opencaselaw.ch

67_III_105

BGE 67 III 105

Bundesgericht (BGE) · 1941-01-01 · Deutsch CH
Quelle Original Export Word PDF BibTeX RIS
Volltext (verifizierbarer Originaltext)

104

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N0 32.

a' sensi dell'art. 63 LEF. Ne seguirebbe in concreto l'irri-

cevibilita deI ricorso, perche tardivo. Ma, dopo nuovo

esame, il principio che i1 creditore e escluso dal beneficio

delle ferie non dev'essere pill mantenuto. In un primo

tempo, il Tribunale federale, facendo sua la giurisprudenza

deI Consiglio federale, ha ammesso che l'art. 63 LEF con-

eeme soltanto i termini assegnati all'ufficio per compiere

certi atti esecutivi. Tuttavia, eon sentenza 13 settembre

1912 su ricorso Oppliger (RU 38 I 677 = Ed. sep.15,258)

il Tribunale federale si e dipartito da questa giurisprudenza,

estendendo i1 beneficio dell'art. 63 LEF ai termini che

deve osservare il debitore. Gia allora il Tribunale federale

ha rilevato che, mentre l'art. 56 LEF vieta in generale

all'ufficio di procedere ad « atti esecutivi» durante un

determinato periodo di tempo, l'art. 63 LEF paria soltanto

di decorrenza di termini, senza menzionare gli « atti ese-

eutivi ») e senz'aeeennare che es so si appliea soltanto ad

une eategoria determinata dei termini prevista dalla legge

sull'eseeuzione e sul fallimento. TI tenore delI'art. 63 LEF

non si oppone quindi a che i1 creditore sia messo al bene-

ficio della proroga dei termini che vengono a . scadere

durante le ferie. Tale soluzione si giustifiea anche in virtu

deI principio della parita di trattamento : in particolare

appare inammissibile eiligere dal ereditore ch'egli chieda,

sotto pena di caducita dell'esecuzione, certi atti esecutivi,

in un periodo di tempo in cui l'ufficio non puo compierli.

Ne vale obbiettare che le ferie hanno per iscopo di evitare

al debitore, per considerazioni umanitarie, gli imbarazzi

di un'esecuzione durante un periodo determinato. Infatti

questo scopo non e per nulla pregiudicato, qualora i termini

assegnati al creditore, che vengono a scadere durante le

ferie, siano prorogati a' sensi dell'art. 63 LEF. DeI resto,

quando il legislatore ha voluto favorire esclusivamente il

debitore, l'ha detto in termini espressi: cOSl gli art. 58,

59, 60, 61 LEF prevedono la sospensione soltanto a favore

deI debitore. TI presente ricorso appare adunque tempe-

stivo.

Schuldbetreibungs. und KonkUl'srecht. N° 33.

105

33. Entscheid vom 23. Juni 1941 i. S. Pfister.

Der VoUzug einer Requisitorialptändung darf nicht aus dem

Grunde abgelehnt werden, weil das ersuchende Amt gar nicht

zur Durchführung der Betreibung zuständig sei. Beschwerden

wegen solcher Unzuständigkeit sind bei den de,m ersuchenden

Amte vorgesetzten Aufsichtsbehörden anzubrmgen. Art. 89

SchKG.

Execution d'une saisie par deLegation. L'office requis ne peut

refuser son concours par le motif que l'offic~ requerant. ne

serait pas competent pour exercer la poursmte. La plamte

pour incompetence doit etre portoo devant les autontes de

surveillance dont depend l'office requerant. Art. 89 LP.

Efjettuazione d'un pignoramento per del~ga. L'u~cio .ric~i~to non

puo rifiutare il suo concorso pel motlvo che I uffiCIO rlChiedente

non ha la competenza di p~ocedere all'esecuzi(;me ..

Il.~clamo

per incompetenza dev'essere moltrato alle autorita. dl vlgllanza,

da cui dipende l'ufficio richiedente. Art. 89 LEF.

Die Rekurrentin ist in Basel betrieben, wo ihr Ehemann

ein Anwaltsbureau führt. Das Betreibungsamt Basel-

Stadt beauftragte das Betreibungsamt Binningen mit der

Piandung der. dortigen Liegenschaft der Rekurrentin, in

der die Ehegatten wohnen. Das ersuchte Amt schickte

sich an, den Auftrag auszuführen. Nun führte die durch

den Ehemann vertretene Schuldnerin gegen das Betrei -

bungsamt Basel-Stadt Beschwerde mit dem Antrag, die

Betreibung sei mangels örtlicher Zuständigkeit als nichtig

aufzuheben, und gegen das Betreibungsamt Binningen mit

dem Antrag, dieses Amt sei anzuweisen, den Requisitions-

auftrag, weil vom örtlich unzuständigen Betreibungsamt

ausgehend, als nichtig nicht auszuführen. Die erstere

Beschwerde ist bei der Aufsichtsbehörde von Basel-Stadt

hängig. Auf die letztere trat die Aufsichtsbehörde von

Baselland am 9. Juni 1941 nicht ein, weil Beschwerden

wegen unzulässigen Pf'andungsauftrages bei den dem

ersuchenden Amte vorgesetzten Aufsichtsbehörden anzu-

bringen seien. Demgegenüber verlangt die Schuldnerin

mit dem vorliegenden Rekurs Rückweisung der Sache

an die Vorinstanz zur materiellen Beurteilung, eventuell

unmittelbar Gutheissung des Beschwerdeantrages.

\06

Schuldbetreibunj2:s- und Konkursrecht._ N° 33_

Die SchuMbetreibungs- und Kon":u'rskarnrner

zieht in Erwägung:

Die Rekurrentin verkennt nicht, dass Beschwerden

wegen Unzulässigkeit eines Rechtshülfeauftrages grund-

sätzlich gegen das ersuchende Amt zu richten und also

bei den diesem vorgesetzten Behörden anzubringen sind.

Sie möchte aber den vorliegenden Fall als Ausnahme

behandelt wissen unter Hinweis auf JAEGER, zu Art. 89

SchKG Nr. 6, wonach das ersuchte Amt die Zulässigkeit

des Auftrages zu prüfen habe, « wenn eine Rechtshülfe-

pflicht nach dem System des Gesetzes nicht besteht ».

Die dort erwähnte Entscheidung betrifft jedoch einer-

seits den Fall einer anderswo als am ordentlichen Betrei-

bungsort geführten Arrestbetreibung, in welche keine

andern als die arrestierten Gegenstände einbezogen werden

dürfen, und anderseits den Fall der Betreibung für eine

öffentlichrechtliche Forderung des Betreibungskantons,

wofür seinerzeit ausserhalb dessen Gebietes keine Voll-

streckungshandlungen zulässig waren (BGE 25 I 586 =

Sep.-Ausg. 2, 288). Im vorliegenden Fall aber handelt es

sich um keine Beschränkungen des räumlichen Bereiches der

Vollstreckbarkeit, sondern um die Frage des ordentlichen

Betreibungsortes. Darauf ist die Aufsichtsbehörde von

Baselland mit Recht nicht eingetreten. Es steht nicht

entgegen, dass die Rechtsprech!1ng die Vorschriften über

den Betreibungsort, speziell den ordentlichen, als zwingend

bezeichnet hat in dem Sinne, dass eine durch ein anderes

Betreibungsamt angeordnete Pfändung als nichtig zu

gelten habe; denn keinesfalls ifst es Sache der Aufsichts-

behörden eines andern Kantons, eine solche Pfändung

aufzuheben. Das steht ausschliesslich den Aufsichts-

behörden desjenigen Kantons zu, in dem die betreffende

Betreibung geführt wird. Somit darf ein derartiges Rechts-

hülfegesuch nicht abgelehnt werden aus dem Grunde,

dass das ersuchende Amt zur Durchführung der Betreibung

gar nicht zuständig sei. Dem ersuchten Amt und den

Schuldbetreibungs- und Konkursrccht_ N" 34_

107

ihm vorgesetzten Behörden steht nur zu, beim ersuchen-

den Amt und den Aufsichtsbehörden des betreffenden

Kantons wegen des Betreibungsortes vorstellig zu werden,

was aber hier, nachdem das Betreibungsamt Basel-Stadt

auf seinem Auftrag beharrt und anderseits die Schuldnerin

selbst auch bei der Aufsichtsbehörde von Basel-Stadt

Beschwerde geführt hatte, nicht mehr in Frage kam.

Der Pfandungsauftrag blieb daher vollziehbar, sofern

nicht die Aufsichtsbehörde von Basel-Stadt mit einer

Sistierungsverfügung oder mit einer Entscheidung über

den Betreibungsort in der von der Schuldnerin beantragten

Weise dem Vollzug entgegentrat -

was aber nicht etwa

zur Aufhebung des rechtskräftig gewordenen Zahlungs-

befehls, sondern nur des Fortsetzungsverfahrens Veran-

lassung geben durfte bezw. geben wird (BGE 56 III 232).

Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer :

Der Rekurs wird abgewiesen.

34. Entseheid vom 30. Juni IMI i. S. Niederhauser.

l. Als Dritteigentümer im Sinne von Art. 88 VZG ist auch zu

behandeln. wer an der Pfandsache bloss Miteigentum zusammen

mit dem Schuldner hat.

.

2. Die Pfandbetreibung muss neu eingeleitet werden, wenn' der

Gläubiger statt der ganzen Pfandsache nur den Miteigentums-

anteil des Schuldners als Pfand verwerten lassen will.

3. Ist als Pfand nur der Miteigentumsanteil des Schuldners in

Anspruch genommen, erweist sich dann aber die Verwertung

der ganzen Sache als notwendig (Art. ~3, bund 102 VZG)! so

wird das Verfahren durch den RechtsstJllstand auch nur emes

einzigen Miteigentümers gehemmt. Art. 56 ff. SchKG.

PQursuite en realisaticm de gage en cas de copropriet6.

l. Lorsque le gage appartient en copropriete au debiteur et a

un tiers, ce dernier doit etre egalement traite comme tiers

proprietaire dans le sens de l'art. 88 ORI.

2. S'i! se revele que le creancier entend faire realiser la part de

copropriete du debiteur et non le gage entier, il devra intenter

une nouvelle poursuite.

3. Si le creancier ne revendique comme gage que la part de

copropriete du debiteur mais qu'il se revele qu'iI est necessaire