Volltext (verifizierbarer Originaltext)
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 33.
ständigung mit ihm, in Unkenntnis der Teilnahme eines
weitem Gläubigers, über die gepfändeten Gegenstände
eigenmächtig verfügt. Entsprechend den sich aus den Art.
89 und 90 SchKG ergebenden Fristen ist ihm diese Anzeige
spätestens am zweiten Tage nach Eingang des Fortset-
zungs- bzw. Anschlussbegehrens des weitem Gläubigers
zuzustellen.
Wir haben hiefür ein neues obligatorisches Formular
Nr. 5f und 5g aufgestellt (5f liniert, 5g unliniert}, das bei
der Drucksachen- und Materialzentrale der Bundeskanzlei
in Bern bezogen werden kann.
II peut arriver, lorsque des creanciers sont admis a
participer a une saisie en vertu des art. 11 O ou 111 LP,
qu'il ne soit pas necessaire de proceder a un complement
de saisie a notifier au debiteur selon l'art. 90 LP, parce
que les biens saisis o:ffrent une couverture suffisante.
Pour eviter toutefois qu'apres avoir paye le creancier
premier saisissant ou pris un arrangement avec lui, le
debiteur ne dispose des biens saisis dans l'ignorance des
participations des autres creanciers, il importe que le
debiteur soit immediatement informe de ces participations.
Vu les art. 89 et 90 LP, cet avis doit lui etre noti:fie au
plus tard le surlendemain du jour de la reception de la
requisition de continuer la poursuite ou de la demande
de participation des autres creanciers.
A ~et effet, nous avons etabli une nouvelle formule
obligatoire n°8 5f et 5g (la premiere lignee, la seeonde non
lignee}, qu'on peut se procurer a la Centrale fäderale des
imprimes et du materiel a Berne.
Quando ·dei ereditori sono ammessi a partecipare ad
un pignoramento a norma degli art. llO o lll LEF,
puo aecadere ehe non sia necessario di proeedere ad un
Sehuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 34.
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eomplemento di pignoramento, da notifiearsi al debitore
in virtu dell'art. 90 LEF, perche i beni staggiti o:ffrono
una copertura suffieiente. Se si vuol tuttavia evitare ehe,
tacitato il primo ereditore pignorante o concluso con lui
un aecordo, il debitore ignaro della partecipazione degli
altri ereditori disponga dei beni pignorati, oecorre · infor-
marlo immediatamente di tali partecipazioni. Visti gli
art. 89 e 90 LEF, quest'avviso dev'essere notifieato al
debitore al piU tardi il secondo giorno ehe segne quello
del rieevimento della domanda di proseguimento dell'ese-
euzione o della domanda di parteeipazione degli altri
ereditori.
A quest'uopo abbiamo istituito un nuovo modulo
obbligatorio n. 5f e 5g (il primo rigato, il seeondo non
rigato), ehe puo essere ottenuto presso la Centrale federale
degli stampati e del materiale, a Berna.
34. Auszug aus dem Entscheid vom 8. Dezember 1952
i. S. Greter.
Zahlungsbefehl, Rechtsvorschlag. Zweite Zustellung des Zahlungs-
befehls wegen Ungültigkeit der ersten (unter Verletzung von
Art. 60 SchKG erfolgten). Wirkungen des auf die ungültige
erste Zustellung hin erhobenen Rechtsvorschlags. Erhebung des
Rechtsvorschlags durch eine Drittperson,; Genehmigung durch
den Schuldner.
Oommandement de payer. Opposition. Seconde notification du com-
mandement de payer pour cause d'invalidite de la premiere (qui
a eu lieu en violation de l'art. 60 LP). Effets de l'opposition
formee lors de la premiere notification. Opposition formee par
un tiers; ratification par le debiteur.
Precetto esecutivo. Opposizione. Seconda notifica del precetto ese-
cutivo per nullita della prima (violazione dell'art. 60 LEF).
Effetti dell'opposizione interposta all'atto della prima notifica.
Opposizione sollevata da un terzo; ratifica da parte del debitore.
In einer Faustpfandbetreibung gegen den Rekurrenten
erhob dessen Ehefrau, der am 27. Juni 1952 der Zahlungs-
befehl zugestellt wurde, sofort Rechtsvorschlag und teilte
dem Betreibungsamte mit, ihr Ehemann sei verhaftet.
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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 34.
Hierauf forderte das Betreibungsamt diesen mit Schreiben
vom 30. Juni auf, bis 4. Juli einen Vertreter zu bezeichnen
(Art. 60 SchKG). Da der Rekurrent dieser Aufforderung
nicht nachkam, liess es ihm am 9. Juli im Gefängnis
einen neuen Zahlungsbefehl zustellen, der unwidersprochen
blieb.
Am 27. Oktober (offenbar im Anschluss an die Mitteilung
des Verwertungsbegehrens) führte die Ehefrau des Re-
kurrenten für diesen Beschwerde, mit der sie geltend
machte, der seinerzeit erhobene Rechtsvorschlag sei gültig.
Die kantonale Aufsichtsbehörde wies die Beschwerde ab,
weil vor der Zustellung des Zahlungsbefehls nicht gültig
Rechtsvorschlag erhoben werden könne und die am 27.
Juni erfolgte Zustellung nachträglich aufgehoben worden
sei, sodass die Rechtsvorschlagserklärung von diesem
Tage unbeachtlich sei.
Das Bundesgericht stellt auf Rekurs hin fest, dass die
Betreibung (von einem anerkannten Teilbetrage abgese-
hen) durch Rechtsvorschlag eingestellt sei.
Begründung :
Das Betreibungsamt hat die Zustellung des Zahlungs-
befehls vom 27. Juni 1952 im Hinblick auf Art. 60 SchKG
mit Recht als ungültig betrachtet. Daraus folgt aber
noch nicht, dass der auf diese Zustellung hin erklärte
Rechtsvorschlag unbeacht.Jich sei und der am 9. Juli 1952
direkt an den Rekurrenten zugestellte Zahlungsbefehl
mangels einer neuen Rechtsvorschlagserklärung einen
Vollstreckungstitel bilde. Betrachtet das Betreibungsamt
die Zustellung eines Zahlungsbefehls als ungültig und will
es diesen deshalb ein zweites Mal zustellen und den im
Anschluss an die erste Zustellung erklärten Rechtsvor-
schlag nicht gelten lassen, so muss von ihm verlangt
werden, dass es den Schuldner bei der zweiten Zustellung
ausdrücklich auf die Ungültigkeit der ersten Zustellung
und des bereits erklärten Rechtsvorschlags aufmerksam
macht. Die SteJlung des Schuldners, der ohne solchen
Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 35.
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Hinweis nicht ohne weiteres darauf verfallen kann, dass
der bereits erhobene Rechtsvorschlag unwirksam sei, wür-
de sonst in untragbarer Weise erschwert und die Ent-
stehung eines Vollstreckungstitels allzusehr erleichtert.
Ein solcher Hinweis ist bei der Zustellung vom 9. Juli 1952
unterblieben. Das Betreibungsamt hat sich offenbar damit
begnügt, die erste Zustellung stillschweigend aufzuheben,
indem es dem Rekurrenten nach Fristansetzung gemäss
Art. 60 SchKG einfach einen neuen Zahlungsbefehl zu-
stellte. Auf jeden Fall hat es ihm nicht eröffnet, dass es
den auf die Zustellung vom 27. Juni hin erklärten Rechts-
vorschlag als ungültig betrachte. Es geht daher nicht an,
diesen Rechtsvorschlag als verfrüht und aus diesem
Grunde unwirksam zu behandeln. Er ist aber auch nicht
etwa deswegen unwirksam, weil nicht der Schuldner selber,
sondern dessen Ehefrau ihn erhoben hat. Aus der Stel-
lungnahme des Schuldners im vorliegenden Verfahren
ergibt sich klar, dass er ihn nachträglich genehmigt hat,
was zu seiner Wirksamkeit genügt (BGE 54 III 279).
35. Entscheid vom 8. Dezember 1952 i. S. Rössler.
Unpfändbarkeit nach Art. 92 Ziff. 3 SchKG.
Was ist einem besonders für Devotionalien ausgebildeten Schreiner,
der sein Tätigkeitsgebiet auf andere Zweige dieses Berufes
erweitert hat, als unpfändbar zu belassen ? Begriff des Berufes
und des unentbehrlichen Werkzeuges.
Biens insaisissables selon l'art. 92 eh. 3 LP.
Que doit-on laisser a titre de biens insaisissables a un menuisier
specialise dans la confection d'objets de piete mais qui a par la
suite etendu le champ de son activite a d'autres branches de sa
profession ? Ce qu'il faut entendre par profession et instruments
de travail indispensables.
Beni impignorabili a norma dell'art. 92 cifra 3 LEF.
Quali arnesi debbono essere lasciati a titolo di beni impignorabili
ad un falegname specializzato nella costruzione di oggetti di
devozione, ma ehe ha in seguito esteso il campo della sua atti-
vita ad altri rami della professione ? N ozione della professione
e degli arnesi di lavoro indispensabili.
A. -
Das Betreibungsamt Lachen stellte in der Be-
treibung der Frau Rössler gegen den Ehemann für Alimente