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182 Prozessrecht. N° 38. a la Cour de Justice « pour statuer sur les domma.ges- interets dus au demandeur, par la defenderesse et sur les depens des instances cantonales ». Le 9 juin 1939, la Cour de Justice a renvoye la cause au Tribunal de premiere instance pour statuer ,sur les dommages~interets et les depens de premiere instance et condamne la defenderesse aux depens d'appel. La S. A. Sadec a adresse au Tribunal federal, le 6juillet 1939, une demande d'interpretation par la quelle elle concluait a. ce qu'll plot au Tribunal : « dire s'il n'est pas exact que l'amt du 22 mars 1939 dans la cause Casimir BaUmer cjSadec S. A. comportait qu'aucune decision sur les depens ne fftt prise par 1es instances inferieures avant la decision au. fond et en relation avec cette derniere ». Considemnt en droit : que, conformement a l'art. 99 al. 2 OJ, « L'interpre- tation d'un amt du Tribunal federal qui renvoie la cause au Tribunal cantonal ne peut etre demandoo qu'entant que ce dernier n'a pas encore rendu son jugement )), que, fondoo sur l'arret du Tribunal federal du 22 mars 1939, la Cour de Justice civile a prononce sans recours cantonal possible sur les depens d'appel, que, sur ce point, l'arret du 22 mars 1939 ne peutdonc plus, conformement a la disposition precitoo, faire l'objet d'une demande d'interpretation, qu'il sera neanmoins loisible a la .S. A. Sadec de sou- mettre au Tribunal federni, le cas ecMant, la question des depens d'appel en meme temps que le fond, pa?' cu moti/8, le TTibunal /6Ural declare la demande d'interpretation irrecevable. Prozessrecht. N° 39.
39. Urtell der I. Zivllabtellung vom is. November 1939
i. S. Heimat A.-G. gegen Sommer. , 183 Btreitwert, Art. 59 OG: Massgebend ist das wirkliche vermögens- rechtliche Interesse der Parteien. Valeur litigieuse, art. 59 OJ: C'est l'interet patrimonial rOOl des parties qui est determmant. Valore litigioso, Art. 59 OGF: Determinante e l'effettivo inte- resse patrimoniale delle parti. A. - Der Kläger Sommer schloss am 30. November 1934 mit der beklagten Bausparkasse einen Darlehens- vertrag über Fr. 14,000:- ab zwecks Ablösung von Grundpfandschulden. Er leistete Anzahlungen im Betrage von insgesamt Fr. 216.-. Dann steUte er die Zahlungen ein und erklärte, den Vertrag wegen Täuschung, eventuell wegen Irrtums anzufechten. Die Beklagte bestritt die Berechtigung der Vorwürfe des Klägers und erklärte ihrerseits den Rücktritt vom Vertrage wegen Nicht- erfüllung der Zahlungsverpflichtungen durch den Kläger. B. - Mit der vorliegenden Klage verlangt der Kläger die Feststellung der Unverbindlichkeit des Darlehens- vertrages und die Verpflichtung der Beklagten zur Rück- erstattung seiner Anzahlungen von Fr. 216.- sowie Fr. 6.- für ein Zeitungsabonnement, nebst 5 % Zins seit den Einzahlungsdaten. . Die Beklagte beantragte Abweisung der Klage und erhob Widerklage auf Bezahlung von Fr. 273.60 nebst 5% Zins seit 20. November 1935. C. - Das Obergericht des Kantons Aargau schützte mit Urteil vom 6. Oktober 1939 die Klage im vollen Umfang und wies die Widerklage ab. D. - Gegen dieses Urteil reichte die Beklagte die Berufung an das Bundesgericht ein mit dem erneuten Antrag auf Abweisung der Klage und Gutheissung der Widerklage. Sie beziffert den Streitwert auf Fr. 14,000.-. 184 Prozesarecbt. N° 39. Das Bunde8gericht zieht in Erwägung : Bei der Berechnung des Berufungsstreitwertes in ver- mögensrechtlichen Streitigkeiten ist nach Art. 59 OG auf das vermögensrechtliche Interesse abzustellen, welches für die Parteien unmittelbar vor dem Entscheid der Vorinstanz auf dem Spiele stand. Auf Grund dieser Über- legung ist das Bundesgericht dazu gelangt, z. B. in Kollo- kationsstreitigkeiten als Streitwert nicht den Nominal- betrag der streitigen Forderung, sondern die mutmass- liche Konkursdividende zu betrachten (BGE 65 III 28, 65 II 41), und in Erbschaftsstreitigkeiten zwischen der Erbengemeinschaft und einzelnen Erben den auf diese entfallenden Anteil der streitigen Forderung von der Streitsumme abzuziehen (BGE 65 II 89). Wendet man das diesen Fällen zu Grunde liegende, oben genannte Prinzip auch auf den vorliegenden Fall an, so ergibt sich ohne weiteres, dass der Auffassung der Beklagten, der Streitwert betrage Fr. 14,000.-, nicht zugestimmt werden kann. Wie die Vorinstanz, die sich mit der Frage des Streitwertes bei der Festsetzung der ausserrechtIichen Entschädigung zu befassen hatte, zu- treffend ausführt, ist der Darlehensvertrag nach der A.uffassung beider Parteien dahingefallen, so dass sich der Streit nicht etwa um die Auszahlung oder Nichtaus- zahlung der Darlehenssumme von Fr. 14,000.- dreht. Streitig ist vielmehr einzig noch, ob die Beklagte dem Kläger wegen Unverbindlichkeit des Vertrages seine AnzalIlungen von Fr. 216.- + Fr. 6.- zurückzuerstatten habe, oder ob der Vertrag durch den Rücktritt der Beklag- ten aufgehoben sei und sie deshalb vom Kläger den für diesen Fall vorgesehenen Beitrag an die Propaganda- kosten in der Höhe von Fr. 490.- abzügJich seiner Ein- zalIlungen fordern könne. Der Streitwert beträgt somit für die Hauptklage Fr. 222.-, für die Widerklaga Fr. 490.-, erreicht also den erforderlichen Berufungs- lIIotorfo.lrrzeugverkebr. N° 40. 1M streitwert von Fr. 4000.-, bezw. Fr. 8000.- bei weitem nicht. Auf die Berufung ist daher nicht einzutreten. Demnach erkennt da8 Bunde8gericht : Auf die Berufung wird nicht eingetreten. Vgl. auch Nr. 21. - Voir aussi n° 21. VI. MOTORFAHRZEUGVERKEHR cmCULATION DES VEIDCULES AUTOMOBILES
40. ARet de Ja Ire Seetion elvlle du 28 septewbre 1939 dans la causa Sarteur c. Zufierey. ReBp0n8abiliti du detenteur d'un vekicule automobile: Application de l'art. 37 LA dans un CRS Oll un accident causa par l'emploi d'un camion automobile s'est produit sur un chantier,
a. l'endroit Oll ce chantier d6bordait sur la «voie publique» (art. I LA); consid. 1. Faute des ouvriers qui etaient charges de guider le chauffeur par signes ; consid. 2. Ces ouvriers etaient-ils des « tiers» (art. 37 aI. 2 i.f. et aI. 6 LA), dont la faute attenue la responsabilite du d6tenteur l' Consid. 3. Haltbarkeit dß8 Autohalters : Anwendbarkeit von Art. 37 MFG auf einen durch einen Lastwagen verursachten Unfall auf einem Werkplatz, der auf eine öffent- liche Strasse übergreift (Art. 1 MFG) ; Erw. 1. Verschulden der Arbeiter, welche den Lenker durch Zeichen zu führen hatten; Erw. 2. Waren die Arbeiter« Dritte 11 (Art. 37 Abs.2 i.f. und Abs. 6 MFG), deren Verschulden die Haftbarkeit des Halters mildert ? Erw.3. Responsabilitd del detentore di un autoveicolo : Applicazione delI'art. 37 LCAV nel caso di un infortunio causato da un autocarro nella parte di un cantiere che sporge sulla strada pubblica (art. 1 LCAV) ; consid. 1. Colpa degli operai ehe dovevano guidare iI conducente mediante segni ; consid. 2. Questi operai erano dei «terzi» (art. 37 cp. 2 i.f. e cp. 6 LCA), la cui colpa mitiga la responsabilita. del detentore ? Consid. 3.