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75_II_258

BGE 75 II 258

Bundesgericht (BGE) · 1943-12-16 · Deutsch CH
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Prozessrecht. N° 39.

39. Tarif fibel' die Entschädigungen an die Gegenpartei flir das Verfahren vor dem Bundesgericht. (Vom 21. Dezember 1949.) Das Bundesgericht in Ausführung von Art. 160 des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (OG) und Art. 245 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechtspflege vom 15. Juni 1934 (BStP) beschliesst : ART. 1. Ilädi- Die Höhe der Entschädigung an die Gegenpartei für ent- gung ts- das Verfahren vor dem Bundesgericht bestimmt sich nach dem vorliegenden Tarif. Die Entschädigung setzt sich zusammen aus der Par- teientschädigung an die Gegenpartei und aus deren An- waltskosten. Die Entschädigung soll alle durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten decken (Art. 159 Abs. 2 OG). ART. 2. Die Parteientschädigung umfasst den Ersatz der effek- tiven Auslagen der Gegenpartei (ProzessvorschÜS8e, not- wendige Reisekosten, Porti, Telephonspesen usw.). Wo besondere Verhältnisse dies rechtfertigen, kann das Gericht eine angemessene Entschädigung für weitere durch den Prozess verursachte Umtriebe zusprechen. ART. 3. Die Anwaltskosten umfassen das Honorar, den Ersatz der Auslagen, die Reiseentschädigung und die Vergütung für Abschriften. Prozessrecht. N0 39 . 259 . In der Regel .wird kein Honorar zugesprochen, wenn der Anwalt in einem Dienstverhältnis zu seiner Partei steht. ART. 4. Das Honorar richtet sich in der Regel nach dem Streit-

a) Hoom wert. Es wird im Rahmen des in diesem Tarif vorgese- henen Höchst- und Mindestbetrags nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit sowie dem Umfang der Arbeitsleistung und dem Zeitaufwand des Anwaltes bemessen. Für die Ermittlung des Streitwertes ist in der Regel der Wert der Klage- und der Widerklagebegehren zusammen- zurechnen. . Hat eine Partei eine offenbar übersetzte Forderung geltend gemacht, so ist das Honorar ihres Anwaltes nach dem Betrage zu bemessen, den sie in guten Trauen hätte einklagen dürfen. Lässt sich der Streitwert nicht ziffernmässig bestimmen, so wird das Honorar nach den übrigen in Abs. 1 hievor genannten Bemessungselementen frei bestimmt. ART. 5. In den Streitsachen, in denen das Bundesgericht als Das Ban. . rlehtalse einzige Instanz urteilt, wird das Honorar wie folgt be- Instanz stimmt:

1. In den direkten Zivilprozessen (Art. 41 und 42 OG) : Bei einem Streitwert von unter Fr. 4,000.- . . . . Fr. 300.- bis 800.- Fr. 4,000.- bis 8,000.- Fr. 400.- bis 1,000.- Fr. 8,000.- bis 20,000.- Fr. 600.- bis 1,500.- Fr. 20,000.- bis 50,000.- Fr. 800.- bis 3,000.- Fr. 50,000.- bis 100,000.- Fr. 1,000.- bis 5,000.- Fr. 100,000.- bis 500,000.- Fr. 1,500.- bis 10,000.- über Fr. 500,000.-. . . . Fr. 2,OOO.~ bis 2 %. mIes- als Igs-und lrde 260 Prozessrecht. N° 39.

2. Für staatsrechtliche Klagen (Art. 83 OG) und in direk- ten Prozessen in öffentlich- und verwaltungsrechtlichen Streitigkeiten (Art. 1l0-112 OG): Fr. 100.- bis 10,000.-. Handelt es sich um Klagen vorwiegend vermögens- rechtlicher Natur und findet eine mündliche Verhand- lung statt, so kann der Tarif für direkte Zivilprozesse angewendet werden.

3. In Strafsachen: Vor den Bundesassisen, vor dem Bundesstrafgericht und der Kriminalkammer : Fr. 500.- bis 5000.-. Urteilt das Gericht gleichzeitig über den Zivilanspruch, so kann der Tarif für direkte Zivilprozesse angewendet werden. ART. 6. In den Streitigkeiten, in denen das Bundesgericht als Berufungs- oder Beschwerdeinstanz urteilt, wird das An- waltshonorar wie folgt bestimmt:

1. Für Berufungen (Art. 43 ff. OG) : Fr. 300.- bis 3000.-. Findet in Berufungssachen mit einem Streitwert von über Fr. 8000.- keine Parteiverhandlung statt, so ist das Honorar entsprechend herabzusetzen.

2. Für staatsrechtliche Beschwerden (Art. 84 und 85 OG), für Nichtigkeitsbeschwerden in Zivilsachen (Art. 68 OG), für Verwaltungsgerichtsbeschwerden (Art. 97 ff. OG) und für Disziplinarbeschwerden (Art. 117 OG) : Fr. 100.- bis 1000.-. Findet eine Parteiverhandlung statt oder ist die Streit- sache vorwiegend vermögensrechtlicher Natur, so kann der Tarif für Berufungssachen angewendet werden.

3. In Strafsachen: Für Nichtigkeitsbeschwerden an den ausserordentlichen Kassationshof und an den Kassationshof, für Beschwer- 1 • Prozessrooht. N0 39. 261 den, Rekurse und andere Verfahren vor der Anklage- kammer : Fr. 100.- bis 1000.-. Urteilt das Bundesgericht gleichzeitig über den Zivil- anspruch, so kann der Tarif für Berufungssachen ange- wendet werden.

4. Für Gesuche um Revision oder Erläuterung bundes- gerichtlicher Urteile : Fr. 100.- bis 1000.-. ART. 7. In Streitsachen, die aussergewöhnlich viel Arbeit bean- spruchten, namentlich bei langwieriger und schwieriger Sammlung oder Zusammenstellung des Beweismaterials, bei umfangreichem Aktenmaterial, bei besonders ver- wickelten tatbeständlichen oder rechtlichen Verhältnissen usw., kann das BundesgericLt in der Bemessung des Hono- rars über die Ansätze des vorstehenden Tarifs hinausgehen. Besteht zwischen dem Streitwert und dem Interesse der Parteien am Prozess oder zwischen dem nach vorliegendem Tarif anwendbaren Ansatz und der vom Anwalt tatsäch- lich geleisteten Arbeit ein offenbares Missverhältnis, so kann das Bundesgericht das Honorar unter den Minimal- ansatz herabsetzen. Im Falle von Prozessabstand, Rückzug des Rechtsmit- tels, Vergleich, Nichteilltreten und allgemein wenn der Prozess nicht mit einem Sachurteil endet, kann das Hono~ rar entsprechend gekürzt werden. ART. 8. Die übrigen Anwaltskosten umfassen:

1. die Auslagen des Anwaltes (Prozessvorschüsse, Porti, Telephonspesen usw.);

2. seine Reisekosten, nämlich das Eisenbahnbillet II. Klas- se sowie eine Entschädigung von Fr. 25.- für den hal- ben Tag und von Fr. 20.- für die Nacht; AusnaJm

b) Ausla~ Relse~ steno AhschJ 262 Prozessrecht. N° 39.

3. ewe Vergütung für Abschriften von Aktenstücken, .die für die Führung des Prozesses notwendig waren und von denen ihm nicht ein Doppel vom Gericht oder von der Gegen~rtei übergeben worden ist. ART. 9. mole Vor der Urteilsfällung ist bei der Bundesgerichtskanzlei l- I6biel ttre- eine Kostennote einzureichen, welche getrennt die ver- langte Parteientschädigung, das Honorar des Anwaltes sowie seine Auslagen, Reiseentschädigung und Vergütung für Abschriften anführt. Mangels Einreichung einer Kostennote bestimmt das Bundesgericht die Entschadigung auf Grund der Akten und im Rahmen des vorliegenden Tarifs. ART.I0. In Enteignungssachen und in allen andern Fällen, für welche die Bundesgesetzgebung dem Bundesgericht ge- richtliche Kompetenzen erteilt, wendet dieses den vorlie- genden Tarif entsprechend an. ART. 1l. Im Fall der Anwendung des vorliegenden Tarifs auf die vom Bundesgericht amtlich bestellten Anwälte (Art: 152 OG und 36 BStP) wird das Honorar angemessen herabge- setzt. Es kann unter dem Mindestansatz festgesetzt werden. ART. 12. Der vorliegende Tarif ist nicht anwendbar auf das Ver- hältnis zwischen dem Anwalt und seiner eigenen Partei. Dieses wird durch die Bestimmungen des Obligationen- rechts über den Auftrag geregelt; vorbehalten bleibt Art. 161 OG. ABT.13. Der vorliegende Tarif tritt am 1. Januar 1950 in Kraft. Lausanne, den 21. Dezember 1949. ., I Prozessreoht. N° 39. 263 TarH pour les depens aIIoues a la partie adverse dans les eauses ponees devant le Tribunal federal. (Du 21 decembre 1949.) Le Tribunal federal, en execution des articles 160 de 10. loi federale d'organisa- tion judiciaire du 16 decembre 1943 (OJ) et 245, 4e alinea, de 10. loi federale sur 10. procedure penale du 15 juin 1934 (PPF) arrete : ARTIOLE PREMIER. Les depans alloues a la partie adverse dans les nauses 1. Depen portees devant le Tribunal federal sont fixes par 1e present tarif. Les depens comprennent l'indemnite ala partie adverse et ses frais d'avocat. Ils doivent couvrir tous les frais indis- pensables occasionnes par le litige (art. 1590.1. 2 OJ). ART. 2. L'indemnite allouee a 10. partie adverse comprend le remboursement de ses debours effectifs (avances de proce- dure, frais de deplacement necessaires, ports, telephones etc.). Lorsque des circonstances particulieres le justifient, le Tribunal peut en outre allouer une indemnite pour perte de temps ou de gain. ART.3. Les frais d'avocat comprennent les honoraires, 1es d6bours, l'indemnite· de deplacement et les emoluments de copie. En regle generale, des honoraires ne sont pas alloues lorsque l'avocat se trouve dans un rapport de dependance avec son client (contrat de travail, eta.).

2. Indem la pari verse

3. Frais cal 264 Prozessrooht. N° 39. ART. 4. 'aires Les honoraires sont, en regle generale, proportionnels a ud fe- idic- ue la valeur litigi~use. Ds sont fixes, entre le maximum et le minimum prevus par le tarif, en raison de l'importance de . la cause, de ses difficulMs, de l'ampleur du travail et du temps employe par l'avocat. La valeur litigieuse est determin6e, en regle generale, par l'addition de la demande et de la demande reconven- tionnelle. Si les conclusions d'une partie sont manifestement exager6es, les honoraires de son avocat sont fixes d'apres les conclusions que cette partie eut du prendre de bonne foi. Lorsque la valeur litigieuse ne peut etre exprim6e en chifires, les honoraires sont fixes librement, d'apres les autres elements d'appreciation enumeres au premier alinea. ART. 5. Dans les causes dont le Tribunal federal connait comme juridiction unique, les honoraires sont fixes comme suit :

1. Dans les proces directs en matiere civile (art. 41 et 42 OJ): Si la valeur litigieuse n'atteint pas 4000 fr ..... . de 4000 a 8000 fr. . . de 8000 a 20 000 fr. . de 20000 a 50000 fr. de 50 000 a 100 000 fr. de 100000 a 500000 fr. au -dessus de 500 000 fr. 300 a 800 fr. 400 a 1000 fr. 600 a 1 500 fr. 800 a 3 000 fr. 1000 a 5 000 fr. 1500 a 10000 fr. 2000 fr. a 2 %.

2. Dans les reclamations de droit public (art. 83 OJ) et dans les pro ces directs en matiere de droit public et administratif (art. 110 a 112 OJ) : 100 a 10 000 fr. ~ I I Prozessrecht. N° 39. 265 S'il s'agit de reclamations de nature essentiellement poouniaire et que la cause est plaid6e, le tarif prevu pour les proces directs en matiere civile peut etre applique.

3. En matiere penale: Devant les Assises federales, la Cour penaJe federale et la Chambre criminelle: 500 a 5 000 fr. Lorsque le Tribunal statue Bur,l'action civile, le tarif prevu pour les proces directs en matiere civile peut etre applique. ART. 6. Dans les causes dont le Tribunal federal connait comme Le Trib deral juridiction de recours, les honoraires sont fixes comme suit: tion de

1. Dans les recours en reforme (art. 43 ss. OJ) : 300 a 3000 fr. Si la valeur litigieuse depasse 8000 fr. et que la cause n'est pas plaid6e, les honoraires sont reduits en conse- quence.

2. Dans les recours de droit public (art. 84 et 85 OJ), dans les recours en nulliM en matiere civile (art. 68 OJ); dans les recours dedroit administratif (art. 97 ss. OJ) et dans les recours en matiere disciplinaire (art. 117 OJ) : 100 a 1000 fr. Si la cause est plaid6e ou si elle est de nature essen- tiellement pecuniaire, le tarif prevu pour le recours en reforme peut etre applique.

3. En matiere penale: Dans les pourvois en nuHiM devant la Cour de cassa- tion extraordinaire et devant la Cour de cassation penale, dans les plaintes, recours et autres procedures devant la Chambre d'accusation: 100 a 1000 fr. Si le Tribunal federal statue sur l'action civile, le tarif prevu pour les recours en reforme peut etre applique. 266 Prozessreoht. N° 39.

4. Dans les demandes· de revision et d'interpretation des jugements du Tribunal federal: 100 a. 1000 fr. ART.7. Dans les causes qui ont neoossiM un travail extraordi- naire, notamment lorsque les moyens de preuve ont eM longs et difficiles a. reunir ou a. coordonner, que le dossier a pris une ampleur considemble, que les questions de fait ou de droit ont eM particulierement compliquees etc., le Tribunal federal peut accorder des honomires d'un mon- tant superieur aux taux ci-dessus. Lorsqu'il y a disproportion manifeste entre la valeur litigieuse et l'interet des parties au proces ou encore entre I le taux applicable d'apres le pr6sent tarif et le travail efiectif de l'avocat, le Tribunal fedeml peut reduire les· honomires en dessous du taux minimum. En cas de desistement, de retrait de recours, de trans- action, de non-entree en matiere et d'une maniere generale lorsque la cause ne se termine pas par un jugement au fond, les honoraires peuvent etre reduits en consequence.· ART. 8. Sont compris dans les frais d'avocat : :0-

1. ses debours (avances de procedure, frais de port, de telephone, etc.);

2. pour ses frais de deplacement, le billet de chemin de fer en seconde classe et une indemniM de 25 fr. par demi -journee et de 20 fr. par nuit;

3. un emolument de copie pour les pieces necessaires a. la conduite du proces et dont un double ne lui a pas eM communique par le Tribunal ou par la partie adverse. ART.9. A vant le prononce final du Tribunal fedeml, un etat des frais sera produit au grefie, indiquant separement Prozessreoht. N° 39. 261 l'indemniM r6clamee par la partie, les honoraires de l'avocat, ainsi que les debours de ce dernier, les indem- nites de deplacement et les emoluments de copie. Ace defaut, le Tribunal federal fixe les deMns d'apres le dossier et dans les limites du pr6sent tarif. ART. 10. En matiere d'expropriation et dans tous les autres cas on la legislation fedemle attribue des competences judi- ciaires au Tribunal fedeml, celui-ci applique le present tarif par analogie. ART. 11. En cas d'application du present tarif aux avocats d'office designes par le Tribunal federal (art. 152 OJ et 36 PPF), les honoraires seront reduits dans une mesure appropriee. TIs pourront etre fixes en dessous du taux minimum. ART. 12. Le present tarif ne s'applique pas aux rapports entre l'avocat et son propre client, qui sont regis par les dispo- sitions du code des obligations BUr le mandat; l'art. 161 OJ est reserve. ART.13.

5. Chan pIIcs' Le pr6sent tarif entre en vigueur le l er janvier 1950. 6. = Lausanne, le 21 decembre 1949. 268 Prozessrecht. N° 39. Tariffa delle spese ripetibiIi accordate aIla eontroparte nelle eause davanti aI Tribunale federale. (DeI 21 dicembre 1949.) Il Tribunale federale, in esecuzione degli art. 160 della legge federale 16 dicembre 1943 sull'organizzazione giudiziaria (OG) e 245, capoverso quarto, della legge federale 15 giugno 1934 sulla procedura penale (PPF), decreta: ART. 1. L'ammontare delle spese ripetibili accordate alla contro- . parte nelle cause davanti al Tribunale federale e fissato a norma della seguente tarifla. Le spese ripetibili comprendono !'indennita. alla contro- parte e le sue spese di patrocinio. Debbono corrispondere alle spese indispensabili causate dalla contestazione (art. 159 cp. 2 OG). ART. 2. L'indennita. alla eontroparte comprende il rimborso dei te suoi disborsi eflettivi (anticipi processuali, spese di tra- sferta necessarie, spese postali e telefuniehe, ecc.). Se speeiali cireostanze 10 giustificano, il Tribunale puo accordare altresi un'adeguata indennita per ulteriori spese e danni causati dalla lite. ART.3. Le spese di patrocinio comprendono l'onorario, i di- sborsi, l'indennita di trasferta e quella per le copie. Di regola, non si accorda onorario, quando l'avvocato e vincolato da un rapporto d'impiego eol suo cliente (contratto di lavoro, ecc.). Prozessrooht. N° 39. 269 ART. 4. Di regola, l'onorario e proporzionale al valore litigioso. Viene fissato tra il massimo e il minimo previsti dalla presente tariffa, secondo l'importanza della lite, delle sue difficolta, dell'ampiezza deI lavoro e deI tempo impiegato dall'avvocato. Di regola, il valore litigioso e ealeolato sommando il valore delle domande della petizione con quello della domanda riconvenzionale. Se le conelusioni d'una parte sono manifestamente esagerate, l'onorario deI suo avvocato e fissato secondo le conclusioni ehe avrebbe dovuto presentare giusta i princlpi della buona fede. Quando il valore litigioso non puo essere espresso in eifre, l'onorario e fissato liberamente, secondo gli altri elementi d'apprezzamento enumerati nel primo capoverso. ART. 5. Nelle cause giudicate dal Tribunale federale in istanza unica gli onorari sono fissati come segue :

1. Nelle cause dirette di diritto civile (art. 41 e 42 OG) : Se i1 valore litigioso non rag- giunge 4000 fr., l'onorario va . da 300 a 800 fr. Se il valore litigioso varia tra 4000 e 8000 fr., l'onorario va da 400 a 1000 fr. tra 8000 e 20 000 fr. . tra 20 000 e 50 000 fr. tra 50 000 e 100 000 fr. tra 100000 e 500000 fr. oltre i 500 000 fr. da 600 a 1 500 fr. da 800 a 3 000 fr. da 1000 a 5000 fr. da 1500 a 10 000 fr. da 2000 fr. al 2 %.

2. Nelle azioni di diritto pubblico (art. 83 OG) e nelle cause dirette in materia di diritto pubblico e in materia di diritto amministrativo (art. nO-ll2 OG), l'onorario varia da 100 a 10000 fr.

a) Ono D Trit federd sdlzion 2'10 Prozessrecht. N0 39. Se si tratta di contestazioni di natura essenzialmente pecuniaria e se ha luogo un dibattimento, puo essere applicata la tariffa prevista per le cause dirette.

3. Nei processi penali : Davanti alle Aasise federali, alla Corte penale federale e alla Camera criminale, l'onorario varia da 500 a 5000 fr. Quando il Tribunale si pronuncia anche sulle pretese di diritto civile, puo essere applicata la tarlffa prevista per le cause dirette in materia civile. ART. 6. ~ Nelle cause che il Tribunale federale giudica in istanza di rioorso, l'onorario e fissato oome segue:

1. Nei ricorsi per riforma (art. 43 e seg. OG), l'onorario varia da 300 a 3000 fr. Se il valore litigioso supera i 8000 fr. e non ha Iuogo un dibattimento, l'onorario subisce un'adeguata riduzione.

2. Nei ricorsi di diritto pubblico (art .. 84 e 85 OG), nei rioorsi per nullita. in procedimenti civili (art. 68 OG), nei rioorsi di diritto amministrativo (art. 97 e seg. OG) e nei ricorsi in materia disciplinare (art. 117 OG), l'onorario varia da 100 a 1000 fr. Se ha luogo un dibattimento 0 se Ia causa e di natura essenzialmente pecuniaria, e applicabile la tariffa prevista pel ricorso per riforma.

3. Nei processi penali : Nei ricorsi per nullita. alla Corte di cassazione straor- dinaria e alla Corte di cassazione, nei reclami, ricorsi e in altre procedure davanti alla Camera d'accusa, l'onorario varia da 100 a 1000 fr. Se il Tribunale federale si pronuncia anche sulle pre- tese di diritto civile, puo essere applicata Ia tariffa prevista peI rioorso per riforma. I ~ Prozessreoht. N° 39. 271

4. Nelle domande di revisione e d'interpretazione delle sentenze deI Tribunale federale, l'onorario varia da 100 a 1000 fr. ART. 7. Nelle cause che hanno riehiesto un lavoro straordinario, Eeeezion segnatamente quando e stato lungo e diffieile racoogliere o coordinare i mezzi di prova, quando gli atti deU'inserto sono voluminosi, quando le questioni di fatto e di diritto sono state partieolarmente eomplesse, ece., il Tribunale federale puo acoordare onorari superiori a quelli previsti dalla presente tariffa. Se esiste una manifesta disproporzione tra il valore litigioso e l'interesse delle parti in causa 0 tra l'ammontare applicabile a norma della presente tarlffa e il lavoro effettivo dell'avvocato, il Tribunale federale puo ridurre gli onorari al disotto dell'ammontare minimo. In caso di desistenza, di ritiro deI ricorso, di transazione, d'irricevibilita. e, in generale, quando Ia eausa non termina con un giudizio di merito, l'onorario puo subire un'ade- guata riduzione. ART. 8. NeUe spese di patrociriio sono inelusi :

1. i disborsi dell'avvoeato (anticipi processuali, spese b) Disbo trasfel postali e telefoniehe, ecc.); eopie

2. le spese di trasferta, ossia il prezzo deI biglietto ferro- viario di seoonda classe e un'indennita. di 25 fr. per mezza giornata e di 20 fr. per notte;

3. un'indennita. per le copie degli atti necessarie alla trattazione della causa, dei quali non e stato fornito un duplo dal Tribunale 0 dalla controparte. ART. 9. Prima della sentenza, una' nota delle spese dev'essere 4. Nota • prodotta alla Cancelleria deI Tribunale federale che indichi spese di zione one 272 Prozessrecht. N0 39. separatamente l'indennita chiesta dalla parte, l'onorario dell'avvocato, come pure i di lui disborsi,· l'indennita di trasferta e quella per le copie. In mancanz~ di questa nota, il Tribunale federale fissa l'indennita sulla base degli atti ed entro i limiti della presente tarüia. ART. 10. Nelle causa d'espropriazione e in tutti gli altri casi in cui la legislazione federale gli attribuisce competenze giudiziarie, il Tribunale federale applica la presente tariffa per analogia. ART. 11. Nei casi in cui ja presente tariffa si applica agli avvocati d'ufficio designati dal Tribunale federale (art. 152 OG e 36 PPF), l'onorario sara ridotto in misura adeguata; potra essere fissato al disotto dell'ammontare minimo. ART. 12. La presente tarüia non si applica alle relazioni tra l'avvocato e il suo cliente ehe sono disciplinate dalle norme deI diritto delle obbligazioni sul mandato; resta riservato l'art. 161 OG.' ART. 13. La presente tariffa entra in vigore il I gennaio 1950. Losanna, 21 dicembre 1949. Vgl. auch Nr. 30, 37. - Voir aussi nOS 30, 37. IMPRIIIIERms REUNms s. A., LAUSANNE I. PERSONENRECHT DROIT DES PERSONNES Vgl. Nr. 45. - Voir n° 45. II. FAMILIENRECHT DROIT DE LA FAMILLE

40. Urteil der ll. ZivllabteßUDg vom 30. September 1949

i. S. Meier gegen Schwarz. 273 Güterrechtliche Auseinandersetzung bei Scheidung, Art. 154 ZGB.

1. Eigengut des Mannes: Bei EJ;werb e~er Liegenschaft mi.t dem Erlös einer vom Manne in die Ehe emge!>rS<?hten und m. der Folge veräusserten ist Ersatzanschaffung (dingliche SubrogatlOn) nicht anzunehmen, wenn Verkauf und Kauf nicht ~ Zwecke der Neuanlage des investierten Kapitals, sondern llll Rahmen der wirtschaftlichen T&igkeit der Eheleute erfolgt (Art. 154, 195 Aha. I, 196 Aha. 2 ZGB). . . 2 Wie der auf der neuen Liegenschaft erzIelte Gewmn, geht der . beim Verkauf der alten erlittene Verlust auf Rechnung des ehelichen Vermögens (als Vor- bzw. Rückschlag).

3. Verkehrswert: ist nicht der übersetzte Wert, der ~llenfalls.von einem Käufer unter Ausnützung seiner UnkenntnIS zu erZIelen wäre. LÜjuidation des biens apres divorce. Art. 154 ee.

1. Propres du mari: L'achat d'un immeuble av,ec des fonds pro- venant de la vente d'un immeuble aI?porte .par le man n~ constitue pas un remploi (subrogation reelle) SI la vente a ete faite dans le cadre da l'activite econ?mi~e de~ .epoux. et non,pas a titre de placement du capital qUl avalt ete mvesti dans lllll- meuble vendu (art. 154, 195 al. 1, 196 3;1. 2. CO). .,

2. La perte subie lors de ~ vente ~u pr~mler lIDllleuble dOlt etre portre au compte des bIens matnmomaux t~lUt comme la plus- value acquise par le nouvel immeuble (a tltre de perte et de benefice). . b . d'

3. Valeur venale: Le prix exager;e qu'on pourralt,0 temr un acheteur en profitant de son 19norance ne represente pas la valeur venale de l'immeuble. 18 AS 75 II - 1949