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65_III_25

BGE 65 III 25

Bundesgericht (BGE) · 1939-01-01 · Italiano CH
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Schuldbetreibuntls- und Konlrursrecht. No 7. vigilanza, riseriata al giudice Ia questione dell'applicabi- lita. in concreto dell'art. 265 LEF, ma.nteneva a fr. 100 mensili la. quota sequestrabile a' sensi dell'art. 93 LEF. B. - TI debitore ha interposto tempestivo ricorso al Tribunale federale, a.dducendo in sostanza qua.nto segue : La somma di fr. 400, ehe gli rima.ne dopo il sequestro, ed iI gua.da.gno della. moglie basta.no al sostenta.mento della. famiglia. Ma, poiehe il credito in escussione si ba.sa. su UD attestato di ea.renza di beni rilaseiato in seguito a fallimento, non toma applicabile in concreto l'art. 93 LEF. D'altra parte, il debitore dispone di un reddito ehe, dato iI tenore di vita. eonforme alla sua nuova situazione, non e snffioiente per fare risparmi, quindi per aeeumulare nuovi beni. Oonsiderando in diritto : A sostegno deI suo modo di vedere il rieorrente puo invocare la. sentenza di questa. Camera nella causa KibbeI (RO 53 m 24), seeondo eui I'Ufficio di esecuzione, proce- dendo a.l sequestro, deve tenere eonto ehe in virtu di un attesta.to di ca.renza di beni rilaseiato in sede fallim.entare sono sequestrabili soIta.nto nuovi beni e deve perta.nto lascia.re al debitore non tutto il salario ehe potrebbe consumare, ma. una parte molto superiore al minimo necessario al sostentamento. Questa. sentenza non puo pero trova.re eonferma, poiche non distingue nettamente le competenze dell'Autorita. di sequestro e quelle dell'Uffieio di esecuzione. Spetta. all'Autorlta. di sequestro designare l'oggetto da sequestrare : essa. deve esamina.re, sia. pure sommarlamente, il merito e non limi~ a.l controllo di requisiti formali. Se si tratta di un credito fondato su un attesta.to di ea.renza di beni rila.seiato in sede fa.1.limenta.re, deve indiea.re come sequestrahiIe il salarlo entra.nte in linea di conto come nuovo attivo. In questo senso essa. puo pregiudicare la deeisione ehe il giudice nella. procedura a.ccelerata prendera sul punto di sapere se il debitore possegga effettivamente Schuldbetreibungs. und Konkursreeht. No 8. 25 nuovi beni ; e cio si giustifiea poiehe l'Autorita di sequestro domina sul sequestro. L'Uffieio di eseeuzione invece non puo escludere dal sequestro, all'infuori dei beni previsti degli art. 92 e 93 LEF, nulla di eio ehe il deereto designa eome oggetti da sequestrare. Nel easo presente la Pretura di Loearno si e rimessa nel suo deereto di sequestro all'apprezzamento dell'Uffieio di esecuzione; ma questo apprezzamento va naturalmente inteso entro i limiti delI'art. 93 LEF. Oosl sta.ndo le eose, non oecorre esaminare se in conereto Ia quota di salario sequestrata dall'Ufficio di Locarno si ma.ntenga nei limiti previsti dalla. sentenza KibbeI. D'altra parte, iI rieorrente, nel suo gravame al Tribunale federale, non pretende piu ehe Ia quota sequestrata. violi il minimo previsto dalI'art. 93 LEF ed insorge a torto, data. Ia giurisprudenza di questa. Oamera (RO 63 III pag. 107 e seg.), eontro il fatto ehe nel determina.re la quota sequestra- bile si e tenuto conto deI guada.gno della moglie nella. misura in eui essa deve eontribuire alle spese relative agli oneri deI matrimonio. La Oamera esecuzioni e fallimenti pronuncia: TI ricorso e respinto.

8. Entseheid vom 17. April 19-39 i. S. HaUer. Lohnpfändung, Art. 93 SchKG: Der Notbedarf der Familie kann der Lohnpfändung nicht entgegengehalten werden, soweit er durch die von der Ehefrau geschuldeten Beiträge, namentlich aus eigenem Arbeitsverdienst nach Art. 192 Abs. 2 ZGB gedeckt wird. Er erhöht sich anderseits um die durch die Erwerbstätigkeit der Frau bedingte Ver- teuerung des Haushaltes. La 8aisie du aalaire, art. 93 LP, ne peut €Jtre empechee f sr le motif qu'il serait indispensable pour subvenir aux ~ins de la familIe, si et autant que ces besoins sont couverts par les contri- butions dues par la. femme, notamment si elle exerce activiM remuneree (art. 192, a1. 2 00). En revanche, le montant indispensable a la. famille pour subsister s'accroit dans la. mesure Oll cette activiM de la femme augmente les frais du menage.

26 Sohuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 8. PigfWf"amento di Balario (art. 93 LEF) : Non si puo invoca.re il minimo indispensa.bile al 8Ostentamento deUa famiglia in qua.nto e eoperto dai eontributi ehe la mogIie deve versare aU'economia domestica specialmente se esercita un'attivitA. lucrativa. (art. 192 ep. 2 CC). D'altra parte, il minimo neces- sario al sostentamento deUa famiglia si a.ccresce neUa misura in eui l'attivita lucrativa deDa moglie aumenta le spese del- l'economia domestica. . Die kantonale Aufsichtsbehörde hat auf Beschwerde der Gläubiger über die Ausstellung einer leeren Pfän. dungsurkunde eine Lohnpfandung von Fr. 15.- im Monat angeordnet, auf Grund folgender Berechnung: Der jährliche Notbedarf eines Ehepaares ohne Kinder betrage Fr. 2500. Die Haushaltarbeit der Ehefrau des Schuldners sei im vorliegenden Falle auf Fr. 600.- im Jahr zu bewer- ten, d. h. um etwa Fr. 250.- weniger als wenn sie alle Haushaltarbeiten selbst besorgen könnte, statt einen Teil davon wegen ihrer auswärtigen Erwerbstätigkeit durch Drittpersonen besorgen lassen zu müssen. Es rechtfertige sich, den Gesamtbetrag von Fr. 3100.- von jedem Ehe- gatten zur Hälfte tragen zu lassen, da der Barverdienst des Mannes jährlich Fr. 1730.- und der der Frau jährlich Fr. 1500.- betrage. Somit habe jeder Ehegatte an die ehelichen Lasten Fr. 1550.- beizusteuern, die Ehefrau bei Anrechnung ihrer Arbeit im Haushalt also noch Fr. 950.- in bar, wozu eine Barleistung des Mannes von Fr. 1550.- trete. Von seinem Lohn sei daher noch ein Restbetrag von jährlich Fr. 1~0.-, monatlich Fr. 15.-, frei, der gepmndet werden könne. Diesen Entscheid vom 17. März 1939 zjeht der Schuldner an das Bundesgericht mit dem Hauptantrag auf gänzliche Ablehnung einer Lohnptandung. Die &kuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht in Erwägung : Der Umstand, dass der Lohn des Schuldners nicht ausreicht, um den Notbedarf der ganzen Familie, d. h. hier der beiden Ehegatten zu decken, führt nicht notwendig zur Ablehnung einer Lohnpiandung. Vielmehr ist auch Schuldbetreibungs- und Konkursreeht. No 8. 27 das Arbeitseinkommen der Ehefrau als für den Haushalt verfügbar zu betrachten, jedoch nur, soweit sie (nach Art. 192, namentlich Abs. 2 ZGB) zu Beiträgen an die Familienlasten verpflichtet ist. Wenn diese (von den Vollstreckungsbehörden vorfrageweise zu bestimmenden) Beiträge so hoch sind, dass der Lohn des Schuldners den Rest des Notbedarfs übersteigt, kann der Überschuss gepfandet werden; nicht zulässig ist aber eine stärkere Heranziehung des Einkommens der Frau zur Erzielung einer höhern pmndbaren Lohnquote, was auf eine direkte Haftung der Frau für die Schulden des Mannes hinaus- liefe, wie sie nur unter besonderen Umständen besteht und jedenfalls nur mit einer gegen die Frau selbst gerichte- ten Betreibung geltend gemacht werden kann (BGE 63 III 105 ff.). Diesen Grundsätzen hält der angefochtene Entscheid nicht stand. Er zählt den Wert der von der Frau tatsächlich geleisteten Haushaltarbeit zum Not- bedarf der Familie hinzu, als ob dieser Bedarf um so grösser wäre, je mehr die Frau im Haushalt arbeitet. Das Gegenteil trifft zu, was freilich gerade hier, aber in anderm Sinne, eine Erhöhung des gegenüber der Pfandung vorzubehaltenden Notbedarfs zur Folge hat. Besorgte die Ehefrau des Schuldners lediglich den Haushalt, und zwar sie allein, so müsste die Familie mit dem normalen Not- vorbehalt von Fr. 2500.- auskommen. Die ganztägige auswärtige Arbeit der Ehefrau bedingt dagegen normaler- weise die Beiziehung von Drittpersonen für gewisse Haushaltarbeiten und damit eine Verteuerung des Haus- haltes, die sich in einer Erhöhung des gegenüber der Lohnpiandung vorbehaltenen Notbedarfes ausdrucken muss. Diese Kosten für fremde Hilfe können bei den vorliegenden Verhältnissen auf Fr. 20.- im Monat ver- anschlagt werden, so dass sich der jährliche Notbedarf des Ehepaars auf Fr. 2740.- erhöht. Selbst wenn die Ehefrau imstande wäre, trotz solcher auswärtiger Arbeit den Haushalt auch noch allein zu besorgen, wäre sie doch nicht verpflichtet, dies zu Gunsten der Gläubiger des

28 Schuldbet.reibungs. und KonkUl'l!l'echt (Zivilabteilungen). N0 9. Mannes zu tun'; und wenn sie es tut, braucht daraus diesen Gläubigern kein Vorteil zu erwachsen; vielmehr ist auch in diesem Falle der Notbedarf der SchuIdner- familie im erhöhten Betrage zu berechnen, was einer gerechtfertigten Ermässigung der Barbeiträge der Ehefrau gleichkommt. Im vorliegenden Falle lässt sich bei Berechnung von jährlich Fr. 240.- für fremde Hilfe im Haushalt, also bei Bemessung des NotOOdarfs der Familie auf Fr. 2740.- im Jahr, der Ehefrau höchstens ein Beitrag von Fr. 1000.-,

d. h. 2/3 ihres Arbeitsverdienstes, zumuten, was zusam- men mit ihrer Hausarbeit etwa den Gegenwert ihres eigenen Unterhaltes ausmacht. Mehr darf ihrem Arbeits- einkommen nicht zu Gunsten d"er Gläubiger des Mannes, der diesen Beiträgen entsprechend in seinen eigenen Auf- wendungen für die Familie entlastet wird, entzogen werden, da eben eine persönliche Haftung der Frau nicht in Betracht fällt. So ergibt sich ein vom Manne zu dek- kender Notbedarf von Fr. 1740.-, wozu sein eigener Lohn von Fr. 1730.- nicht einmal ausreicht, so dass nichts Pfändbares übrigbleibt. Demnach erkennt die 8chuldbetr.- u. Konkurskammer : Der Rekurs wird gutgeheissen und die von der kanto- nalen Aufsichtsbehörde angeordnete Lohnpf"andung auf- gehoben.

11. ENTSCHEIDUNGEN DER ZIVILABTEILUNGEN ARMTS DES SEarIONS CIVILES

9. Urteil der II. Zfvilahteilung vom 17. Februar 1939 i. S. BeU gegen Balslger und Kottmann. KoUl!katiory,sklage im ~onkur8 (Art. 250 SchKG) auf Zulassung emer lDl KollokatIOnsplan weggewiesenen oder auf Weg- weisung einer im Kollokationsplan zugelassenen Forderung: Sehuldbetreibungs. und Konkursrecht (Zivilabteilungen). N° 9. 29 - Gegenstand des Urteils ist nicht der Bestand der For- derung, sondern bloss die Teilnahme am Konkurserlös (Art. 261 SchKG); das Kollokationsurteil schafft nicht Rechtskraft über das Konkursverfahren hinaus, zwischen Gläubiger und Schuldner. - Demgemäss wird der Streitwerl (wenigstens für das bundes- gerichtliehe Verfahren, Art. 59 OG) nicht durch den For- derungsbetrag, sondern durch die darauf höchstens ent- fallende Konkursdividende bestimmt (Änderung der Recht- sprechung, mit Zustimmung der andern Abteilungen des Bundesgerichtes ). Demande en modification de l'etat de collocation (art. 250 LP) ten- daute a faire admettre ou ecarter une creance : - Le iugement ne porte pas sur l'existence meme de la creance, mais seulement sur le droit a une part dans la distribution des deniers (art. 261 LP) ; il n'a d'effets que dans la procedure de faillite et ne touche point aux rapports du creancier et du debiteur entre eux. - I.a valeur litigieuse (du moins pour le Tribunal federal, art. 59 OJ) n'est pas egale au montant de la creance, mais a celui du dividende maximum afferent a celle-ci (changement de juris- prudence d 'accord avec les autres chambres du Tribunal lederal). Azione tendente ad impugnare la graduatoria (art. 250 LEF) per far ammettere 0 stralciare un credito : - La 8entenza non statuisce sull'esistenza stessa deI credito, ma soltanto sul diritto ad una parte nella ripartizione deUa somma ricavata (art. 261 LEF) ; esplica effetto soltanto neUa proce- dura falIimentare e non tocca i rapporti tra creditore e debi- tore. - Il valore litigio80 (almeno pel Tribunale federale, art. 59 OGF) non e eguale all'importo dei credito, ma a quello dei dividendo massimo spettante a questo creruto. (Cambiamento di giuris- prudenza d'accordo con le altre sezioni deI Tribunale federale) . Im Konkurs über die ausgeschlagene Verlassenschaft des Dr. Kottmann in Kriens wurde Dr. Bell mit einer Schadenersatzforderung von Fr. 10,000.- im Kollokations- plane zugelassen. Zwei andere Konkursgläubiger erhoben gegen ihn gemäss Art. 250 SchKG Klage auf Wegweisung dieser Forderung. Die kantonalen Gerichte, das Ober- gericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 21. Dezember 1938, haben diesem Antrag entsprochen. Der Beklagte legt dagegen Berufung an das Bundesgericht ein mit dem Begehren um Rückweisung der Sache und (eventuell) Ab- weisung der Klage. Nach einer Bescheinigung des Kon- kursamtes Kriens-Malters kommt den Gläubigern 5. Klasse