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63_III_113

BGE 63 III 113

Bundesgericht (BGE) · 1937-01-01 · Deutsch CH
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ll:!

Schuldbetreibungs_ und Konkursrecht. No 31.

auch entstand~ sein, weil der Ehemann frühere Beiträge

der Ehefrau ihrem Zweck entfremdet hat, in welchem

Falle die Erhöhung der gegenwärtigen wegen Haushalt-

schulden aus vergangener Zeit eine zweifache Heran-

ziehung der Ehefrau bewirken würde. Überhaupt ist

sei n erN a t u r g e m ä s s der Beitrag nach den

gegenwärtigen Lebensbedürfnissen der Familie, nicht nach

zurückliegenden (Schulden) zu bemessen.

3. -

Diesen Grundsätzen gemäss ist von der Aufsichts-

behörde der Beitrag, den der Schuldner von der Ehefrau

verlangen kann, festzusetzen. Sein Betrag ist vom Existenz-

minimum d~r schuldnerischen Familie abzuziehen; was

verbleibt, ist der aus dem Lohne des Schuldners zu

deckende Zwangsbedarf. Soweit sein Lohn denselben

übersteigt, ist er pfänd.bar. Die Festsetzung dieser Lohn-

quote durch die Aufsichtsbehörden wird definitiv sein.

Es könnte nicht in Frage kommen, dass der Gläubiger

eine höhere Beitragspflicht der Ehefrau als die von den

Aufsichtsbehörden ihrer Rechnung zugrundegelegte und

dementsprechend eine höhere freie Lohnquote behaupten

und die letztere als bestrittene pfänden und verwerten

lassen würde. Denn streitig ist ja nicht die Höhe des

Lohnes, den der Dienstherr zu zahlen hat und den der

Erwerber des Lohnguthabens anstelle des Lohnberechtig-

ten gegen den Dienstherrn geltend machen könnte, son-

dern streitig ist das Mass der ehegüterrechtlichen Beitrags-

pflicht. Diese kann aber der- Richter nur im Verfahren

zwischen den Ehegatten festsetzen (Art. 246 Abs. 2 ZGB)~

Soweit im Entscheide BGE 60 In 58 eine andere Auffassung

vertreten ist, wird sie aufgegeben.

Demnach erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer :

Der Rekurs wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der

angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zu

neuer Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die

Vorinstanz zurückgewiesen wird.

I

Schu1dbetreibungs- und Konkursrecht. N° 32.

113

32. met du 22 octobre 1937 dans la causa Buffat.

POU1'8Uite exercee par un etablissement de:pr~t8 8'1'1' gagea. Irreceva-

billte d'un recours au Tribunal federal concemant les mesure.~

prises par l'office au cours d'une teHe poursuite (an. 45 et

11) LP).

Nicht an das Bundesgericht weiterziehbar

sind Entscheidungen der kantonalen Aufsichtsbehörde über

Beschwerden gegen Verfügungen des Betreibungsamtes in den

von ein e r Ver s atz ans tal t g e m ä s s Art. 4 5

SchKG an geh 0 ben e n

Be t r e i b u n gen. (Art. 19

SchKG).

Non possono essere oggetto di ricorso al Tribunale jederale le deci-

sioni dell'Autorita cantonale di vigilanza concementi reclami

contro provvedimenti presi dall'Ufficio neUe esecuzioni pro-

mosse da un istituto di prestito a pegno (an. 45 e 19 LEF).

A. -

A la requisition de la Banque de prets sur gages

et Mont-de-Piete S. A., creanciere d'Eugene Buffat,

l'oflice de Lausanne a procooe a une « poursuite periodi-

que», conformement aux art. 39 ss de la loi du 16 mai 18.91

concernant la. mise en vigueur dans le Canton de Vaud

de la loi federale sur la poursuite pour dettes et la faillite.

Il adresse un commandement de payer collectif, portant

notamment le num6ro de la reconnaissance etablie par la

Banque all nom de Buffat, commandement de payer

publie le 25 mai 1937 et adresse au debiteur. L'avis de

vente, faisant egalement mention de la· reconnaissance,

a ete notifie de la meme manrere. Le 17 juillet 1937,

l'oflice a vendu aux encheres six rideaux deposes par

Buffat a la Banque de prets.

B. -

Par plainte du 20 juillet, ·le debiteur a requis

l'annulation de Ia vente et la restitution des objets. Il

soutenait qu'il n'avait re~lU de l'office ni commandement

de payer ni avis de vente, et que les encheres etaient, en

consequence, entachees d'irreguIarites.

Les autorites cantonales ont rejete la plainte, l'autorite

superieure, par le motif que, la vente etant irrevocable,

il serait en tout etat de cause impossible de remeruer aux

pretendus manquements de l'oflice.

ll4

Schuldbetreiblmgs. und Konkursrecht. No 33.

C.

Contre la decision de la Cour des poursuites

Buffat a recouru au Tribunal federal, en reprenant ses.

conclusions.

En droit:

La poursuite, qui a pour objet une creance d'un etablis-

sement de prets. sur gages, se fonde sur le droit cantonal,

soit sur les art. 39 ss de la loi vaudoise d'introduction de

la LP. Ces dispositions n'ont pas ete touchees par la pro-

mulgation du ce, attendu qu'elles rentrent dans le cadre

de la reglementation a la quelle les cantons peuvent, en

vertu de l'art. 915, soumettre la profession de preteurs sur

gages (cf. art. 45 LP). L'autorite superieure, il est vrai,

a porte Ba decision sans declarer que c'etait le droit can-

tonal qui s'opposait a la revocation de la vente et qui

enlevait par consequent a la plainte tout interet pratique.

Mais il n'est pas douteux -

les art. 41 a 43 de la loi d'intro~

duction reglant la procooure d'encheres -, qu'elle a, en

fait, applique le droit cantonal. Or on ne peut recourir

a.u Tribunal federal que pour violation de la loi fooerale

(art. 19 LP); la Chambre des poursuites ne saurait donc

entrer en. matiere sur le present recours.

Par ces moti/s, la Chambre des Poursuites et des Faillites

declare le recours irrecevable.

33. Entscheid vom la. Noyember 1937 i. S. Deplu.

Die gegen einen im Ausland wohnenden Schuldner in der Schweiz

von einem örtlich unzuständigen Betreibungsamt wigehobene

Betreibung ist dann nichtig, wenn auch der betreibende GläU.

biger im Ausland Wohnsitz hai (Art. 46 SchKG).

La. poursuite introduite en Suisse par un office incomp6tent

quant au lieu contre un debiteur domicilie a I'etranger doit

etre declaree nulle d'office lorsque le creancier poursuivant est

aussi domicilie a l'etranger (an. 46 LP).

Un' esecuzione promossa in Isvizzera da un ufficio incompetent~

ratione 10m contro un dehitore domiciliato all'estero e nulla se

il creditore escutente e pure domiciliato all'estero (an. 46 LP).

Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 33.

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Der in Singen wohnende, für eine Bündner Firma rei-

sende Rekurrent wurde von einer . Münchner Bank unter

seiner ständigen Adresse in Zürich, Josefstrasse 73, wo er

monatlich 1-2 mal bei Bekannten übernachtet, betrieben;

er erhob dagegen nicht Beschwerde, und es kam zu einer

Lohnpfändung im Betrage von Fr. 100.- im Monat, gegen

die der Schuldner rekurriert mit dem Antrag auf Erhöhung

seines Existenzminimums Init Rücksicht auf den infolge

der Abwertung geringeren Kurswert des Frankens in

Deutschland.

Die 8chuldbetreilntngs- und Konkurskammer

zieht in Erwägung :

Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, geht die Recht-

sprechung des Bundesgerichts hinsichtlich des Orts der

Betreibung dahin, dass· die Vorschriften über den Betrei-

bungsort nicht zwingend und daher die am unrichtigen

Orte angehobene Betreibung nicht nichtig ist, wenn der

Schuldner seinen Wohnsitz im Auslande hat, da in diesem

Falle eine Benachteiligung anderer Gläubiger durch

Vereitelung ihres Anschlussrechts am gesetzlichen (schwei-

zerischen) Betreibungsorte und daInit eine Schädigung

öffentlicher bezw. dritter Interessen durch die Betreibung

am ungesetzlichen Orte nicht stattfindet (BGE 59III 6).

Diese Praxis geht jedoch davon aus, dass es sich um einen

in· der S c h w e i z

w 0 h n h a f t e n Betreibungs-

gläubiger handelt, sodass immerhin insofern ein schwei-

zerisches Interesse an der Möglichkeit der Durchführung

der Betreibung in der Schweiz gegeben ist. Im vorliegenden

Falle dagegen hat nicht nur der Schuldner, sondern auch

der Gläubiger in Deutschland Wohnsitz, sodass es auch an

diesem Interesse fehlt, weshalb die Aufrechterhaltung der

Betreibung am ungesetzlichen Betreibungsorte nicht mehr

gerechtfertigt erscheint. Sie ist deshalb, ohne dahinge-

henden Antrag und ohne Rücksicht auf die Beschwerde-

frist, von Amtes wegen aufzuheben. Die weiter sich

stellende Frage, ob die eventuell gepfändeten Lohnbeträge