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Prozessrecht. N° 38.
a la Cour de Justice « pour statuer sur les domma.ges-
interets dus au demandeur, par la defenderesse et sur
les depens des instances cantonales ».
Le 9 juin 1939, la Cour de Justice a renvoye la cause
au Tribunal de premiere instance pour statuer,sur les
dommages~interets et les depens de premiere instance et
condamne la defenderesse aux depens d'appel.
La S. A. Sadec a adresse au Tribunal federal, le 6juillet
1939, une demande d'interpretation par la quelle elle
concluait a. ce qu'll plot au Tribunal :
« dire s'il n'est pas exact que l'amt du 22 mars 1939
dans la cause Casimir BaUmer cjSadec S. A. comportait
qu'aucune decision sur les depens ne fftt prise par 1es
instances inferieures avant la decision au. fond et en
relation avec cette derniere ».
Considemnt en droit :
que, conformement a l'art. 99 al. 2 OJ, « L'interpre-
tation d'un amt du Tribunal federal qui renvoie la cause
au Tribunal cantonal ne peut etre demandoo qu'entant
que ce dernier n'a pas encore rendu son jugement)),
que, fondoo sur l'arret du Tribunal federal du 22 mars
1939, la Cour de Justice civile a prononce sans recours
cantonal possible sur les depens d'appel,
que, sur ce point, l'arret du 22 mars 1939 ne peutdonc
plus, conformement a la disposition precitoo, faire l'objet
d'une demande d'interpretation,
qu'il sera neanmoins loisible a la .S. A. Sadec de sou-
mettre au Tribunal federni, le cas ecMant, la question
des depens d'appel en meme temps que le fond,
pa?' cu moti/8, le TTibunal /6Ural
declare la demande d'interpretation irrecevable.
Prozessrecht. N° 39.
39. Urtell der I. Zivllabtellung vom is. November 1939
i. S. Heimat A.-G. gegen Sommer.
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Btreitwert, Art. 59 OG: Massgebend ist das wirkliche vermögens-
rechtliche Interesse der Parteien.
Valeur litigieuse, art. 59 OJ: C'est l'interet patrimonial rOOl
des parties qui est determmant.
Valore litigioso, Art. 59 OGF: Determinante e l'effettivo inte-
resse patrimoniale delle parti.
A. -
Der Kläger Sommer schloss am 30. November
1934 mit der beklagten Bausparkasse einen Darlehens-
vertrag über Fr. 14,000:- ab zwecks Ablösung von
Grundpfandschulden. Er leistete Anzahlungen im Betrage
von insgesamt Fr. 216.-. Dann steUte er die Zahlungen
ein und erklärte, den Vertrag wegen Täuschung, eventuell
wegen Irrtums anzufechten. Die Beklagte bestritt die
Berechtigung der Vorwürfe des Klägers und erklärte
ihrerseits den Rücktritt vom Vertrage wegen Nicht-
erfüllung der Zahlungsverpflichtungen durch den Kläger.
B. -
Mit der vorliegenden Klage verlangt der Kläger
die Feststellung der Unverbindlichkeit des Darlehens-
vertrages und die Verpflichtung der Beklagten zur Rück-
erstattung seiner Anzahlungen von Fr. 216.- sowie
Fr. 6.- für ein Zeitungsabonnement, nebst 5 % Zins seit
den Einzahlungsdaten.
.
Die Beklagte beantragte Abweisung der Klage und
erhob Widerklage auf Bezahlung von Fr. 273.60 nebst
5% Zins seit 20. November 1935.
C. -
Das Obergericht des Kantons Aargau schützte
mit Urteil vom 6. Oktober 1939 die Klage im vollen Umfang
und wies die Widerklage ab.
D. -
Gegen dieses Urteil reichte die Beklagte die
Berufung an das Bundesgericht ein mit dem erneuten
Antrag auf Abweisung der Klage und Gutheissung der
Widerklage. Sie beziffert den Streitwert auf Fr. 14,000.-.
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Prozesarecbt. N° 39.
Das Bunde8gericht zieht in Erwägung :
Bei der Berechnung des Berufungsstreitwertes in ver-
mögensrechtlichen Streitigkeiten ist nach Art. 59 OG auf
das vermögensrechtliche Interesse abzustellen, welches
für die Parteien unmittelbar vor dem Entscheid der
Vorinstanz auf dem Spiele stand. Auf Grund dieser Über-
legung ist das Bundesgericht dazu gelangt, z. B. in Kollo-
kationsstreitigkeiten als Streitwert nicht den Nominal-
betrag der streitigen Forderung, sondern die mutmass-
liche Konkursdividende zu betrachten (BGE 65 III 28,
65 II 41), und in Erbschaftsstreitigkeiten zwischen der
Erbengemeinschaft und einzelnen Erben den auf diese
entfallenden Anteil der streitigen Forderung von der
Streitsumme abzuziehen (BGE 65 II 89).
Wendet man das diesen Fällen zu Grunde liegende,
oben genannte Prinzip auch auf den vorliegenden Fall an,
so ergibt sich ohne weiteres, dass der Auffassung der
Beklagten, der Streitwert betrage Fr. 14,000.-, nicht
zugestimmt werden kann. Wie die Vorinstanz, die sich
mit der Frage des Streitwertes bei der Festsetzung der
ausserrechtIichen Entschädigung zu befassen hatte, zu-
treffend ausführt, ist der Darlehensvertrag nach der
A.uffassung beider Parteien dahingefallen, so dass sich
der Streit nicht etwa um die Auszahlung oder Nichtaus-
zahlung der Darlehenssumme von Fr. 14,000.- dreht.
Streitig ist vielmehr einzig noch, ob die Beklagte dem
Kläger wegen Unverbindlichkeit des Vertrages seine
AnzalIlungen von Fr. 216.- + Fr. 6.- zurückzuerstatten
habe, oder ob der Vertrag durch den Rücktritt der Beklag-
ten aufgehoben sei und sie deshalb vom Kläger den für
diesen Fall vorgesehenen Beitrag an die Propaganda-
kosten in der Höhe von Fr. 490.- abzügJich seiner Ein-
zalIlungen fordern könne. Der Streitwert beträgt somit
für die Hauptklage Fr. 222.-, für die Widerklaga
Fr. 490.-, erreicht also den erforderlichen Berufungs-
lIIotorfo.lrrzeugverkebr. N° 40.
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streitwert von Fr. 4000.-, bezw. Fr. 8000.- bei weitem
nicht. Auf die Berufung ist daher nicht einzutreten.
Demnach erkennt da8 Bunde8gericht :
Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
Vgl. auch Nr. 21. -
Voir aussi n° 21.
VI. MOTORFAHRZEUGVERKEHR
cmCULATION DES VEIDCULES AUTOMOBILES
40. ARet de Ja Ire Seetion elvlle du 28 septewbre 1939
dans la causa Sarteur c. Zufierey.
ReBp0n8abiliti du detenteur d'un vekicule automobile:
Application de l'art. 37 LA dans un CRS Oll un accident causa par
l'emploi d'un camion automobile s'est produit sur un chantier,
a. l'endroit Oll ce chantier d6bordait sur la «voie publique»
(art. I LA); consid. 1.
Faute des ouvriers qui etaient charges de guider le chauffeur par
signes; consid. 2.
Ces ouvriers etaient-ils des « tiers» (art. 37 aI. 2 i.f. et aI. 6 LA),
dont la faute attenue la responsabilite du d6tenteur l'Consid. 3.
Haltbarkeit dß8 Autohalters :
Anwendbarkeit von Art. 37 MFG auf einen durch einen Lastwagen
verursachten Unfall auf einem Werkplatz, der auf eine öffent-
liche Strasse übergreift (Art. 1 MFG); Erw. 1.
Verschulden der Arbeiter, welche den Lenker durch Zeichen zu
führen hatten; Erw. 2.
Waren die Arbeiter« Dritte 11 (Art. 37 Abs.2 i.f. und Abs. 6 MFG),
deren Verschulden die Haftbarkeit des Halters mildert ?
Erw.3.
Responsabilitd del detentore di un autoveicolo :
Applicazione delI'art. 37 LCAV nel caso di un infortunio causato
da un autocarro nella parte di un cantiere che sporge sulla
strada pubblica (art. 1 LCAV); consid. 1.
Colpa degli operai ehe dovevano guidare iI conducente mediante
segni; consid. 2.
Questi operai erano dei «terzi» (art. 37 cp. 2 i.f. e cp. 6 LCA),
la cui colpa mitiga la responsabilita. del detentore ? Consid. 3.