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Handelsreisende. N° 60.
Reisenden auch in den genannten dringenden Fällen direkt
in Walzenhausen und liefern hernach die von dort erhaltene
Ware als Ersatzstücke· gegen Erstattung des Kaufpreises
zur Wiederergänzung des Lagers an den Chefvertreter ab,
so dass schliesslich auch diese Geschäfte auf Rechnung
von Walzenhausen gehen.
Das bringt es denn auch mit sich, dass der Beschwerde-
führer bisher in Bern nicht besteuert worden ist und nach.
der Praxis des Bundesgerichts über das Doppelbesteue-
rungsverbot auch nicht besteuert werden darf, da sich
mittels des c i.
Berney ne serait donc punissable en vertu de la loi du
20 juin 1933, que si les montres qu'il a colportees avaient
des boites en metaux precieux, en double ou en imitation.
Or, sauf une exception, le dossier n'etablit pas que tel soit
le cas. L'exception concerne la montre vendue le 8 juin
1944 a Edouard Reber et que Berney a dit lui-meme etre
en or. Pour ies autres montres vendues, le dossier ne per-
met pas de voir si elles rentraient dans les categories visees
par l'art. 141 bis cite ci-dessus. On ne peut donc pas
savoir, en l'etat, si le colportage en etait punissable et
l'enquete doit etre completee sur ce point.
Verfahreu. N• 52.
V. VERFAHREN
PROCEDURE
l 91
52. Auszug aus dem Entscheid der Anklagekammer vom ·21. No-
vember 1944 i. S. Untersuchungsrichter von Balsthal gegen
Staatsanwaltschaft des . Kantons Zürich.
Art. 354 Abs. 1 StGB, Art. 252 BStrP. Die Zuführung von Ver-
hafteten als Akt der Rechtshülfe witer Kantonen erfolgt
unentgeltlich.
Art. 354 al. 1 OP, art. 252 PPF. Au,tant qu'elle constitu,e un acte
d'entr'aide judicia.ll·e entre cantons, la remise d'wie personne
arretee a l'autorite d'wi autre canton a lieu gra.tu.itement.
Art. 354 cp. 1 OP, art. 252 PPF. Qu,ale atto di a.ssistenza. tra can-
toni, la consegna d'u,n arreRtato all'a.utorita d'un altro cantone
e fatta gratuitamente.
Aus dem Tatbestand :
Kles hat unter anderem in den Kantonen Solothurn
und Zürich strafbare Handlungen begangen. Der Unter-
·suchungsrichter von Balsthal (Solothurn) war der Ansicht,
die zürcherischen Behörden seien zuständig, den Beschul-
digten zu verfolgen und zu beurteilen. Er überwies die
Akten der Bezirksanwaltschaft Zürich und liess ihr den
Verhafteten am II. November 1944 zuführen. Die Be-
zirksanwaltschaft lehnte die Zuständigkeit ab und wies
Kies nach Balsthal zurück. Mit dem Gesuch an die Ankla-
gekammer des Bundesgerichts um Bestimmung d~s Ge-
richtsstandes verband der Untersuchungsrichter von Bals-
thal das Begehren, der Kanton Zürich sei zu verhalten,
dem Kanton Solothurn die Transportkosten von Fr. 18.-
für die Zuführung des Kles zu ersetzen.
Aus den Erwägungen :
Ob die Zuführung des Kies an die Bezirksanwaltschaft
Zürich vom 11. November 1944 ein Akt der Rechtshülfe
war, kann dahingestellt bleiben. Selbst wenn dies zutraf,
können die sol~.thurnisohen Behörden von den zürcherl-