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Obligationenrecht. N0 77.
Beziehungen zwischen Dr. Böckli und den Angehörigen
der Familie K. sich ohnehin aufdrängenden) Schluss,
dass die Fiduzianten begrusst worden und mit dem Beizug
des Klägers einv:erstanden waren. Endlich unterliegt es
keinem Zweifel, dass auch der Kläger gesonnen war, die
Treuhandschaft den Anordnungen des Vaters gemäss wenn
nicht als direkter Nachfolger so wenigstens im Bedarfsfalle
anzutreten; hat er doch durch l\-Iitunterzeichnung des
Formulars « T» die Ausstattung mit der Verfügungsmacht
eines Treuhänders genehmigt (vgl. die Schreiben der Bank
vom 9. Oktober 1942 und vom 14. Januar 1946) und sich
praktisch auch als solcher betätigt.
Hievon ausgegangen muss nun im Sinne des früher Dar-
gelegten angenommen werden, dass beim Tode Dr. Otto
Böcklis dessen Rechte am Treugut nicht an die Erben
fielen, sondern Mayer anwuchsen, und dass die Ermäch-
tigung des Klägers gleichbedeutend mit der Bestellung
einer Ersatztreuhänderschaft war, die spätestens beim
Tode des Überlebenden der beiden Vollmachtgeber wirk-
sam werden sollte. Diese auf der einheitlichen Willensmei-
nung der handelnden Personen fussende Lösung ist mit den
Feststellungen des Sachrichters so wenig im Widerspruch,
wie mit dem in den kantonalen Urteilen zu Ungunsten des
Klägers ausgewerteten Schreiben vom 11. Dezember 1947.
Die Vorinstanzen haben lediglich gefunden, der Kläger sei
bis zum Ableben Mayers nicht fiduziarischer Eigentümer
des Vermögens im N ova-Fonds geworden, aber einen Eigen-
tumsübergang im Zeitpunkte, da Mayer als Treuhänder
ausschied, gar nicht erwogen. Im erwähnten Schreiben vom
11. Dezember 1947 sagte der Kläger allerdings, er sei
« seinerzeit... tatsächlich nur bevollmächtigt worden».
Immerhin hatte er zuvor das Affidavit allein unterzeichnet,
sich also ursprünglich als zur Ausstellung berechtigt be-
trachtet. Den Standpunkt der Bank, welcher seine Unter-
schrift nicht genügte, bezeichnete er nicht etwa als richtig,
sondern als anscheinend « vertretbar », und er brachte mit
der Wendung, « da ... ich auch heute noch in keiner anderen
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Funktion auftrete», zumindest für die Zukunft einen Vor-
behalt an. Diesen bestätigte er nach dem Tode Mayers,
indem er sofort die eigentlichen Treuhänderrechte anmel-
. dete und im Prozess verfocht. Dass anderseits die Fidu-
zianten, bzw. die durch das fiduziarische Geschäft Begün-
stigten, im Kläger seit langem den die Stelle des verstor-
benen Vaters einnehmenden Treuhänder sahen, geht aus
ihren Zuschriften an ihn hervor.
Alsdann könnte die anbegehrte Aussonderung höch-
stens mit Rücksicht auf den Schutzanspruch gutgläubiger
Dritter verweigert werden. Jedoch wurde ein derartiger
Einwand nicht einmal erhoben, geschweige denn belegt.
Vielmehr herrscht auch auf Seite der Beklagten völlige
Klarheit darüber, dass die Geld- und Titelwerte des Nova-
Fonds wirtschaftlich fremdes Gut sind. Der Zugriff der
Konkursmasse entbehrt jeder inneren Rechtfertigung.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
In Gutheissung der Berufung wird das angefochtene
Urteil aufgehoben und die Klage geschützt, demzufolge
die Eigentumsansprache des Klägers an den im ~onkurs
des verstorbenen E. A. Mayer vom Konkursamt RIesbach-
Zürich zur Konkursmasse geschlagenen Inventargegen-
ständen Nr. 1265-1267 als begründet erklärt.
78. Estratto dalla sentenza 16 dieembre 1952 della I Corte eivile
nella causa Dolei contro S. A. l\[olini Ghidoni •
Prescrizione.
,
b't'
La prescrizione ordinaria deI rapp01;to. causale e assor .1. a, m caso
di emissione d'un effettQ camblarlo, daHa prescnzlOne cam-
biaria?
Veriährung.
.
V 'wo
Wird bei Ausstellung eines Wechsels die ordenth<:~e
erJ
rung
des Kausalverhältnisses durch die WechselverJährung absor-
biert?
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Obligationenrecht. N° 78.
Pr6lJCription.
En cas d'emission d'une lettre de change, 10. prescription cam-
biaire ahaorbe-t-e!le la prescription ordinaire de 10. dette primi-
tive?
4. -
E controverso nella dottrina e nella prassi se la
prescrizione ordinaria deI rapporto causale sia assorbita,
in caso di emissione d'un effetto cambiario, dalla pre-
scrizione cambiaria_ LEscoT (Des effets de commerce I,
ed. 1935, n° 89, pag. 198 e seg.) risponde negativamente
a tale quesito : « ••• si l'on se rallie a Ia theorie de la dualiM
des droits du titulaire de l'effet, ... le creancier, Iorsqu'il
reclame le paiement de ce qui lui est du en vertu de son
titre originaire de creance, ne profite pas des avantages
resultant des regles du change et, dans ces conditions,
il n'y a aucune raison de supposer qu'il a entendu faire
beneficier son debiteur d'une prescription abregee »
(pag. 199/200). In sensocontrario si erano gia pronun-
ciati TlI.ALLER-PERCEROU, Droit commerciaI, 8a ed. 1931,
vo1. II, n° 1562, pag. 934 e seg., vedi anche n° 1301),
come pure ARMINJON e CARRY, La Iettre de change et le
billet a ordre, n° 43, pag. 62 e seg.). THALLER-PERCEROU
trovano che Ia tesi sostenuta da LEscoT poggia su un
ragionamento semplicistico: « Sans doute, la creance
n'est point novee ... Mais il est impossible de meconnaitre
la repercussion qu'exerce Ia souscription ou la n«~gociation
de la lettre de change sur le droit primitif solliciM par Ia
traite ». Il creditore cambiario disporrebbe di due azioni,
l'una a dipendenza deI rapporto causale, l'altra derivante
dalla pretesa cambiaria. « Les deux actions ... se confon-
dent et, quand la lettre de change sera prescrite ou frappee
de decheance, la dette primitive succombera avec elle»
('THALLER-PERCEROU, l. c.). Questa tesi non convince; in
Francia la Corte di cassazione l'ha respinta in due sen-
tenze (ARMINJON e CARRY, 1. c. pag. 63). Si obietta che
il creditore, essendo temporaneamente titolare dell'effettü
cambiario, deve osservare, prima di far valere la sJ.a
pretesa derivante dal rapporto causale, i termini e Ie for-
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malita imposti al titolare dell'effetto cambiario; se gode
i vantaggi offerti dal diritto cambiario, deve sopportarne
anche gli inconvenienti, adunque Ia breve prescrizione.
C081 argomentando, non si tiene pero presente che chi
accetta un effetto cambiario per un'obbligazione esistente
ha diritto di regola al pagamento deI debito scaduto, ossia
il debitore cambiario ottiene per 10 piu, quale compenso
per l'emissione dell'effetto cambi~rio, una dilazione. La
dottrina, secondo cui i1 termine di prescrizione piu Iungo
deI rapporto causale dev'essere sostituito col termine piu
breve previsto dal diritto cambiario, conduce insomma ad
un pregiudizio deI creditore: Ia prescrizione e infatti di
diritto materiale e, abbreviandoIa, si diminuisce i1 diritt-o
deI creditore. Non si vede con quale giustificazione si
possa escludere l'azione basata sul rapporto causale dopo
Ia scadenza deI termine di prescrizione cambiaria, quando
l'effetto cambiario fu dato semplicemente in vista deI
pagamento e non in 8olutum. Se esistono l'uno accanto
all'altro i due rapport i giuridici, il causale e i1 cambiario, e
naturale di ammettere il diverso termine di prescrizione
proprio a ciascuno di essL In concreto si deve pertanto
applicare il termine decennale di prescrizione (art. 127 CO)
al debito causale deI convenuto.
79. Urteil der I. Zivilabteiluug vom 15. Oktober 1952
i. S. Exaeta Wateh A.-G. gegen Montres Exaetus A.-G.
Firmen- Marken-, Wettbewerbsrecht.
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Zur Aufnahme von Sachbezeichnungen m die Frrma (Art. 944
Abs. 1 OR und 44 Abs. 1 HRegV).
Die Geschäftsfirma als Handelsmarke; Schutzbedingung (Art. 1-3
MSchG).
h
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Unlauterer Wettbewerb durch marke~igeI?- Gebrauc . e~es
mit der gültigen, wenn auch markenrechthch 1).lCht schutzr~lgen
Geschäftsfirma verwechselbaren Zeichens (Art. 1 Aha. 2 lit. d
UWG).