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76 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht. No 21. d'un cofIre, all~ en ignorait le contenu et n'avait pas la. possibiliM de l'ouvrir sans 1e consentement du locataire, l'autorite supeneure a estime qua l'office aurait du se bomer a constater l'impossibiliM Oll il se trouvait de pro- ceder au sequestre. G. - Dame Barret et Sieur Ferrand ont recouru contre cette decision a la Chambre des Poursuites et des Faillites du Tribunal federal en concluant a 1a reforme de la. decision de l'autorite superieure dans 1e sens du rejet de 180 p1ainte. « Tout ce qu'on demande, disent-lls, c'est que l'office des poursuites soit autorise a proceder , a ses frais (et II ofIre tOUteS garanties pour cela) a. l'ouverture du safe et a. l'in- ventaire de son contenu. » Oonsidirant en droit : La recours tend uniquement a faire prononcer que 180 SocieM de Banque Suisse est tenne de toIerer l'ouverture forcoo du coffre-fort loUl~ a Dame Nelson. Ces conclusions echappent an pouvoir des autorites de poursuite. S'll est exact, en effet, qu'en cas de seqnestre portant sur des titres ou valeurs deposes au nom du debiteur chez un tiers, ce dernier est en principe tenu, tout comme 1e debi- teur, de renseigner l'office sur l'existence et 180 consistance du depöt et de luipermettre eventuellement d'en faire l'inventaire, II est non moins vrai qu'll a fallu egalement reconnaitre que si le tiers refuse de fournir les renseigne- ments demandes, l'office ne· dispose d'aucun moyen de contrainte pour forcer le tiers de .satisfaire a cetteobliga.- tion (RO 51 IU p. 40 et 56 UI p. 48). La sommation fa.ite par l'office a. 180 SocieM de Banque Suisse le 15 mai 1937 ne pouvait donc etre suivie d'effet. La Ohambre des pour8'Uite8 et des laiUite8 prononce : Le recours ast rejete. Schuldbetreibungs. und Konkursreeltt. No 22. 77
22. Entscheid vom a7. August 1937 i. S. Minck. Gruppenversicherung von Angestellten: Inwieweit ist das D e. c k u n g s kap i tal, das ein e n t las - sen e r Angestellter nach seiner Wahl (anstatt der Police) erhält, unp f ä n d h a r, wenn er ar h e i t s u n f ä h i g wird? AS8Urance collective d'employes: Dans quelle mesure le capital de couverture qu'un employe con- gedie r~oit a sa demande (au Heu de 111. police) est.-il insaisis- sable au cas Oll ledit employe devient incapahle de travailler ? ASsWUTazione collettiva d'impiegati: In quale misura il capitale di copertura, ehe un impiegato licen- ziato riceveasuarichiesta (invece della polizza), e impignorahile qualora quest'impiegato diventi incapace al lavoro ? Der Rekurrent war Angestellter der Lonza A.-G. und bezahlte laufend Beiträge an die Kosten der Versicherung ihrer Angestellten. Als er im Sommer 1936 entlassen wurde, traf auf ihn Art. 16 litt. c des bezüglichen Regle- ments zu, der lautet: « Wenn im Zeitpunkt des Dienst- austrittes die aus dem Dienst der Loliza ausscheidende Person versichert war und ausserdem 15 oder mehr au- rechenbare Dienstjahre zurückgelegt hatte, wird dieser die ganze Versicherungspolice unverändert zu Eigentum aus- gehändigt oder auf Wunsch des Ausscheidenden das in seiner Police aufgesammelte, von der Rentenanstalt be- rechnete volle Deckungskapital». Während die Police eine jährliche Alters- und Invalidenrente von Fr. 1944.- verbriefte, optierte der Rekurrent für das Deckungskapital von Fr. 14,344.85. Mit der vorliegenden Beschwerde macht der Rekurrent gegenüber einer Betreibung des Rekursgegners für Fr. 2190.10 nebst Akzessorien die Unpfandbarkeit jener Summe geltend, wobei er sich als gänzlich arbeitsunfähig bezeichnet. Die kantonale Aufsichtsbehörde hat am 5. August 1937 die· Beschwerde abgewiesen. Diesen Entscheid hat der· Rekurrent an das Bundes- gericht weitergezogen~
78 Schuldbetreibllngs- und Konkursrecht. No 22_ Die Schuldbetreibunga- und Konkurskammer zieht in Erwägung: Der Rekurrent ruft Art. 93 SchKG an, um die gänzliche Unpfändbarkeit zu rechtfertigen, die in der Tat keines- falls aus Art. '92 Ziff. 9 oder 10 SchKG hergeleitet werden könnte. Insoweit Art. 92 SchKG vorschreibt, dass Alters- pensionen und Renten von Versicherungs- und Alters- kassen nur soweit gepfändet werden können, als sie nicht nach dem Ermessen des Betreibungsbeamten dem Schuld- ner und seiner Familie unumgänglich notwendig sind, kann sich der Rekurrent nicht mehr darauf berufen, nach- dem er seinen - bedingten - Rentenanspruch ausdrück- lich ausgeschlagen und ihm ein präsentes Kapital vorge- zogen hat; eine derartige ausdehnende Auslegung ist nicht zulässig. Höchstens insoweit da.s dem Rekurrenten ge- bührende Deckungskapital aus seinen eigenen Beiträgen (( aufgesammelt» und diese aus seinem Arbeitslohn ge- leistet worden sind, trifft Art. 93 SchKG zu (BGE 53 m 74, 60III 228 Erw. 2). Wie gross diese waren und in welchem Verhältnis sie zu den Beiträgen der Lonza stunden, steht dahin. Zudem würden sie nur die oberste Grenze der Unpfändbarkeit bilden, deren Umfang im übrigen nach dem Ermessen des Betreibungsbeamten bestimmt wird. Wegen unangemessen niedriger Festsetzung der unpf"and- baren Lohnquote können aber die bezüglichen Beschwerde- entscheide der kantonalen Aufsichtsbehörden nicht an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 19 im Gegensatz zu Art. 17/8 SchKG). Infolgedessen muss es bei der ange- fochtenen Entscheidung das Bewenden haben, wonach die Unpfändbarkeit nicht für mehr als den Unterscheid zwi- schen dem ganzen Deckungskapital und der Betreibungs- summe nebst Akzessorien zugestanden wird, der immerhin noch rund Fr. 12,000.- ausmacht und dem Rekurrenten und seiner Ehefrau auf ein paar Jahre hinaus das Exi- stenzminimum sichert, während in dem erstangeführten Präjudiz zwei Monate als das Maximum bezeichnet Wllr- Schuldbetreibungs- und Konkursreeht. No 23. 79 'den. Ob sich dies bei der seitherigen Versteifung des Arbeitsmarktes, zumal für nicht mehr junge Arbeitskräfte, aufrechterhalten lasse, wird freilich in Frage gezogen wer- den dürfen, und insbesondere im Falle der ArbeitsunIahig- keit (dauernder .oder auch bloss vorübergehender) über- haupt kaum zutreffen. Allein wo letztere auf psychische Gründe zurückzuführen ist, wie beim Rekurrenten, wäre es doch allzugefahrlich, dem in so 'weitgehender Weise Rechnung zu tragen, Wie dieser wünscht (vgl. BGE 53 m 77). Demnach erkennt die SchttMlbetr.- u. KQnkurakammer : Der Rekurs wird abgewiesen.
23. Entscheid vom 31. August 1937 i. S. Xonkuraamt lern.
1. Legitimation zur Beschwerde. Art. 17 lUld 240 Sc~G. I?as Konkursamt ist als Konkursverwaltung berechtIgt, eme 'Massnahme des vom gleichen Beamten geleiteten Betreibungs- amtes anzufechten.
2. Freihandverkauf im Pfändungsverfahren. Ein nicht an der Börse kotierter Kassenschein ist kein Wertpapier mit Tageskurs lUld kann daher nicht gemäss Art. 130 Ziff. 2 SchKG ohne Zustimmung aller Beteiligten aus freier Hand verkauft werden. 1~ - Qualite pour porter pIainte. Art. 17 et 240 LP. En tant qu'administrateur d'lUle faillite l'office des faillites peut attaquer lUle dooision de l'office des poursuites, 10m meme que les deux offices seraient sous 180 meme direction.
2. - Vente de gre a gre dans la. prooMure de saisie. Un certificat de caisse (Kassenschein) non oote ala bourse n'est pas lUl papier-valeur ayant lUl cours connu et ne peut en oonsequence etre vendu de gre A gre en application de l'art. 130 ch. 2 LP sans le oonsentement de tous les interesses.
1. Legittimazione al reclamo. Art. 17 e 240 LEF. L 'ufficio fallimenti, neUa BUa veste d 'amministratore deI fallimento, puo impugnare un provvedimento preso dall'ufficio esecuzioni, anche se l'ufficiale dei fallimenti e identioo con l'ufficiale delle esecuzioni. .
2. Vendita a trattative private nella pri>cedura d'esecuzione. Un buono di cassa non quotato non e una carta-valore che abbia