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70_IV_189

BGE 70 IV 189

Bundesgericht (BGE) · 1944-01-01 · Français CH
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Handelsreisende. N° 60.

Reisenden auch in den genannten dringenden Fällen direkt

in Walzenhausen und liefern hernach die von dort erhaltene

Ware als Ersatzstücke· gegen Erstattung des Kaufpreises

zur Wiederergänzung des Lagers an den Chefvertreter ab,

so dass schliesslich auch diese Geschäfte auf Rechnung

von Walzenhausen gehen.

Das bringt es denn auch mit sich, dass der Beschwerde-

führer bisher in Bern nicht besteuert worden ist und nach.

der Praxis des Bundesgerichts über das Doppelbesteue-

rungsverbot auch nicht besteuert werden darf, da sich

mittels des c i.

Berney ne serait donc punissable en vertu de la loi du

20 juin 1933, que si les montres qu'il a colportees avaient

des boites en metaux precieux, en double ou en imitation.

Or, sauf une exception, le dossier n'etablit pas que tel soit

le cas. L'exception concerne la montre vendue le 8 juin

1944 a Edouard Reber et que Berney a dit lui-meme etre

en or. Pour ies autres montres vendues, le dossier ne per-

met pas de voir si elles rentraient dans les categories visees

par l'art. 141 bis cite ci-dessus. On ne peut donc pas

savoir, en l'etat, si le colportage en etait punissable et

l'enquete doit etre completee sur ce point.

Verfahreu. N• 52.

V. VERFAHREN

PROCEDURE

l 91

52. Auszug aus dem Entscheid der Anklagekammer vom ·21. No-

vember 1944 i. S. Untersuchungsrichter von Balsthal gegen

Staatsanwaltschaft des . Kantons Zürich.

Art. 354 Abs. 1 StGB, Art. 252 BStrP. Die Zuführung von Ver-

hafteten als Akt der Rechtshülfe witer Kantonen erfolgt

unentgeltlich.

Art. 354 al. 1 OP, art. 252 PPF. Au,tant qu'elle constitu,e un acte

d'entr'aide judicia.ll·e entre cantons, la remise d'wie personne

arretee a l'autorite d'wi autre canton a lieu gra.tu.itement.

Art. 354 cp. 1 OP, art. 252 PPF. Qu,ale atto di a.ssistenza. tra can-

toni, la consegna d'u,n arreRtato all'a.utorita d'un altro cantone

e fatta gratuitamente.

Aus dem Tatbestand :

Kles hat unter anderem in den Kantonen Solothurn

und Zürich strafbare Handlungen begangen. Der Unter-

·suchungsrichter von Balsthal (Solothurn) war der Ansicht,

die zürcherischen Behörden seien zuständig, den Beschul-

digten zu verfolgen und zu beurteilen. Er überwies die

Akten der Bezirksanwaltschaft Zürich und liess ihr den

Verhafteten am II. November 1944 zuführen. Die Be-

zirksanwaltschaft lehnte die Zuständigkeit ab und wies

Kies nach Balsthal zurück. Mit dem Gesuch an die Ankla-

gekammer des Bundesgerichts um Bestimmung d~s Ge-

richtsstandes verband der Untersuchungsrichter von Bals-

thal das Begehren, der Kanton Zürich sei zu verhalten,

dem Kanton Solothurn die Transportkosten von Fr. 18.-

für die Zuführung des Kles zu ersetzen.

Aus den Erwägungen :

Ob die Zuführung des Kies an die Bezirksanwaltschaft

Zürich vom 11. November 1944 ein Akt der Rechtshülfe

war, kann dahingestellt bleiben. Selbst wenn dies zutraf,

können die sol~.thurnisohen Behörden von den zürcherl-