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Obligationenrecht. N° 27.
revanche la notion de periodiciM et la ratio legis n'impli-
quent pas que les prestations soient toutes de la meme
importance. et que leur montant, voire leur echeance
soient par avance exactement determines. C'est ainsi que
la jurisprudence a vu des prestations periodiques dans leB
dividendes attribues ades actions (RO 31 II 457, 47 II
337), dans les benefices attacMs a des bons de jouissance
(RO 31 II 457), dans des droits de licence (RO 45 II 676).
b) Par le contrat du 6 juin 1928, Phoobus s'est obligee,
en contrepartie de l'engagement pris par la maison Ganz
de limiter ses ventes, a verser a cette maisön, outre une
compensation annuelle de 175 000 marks or, une indemniM
annuelle de 10 pfennigs or pour chaque uniM du contingent
accorde qui n'aurait pas eM vendue, a concurrence toute-
fois de la moitie des ventes permises dans chaque pays.
Il s'agit la de creances qui se renouvellent dans le temps
et procedent toutes de la meme cause juridique. Elles
sont periodiques, en ce sens qu'elles sont dues pour chaque
annee «(a yearly indemnification 11), peu importe qu'elles
ne soient pas echues a des dates fixees d'avance, mais
seulement lorsque le decompte provisoire ou definitif aura
eM etabli. A ce moment, une fois arretees pour la periode
entrant en consideration, ces indemniMs pouvaient etre
exigees sans autre condition, et le bon fonctionnement du
systeme voulait qu'elles fussent regIees rapidement.
Sans doute les prestations a accomplir par Phrnbus
etaient-elles variables, puisqu'elles dependaient de la difte-
rence d'unites entre le chiffre du contingent annuel accorde
a Ganz et le chiffre -
inferieur -
des ventes faites par
cette maison au cours de la meme annee. Mais cela n'affecte
pas la periodicite des obligations elles-memes. La recou-
rante insiste sur le fait que chaque creance, pour chaque
annee, ne naissait qu'a certaines conditions dont la prin-
cipale etait la volonte de Ganz de se limiter dans ses
ventes ou de les augmenter. Mais des prestations succes-
sives, promises annee par annee, ne cessent pas d'etre
periodiques parce qu'elles sont fonction, quant a leur
Obligationenrecht. N° 28.
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montant ou meme quant a leur existence, de l'attitude du
creancier. Les redevances dues en contrepartie d'une limi-
tation de la fabrication ou de l'ecoulement de produits
offrent la plus grande analogie avec les droits dus pour
l'utilisation d'un brevet ou d'une marque, auxquels la
jurisprudence a applique l'art. 128 eh. 1 CO des qu'ils
doivent etre acquittes periodiquement et de fayon regu-
liere (RO 45 II 676). Or le montant de ces droits ou royau-
Ms pourra aussi etre variable de periode a periode, voire
tomber a zero, suivant l'usage que le titulaire aura fait
de la licence. Que, dans ce cas, la prestation depende du
comportement du debiteur des droits, tandis que, dans
les rapports de Ganz avec Phoobus, elle depend de celui
du creancier qui cesse de limiter ses ventes, cela n'importe
pas du point de vue de la periodicite.
La prescription applicable aux reclamations d'Energon
S. A., assignataire de Ganz & Cle, est donc de cinq ans.
28 .. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 11. März
1952 i. S. Baumann gegen Kanton Sehwyz.
Werkhaftung, Art. 58 OR.
Anwendbarkeit der Vorschrift auf das Gemeinwesen als Strassen-
eigentümer. Ungenügendes Sanden der Strasse im Winter als
Unterhaltsmangel ?
Responsabilire du proprietaire d'un ouvrage, art. 58 CO.
Cette di~:pos.ition s'applique a l~ coll~ctiviM publique en tant que
proprretalre de routes. Le fmt qu une route est insuffisamment
sablee en hiver constitue-t-il un defaut d'entretien ?
Responsabüitd del proprietario d'un'opera, art. 58 CO.
Qu?sta d~os~io:r:e e applicabile aHa collettivita pubblica che
e proprletarm dl strade. TI fatto che una strada e insufficiente-
mente insabbiata costituisce un difetto di manutenzione ?
A U8 dem Tatbestand :
Der Kläger Baumann kam am 5. Dezember 1948 mit
seinem Auto auf der Kantonsstrasse Schindellegi-Biber-
brücke bei einer Geschwindigkeit von ca. 40 km. auf einer
vereisten Stelle ins Schleudern und stürzte in ein Bachbett.
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Obligationenrecht. N° 28.
Das Wetter war schön und die Strasse trocken und schnee-
frei. Einige Tage vorher war die Strasse gesandet worden,
doch war der. Sand durch die Autos an die Strassenränder
gefegt worden.
Für den Sachschaden am Wagen im Betrage von rund
Fr. 7400.- belangte Baumann mit direkter Klage gemäss
Art. 42 OG den Kanton Schwyz als Strasseneigentümer
unter Berufung auf Art. 58 OR. Als Unterhaltsmangel
machte er die Unterlassung ausreichenden Sandens der
Strasse geltend. Der Beklagte bestritt seine Haftung. Das
Bundesgericht hat die Klage abgewiesen. Es verneint eine
auf Art. 58 OR gegründete Pflicht des Gemeinwesens zur
Sandung der Strasse auf Grund folgender
Erwägungen :
1. -
Nach ständiger Rechtsprechung untersteht auch
das Gemeinwesen als Eigentümer der öffentlichen Strasse
grundsätzlich den Vorschriften über die \Verkhaftung
gemäss Art. 58 OR und haftet daher für Schäden, die auf
einen Mangel im Unterhalt zurückzuführen sind. Bei der
Entscheidung darüber, ob ein Unterhaltsmangel vorliegt,
sind indessen zwei Momente im Auge zu behalten. Einmal
ist zu beachten, dass der Strassenunterhalt eine öffentlich-
rechtliche Verpflichtung darstellt, deren Umfang grund-
sätzlich von den für das Strassenbauwesen zuständigen
Instanzen, nämlich vom Gesetzgeber und von den Organen
der öffentlichen Verwaltung, zu bestimmen ist. Entspricht
im Einzelfall der Unterhalt den einschlägigen Vorschriften
des öffentlichen Rechts, so kann daher ein Unterhalts-
mangel nur angenommen werden, wenn elementare Anfor-
derungen unbeachtet geblieben sind. Denn -
und das ist
das zweite Moment, das berücksichtigt werden muss -
ein Strassennetz, insbesondere dasjenige eines Kantons,
kann seiner Ausdehnung wegen nicht ohne übermässige
Kosten im gleichen Masse unter Kontrolle gehalten werden,
wie z.B. ein Gebäude oder ein ähnliches einzelnes Bauwerk.
Aus diesen überlegungen hat daher das Bundesgericht
Obligationenrecht. No 28.
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entschieden, dass beim Fehlen einschlägiger Vorschriften
des öffentlichen Rechts aus Art. 58 OR, vorbehältlich ganz
besonderer Ausnahmefälle, in denen sich das Sanden als
elementare Notwendigkeit aufdrängt, grundsätzlich keine
Pflicht des Gemeinwesens bestehe, seine Strassen zu sanden,
um den Automobilverkehr während des Winters zu erleich-
tern (BGE 76 II 215 ff.).
Von dieser Auffassung abzugehen, besteht insbesondere
dort kein Anlass, wo es sich, wie gerade im vorliegenden
Falle, um ausserorts gelegene Kantonsstrassen handelt.
Angesichts der Ausdehnung des Strassennetzes namentlich
der Bergkantone brächte eine Verpflichtung zu jederzei-
tigem und sofortigem Sanden bei Auftreten von Gleitge-
fahr im Winter, soweit sie praktisch überhaupt erfüllbar
wäre, eine untragbare, mit den Interessen des Autover-
kehrs in keinem vernünftigen Verhältnis stehende Unter-
haltslast mit sich.
Dazu kommt, dass namentlich in ländlichen Gegenden
den Bedürfnissen des landwirtschaftlichen Schlittenver-
kehrs ebenfalls Rechnung getragen werden muss. Es ist.
daher grundsätzlich Sache des Automobilisten, der Schleu-
dergefahr bei vereister Strasse durch entsprechend vor-
sichtiges Fahren zu begegnen.
2. -
Die Strassengesetzgebung des Kantons Schwyz
enthält keine Vorschrift über das Sanden der Strasse bei
Eisbildung. Dagegen wird im Rahmen des allgemeinen
Strassenunterhalts dem Bedürfnis nach Sanden Rechnung
getragen durch die Dienstordnung für die Strassenwärter
vom 12. Januar 1943. Diese enthält unter dem Marginale
« Ordentlicher Unterhalt » in § 2 Abs. 2 die Bestimmung:
« Sie (die Strassenwärter) haben. " bei Glatteis die Fahr-
bahn zu sanden.» § 10, der die Strassenwärter zur Führung
eines Tagebuchs verpflichtet, bestimmt unter dem Mar-
ginale « Sanden » : « Im Tagebuch hat der Strassenwärter
auch seine Beobachtungen über Glatteisbildung auf seiner
Strecke, sowie die genaue Zeit seiner Glatteissandungen
einzutragen. »
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Obligationenrecht. N° 28.
Das Strasseninspektorat des Kantons Schwyz, dem nach
§ 41 der Verordnung über das Strassenwesen vom 27. April
1849 (REICHLIN, Schwyzer Rechtsbuch, Nr. 291 S. 1234)
die Beaufsichtigung und Leitung des Strassenwesens unter-
stellt sind, erlässt alljährlich anfangs November ein Zir-
kular an die Strassenwärter, worin diese angewiesen werden,
der Unfallbekämpfung durch rechtzeitiges Sanden alle Auf-
merksamkeit zu schenken.
Die Ausgaben des Kantons Schwyz im Strassenwesen für
ordentlichen und ausserordentlichen Unterhalt sowie Stras-
senbau (samt Verzinsung und Verwaltungskosten) beliefen
sich in den Jahren 1935-1948 auf mehr als 12 Millionen
Franken. Hievon entfiel gut die Hälfte auf den Strassen-
ausbau, der Rest auf Unterhalt. Die Aufwendungen für
Sanden und Schneebruch allein betrugen während des
erwähnten Zeitraumes rund Fr. 424,000, wovon auf
den H. Strassenkreis, zu dem die UnfallsteIle gehört,
Fr. 327,000.- entfielen. Im November 1948 wurden im
H. Kreis für Schneebruch und Sanden rund Fr. 200.- aus-
gegeben, im Dezember dagegen rund Fr. 5700.-. Im
II. Kreis beschäftigt der Kanton bei einem Strassennetz
von 68,6 km 18 Mann Strassenpersonal, so dass ein Mann
im Durchschnitt 3,8 km Strasse zu betreuen hat (regie-
rungsrätliehe Rechenschaftsberichte 1947 und 1948, S. 138
bzw. 59). Ausserdem hat der Kanton Schwyz Abkommen
getroffen mit Lastwagen- und Kiesgrubenbesitzern, welche
bei allgemeiner Vereisung auf Aufgebot durch die Strassen-
wärter hin mit der Sandstreumaschine sanden, wäJ:rrend
bei bloss örtlicher Vereisung das Sanden durch die Strassen-
wärter von Hand geschieht (Zeugenaussagen Stählin, Last-
wagenbesitzer, Minder, Kiesgrubenbesitzer, Strassenwärter
Schnyder und Strasseninspektor Leuzinger).
Durch die geschilderte Regelung und mit den erwähnten
Ausgaben kommt der beklagte Kanton, allgemein gespro-
chen, seinen Pflichten hinsichtlich des Strassen unterhalts
unzweifelhaft nach. Namentlich erscheinen auch die im
Rahmen des gesamten Unterhalts und der Vorsorge erlas-
Obligationenrecht. N0 29.
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senen Anordnungen über das Sanden zweckmässig und
vernünftig. Es erübrigt sich daher eine Untersuchung der
Frage, welches Mindestmass an derartigen Anordnungen
dem Gemeinwesen zugemutet werden darf.
29. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 25. März
1952 i. S. Assoeiaziun de produeents de latgiras l\luster gegen
BiglieI.
Art. 916 OR.
Grundsätzliches zur Entlastung der Verwaltung im Genossen-
Bchaftsrecht; Bedeutung der Rechnungsabnahme ohne aus-
drückliche Entlastungserklärung; Tragweite eines Entlastungs-
beschlusses.
Art. 916 CO.
Principes relatifs a la decharge de l'administration dans les societes
cooperatives; portee de l'acceptation des comptes, sans decla-
ration formelle de decharge; etendue d'une decision de decharge.
Art. 916 CO.
Prineipi sul discarico all'amministrazione nelle societa coope-
rative; significato dell'approvazione dei conti senza dichia-
razione formale di scarico; portata d'una decisione di discarico.
Die Entlastung der Verwaltung richtet sich im Genos-
senschaftsrecht, abgesehen von ihm eigenen Besonderhei-
ten, nach den nämlichen Grundsätzen wie im Aktienrecht.
Vorliegend ist die Decharge nicht ausdrücklich erteilt
worden. Sie sei aber, findet das Kantonsgericht mit Hin-
weis auf Literatur und Rechtsprechung, bei vorbehaltloser
Genehmigung der Jahresrechnung im Zweifel zu vermuten.
Indessen wurde mit dem zitierten BGE 34 II 502 eine
solche allgemeingültige Vermutung nicht aufgestellt. Viel-
mehr war dort die Entlastung erklärt (vgl. a.a.O. S. 500)
und streitig gewesen, ob damit eine reglementswidrige
Kreditbewilligung genehmigt worden sei. Dagegen sagt
BGE 14 S. 704, dass « in der Regel» die vorbehaltlose Ge-
nehmigung von Geschäftsbericht und Rechnung durch die
Generalversammlung die Genehmigung der Geschäfts-
führung der Verwaltungsorgane einschliesse, jedoch mit
der wesentlichen Einschränkung: « insoweit als dieselbe