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65_I_161

BGE 65 I 161

Bundesgericht (BGE) · 1939-01-01 · Deutsch CH
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Verwaltungs- und Disziplinarrechtspflege-

not,ation, de modification ou de radiation « en conformite

de l'art. 24 », c'est-a-dire pour des motifs tires des « con-

ditions}) de la requisition (art. 103) et finalement contre

les decisions teIles que le refus de recevoir une requisition

ou d'inscrire un creancier dans le registre destine a cet

effet (art. 104). Il suit de la que les inscriptions et les

radiations comme teIles ne sont en principe pas suscep-

tibles de faire l'objet d'un recours a l'autorite de surveil-

lance. Celui dont les droits reels ont ete leses par une ins-

cription faite ou par des inscriptions modifiees ou radiees

sans cause legitime doit en effet proceder par la voie judi-

ciaire. Cette regle ne souffre d'exception que dans le cas

prevu a l'art. 98 ORF, a savoir le cas ou une inscription

a ete operee « d'une maniere inexacte ou par megarde ».

Or il est bien evident que ni l'une ni l'autre de ces hypo-

theses ne sont realisees en l'espece. Le recourant ne pre-

tend pas que la radiation n'ait pas ete faite correctement;

i1 se plaint uniquement qu'elle n'eut pas du etre ordonnee.

D'autre part, ce n'est pas non plus par megarde que la

servitude a ete radiee; si elle l'a ete, c'est en vertu d'une

decision expresse du conservateur ou des organes compe-

tents et ensuite d'un examen plus approfondi de l'affaire.

Peu importent des lors les motifs de la radiation et plus

particulierement le point de savoir si c'est a tort ou a

raison que les organes preposes a l'etablissement du

registre ont estime devoir proceder a la radiation de la

servitude en application de l'art. 976 CC. Serait-il meme

demontre que la radiation a eM faite a tort, autrement dit

sans motif legitime, qu'on se trouverait alors dans le cas

de l'art. 975 CC qui, comme on vient de le voir, ne donne

ouverture qu'a la voie judiciaire.

Le Tribunal f6Ural rprononce :

Le recours est irrecevable.

Zollsachen. NQ 28.

Irr. ZOLLSA,CHEN

AFFAIRES DOUANIERES

28. Urteil vom 10. November 1939

i. S. WaIther gegen eidg. Oberzolldirektion.

16!

ZolL Beschwerden über die Ausnahmen vom Zolltarif (zoll-

freier Warenverkehr und ZollbegüDstigung, Art. 14-18 ZollG)

und über die Zollzahlungspflieht (Art. 13 ZollG) fallen in

den Geschäftskreis der Zollrekurskommission, nicht des

Bundesgerichts als V erwaltungsgeriehtshof.

DouantJ8 : Les recours relatifs aux exceptions au tarif douanier

(trafie en franchise et marchandises beneficiant de facilites .

art. 14-18 LD) et a l'obligation de payer les droits de douane

(art. 13 LD) ressortissent a la Commission des recours en

matiere de douane et non pas a la Chambre de droit adminis-

tratif du Tribunal federal.

Dazio. Reclami eirca 1e eccezioni della tariffa doganale (merei in

franchigia e agevolezze deI traffieo, art. 14-18 LDog) e circa

l'obbligo di pagamento deI dazio (art. 13 LDog) entrano nella

eompetenza della Commissione di ricorso in materia doganale,

non deI Tribunale federale quale Camera di diritto amminis-

trativo.

1. -

Frau Margrit Walther-Zenger in St. Louis (Frank-

reich) hat gegen einen Beschwerdeentscheid der Ober-

zolldirektion vom 24. Oktober 1939, durch den sie für

einen gegenüber ihrem Ehemann Ernst Walther fest-

gesetzten Zollbetrag von Fr. 6069.37 zahlungspflichtig

erklärt worden ist, gleichzeitig die Verwaltungsgerichts-

beschwerde beim Bundesgericht und die Tarifbeschwerde

bei der Zollrekurskommission ergriffen. Sie stellt sich auf

den Standpunkt, dass die VerwaltUllgsgerichtsbeschwerde

das zutreffende Rechtsmittel sei. Es wird hauptsächlich

darauf abgestellt, dass der Zollbetrag an sich nicht streitig

ist und die Beschwerde sich nur auf die Frage der Zoll-

zahlungspflicht bezieht.

2. -

Nach Art. 32 VDG entscheidet die Zollrekurs-

kommission Beschwerden gegen Entscheide der Oberzoll-

direktion, « wenn es sich um Festsetzung eines Zollbetrages

handelt ». Dann ist die VerwaltUllgsgerichtsbeschwerde

unzulässig (Art. 7, lit. b VDG).

AS 65 I -

1939

11

162

Verwaltungs. und Disziplinarrechtspflege.

Der Wortlaut des Art. 32 weist allerdings zunächst hin

auf Streitigkeiten über richtige Anwendung des Zolltarifs.

Doch auch die Beschwerden darüber, ob überhaupt im

einzelnen Fall ein Zollbetrag festzusetzen ist, müssen in

die Geschäfte nach Art. 32 VDG einbezogen werden.

Für die Ausnahmen vom Zolltarif (zollfreier Warenverkehr

und Zollbegünstigung, Art. 14-18 ZollG) hat das Bundes-

gericht von jeher seine Kompetenz verneint zugunsten

derjenigen der Zollrekurskommission (Meinungsaustausch

mit der Zollrekurskommission vom 29. Oktober 1929 in

Sachen Thiele, VSA X S. 366 ff).

Anderseits hat die Zollrekurskommission ihre Zustän-

digkeit stets in Anspruch genommen in Fällen, wo die

Zollzahlungspflicht (Art. 13 ZollG), also die Zollpflicht

des in Anspruch genommenen Subjekts, bestritten war

(Archiv f. Schweiz. Abgaberecht 2 S. 146 f. Erw. 3).

Die Frage der subjektiven Zollpflicht stellt sich in der

Regel als Vorfrage für die Anwendung des Zolltarifs,

zusammen mit oder neben dem Streite über die Zoll-

berechnung und ist jedenfalls in diesen Fällen von der

Zollrekurskommission zu behandeln nach dem allgemeinen

Grundsatze des Bundesprozessrechts, wonach die Behörde,

welche in der Hauptsache kompetent ist, auch alle Vor-

fragen zu erledigen hat (vgl. Art. 194, Abs. 2 OG).

1st aber die Frage der subjektiven Zollzahlungspflicht

hier von der Zollrekurskommission zu beurteilen, so

müsste es zu einer durch nichts gerechtfertigten Zer-

splitterung der Kompetenzen führen, wenn in den verein-

zelten Fällen, wo sich die Anfechtung zufällig auf die

subjektive Seite der Zollpflicht allein bezieht, der Ver-

waltungsgerichtshof die Beurteilung zu übernehmen hätte.

Es wäre nicht nur mit der Möglichkeit abweichender

Beurteilung einer Rechtsfrage in den vereinzelten, zu-

fällig in dieses Verfahren fallenden Beschwerden zu rech-

nen, sondern auch mit den Unzukömmlichkeiten, die

sich allein schon aus der Unsicherheit des Rechtsweges

ergeben. Es ist sachlich richtig, dass alle Beschwerden,

Befreiung von kantonalen Abgaben. N0 29.

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bei denen die Zollzahlung in Frage steht, von der nämli-

chen Rekursinstanz behandelt werden. Diese Instanz ist

nach seit Jahren feststehender Praxis die Zollrekurs-

kommission (VSA. 10, S. 281 f; 360 f; Archiv 2, 44;

3, 92, 365; 4, 91; 6, 61).

Allerdings wäre es an sich denkbar gewesen, dass die

Beurteilung der subjektiven Voraussetzungen einerseits

und der objektiven Seite der Zollpflicht anderseits in

verschiedene Verfahren gewiesen worden wären (ähnlich

wie gelegentlich bei kantonalen Einkommens- und Ver-

mögenssteuern subjektive Steuerpflicht und Steuerein-

schätzung verfahrensrechtlich getrennt werden).

Eine

solche Trennung der Kompetenzen ist aber, schon wegen

der damit verbundenen Komplikationen, nicht zu ver-

muten und darf jedenfalls nur dort gelten, wo sie sich

aus dem Wortlaute der Verfahrensordnung unzweifelhaft

ergibt. Bei Art. 32 VDG trifft dies aber nicht zu.

Demnach erkennt das Bunde8gericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

IV. BEFREIUNG VON KANTONALEN ABGABEN

EXEMPTION DE CONTRIBUTIONS CANTONALES

29. Selltenza deI 25 mag!Jio 1939

nella causa Confederazione svizzera contro Cantone Tieino.

Gli alloggi. di se~io, che l'~inistrazione federale delle dogane

ha datl a plglOne al proprIO personale, sono al beneficio del-

l'immunita fiscale prevista dall'art. 10 della legge 26 marzo

1934 sulle garanzie politiche e di polizia in favore della Con-

federazione. ~

Gebäude, welche die eidgenössische Zollverwaltung für Dienst-

wohnungen des Zollpersona.Is verwendet, dürfen von den Kan-

tonen nicht mit direkten Steuern belegt werden (Art. 10 GarG).

Les cantons ne peuvent frapper d'impöts directs les immeubles

que I'Administration fooerale des douanes emploie pour le