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Schuldbetreibungs. und Konkursl'echt. No 38.
schehen soll, innerhalb der eingangs erwähnten Schranken
neuerdings der, Gläubigerversammlung zu.
Demna,ch erkennt die Schuldbetr.- u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird im Sinne der Motive gutgeheissen.
38. Auszug a.us dem Entscheid. vom 20. September 1935
i. S. Studer.
Eine wegen missbräuchlicher oder trolerischer Beschwerdeführung
gemäss Art. 63 Geb.T. auferlegte Bus s e kann bei Nichter-
hältlichkeit nie h tin G e f ä n g n iss t r a f e u m g e -
wandelt werden.
L'amende infligee pour cause de plainte abusive ou dictee par un
esprit de chicane (art; 63 du tarif des frais) ne peut etre con-
vertie en emprisonnement en cas d'impossibiliM de la faire
rentrer.
Una multa inflitta per un ricorso abusivo 0 interposto per angheria
(art. 63 deUa tariffa) non puo essere convertita neUa pena della
prigione qualora non si possa ottenerne il pagamento.
Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer nicht nur
wegen trölerischer Beschwerdeführung, sondern auch wegen
Verletzung des Anstandes neben den Kanzleikosten eine
Busse auferlegt, die zu bestätigen ist. Dagegen kann Art. 8
des Bundesstrafrechtes, wonach bei Ausfallung von Geld-
bussen für den Fall, dass dieselben nicht innerhalb der
Frist von 3 Monaten erhältlich sind, oder im Falle der
Zahlungsunfähigkeit des Verurteilten in dem Urteil zu-
gleich die Umwandlung in Gefangnisstrafe ausgesprochen
werden soll, nur angewendet werden, wenn die Geldbusse
in Anwendung des Bundesstrafrechtes ausgefällt worden
ist oder doch in Anwendung eines Erlasses, in dem der
erste Abschnitt des Bundesstrafrechtes anwendbar erklärt
ist oder auf den er vi elleicht sonst sinngemäss Anwendung
finden mus s. Weder das eine noch das andere trifft
auf bloose Ordnungsbussen zu.
Schuldbetreibungs. und Konkursrooht. No 39.
39. Entscheid vom al. September 1935
i. S. Xantonalbank von Bern.
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War in den Steigerungsbedingungen vorgesehen, dass getrenn t
ver p f ä n d e t e
G run d s t ü c k e
sam t h a f t
v e r-
s t e i ger t werden, so kann ein Pfandgläubiger nicht nach-
träglich Beschwerde gegen den Zuschlag auf den Gesamtruf
hin führen aus dem Grunde, dass er vom Erlös weniger als
die auf sein Pfand einzeln angebotene Summe erhalte. Ver-
ordnung über die Zwangsverwertung von Grundstücken
Art. 108, 118.
Lorsque 1es conditions des encheres prevoyaient 1a pos8ibilite de
vendre en bloo des immeubles lormant des gages distincts, un
creancier hypothecaire n'est pas recevab1e a. attaquer une
ad~udication prononcee pour la totaIiM des immeubles, en-
sUlte d'une offre globale, en invoquant comme motif que la
somme qui lui est revenue est inferieure a. l'offre qui avait
me faite pour celui des immeubles qui etait engage en sa
faveur. ORI art. 108 et 118.
Se le condizioni dell'incanto prevedevano la possibilita. di vendere
in blocco dei fondi costituenti dei pegni distinti, un creditore
ipotecario non ha quaIita. per impugnare un 'aggiudicazione
della totalita. dei fondi, in seguito ad offerta globale, allegando
ehe l'importo assegnatogli e inferiore all'offerta ehe era stata
fatta per il fondo costituitogli in pegno. Regolamento sulla
realizzazione di fondi (RRF) art. 108 e 118.
A. -
Im summarischen Konkursverfahren über K.
Lütolf-Kohler in Reuti, Hasliberg, brachte das Konkurs-
amt Oberhasli gleichzeitig folgende Liegenschaften auf
die Steigerung :
Nr. 759 Hotel Viktoria mitZugehör undNr. 1617 Wasser-
kraft, im Schätzungswert von 95,000 Fr.; Nr. 761 Wohn-
haus mit Postbureau, im Schätzungswert von 20,000 Fr.;
Nr. 760 Wiesenland, im Schätzungswert von 400 Fr.;
Nr. 736 Verkaufsmagazin, im Schätzungswert von 5000 Fr.
In den Steigerungsbedingungen war vorgesehen: « Nr.
759 und 1617 werden gemeinsam ausgerufen, die andern
Grundstücke einzeln. Auf Wunsch folgt ein Gesamtausruf.
Die Einzelangebote haften bis zum Ergebnis des Gesamt-
ausrufes. » In der Steigerungsverhandlung stellte die