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64_III_117

BGE 64 III 117

Bundesgericht (BGE) · 1938-01-01 · Français CH
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~huldbetreiblUlgs- und Konkursrecht (Zivilabteilungen). No 27.

missible si l'o~ devait voir dans l'action de l'art. 279 LP

une aotion « f?rmatrice » (Gestaltungsklage), tendant uni-

quement a l'annulation du sequestre, action dans laquelle

la question de la Iegitimite de oette mesure serait pure-

ment prejudioielle a la decision au fond et ne pourrait

faire pour elle-meme l'objet d'une instance (en ce sens,

Tribunal superieur de Zurich, Blätter für zürcher. Reohts-

sprech., 9 n° 54 et 31 n° 156, ainsi que ST.AUFFER, 10c. cit.).

Sans prendre· parti sur ce point, on pourrait encore

objecter qu'un jugement prononc;ant l'annulation du

sequestre durant la faillite aurait un interet dans le cas

Oll, celle-ci etant revoquoo, le sequestre reprendrait force :.

cette eventualite n'etant exclue qu'a la cloture de la

faillite, c'est des cette date seulement (en l'espece le

4 novembre 1936) que-se prescrirait l'action en dommages-

interets. Mais cette question peut, comme la precedente,

demeurer indecise, car on ne saurait en l'espece faire

compIete abstraction du jugement qui a ete rendu pen-

dant la faillite Hofer sur le cas de sequestre et qui est

devenu definitif le 6 mars 1936.

En effet, a supposer meme que la prescription fUt

acquise, le defendeur ne serait pas fonde a l'invoquer.

C'est peut-etre a tort que, la faillite ayant fait tomber le

sequestre, l'administration a oode a Servet l'action en

contestation de l'art. 279 LP. Mais Reichert n'a pas

porte plainte contre cette n:tesure. C'est peut-etre a tort

egalement que les tribunaux genevois se sont a nouveau

saisis de cette action et ont prononce l'annulation d'un

sequestre deja caduc. Mais le defendeur n'a souleve

aucune objection et n'a pas requis la radiation du role;

il a au contraire accepte le proces et suivi en cause. TI

a ainsi consenti a ce qu'un point prejudioiel a l'action

en dommages-interets dont il etait menace fUt tranche

de cette maniere. Dans ces conditions, il ne saurait,

sans violer les regles de la bonne foi, se prevaloir de la

prescription qui serait intervenue entre temps. TI a en

realite admis que la prescription annale de l'action en

Schuldbetreibungs- und Kcnkursrecht (Zivilaoteilungnn). No 28.

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dommages-interets ne Commelll;at a courir que des le

jugement statuant sur le cas de sequestre. A cetegard,

la demande deposoo le 19 aout 1936, soit moins d'une

annoo apres que Reichert eut retire l'appel forme contre

l'annulation du sequestre, ne serait, en tout etat de cause,

pas prescrite.

Par ces mOli/s, le Tribunal /ederal

admet le recours en ce sens qu'il annule l'arret attaque

et renvoie la cause a la Cour de Justice civile pour qu'elle

statue au fond.

28. Urteil der II. Zivil&bteilung vom a4. Juni 1938

i. S. Alder gegen Z'Brun.

Eingetragener E i gen t ums vor b eh alt. Haftung des Be-

treibungsbeamten wegen Nichtbeachtung des Eintrages bei

Pfändung und Verwertung der betreffenden Sache? Nur

wenn das Eigentumsrecht vom eingetragenen Dritten selbst

oder vom betriebenen Schuldner geltend gemacht wird, hat

der Betreibungsbeamte es zu beachten und darüber sowie

über die behauptete Restforderung des Dritten das Wider-

spruchsverfahren zu eröffnen.

Art. 715 ZGB, 106 ff. SchKG, 18 der Verordnung vom 19. Dez. 1910

über die Eintragung der Eigentumsvorbehalte. Kreisschreiben

Nr. 29 der SchKK vom 31. März 1911 und Nr. 14 des Bundes-

gerichtes vom 11. Mai 1922.

Reserve de propri&e inscrite. Responsabilite du prepose aux pour-

suites pour n'avoir pas tenu compte de l'inscription lors de la

saisie et de la realisation de la chose grevee ? C'est seulement

~ans le cas on le tiers proprietaire inscrit ou le debiteur pour-

suivi invoque le droit de propriete, que le prepose aux pour-

suites doit le prendre en consideration et introduire la procedure

en revendication au sujet du droit de propriete et du droit

pretendu du tiers au solde du prix.

(Art. 715 CC; 106 et sv. LP; 18 ord. du 19 decembre 1910 BUr

l'inscription des pactes de reserve de propriete. Circulaire

n° 29 de la Chambre des poursuites et des faillites, du 31 mars

1911 et n° 14 du Tribunal federal, du 11 mai 1922.)

RiBe/l'Va cU proprietd iscritta. Responsabilita dell'ufficiale di ese·

cuzione per non aver tenuto conto dell'iscrizione allorche la

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Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Zivilabteilungen). N0 28.

cosa gravata', fu pignorata e' venduta f Soitanto quando il

terzo proprietario iscritto od il debitore escusso invoca il

diritto di proprietA, l'ufficiale deve prenderlo in conside-

razione ed iniziare Ia procedura di rivendicazione circa il

diritto di proprietA ed il preteso diritto deI terzo al saldo

deI prezzo (an. 715 CC, 106 e seg. LEF, 18 deI Regolamento

19 dicembre 1910 concernente l'iscrizione dei patti di riserva

della proprietA, Circolare n° 29 della Camera esecuzioni e

fallimenti (deI 31 marzo 1911) e Ciroolare n° 14 deI Tribunale

federale (dell'undici maggio 1922).

Der Kläger Alder lieferte dem Bauunternehmer Schneller

im Frühjahr 1935 ein Personenautomobil und einen Last-

wagen zum Preise von Fr. 7000.-, der am 1. Mai 1935

bezahlt werden sollte. Er behielt sich im Kaufvertrage

das Eigentum bis zur völligen Abzahlung des Preises vor

und liess den Eigentmllsvorbehalt im Register des Betrei-

bungsamtes Leuk eintragen, in dessen Bezirk Schneller

wohnte. Die beiden Wagen wurden dann von diesem Be-

treibungsamt in einer von der Volksbank A.-G. Siders

gegen Schneller angehobenen Betreibung im August 1935

gepfändet, ohne Benachrichtigung des Klägers und Durch-

führung eines Widerspruchsverfahrens über dessen im

Register vermerkt gebliebenen Eigentumsvorbehalt. We-

nige Wochen vor dem am 25. März 1936 über Schneller

eröffneten Konkurse versteigerte das Betreibungsamt die

beiden Wagen für bloss Fr. 50.-, nachdem ein früherer

Zuschlag für Fr. 2800.- mangels Erfüllung der Stei-

gerungsbedingungen hatte widerrufen werden müssen.

Mit der vorliegenden Klage belangt Alder den Betrei-

bungsbeamten von Leuk auf Schadenersatz. Er macht

als Schadensposten geltend: den von Schneller nicht begli-

chenen Rest des Kaufpreises = Fr. 3534.-, mit Zins,

ferner Reperatur- und Garagekosten von Fr. 399.80 und

Fr. 166.-, je mit Zins, und sodann einen Betrag von

Fr. 500.- zum Ausgleich einer Beeinträchtigung seines

Kredites_ Vom Kantonsgericht des Kantons Wallis am

16. März 1938 abgewiesen, hält er mit Berufung an das

Bundesgericht an seinen Begehren fest.

I

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (ZivilabteilungE'n). XO 28.

1I~

Das Bundesgericht zieht in Erwägung :

Für den Ausfall von Reparatur- und Garagekosten kann

eine Haftung des Betreibungsbeamten nicht in Frage

kommen. Der Kläger hätte dafür ein Retentionsrecht aus-

üben können (Art. 491 OR, 895 ZGB). Im übrigen steht

dahin, wieweit der Kläger durch das Vorgehen des Betrei-

bungsbeamten geschädigt worden ist. Es kann nicht ohne

weiteres angenommen werden, dass er mit Erfolg auf ein

den ganzen Kaufpreisrest deckendes Verwertungsergebnis

hätte hinwirken können oder dass er bei Rücknahme der

beiden Wagen und Abrechnung gemäss Art. 716 ZGB zu

einem dem Preis entsprechenden Gewinn gelangt wäre.

Indessen muss die Klage, wie das Kantonsgericht zutref-

fend entschieden hat, schon daran scheitern, dass es an

einem Haftungsgrunde gebricht.

Ein vom Veräusserer einer beweglichen Sache ausbedun-

gener Eigentmnsvorbehalt muss, um wirksam zu sein, am

jeweiligen Wohnort des Erwerbers in dem vom Betrei-

bungsbeamten zu führenden öffentlichen Register einge-

tragen sein (Art. 715 ZGB). Die Eintragung hat zur gül-

tigen Vereinbarung hinzuzutreten. Sie begründet aber

keine Vermutung dafür, dass der Eigentumsvorbehalt zu

Recht bestehe und, wenn er gültig begründet war, noch

bestehe und nicht etwa zufolge seitheriger völliger Tilgung

des Erwerbspreises dahingefallen sei. Daraus erklärt es

sich, dass der Betreibungsbeamte den Eintrag nicht

zunächst als Ausweis über den (Fort-) Bestand eines gül-

tigen Eigentumsvorbehaltes und der den Vorbehalt bedin-

genden Kaufpreisforderung zu erachten hat. Art. 18 der

Verordnung über die Eintragung der Eigentumsvorbe-

halte vom 19. Dezember 1910 entbindet ihn ausdrücklich

von jeder Verpflichtung, bei Pfändung von Gegenständen

im Register nach allenfalls eingetragenen Eigentumsvor-

behalten Nachschau zu halten und die Rechte des ver-

zeichneten Eigentümers in der Pfändungsurkunde von

Amtes wegen vorzumerken. Damit ist gesagt, dass das

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Schuldbetreibungs- und Konkursreeht (Zivilabteilungen). N° 28.

Widerspruchsverfahren nach Massgabe des Kreisschreibens

Nr. 29 der Sc);mldbetreibungs- und Konkurskammer des

Bundesgerichts'vom 31. :März 1911 (das ergänzt wird durch

das Kreisschreiben Nr. 14 des Bundesgerichts vom 11. Mai

1922) nicht von Amtes wegen, sondern nur auf den Antrag

eines Beteiligten, d. h. dann einzuleiten ist, wenn ein

Beteiligter das Vorliegen eines dem Eintrag entsprechenden

Eigentumsrechtes behauptet. Die allgemeine Vorschrift

des Art. 106 SchKG setzt ja gleichfalls voraus, dass Dritt-

eigentum nicht bloss irgendwo vermerkt, sondern vom

Schuldner oder vom Dritten selbst als vorhanden behaup-

tet werde. Hier lag aber nichts derartiges vor. Weder der

Kläger noch der Schuldner Schneller meldete ein Dritt-

eigentumsrecht an. Die vom Angestellten des Schuldners

an den Betreibungsbeamten gerichtete Frage enthielt

weder ein Begehren noch die Behauptung, der Kläger sei

wirklich (noch) Eigentümer der'gepfändeten Gegenstände,

und ebensowenig machte die betreibende Gläubigerin

(entgegen ihrem Interesse) einen solchen Anspruch des

Klägers geltend, als sie, auf den angeblichen Eigentumsvor-

behalt zu Gunsten eines nicht einmal genannten Dritten

anspielend, das Betreibungsamt für· die allfälligen Folgen

der Unterlassung, andere Gegenstände zu pfänden, haftbar

erklärte. Niemand gab beim Betreibungsamt eine Erklä-

rung ab, die darauf abzielte, die Rechte des Klägers zur

Geltung zu bringen. Daher brauchte sich der Betreibungs-

beamte nach dem Gesagten nicht um den im Register

verbliebenen Eintrag zu kümmern.

Demnach erkennt das Bundesgericht :

Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Kan-

tonsgerichtes des Kantons Wallis vom 16. März 1938

bestätigt.

Siehe auch Nr. 29. -

Voir aussi N0 29.

ßankengesetz. No 29.

B. Bankengesetz.

Lai sur les banques.

URTEILE DER ZIVILABTEILUNGEN

ARRiTS DES SECTIONS CIVILES

29. Urteil der 11. Zirilabteilung vom 30. Juni 1938

121

i. S. Wever & Oie Itonkursmasse gegen Basler X&ntonalbank.

.Für Kollokationsklagen sind, auch im Konkurs einer Bank, die

Gerichte des Konkursortes zuständig und ist anderseits die

sachliche Zuständigkeit von der kantonalen Gesetzgebung zu

ordnen. Art. 22 und 250 SchKG. Das Bundesrecht verlangt

nicht, dass solche Klagen durch das eigentliche Konkurs-

gericht beurteilt werden, das nach Art. 36 Abs. 5 des Banken-

gesetzes in jedem Kanton als einzige Instanz einzusetzen ist

(für die Konkurseröffnung und andere das eigentliche Kon-

kursverfahren betreffende Entscheidungen, sowie für die

Beurteilung von Beschwerden gegen den Sachwalter gemäss

Abs. 2 daselbst) .

. Art. 30 der bundesgerichtlichen Bankennachlassverordnung legt

für Kollokationsklagen gleichfalls nur den Gerichtsstand und

nicht auch die sachliche Zuständigkeit fest.

Pour les actions en contestation de l'etat de collocation d'une

faillite de banque, la competence rauone looi appartient aux

tribunaux du lieu de l'ouverture de la faillite (art. 250 LP);

la competence ratione materiae est regie par le droit cantonal

(art. 22 LP).

Le droit federal n'exige pas que les actions en contestation de

l'etat de collocation soient portees devant l'autorite cantonale

instituee comme juge unique de la faillite conformement

a l'art. 36 de Ia loi sur les banques (pour prononcer l'ouver-

ture de la faillite et prendre d'autres decisions relatives a la

procedure de faillite proprement dite, et pour statuer sur les

plaintes dirigees contre les decisions de l'administration de

la faillite, art. 36 a1. 2).