-
teiligung an einer Aktiengesellschaft gleich, wenn diese ein
gleichartiges Geschäft betreibt.r
Wer nach einem Totalausverkauf vor Ablauf der ihm
auferlegten Sperrfrist ein gleichartiges Geschäft eröffnet
oder übernimmt oder sich an einem solchen beteiligt., ist
nach Art. 20 AO zu bestrafen, bei vorsätzlicher Begehung
mit Haft oder Busse (Abs. 1), im Falle von Fahrlässigkeit
bloss mit Busse (Abs. 2).
2. -
Es ist nicht bestritten, dass das Geschäft der
Säntis Möbel A.G., an der sich der Beschwerdeführer
innerhalb der ihm auferlegten Sperrfrist durch Übernahme
der Mehrheit der Aktien und der Stellung des Verwaltungs-
ratspräsidenten massgeblich beteiligt hat, insofern dem
vom Beschwerdeführer aufgegebenen Grosshandelsgeschäft
gleicht, als in jenem unter anderem Teppiche verkauft
werden, also Waren gleicher Art wie sie der Beschwerde-
führer als Grosshändler verkauft hat. Damit aber ist
objektiv der Tatbestand der erwähnten Übertretung
erfüllt. Beim Übergang vom Grosshandel zum Kleinhandel
macht die Gleichartigkeit der verkauften Waren die beiden
Geschäfte nicht minder zu gleichartigen im Sinne der
Art. 16 und 20 lit. f AO, als wenn ein Kleinhändler wieder
ein Kleinhandelsgeschäft eröffnet. Indem der Grosshändler
einen Totalausverkauf im Sillne der Ausverkaufsordnung
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Ausverkaufsordnung. N° 34.
durchführt, der immer eine Veranstaltung des Detailver-
kaufs ist, ansonst er gar nicht nach Ausverkaufsordnung
bewilligungspflichtig wäre (vgl. Art. 1 Abs. 1 AO), steigt
er für die Dauer des Ausverkaufs auf die Stufe des Klein-
händlers herab. Damit übernimmt er nicht nur den Vorteil,
seine Waren durch unmittelbaren Verkauf an die Verbrau-
cher absetzen zu können, sondern wird er auch den Pflich-
ten unterworfen, welche die Kleinhändler mit der Durch-
führung eines Totalausverkaufes auf sich nehmen. Es
entstände sonst die stossende Ungleichheit, dass von zwei
Geschäftsleuten, die beide einen Totalausverkauf im Sinne
der Ausverkaufsordnung durchgeführt haben, der eine
sofort ein Kleinhandelsgeschäft mit Waren gleicher Art
eröffnen dürfte, weil er vor dem Ausverkauf Grosshändler
war, während der andere das erst nach Ablauf einer Sperr-
frist tun dürfte. Dem Grosshändler wäre damit ermög-
licht, zum Schaden der Kleinhändler durch einen Total-
ausverkauf Kunden für ein sofort zu eröffnendes Klein-
handelsgeschäft zu werben, während die Ausverkaufsord-
nung das dem Kleinhändler verbietet. Was für den Klein-
händler missbräuchlich ist, nämlich durch Totalausverkauf
für ein neu zu eröffnendes Kleinhandelsgeschäft Kunden zu
werben, muss auch für den Grosshändler missbräuchlich
sein. Der Totalausverkauf ist beim Übergang vom Gross-
handel zum Kleinhandel nicht etwa wegen des Wechsels
der Handelsstufe grundsätzlich berechtigt. Der Gross-
händler kann Kleinhändler werden, ohne einen Totalaus-
verkauf durchzuführen. Er kann sein Warenlager entweder
vor der Änderung der Geschäftsform durch Grossverkäufe
Jiquidieren oder es in das Kleinhandelsgeschäft hinüber-
nehmen und es dort durch Detailverkäufe absetzen. Ist
ausnahmsweise wegen besonderer Verhältnisse weder das
eine noch das andere tunlich, so kann ihm die Behörde
einen Totalausverkauf gestatten und gemäss Art. 17 AO
von der Auferlegung einer Sperrfrist für die Eröffnung des
Kleinhandelsgeschäftes absehen.
.
i
f
1
Verfahren. No 35.
V. VERFAHREN
PROCEDURE
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35. Urteil des Kassationshofes vom 9. Oktober 1953 i. S. Wom
gegen Strafvollzugskommission des Kantons Basel-Stadt.
Art. 268 B~tP.. Gegen Verfügungen, welche die Vollstreckung einer
rechtskraftig erkannten Strafe oder Massnahme betreffen ist
die Nichtigkeitsbeschwerde nicht zulässig.
'
Art. 268 PPF. Le pourvoi en nullite est irrecevable contre des
decisions qui concernent l'exooution d'une peine ou mesure
entree en force.
Art. 268 PPF. II ricorso per cassazione non e ammissibile contro
d~cisioni ehe concernono l'esecuzione della pena o un provve-
d1mento quale la revoca della Iiberazione condizionale.
Durch den mit der Nichtigkeitsbeschwerde angefoch-
tenen Entscheid hat die Strafvollzugskommission des
Kantons Basel-Stadt die dem Beschwerdeführer am 10. Ok-
tober 1951 bewilligte bedingte Entlassung aus der gegen
ihn am 12. Mai 1949 ausgesprochenen Verwahrung wider-
rufen, weil er während der ihm bei der Entlassung bestimm-
ten Probezeit Verbrechen {Diebstahl und Hehlerei) began-
gen hatte (Art. 42 Ziff. 6 Abs. 1 StGB).
Nach Art. 268 BStP unterliegen jedoch nur Urteile der
Gerichte, Straferkenntnisse der Verwaltungsbehörden und
Einstellungsbeschlüsse der Nichtigkeitbeschwerde an den
Kassationshof des Bundesgerichtes. Sie ist demnach aus-
geschlossen gegen Verfügungen, die lediglich die Voll-
streckung einer rechtskräftig erkannten Strafe oder Mass-
nahme betreffen, wie die bedingte Entlassung nach Art. 38
Ziff. 1 oder 42 Ziff. 5, die Unterbrechung des Strafvollzuges
nach Art. 40 oder die Rückversetzung in das Zuchthaus,
Gefängnis (Art. 38 Zi:ff. 4) oder -
worum es im vorliegen-
den Falle geht -
in die Verwahrung nach Art. 42 Ziff. 6
StGB {Urteile des Kassationshofes vom 4. Januar 1945
i. S. Müggler, vom 2 .. Juni 1947 i. S. Dütsch und vom