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54_III_279

BGE 54 III 279

Bundesgericht (BGE) · 1928-01-01 · Deutsch CH
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~chuldiJetreibungs- und KonKursrecht. N° 64.

Mitglieder der kantonalen Aufsichtsbehörden gelten,

nicht zu rechtfertigen. Diesen steht nicht nur die Beauf-

sichtigung der ihnen unterstehenden Ämter und die

. Befugnis zur Erteilung allgemeiner Weisungen an diese

zu, sondern sie haben gemäss Art. 21 SchKG rechts-

widrige Handlungen dieser Ämter aufzuheben oder zu

berichtigen und die Vollziehung von Handlungen anzu-

ordnen, deren Vornahme die betreffenden Beamten

unbegründetermassen verweigern oder verzögern. Bei

dieser Sachlage wäre es aber unverständlich und unbe-

friedigend, wenn man die Mitglieder der kantonalen

Aufsichtsbehörden andern Ausstandsregeln unterstellen

wollte, als die Betreibungs- und Konkursbeamten selber.

Das könnte unter Umständen, je nach dem Inhalt der

bezüglichen kantonalen Gesetzgebung, der die betreffende

Aufsichtsbehörde bei Verneinung der Anwendbarkeit

des Art. 10 SchKG unterworfen wäre, dazu führen, dass

ein Aufsichtsbehördenmitglied bei der Anordnung einer

Handlung mitzuwirken berechtigt wäre, deren Vollzug

es, wenn es selber Betreibungs- oder Konkursbeamter

wäre, nicht vornehmen dürfte, oder umgekehrt. Das

kann aber unmöglich der Wille des Gesetzgebers gewesen

sein. Dem kann nicht entgegengehalten werden, dass es

sich hiebei um kantonale Beamte handelt; denn mass-

gebend ist, dass diese Beamten Mitglieder einer durch das

eidgenössische Recht eingeset~ten Behörde sind, deren

Organisation den Kantonen nur soweit überlassen ist,

als das Bundesgesetz nicht selber bezügliche Vorschriften

enthält. Auch die Betreibungs- und Konkursbeamten

sind ja kantonale Beamte; es würde daher eine nicht

zu verstehende Anomalie bedeuten, wenn das eidgenös-

siche Recht nur für diese letztem die Ausstandsregeln

selber aufgestellt, für die Aufsichtsbehörden jedoch -

die bei rechtswidrigem Verhalten dieser Beamten berufen

sind, an ihrer Stelle zu handeln ~ es dem kantonalen

Gesetzgeber überlassen hätte, hierüber eigene Bestim-

mungen zu erlassen (vgl.auch im gleichen Sinne :

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. N° 65.

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JAEGER, Kommentar und Praxis I zu Art. 10 SchKG,

Note 1; REICHEL, Kommentar zu Art. 10 SchKG,

Note 1; a. A. BLUMEN STEIN, Handbuch, S. 64).

65. Istratto della. slntenza. 26 ottobre 1928

nella causa Bartesaghi.

L'opposizione fatta per iscritto ma firmata da un terzo col

norne deI debitore sara valida, se questi puö dimostrare,

ehe il terzo ha agito col di lui consenso. Art. 74 LEF.

L'opposition ecrite faite par un tiers qui signe du nom du

debiteur est valable lorsque celui-ci prouve que le tiers a agi

avec son consentement. Art. 74 LP.

Der von einem Dritten schriftlich erhobene und von ihm mit

dem Namen des Schuldners unterzeichnete Rechtsvorschlag

ist gültig, sofern der Schuldner beweist, dass der Dritte in

seinem Einverständnis gehandelt hat. Art. 74 SchKG.

Considerando in diritlo :

Secondo l'art. 74 LEF l'opposizione puo essere fatta

verbalmente 0 per iscritto, e la giurisprudenza ha constan-

ternen te ritenuto, che, se fatta per iscritto, non occorre

sia munita da firma (RU 28 I 95; 22 I 119): bastenl,

per la sua validita, che provenga dal debitore stesso 0

da persona, che ha· agito col di lui consenso 0 il cui operato

fu da lui ratificato. La stessa soluzione s'impone per

identita di motivi anche quando, come nella fattispecie,

la dichiarazione d'opposizione fu bensi sottoscritta col

norne deI debitore, ma dalla mano di un terzo. Anche

in questo caso. quantunque in realta sprovvista dalla

firma deI debitore, l'opposizione sara valida, se egli

raggiunge la prova che il terzo ha apposto Ia firma col

di lui consenso. L'autoritä. cantonale avendo constatato

in fatto e conformemente agli atti che questa prova fu

raggiunta, Ia decisione cantonale e da· confermarsi.

La Camera Esecuzioni e Fallimenti pronuncia :

Il ricorso e respinto.

AS 54 III -

1928