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71_III_10

BGE 71 III 10

Bundesgericht (BGE) · 1945-01-01 · Deutsch CH
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Schuldbetreibungs- und Konku1'81'8Cht. N0 5.

Dermaach erlcennt die Schuldbetr.- 'U. Konhur8kammH :

Der Rekurs wird gutgeheissen und das Konkursamt

Wiedikon-Zürich angewiesen, im Konkurse über Otto.

Hörnlimann die acht vom Rekurrenten angesprochenen

Pferde unverzüglich zu verwerten.

5. Auszug aus dem Entscheid,,"om 23 • .Januu 1940 i. S. Stolz.

Art. 79 Ab8. 1 de8 00 vom 16. D~zember 1943.

Verweist die Reku.rsschrift zur Begründung der Rekursanträge

einfach auf die Eingaben an die Vorinstanz, so wird auf den

Rekurs nicht eingetreten.

Art. 79 al. 1 OJ du 16 d6cembre 1943.

Est irrecevable le recours qw n'.enonce pas de motifs a l'appui

des conclusions et se contente de se rMerer aux pieces produites

dans l'instance prec&lente.

Art. 79 cp. 1 nuova OOF.

E irricevibile il ricorso ehe, come motivazione, si limita a rinviare

il giudice alle memorie prodotte nella procedum cantonale.

Während in Art. 6 Abs. 3 der Verordnung des Bundes-

gerichtes betrefiend die Beschwerdeführung in Schuld-

betreibungs- und Konkurssachen vom 3. November 1910

vorgesehen war, zur Begründung der Rekursanträge könne

auf die Eingaben an die Vorinstanzen Bezug genommen

werden, bestimmt Art. 79.Abs. 1 des Bundesgesetzes über

die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember

1943 (OG), das am 1. Januar 1945 in Kraft getreten ist,

in der Rekurssohrift sei kurz darzulegen, welche Bundes-

reohtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen

Entscheid verletzt worden sind. Demnach ist die Bezug-

nahme auf die im kantonalen Verfahren erstatteten

Rechtsschriften, die dem Zwecke des Begründungszwanges

regelmässig nicht entspricht (BBI 1943 S. 135), heute

grundsätzlich verpönt. Sie im vorliegenden Falle ausnahms-

weise dooh als genügende Begründung des Rekurses

gelten zu lassen, besteht kein Anlass; denn die Beschwerde-

sohrift der Rekurrentin beschränkt sich, wie daraus ohne

Schuldbetreibungs- und Konku1'81'8Cht. N0 6.

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weiteres hervorgeht, nicht etwa im wesentlichen auf die

Erhebung von Rechtsrügen, sondern vermengt mit solchen

in weitschweifigen Ausführungen Vorbringen über streitige

tatsächliche Verhältnisse und Rügen betrefiend die Ange-

messenheit von Massnahmen des Konkursamtes; Art. 79

Abs. 1 OG will aber dem Bundesgericht gerade ersparen,

aus solch umfangreichen und unübersichtlichen Rechts-

schriften herauszuschälen, was allenfalls zur Begründung

des Rekurses dienen kann.

Welche Bundesrechtssätze der angefoohtene Entscheid

verletze, und inwiefern er bundesrechtswidrig sei, wird in

der Rekursschrift auch sonst (vom Hinweis auf die Be-

schwerde abgesehen) nicht dargelegt.

Die Rechtsfolge der Nichtbeachtung von Art. 79 Abs. 1

OG kann nach dem Zwecke dieser Vorschrift nur im Nicht-

eintreten auf den Rekurs bestehen.

6. Entscheid vom 12. Februar 1945 i. S. Vögeli.

1. Beim Arrest ist über Unpfändbarkeitabe8chwerden auch dann

sofort zu entscheiden, wenn der Schuldner in der Arrestbe-

treibu,ng durch Rechtsvorschlag die Einrede des mangelnden

neuen Vermögens (Art. 265 SchKG) erhebt.

2. Wird nach der Arrestieru,ng oder Pfändung eines Oemeinachafta-

anteils das Gemeinscha.ftsvermögen im Verfahren gemäss

Art. 9 ff. der Verordnung des Bundesgerichtes vom 17. Januar

1923 oder ohne Zutun der Gläu,biger liqwdiert, so hat das

Betreibungsamt über die Pfändbar1ceit der dem Schuldner zuge-

teUten einzelnen Vermögensgegenstände zu, entscheiden.

1. En ca.s de 86queatre, les plaintes tendant a. faire declarer cer-

tains biens inaaiaiB8ablea doivent etre Iiquidees sans delai,

meme si le debiteur exoipe du defaut de retoura meilleure

fortune dans l'opposition ala pourswte consecutive au, sequestre

(a.rt. 265 LP).

2. Si apres sequestre ou, saisie d'une part de commu.naute le patri-

moine commun vient a. etre liqwde suivant la proo&lure prevue

aux art. 9 et suiv. de l'ordonnance du Tribunal f&leral du

17 janvier 1923,011, sans l'intervention du creanoier, l'office des

poursuites doit prendre une decision su,r la 8aiaiaaabüup. des

biens attribues au debiteur.

1. In ca.so di 8equeatr.O, il reclamo per impignorabüita deve essere

prontamente deciso anche nel oaso in ow il debitore, nella

prooedura. esecutiva eorrelativa al sequestro, abbia sollevato,